Es ist beschämend zu sehen, wie gering die Solidarität mit den Menschen im Iran ist

Protest gegen das Mullah-Regime in Bochum

Gestern war ich auf der dritten Demonstration gegen den Mullah-Terror in Bochum innerhalb einer guten Woche. Es gab eindrückliche Reden junger Frauen, in denen sich die Schicksale von Frauen im Iran schilderten, die ermordet, vergewaltigt, festgenommen oder in den Selbstmord getrieben wurden.  Allerdings waren es auch gestern a, Hautbahnhof nicht viele Menschen, die demonstrierten. 200 vielleicht und die meisten waren Perser. Es war kein Bochumer Politiker dabei, weder ein Vertreter aus dem Rat noch ein Landtags- oder Bundestagsabgeordneter. Immerhin: Vor einer Woche redete auf einer Kundgebung vor dem Rathaus der Bundestagsabgeordnete Max Lucks von den Grünen.

Deutsche scheinen sich für die Vorfälle im Iran kaum zu interessieren. Selbst aus dem Milieu der Dauerprotestierer, die sonst schon auf die Straße gehen, wenn die Stadtverwaltung einen Papierkorb umstellen will, war kaum jemand zu sehen.

Und außer Iranern war auch andere Migranten kaum vertreten. Wenn Israel im Kampf gegen Terroristen zwei Palästinenser tötet, stehen Tausende vor dem Bochumer Rathaus. Ermordet das Mullah-Regime mehrere hundert Menschen, darunter mindestens 23 Kinder, hält sich die Empörung in engen Grenzen.

Es ist beschämend zu sehen, wie gering die Solidarität mit den die unvorstellbar tapferen Menschen im Iran ist, die gegen ein autoritäres, islamisches Regime und für die Freiheit kämpfen. Lässt sich ein Thema nicht für den Kampf gegen den Westen oder Israel nutzen, scheint das Interesse sehr gering zu sein.

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Zugezogen
Zugezogen
1 Jahr zuvor

Also so wenig – allem Anschein nach – Deutsche waren jetzt auch nicht da, fand ich. Machten schon ein Drittel der Masse aus, schätze ich. Die meisten von denen waren – der Wahrnehmung nach – aus der woken und queeren Bubble und nicht Otto-Normal-Bürger.

Ich meine cool, dass die wenigstens da waren, aber es führte dann auch in einem Redebeitrag zu der sinngemäßen Aussage, dass man als privilegierte Weiße, quasi die Pflicht hätte, sich für „die armen BiPocs“ einzusetzen. Warum argumentiert man nicht einfach, dass man als menschenliebender MENSCH gegen die eklatante Verletzung von Menschenrechten auf die Straße gehen sollte? (Dieses offensive, selbstgerecht wirkende „Rassifizieren“ stößt mir (als sog. “ BiPoc“) irgendwie immer ziemlich auf und bringt in meinen Augen nix.)

Weiteres Problem, warum insgesamt nicht so viele da gewesen sein könnten ist, finde ich, dass die Mobilisierung sehr dezent verläuft. Musste mich aktiv sehr bemühen, um herauszufinden, wo protestiert wird. Immerhin gibt es mittlerweile eine Seite, die versucht, Termine zu sammeln: https://iranprotestsgermany.wordpress.com/

ralf-k
1 Jahr zuvor

Die Kölner Boulevardzeitung Express titelte am Samstag: „Nacktdemo gegen Muezzin-Ruf“. Der WDR hat in der Fernsehsendung „Aktuelle Stunde“ die Iranerinnen mit nacktem Busen und Bemalung in den Landesfarben des Irans bei Demo gegen den Muezzin-Ruf jedoch verschwiegen. Warum zensiert der WDR so?

Rudi
Rudi
1 Jahr zuvor

Was „den Westen“ anbelangt, so beschlossen dessen politische Führer auf der Konferenz von Guadeloupe, den Schah fallen und Chomeini einreisen zu lassen. Den Verrat, den sie an den laizistischen Iranern begangen, wollten oder konnten sie nicht erkennen. Oder es war ihnen schlicht egal, ein Iran der Pfaffen war ihnen hundertmal lieber als ein kommunistischer Iran.
Grüße
Rudi

Reginald
Reginald
1 Jahr zuvor

Genauso beschämend ist Maul halten der Politiker beim Völkermord in Mysmmar und in der Provinz Ostturkestan und anderen schweren Menschenrechtsverstössen im Iran,der Türkei in Saudi Arabien oder Agypten oder,oder,oder.Die Luste ist lang.Es wird Zeit sämtliche Beziehungen zu solchen Ländern einzustellen.

paule t.
paule t.
1 Jahr zuvor

Zitat:
„Lässt sich ein Thema nicht für den Kampf gegen den Westen oder Israel nutzen, scheint das Interesse sehr gering zu sein.“

Schreibt der Autor und instrumentalisiert genau damit das Thema für den Kampf gegen _seine_ Lieblingsfeinde.

Richard Heller
Richard Heller
1 Jahr zuvor

Nur zum Verständnis: Warum ist das Maß der Solidarität beschämend? Sind wir, die wir bei jeder Gelegenheit als privilegiert, rassistisch und islamophob beschimpft werden, verpflichtet zur Solidarität? Woraus ergibt sich eine etwaige Pflicht? Würde sich an den Beschimpfungen durch unsere ungebetenen Gäste etwas ändern? Wohl nicht.

Es ist nicht nur so, dass ich das natürlichste Menschenrecht überhaupt für mich in Anspruch nehme, in meinem eigenen Land mein Leben in aller Ruhe leben zu wollen. Es wäre sogar schädlich, wenn die Proteste „deutsch“ wären, denn die iranische Regierung behauptet ja, dass die Proteste im Iran vom Westen veranlasst und gesteuert seien.

Der Westen ist inzwischen ein paar Mal zu häufig beschimpft worden, um ihm jedwede Solidarität abzuverlangen.

Thomas Weigle
1 Jahr zuvor

@ Richard Heller Sagt ihnen der Begriff Jubelperser etwas? Oder Savak? Oder der Name Reza Pahlevi? Googeln sie doch mal „Der Polizeistaatsbesuch.“ Ein Highlight der ARD im Sommer 67.

Richard Heller
Richard Heller
1 Jahr zuvor

@Thomas Weigle
Die Begriffe sagen mir natürlich etwas. Vor allem ist zu erkennen, dass Sie zu einer Antwort weder willig noch in der Lage sind.

Thomas Weigle
1 Jahr zuvor

@Richard Heller Der Westen hat ein paar mal zu viel gebombt.Und zu oft Diktatoren eingesetzt oder unterstützt. Abgesehen davon,ist die Kolonialgeschichte bei vielen Völkern noch sehr präsent. Der Reichtum Europas gründet auch in der langen Ausbeutung dessen,was wir heute 3.Welt nennen. Dagegen sind die von ihnen angeführten Beschimpfungen unschön, aber im Vergleich ein Nichts.

Richard Heller
Richard Heller
1 Jahr zuvor

@Thomas Weigle
Ihr Posting #9 ist keine Antwort auf mein Posting #6. Der Iran wurde weder kolonisisiert noch ausgebeutet. Bitte etwas mehr Stringenz. Es geht um den Iran und nicht um „viele Völker“.

Berthold Grabe
Berthold Grabe
1 Jahr zuvor

Ich finde es nicht beschämend , wie wir auf dem Terror in Iran reagieren. die übergriffigen Regime haben sich längst auf öffentliche Empörung und Demos eingestellt, damit übt man praktisch keinen Druck mehr aus.
Wie man unschwer an Russland erkennen kann, betreiben diese Staaten mittleerweile sorgfältige und langjährige Öffentlichkeitsarbeit, so dass sich genügend Idioten finden, die sich dafür einspannen lassen.
Das gilt ja selbst für die Rolle der Frau bei den Muslimen, wenn auch noch nicht so durchschlagend, weil noch nicht so lange aktiv.
Letztlich sind die Tage vorbei, in dem moralische Empörung eine andere Regierung in Schwierigkeiten bringen kann. In Schwierigkeiten bringt man regelmäßig nur noch die eigene Regierung, weil sie mit Forderungen konfrontiert wird, die sie unmöglich durchführen können.
Letztlich kann man Opposition nicht mit viel unterstützen, jedenfalls nicht mehr, als wir (vor allem die Franzosen) die Ayatollahs gegen den Schah unterstützt haben, das uns / Ihnen kaum gedankt wurde.
Was zeigt dass Regimewechsel jenseits kriegerischer Notwendigkeiten immer eine Angelegenheit des betreffenden Volkes selbst sind.
Koloniale Verweise sind da einfach Unsinn und eine Ausrede, wenn auch eine Verständliche, die unsägliche Härte einer Selbstbefreiung nicht allein leisten zu müssen.
Und gerade Einmischung von Außen ist letztlich ein Fehler, denn Recht machen können wir es nicht. Denn was das sein kann, müssen die Völker selbst für sich herausfinden und die Ayatollahs waren der erste Schritt dazu, den schließlich die Iraner selbst gegangen sind.

Das zeigt sich doch auch bei uns in Deutschland, weil wir leichtfertig mit der von den Alliierten zugebilligten, nicht selbst errungenen Freiheiten umgehen und in meinen Augen absehbar ist, das wir sie verlieren werden.
Ganz nach dem Prinzip, was nichts kostet ist auch nichts wert, schätzen wir gegenüber den ideellen Ansprüchen unsere Freiheit viel zu wenig.
Das wäre anders, wenn sie erkämpft worden wäre.

Berthold Grabe
Berthold Grabe
1 Jahr zuvor

#9
Es ist richtig das der Reichtum Europas auf eine lange Nutzung kolonialer Rohstoffe zurückgeht.
Der Begriff Ausbeutung ist da weder falsch noch völlig richtig, denen keines dieser Länder hätten mit diesen Rohstoffen etwas anfangen können, von denen sie zwar nicht primär aber sekundär eine Menge zu verdanken haben, außer im Mittelalter zu verharren.
Was man durchaus als Recht mit einiger Legitimation in Anspruch nehmen kann.
Aber es ist verlogen zu glauben der Kolonialismus wäre Schuld an diesem heutigen Zustand. Er wäre ohne Kolonialismus nicht besser.
Wie immer wenn Völker bestimmte Standards nicht erreichen, so liegt das an ihrer eigenen Kultur.
Die viel mit nationaler Identitätsbildung und damit gegenseitigem Zusammenhalt zu tun hat und der Bereitschaft dafür Opfer zu bringen, was wir bei uns ja gerade wieder aufgeben, weil wir gerne die Verantwortung negieren wollen die damit gegenüber anderen Nationen entsteht verweigern. Ob nun aggressiv wie im NS Regime oder nun passiv.)
Hätten die ehemaligen Kolonialstaaten noch die Standards der Kolonialverwaltung, gäbe es in vielen von Ihnen die Probleme nicht, die sie ihren ehemaligne Kolonialherren anlasten. Nichts schützt Nationen davor selbst erwachsen zu werden.
Stattdessen verlangt man die Lösung ihrer Probleme von den ehemaligne Kolonialherren.
Was das ganze elend deutlich macht, vor allem da sich hier Einige gerne verantwortlich fühlen.
Wobei die Frage offen bleibt, ob das Abhilfe oder doch mehr eigener Eitelkeit geschuldet ist, die solchen Anwälten Bedeutung verleiht. Aber die Grundprobleme vor Ort niemals lösen kann und stattdessen nur neue Abhängigkeiten schafft.
Aus Empathie nicht zuschauen zu können ehrt Menschen, aber schafft keine Lösungen.

Thomas Weigle
1 Jahr zuvor

@ R. Heller. Von wegen keine Ausbeutung? im Iran. Schon mal was vom Umsturz im Iran 1953 gehört? Einfach mal googeln.

Karla
Karla
1 Jahr zuvor

Ein von von Innen oder von Außen gesteuerter Putsch ist zunäst mal ein Putsch. Nichts Anderes. Wenn ein Land, in dem ein Putsch stattfindet, durch diesen Putsch direkt zur Kolonie würde, wären viele Länder der Erde nicht als souveräne Staaten, sondern als Kolonien zu bezeichnen.
Das macht aber niemand. Der Unterschied zwischen einer Kolonie und einem souveränen Staat ist MINDESTENS die Präsenz oder die Nichtpräsenz von Truppen einer Kolonialmacht. Auch müßte die Kolonialmacht unmittelbar die Regierungsgewalt ausüben. Das aber war im Iran vielleicht nie der Fall.Selbst Alexander hat sich nicht als Kolonialherren gesehen. Die Muslime haben im Iran ihr Schisma erlebt. Das was nach dem Sturz von Mossadegh aus dem Iran geworden ist, könnte niemand als Kolonie einstufen. Auch niemand bei den Kommentatoren der Ruhrbarone.

Richard Heller
Richard Heller
1 Jahr zuvor

@Bertold Grabe
#11 stimme ich zu, #12 ist in diesem uninteressant. Es geht bei den Vorgängen im Iran nihct um Kolonialismus oder seine Folgen

@Thomas Weigle
Sie faseln wirres Zeug. „Einfach mal googeln“ und „schon mal was von X gehört“ sind keine Argumentation. Verbalen Sie Ihre Gedanken, so Sie welche haben und diese in den hiesigen Kontext passen.

Thomas Weigle
1 Jahr zuvor

#12#14,#15 Ob Kolonie oder Errichtung und Unterstützung brutalster Diktaturen(Iran ,Chile bspw.),ist Jacke wie Hose für die darunter leidenden Menschen. Sie werdenbzw werden unterdrückt und ausgebeutet.
Diese Erkenntnis ist bei einigen offenbar nicht vorhanden.

Karla
Karla
1 Jahr zuvor

@16, klar, wir können statt Rind auch Ziege sagen, denn beim Schlachter werden beide Tierarten gleich behandelt.
Trotzdem sagen einige Leute Rind. Bei denen ist diese „diese Erkenntnis offenbar nicht vorhanden“.
So ganz allmählich wirken Sie auf mich albern @Thomas Weigle. Geht es um Rechthaberei um jeden Preis?

thomas weigle
thomas weigle
1 Jahr zuvor

#16 Die Iraner 79 gute Gründe hatten,sich vom Westen abzuwenden. Dass sie damit vom Regen in die Traufe gekommen sind,das war Pech. Daran war aber auch der Westen nicht ganz un schuldig. Statt mit Beginn der Demos der Basaris für diese und andere Reformkräfte einzutreten,haben sie weiter die Terrorherrschaft des Schah unterstützt. Erst im Jänner 79, also im Prinzip schon kurz nach Zwölf haben sie dem Schah die Unterstützung aufgekündigt. Gleichzeitig hat man den schrecklichen Alten in seinem franz. Exil hofien.

Falls sie Fakten kennen,n ach denen es in 53 keinen von der CIA organisierten Putsch gegeben hat,als her damit.Falls sie begründet darlegen können, dass der Westen den Schah nicht an die Macht gebracht hat und ihn anschließend auf Teufel komm raus unterstützt hat, bitte ich um nachprüfbare Belege. Sollten sie diese nicht haben,dann schließen sie sich wenigstens verbal den o.g. Protesten an.

der, der auszog
der, der auszog
1 Jahr zuvor

@ Richard Heller(#15)

Hallo Richard Heller, schön, dass du da bist. Man freut sich mittlerweile über jedes neues Gesicht auf den Ruhrbaronen.
Du musst dir diese Internetseite wie einen Baum vorstellen, der für den Fall, dass eine Diskussion gut läuft, sehr ertragreiche Früchte hervorbringen kann.
Wenn da nicht die Vögel wären. Wie bei jedem Baum ist auch dieser voll davon und ein paar dieser Vögel zeichnen sich dadurch aus, dass sie hier wohnen, von morgens bis abends was zu meckern haben, rund um die Uhr mit Kommentaren gefüttert und bespaßt werden wollen und die natürlich hin und wieder auch mal etwas fallen lassen.

Einer dieser Vögel ist der pensionierte Oberlehrer, der dich gerade in Lempelmanier zu belehren versucht. Mehr als Googlesuchmaschine kennt der aber nicht und um sie selber zu bedienen ist er nicht unbedingt nur zu faul. Früher hat er hier fließbandmässig Gastbeiträge abgeliefert, die so dermaßen grottenschlecht waren, dass sie sogar namhafte Wissenschaftler auf den Plan riefen, wie Dr. Andreas Heyer, den Nachlassverwalter und Biografen eines der bekanntesten DDR Intellektuellen, den Journalisten und Philosophen Wolfgang Harich. Thomas Weigle behauptete auf den Ruhrbaronen felsenfest, dass Harich von der SED gefoltert worden wäre, auch dann noch, als sein Schwindel durch den Historiker Dr. Heyer aufgeflogen war. Insofern ist er zumindest alteingesessenen Lesern ein Begriff als Geschichtenerzähler, jemand, der sich die Wirklichkeit so zurecht biegt, wie sie ihm gerade in den Kram passt.

Wenn du mal laut über einen Selbstblender lachen willst, dann schau hier herein:
https://www.ruhrbarone.de/sed-justiz-2/92683/#comment-842301

…. über einen weiteren Vogel hatte ich vorgestern schon was geschrieben:
https://www.ruhrbarone.de/twitter-hat-den-account-der-letzten-generation-geloescht/213676/#comment-1358125

… dann gibt es noch einen dritten Vogel. So eine Art Kuckuck, der neulich schnell wieder im Loch seiner sozialdemokratischen Kuckucksuhr verschwunden ist, nachdem er vorher „Alle Hetzer“ gerufen hat.
https://www.ruhrbarone.de/twitter-hat-den-account-der-letzten-generation-geloescht/213676/#comment-1357479

… und wenn der dann noch seinen Kanariensittich Golmeran mitbringt, dann kannst du dir vielleicht vorstellen, wie es bei solchen Vögeln unter diesem Baum aussieht. Ein Auto wird man dort aufgrund der zu erwartenden Lackschäden sicherlich nicht mehr abstellen wollen.

Gattungstechnisch gehören die alle übrigens in die Gruppe Ü70, Wesensmerkmal: chronische Langeweile und die Anzahl, mit der sie diesen Baum gleichzeitig bevölkern ist sehr stark von Gesundheitszustand, Urlaubskasse und/oder der medikamentösen Einstellung der Ärzte abhängig. Zwei sind aber mit Sicherheit immer da und mancher dann sogar zu dritt.

Linus
Linus
1 Jahr zuvor

@ Karla

Deine Kommentare sind unterirdisch schlecht. Nur mal so gesagt, damit du es weißt.

Walter Stach
Walter Stach
1 Jahr zuvor

„Die CIA“……

Thomas Weigle,

Dass die CIA seit ihrer Gründung weltweit Putschisten gefördert und massiv mit allen (!!) ihren Mitteln und Möglichkeiten gefördert und unterstützt hat, ist nicht zu bestreiten; es sei denn, „man“ verweigert sich den Realitäten.

Dass das u.a. für den Putsch gegen den damaligen demokratischen legitimierten Präsidenten des Iran, Mossadegh gilt, dass das u.a. für den Putsch gegen den demokratisch legitimierten Präsidenten Chiles, Allende, gilt, ist so unbestritten, daß es mir müßig erscheint, Thomas Weigle, darauf durch Dich oder durch mich näher einzugehen.

Dass folglich bei jedem Putsch irgendwo auf der Welt regelmäßig darüber spekuliert wird, ob die CIA dabei „ihre Finger im Spiel“ hat, liegt nahe. Diese Spekulationen sind vor allem dann naheliegend, wenn es gute Gründe für die Annahme gibt, dass es Interessen der USA gibt, einen solchen Putsch zu wollen und zu fördern. Das gilt konkret auch für das Geschehen im Iran, das allerdings m.E. noch nichts mit einem Putsch zu tun hat.

Simple Erkenntnis ?
Ja , meine ich.

Nachdenkente- und diskussionswürdige Erwägungen könnten sich ergeben, wenn gefragt wird:

Warum initiierten, befördern die USA solche Putsche?

M.E geht es, wie von mir schon mehrfach fesgestellt, den USA dabei regelmäßig weltweit nicht darum, die sog. westlichen Wert -Demokratie, Rechtsstaat, Menschenrechte- zu implementieren, sondern darum , ihre wirtschaftlichen und militärischen Interessen zu wahren und langfristig zu sichern, mithin ihre Dominanz in einer globalisierten Welt. Dabei wird folglich durch die USA dann und wann in Kauf genommen, dieser ihrer Interessen wegen nicht zu Gunsten der Putschisten und nicht zu Gunsten der sog. westlichen Werte zu intervenieren, sondern dann und wann sogar Gegenteiliges zu betreiben -im geheimen, durch di CIA?

Thomas Weigle,
in diesem Sinne wiederhole ich meine Anregung, weltweite Handlungen/Unterlassungen der USA -u.a. seitens ihrer CIA- nebst der von ihr abhängigen westlichen Staaten bezüglich ihrer Plausibilität nicht kritisch zu hinterfragen mit Blick auf die sog. westlichen Werte, z.B. mit Blick auf die Menschenrechte, sondern mit Blick auf die Interessen, die Interessenslage der USA und „ihrer Verbündeten“, also mit Blick auf das, was für die USA und ihrer Verbündeten wirtschaftlich und militärisch interessengerecht wäre.
Das würde jedenfalls helfen können, scheinbare Widersprüche im politischen Tun/Unterlassen der USA und ihrer Verbündeten auszuräumen und in ihrem Tun/Unterlassen nicht Anderes auszumachen als die konsequente Verfolgung eigener Interessen.

Thomas Weigle,
wenn „man“ dieser meiner These von konsequenter Interessenspolitik folgt, wäre zu fragen, wer denn denn in den jeweiligen Staaten, konkret in den sich demokratisch nennenden der sog westlichen Welt, maßgeblich jenseits formal demokratischer Prozesse maßgeblich (mit-) bestimmt, was denn die primären wirtschafltlichen und militärischen Interessen des jeweiligen Staates , z.B. der USA, sind, z.B. im Rußland-Ukraine Kreig, z.B. im Umgang mit Saudi-Arabien, z.B. im Iran-Konflikt. Es kann unterschiedliche, ja gegensätzlichen Antworten auf diese Fragen geben, aber immer solche, die näher an der Realität sind als all e die man finden mag auf der Suche nach dem richtigen Weg der weltweiten Implikation der sog. westlichen Werte -Demokratei, Rechtstaat Menschenrechte.

Thomas Weigle,
ich ergänze meine o.a Erwägungen zur Interessenspolitik der USA und ihrer westlichen Verbündeten in ihrer Widersprüchlichkeit zum vorgeblichen Primat der sog.. westlichen Werte für deren politischen Tun oder Unterlassen mit dem Hinweis auf die EU. U.a. Frau von der Leyen verkündet mindestens einmal täglich als oberstes Gebot für alle Mitgliedstaaten und als ihren Heilsauftrag in der Welt das Prinzip der unverletzlichen,, unveräußerlichen, über- bzw. vorstaatlichen Menschenrechte, ua. die Achtung der Gleichheit aller (!!) Menschen vor dem Gesetz und fordert dieses ein z.B. aus aktuellem Anlass vom Iran und das ohne geringste Selbstzweifel mit Blick auf die EU-Mitglieder Polen, Ungarn, Tschechei, Slowakei, Slowenien. Wenn es den USA, der EU, Deutschland zudem um Katar, Saudi-Arabien und, und, und…..geht? Ja, dann läßt sich relativ problemlos erkennen, was Interessenspolitik bedeutet.

Thomas Weigle,
ich habe ‚mal wieder und nach länger Zeit zu einem „größerem Rundumschlag“ ausgeholt, weil mich ‚mal wieder die Scheinheiligkeit und Widersprüchlichkeit der auch hier bei den Ruhrbaronen proagierten Motive und Ziele der Politik der sog. westlichen Welt und ihrer Führungsmacht USA ,gelinde gesagt, nerven. Und das schließ bezogen auf den Iran die dort seit Jahrzehnen bis auf den heutigen Tag agierenden CIA ein -im wirtschaftlichen, im militärischem Interesse der USA und nur dem „guten Anschein nach wegen der sog. westlichen Werte, hier des Rechtes aller Frauen wegen auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Letzteres fordern z.B. viele Frauen in einigen Südstaaten der USA, wenn es um ihr Recht auf Abtreibung geht, derzeit vergebens ein. Was sagen dazu z.B. die „werteorientierten“ Politikerinnen in der sog. westlichen Welt, die von der Leyens, Baerbocks und , und, und……??

Alles in Allem:
Eine westliche Welt, die sich in ihrer Scheinheiligkeit und Verlogenheit tagtäglich immer auf’s Neue übertrumpft und damit offenbar die Basis gefunden hat für ihre Selbstzufrieden- bzw. Selbstgerechtigkeit.
(„Übertrumpfen……..? Trump läßt grüßen1)

thomas weigle
thomas weigle
1 Jahr zuvor

@ Walter Stach
DANKE!!
Schöner Rundumschlag. Es ist u.a. genau die von dir schön beschriebene Widersprüchlichkeit,die mich Ende der 60er ins linke Lager gebracht hat. Vietnam natürlich,Kambodscha, Ohio State University in Kent mit vier erschossenen Studenten, die Rassenfrage, der 2. Irakkrieg,Iran,Chile…. Und das wurde seitdem nicht wirklich besser. Zu wenig gutes,zu viel fragwürdiges außerhalb Europas.

Auf der anderen Seite ist die Befreiung vom Faschismus ohne die USA nicht denkbar. Die ungeheure sachliche und militärische Hilfe für die SU und England. Die Invasion in der Normandie ist ohne die USA nicht denkbar.
Meine Mutter erzählte noch viele Jahre noch bis in die 60er immer mal wieder,wie toll die Carepakete waren,die Schulspeisungen. Die Berliner Verwandtschaft ließ kein schlechtes Wort über die USA fallen-die Luftbrücke und die Angst,dass „der Russe“ ohne die Schutzmächte schon am nächsten Morgen vor der Tür stehen könnte,waren die Gründe.
Wobei ich in Bezug auf den aktuellen Krieg sehe,dass es natürlich Gründe für die USA gibt aus Eigeninteresse zu handeln.
Hier treffen sich aber eben die Interessen der ehemaligen baltischen Sowjetrepubliken, allen voran die der Ukraine sowie Polens, Bulgariens und Rumäniens mit denen der USA. Diese musste niemand in die Nato prügeln,sie sind aus wohlverstandenem Eigeninteresse eingetreten. Sie kennen „ihre“ Russen. Dass Finnland ein weit verzweigtes Schutzsystem unter der Erde hat, ist sicher nicht auf der Angst vor einem westlichen Atomangriff geschuldet.

Es ist schon erstaunlich,wie hier mit dünnsten, Argumenten die Rolle der USA im Iran geleugnet wird. Woran erinnert mich das bloß?
Was bleibt, ist die Tatsache,dass wir hier dank der militärischen Möglichkeiten derUSA lange recht gut leben konnten.

nussknacker56
nussknacker56
1 Jahr zuvor

#21

Herr Stach, ich finde es grotesk, in welchem Umfang Sie mittlerweile Relativierungen vornehmen. Sie vergleichen allen Ernstes EU-Staaten wie „Polen, Ungarn, Tschechei, Slowakei, Slowenien“ mit dem Mullah-Regime Iran – einem der weltweit aggressivsten Staaten, der nur eines gut kann: den religiös kaschierten Terror nicht nur im Land selbst zu praktizieren, sondern diesen in alle Teile der Welt zu exportieren bzw. ihre jeweiligen Proxys entsprechend zu unterstützen. Und selbst wenn die Südstaaten der USA Abtreibungen erschwert haben oder diese gar verbieten, sind sie deswegen auch in punkto Frauenrechte noch immer nicht mit dem Henker-Regime in Teheran vergleichbar. Solche Vergleiche sind keine Analysen, sondern politisch blindwütige „Rundumschläge“ und Verschwörungstheorien, die nur dazu dienen, alte 68er-„Weisheiten“ zu konservieren.

In Ihrem Hass auf den Westen verlieren Sie allmählich jedes Maß.

SvG
SvG
1 Jahr zuvor

@ Walter Stach: “ … sondern darum , ihre wirtschaftlichen und militärischen Interessen zu wahren und langfristig zu sichern,…“
Hach, Herr Stach, die bösen Amerikaner wahren und schützen ihre Interessen, mithin auch die ihrer Bürger. Gaanz furchtbar.
Ich wünschte mir oft, das würden unsere Regierungen auch tun. Und nicht die Probleme anderer Staaten und derer Bürger zu Lasten der deutschen Bevölkerung lösen zu wollen. Um da mal einen Kommunarden zu persiflieren: Was interessiert mich Palau, wenn mein Kühlschrank warm und leer ist?

Thomas
Thomas
1 Jahr zuvor

@ Walter Stach

Gratuliere!

Wenn die Ultra- Rechten Sie in mit Kommentaren (#23, #24) lynchen wollen, haben Sie viel richtig gemacht!

Richard Heller
Richard Heller
1 Jahr zuvor

@der, der auszog
Danke für die Darstellung, wirklich gelungen. Allerdings bin ich nicht neu. Ich habe schon mal vorher kommentiert. Allerdings bin ich nicht so gelangweilt wie die obenstehenden Herren, dass ich dauernd posten muss.

@Walter Stach
#21 Habe ich nicht gelesen, weil zu lang. Geht das auch in knackig? Und in zum Thema des Artikels passend?

@alle oder Artikelverfasser
Nochmal: Woraus ergibt sich eine moralische Verpflichtung, sich mit den Protesten im Iran durch Proteste hier zu solidarisieren?

Walter Stach
Walter Stach
1 Jahr zuvor

Thomas Weigle,
das Folgende nur deshalb , um damit daran zu erinnern, daß „wir“ keine abwegige Einzelmeinung vertreten.
Ich zitiere aus einem Kommentar in der TAZ +) , letzter Absatz:

„Verführerisch, wenn nun in den Staatskanzleien westlicher Hauptstädte zan-zendegi-anzadii angestimmt wird, als würden Frauen- und Menschenrechte nicht regelmäßig hinter harten Eigeninteressen zurükckstehen, sie die geplanten deutschne Rüstungslieferungen an Saudi-Arabien oder die Geschkäfte mit Ägyptens Ali Sissi, dem Herrscher über Zehntausende politiche Gefangene, der demnächst mit einem Klimagipfel geehrt wird.
Im Umgang mit einem taumelnden Iran werdem inmitten eines globalen Energiekrieges nicht Human-Rights bestimmend sein, sondern geopolitische Strategien. Und Planspiele der CIA zur Balkanisierung Irans entlang potentieller ehtnischer Bruchlinien wurden schon vor Jahren bekannt.““
+(taz, mittwoch, 19.Oktober 2022, S. 12 meinung-diskussion
Ein Beitrag von Charlotte Wiedemann.

SvG
„Wo und wie“ habe ich auch nur andeutungsweise Kritik an einer primär an Eigeninteressen ausgerichteten „Außen-Wirtschafts-Verteidigungspolitk“ irgend eines Landes geübt, z. B. so wie diese stets von den USA betrieben wurde , abgestuft in den Mitteln und Methoden gegenüber Freud und Feind, und wie sie durch Trump akzentuierter formuliert und teilweise praktiziert worden ist als z.B. durch Biden?

Unmöglich wäre mir eine kritische Betrachtung dazu zwar nicht. Aber darum geht es doch in meinem Beitrag 22 gar nicht , sondern darum, daß die USA, daß der Westen, daß Deutschland, als primäres Ziel ihrer „Außenpolitik“ stets und vehement die Implementierung oder die Bewahrung des demokratischen Rechtsstaates, fußend auf den Menschenrechten vorgeben, auch dann, wenn „jedermann“ erkennt, daß es darum primär gar nicht geht, sondern um die Wahrung wirtschaftlicher-militärischer Interessen im weltweiten Ringen um globale
Herrschaftsmacht. Diese Verlogenheit vor allem in der Politik der westlichen Vormacht USA ist es, die mich, gelinde gesagt, immer wieder und immer auf’s Neue „nervt.“

SvG, ,
daß ich mit Blick auf die deutsche Politik in Sachen Rusßalnd-Ukraine -Krieg hier vor einiger Zeit ‚mal darauf aufmerksam gemacht habe, der Kanzler habe sich in seinem Amtseid verpflichtet, dem Wohl des d e u t s c h e n Volkes zu dienen und Schaden von i h m zu wenden, hat mir, wie zu erwarten, die Einstufung als „Putin-Versteher“ und „Ukraine-Feind“ eingebracht, was mich nicht davon abhält, das in Diskussionen immer wieder anzusprechen, zu problematisieren und nicht zu versuchen, diese Problematik in Diskussionen gänzlich auszusparen.

nussknacker56
nussknacker56
1 Jahr zuvor

#25

Ob W.Stach sich freut, von einem lupenechten linken Antisemiten wie „Thomas“ Unterstützung zu bekommen? Glaube, eher nicht.

https://www.ruhrbarone.de/precht-und-die-chamberlainsche-realitaetsverweigerung/206649/#comment-1312111

thomas weigle
thomas weigle
1 Jahr zuvor

@dda Warum sachlich,wenn`s auch persönlich geht? Sach ich mal als Oberlehrer,schmunzel.
P.S Auch ein renommierter Wissenschaftler kann von einem verbohrten Kommunisten angelogen werden. Was Harich angeht-Stockholmsyndrom. Harich ist zu recht v.a als verbohrter und autoritärer Kommunist bekannt. „Kommunismus ohne Wachstum.“ De war ja noch um einiges radikaler als letzte Generation und FFFzusammen,wow! Wird ihnen gefallen,,sach ich mal.
Für Interessierte: „Folter in DDR-Gefängnissen“ googeln oder in die Literaturliste unter meiner Triologie SED-Justiz hier bei Ruhrbaronen schauen.

Jens
Jens
1 Jahr zuvor

@ nussknacker56 #28

zu viel an deinem Verschwörungstheorie-Cocktail genuckelt: woran identifizierst du den „Thomas“?

thomas weigle
thomas weigle
1 Jahr zuvor

@ Walter Stach
Die Wortwahl und sinnlosen Beschimpfungen sprechen für sich.ausfallend und von kaum von Sachkenntnis getrübt. Allerdings fürchte ich,dass ein TAZ-Artikel da uns auch nicht weiterhilft.

@ Nussknacker Da bin ich jetzt aber erstaunt. Bislang waren wir doch seit meiner Buchbesprechung „Die Juden in der arabischen Welt“im Sommer 19 in Sachen Antisemitismus und Israelfeindschaft auf einer Linie. Was war,bitteschön bspw. an meiner Serie „Juden im dt. Fußball“ oder „Die Reichsbahn und die jüdischen Bürger“ antisemitisch=Letzt noch haben sie mich zustimmend gedutzt. Einen „linken Antisemiten?“ Alle Wetter.
Sie sollten zur Kenntnis nehmen,dass es auch Linke gibt,die weder antisemitisch sind,noch von Isaraelfeindschaft erfüllt sind. Wahrscheinlich nicht viele, auf jeden Fall zu wenig.. Was Israel angeht,habe ich hier nun weiß Gott oft genug von der einzigen Demokratie im Nahen Osten gesprochen. Kritik am Westen,heißt nicht zwangsläufig Israelfeindschaft, auch wenn das schlichte Gemüter offenbar annehmen.
Ich glaube auch nicht,dass @ Walter Stach antisemitisch ist,denn er hat immer deutlich Stellung gg.den AS bezogen.Kleiner Gag am Rande. Ich habe neulich mit meiner älteren Schwester heftig gerstritten,denn sie ist der Meinung,dass die Welt ohne die USA besser dran wäre. Das sehe ich anders,ganz anders. Was aber nichts an meiner Kritik ändert.
Die hier vertretene Art von ihnen und anderen geführten Art der Diskussion mit aus der Luft gegriffenen Unterstellungen habe ich zur Genüge in der Link(s)partei erlebt.
Ich wiederhole es hier zum xten Male. Mein Abschied aus der Partei begann mit dem Satz des KV-Sprechers: „Der Kampf gg. Israel ist Teil des Kampes gg. den westlichen Imperialismus..“

thomas weigle
thomas weigle
1 Jahr zuvor

Mensch @ nussknacker Nicht jeder Thomas ist ein Weigle,doppelkicher. Sie verstehen?

nussknacker56
nussknacker56
1 Jahr zuvor

#31

Lieber Thomas Weigle, ich bezog mich zwar auf einen „Thomas“, aber Du warst nicht gemeint. Bitte nochmal nachsehen unter #25 und dazu meinen Link unter #28 anklicken. 😉

klaus
klaus
1 Jahr zuvor

@ nussknacker56 #33

schon sehr schmerzfrei, deine Thomas-Nummer – welche Benzos nimmst du?

thomas weigle
thomas weigle
1 Jahr zuvor

@ Nussknacker 56 Aus der obigen Diskussion habe ich das auf mich bezogen. Mein Fehler,sorry.. Etwas egozentrisch war ich da wohl.

der, der auszog
der, der auszog
1 Jahr zuvor

Thomas Weigle (#29)

Ich führe mit einem Märchenerzähler, der hier auf den Ruhrbaronen wie kein zweiter unter Beweis gestellt hat, dass er keine Ahnung von Wolfgang Harich hat, bestimmt keine Diskussion über Wolfgang Harich.

Dieser Post sagt schließlich alles:
„Als Herausgeber des Nachlasses von Wolfgang Harich erlaube ich mir anzumerken, dass dieser nicht gefoltert wurde! Aus welcher Quelle soll dieser Hinweis stammen? Auch sonst sind mehrere inhaltliche Fehler im Text! Besser recherchieren oder nichts schreiben, danke.“ Dr. Andreas Heyer, Nachlassverwalter von Wolfgang Harich am 26.10.2014

Weigle, i phlegmatischer und substanzloser Umgang mit Geschichte ist unter meinem Niveau. Ihr Niveau ist Walter Stach, der damals wie kein anderer mit ihnen weiter über das Thema diskutiert hatte, selbst nachdem ihre Lügen längst aufgeflogen waren und was ihre Buchrezensionen angeht, stellt sich die Frage inwieweit man beim Zusammenfassen von Klappentexte und Amazonbeschreibungen noch von eigenständiger Arbeit reden kann. Annalena B. lässt grüßen.

Für mich waren ihre Buchrezensionen der Versuch, sich hier bei den Ruhrbaronen ein Neues Image zuzulegen, weil Sie ihr altes Image als OWL Baron mit sehr Grenzwertüberschreitung Äußerungen immer wieder gerne vor die Wand gefahren haben. Kostprobe gefällig? :

Hier mal ein Dialog zwischen dem User Puck (schade übrigens, dass der nicht mehr hier ist) und Thomas Weigle, damals noch als OWL-Baron auf den Ruhrbaronen unterwegs, nach einem antisemitischen Aprilscherz der Linken Jugend solid, bei dem sich jeder selber ein Bild machen kann, wie es mit dem Antisemitismus bei Ihnen bestellt ist:

https://www.ruhrbarone.de/linksjugend-nrw-gegen-antisemitismus-und-fuer-aufklaerung-nein-scherz/76491/

#1 | OWL-Baron sagt am 1. April 2014 um 20:17 Uhr

Warum so viel Kritik?Besser nur 364 Tage im Jahr Antisemit zu sein als 365 Tage. . Man könnte es doch als Beginn eines an sich begrüßenswerten „Wandels durch Annäherung“ sehen.

#2 | Puck sagt am 1. April 2014 um 23:36 Uhr

@OWL-Baron

Abgesehen davon, daß 364 Tage Antisemit zu sein anstatt 365 Tage genau so wenig besser ist als 364 Tage besoffen und 1 nüchern, verdunstet das Argument – um im Bild zu bleiben – wie Alkohol im Glühwein auf der heißen Warmhalteplatte in der Weihnachtsmarktbude, wenn es wie im vorliegenden Fall eben nur ein „Scherz“ ist.

#3 | Puck sagt am 1. April 2014 um 23:42 Uhr

Ja, der subtile Humor und Sinn für Geschmack bei Antisemiten ist immer wieder verblüffend.

B. Trifft
B. Trifft
1 Jahr zuvor

@ der, der auszog

wegen des Versuches, mich mit deinen Kommentaren zu Tode zu langweilen, denke ich über eine Anzeige gegen dich nach:

gib mir doch mal bitte deinen Realnamen, ist ja kein Problem für dich, so stolz wie du auf dich bist …

thomas weigle
thomas weigle
1 Jahr zuvor

@dda Vor Gericht, nach drei Monaten in der Stasifolterhölle HJohenschönhausen, erklärte Harich in seinem „Schuldeingeständnis“, :“Ich habe ja die Erfahrung gemacht mit der Staatssicherheit der DDR und ich habe dort eine Feststellung gemacht. Sie sind dort sehr korrekt und anständig. Aber wenn ich das jetzt sage, nach dem was ich getan habe, glaubt mir so ohne weiteres kein Mensch“ Richtig,nach drei Monaten in der Stasifölterhölle Hohenschönhausen tut das nicht jeder.. Weiter geht es:Aber das ist ein sehr persönlicher Dank. Ich wäre nicht mehr aufzuhalten gewesen. Ich war so wie ein durchgebranntes Pferd, das man nicht mehr durch Zuruf aufhalten kann. Mit diesen Ideen bin ich nämlich durchgegangen, und wenn sie mich nicht festgenommen hätten, dann wäre ich heute nicht reif für zehnJahre, die der Herr Generalstaatsanwalt(ein ehemaliger Nazirichter, dessen Berufung an den Volksgerichtshof nur durch die Zeitläufte verhindert wurde,T.W) beantragt hat, sondern für den Galgen Und deshalb sage ich aus ganz persönlichen Interessengründen…sage ich der Staatssicherheit meinen Dank.“ Das nannte man später Stockholmsyndrom..Mit diesem „Geständnis trat er doch alles in die Tonne,was er zuvor deutlich formulierte. Ich frage mich,wieso sie noch kein Wort über das Terrorurteil, das für Harich ausgeworfen wurde,verloren haben.. Die Opfer des roten Terrors interessieren sie überhaupt nicht, sie beißen sich an einen Beispiel fest und schließen darauf auf alle anderen angeführten Fälle.

Die Atmospkare des Terrors, die damals in der DDR herrschte, beschreibt Dietrich Garska in seinem anrührenden Buch „Das schweigende Klassenzimme“. Wie eine ganze Klasse dem SED-Terror die Stirn bot Den Auftritt des Genossen Volksbildungsministers vor der Klasse beschreibt er wie folgt:

„Er brüllte Blödsinn. Hier gäbe es einen oder mehrere Rädelsführer. Wir sollten ihm nichts von Puskas erzählen, hier seien ganz andere Elemente am Werk..Wenn hier einer den Putsch ( der Ungarische Volksaufstand im OKt./Nov.56,TW)verteidige, dem werde er eigenhändig die Fresse polieren, erfahre er,wer der oder die Rädelsführer seien, gehen die anderen straffrei aus.
Worum ging es? Ende Oktober kam die irrtümlich Meldung, Ferenc Puskas sei im Kampf um Budapest gefallen. Die 12. Klasse in Storkow beschloss daher, fünf Minuten izu Beginn einer Unterrichtsstunde im Gede3nken an den Fußballstar,der auch in der Zone einen tollen Ruf besaß,zu schweigen. Dieses Schweigen wurde sogar in London gehört

Die Klasse nannte keinen Rädelsführer und wurde daher relegiert mit der Maßgabe, nirgendwo in der DDR das Abitur ablegen zu können. Um den Jahreswechsel 56/57 floh fast die ganze Klasse nach WB, Alles in allem ein unglaubliches Beispiel von persönlichem Mut und Zivilcourage. Garstka erwähnt noch, dass bei einer ähnlichen Aktion in Leipzig, 10 Jahre Zuchthaus für den „Rädelsführer“ verhängt wurden.
Die Verhör-
und Vernehmungsmethoden,die seinerzeit v.a. in Hohenschönhausen praktiziert wurden, beunruhigten kurzfristig selbst den Vizepräsidentn des obersten Gerichtes der DDR: „Es kann unmöglich geduldet werden, dass Häftlinge eine Woche lang jeweils die ganze Nacht und dabei an drei Tagen Tag und Nacht vernommen werden. Wenn solche Häftlinge ihre in derartigen Vernehmungen gemachten Aussagen widerrufen, halte ich es für unmöglich, unter solchen Umständen gemachte Aussagen als beweiskräftig anzusehen“. Nun, die nächtlichen Vernehmungen gingen bis zum Ende der DDR weiter. Besonders perfide: die Häftlinge durften tagsüber nicht auf ihrer Pritsche liegen oder gar schlafen.
Zu den Methoden in der Stasifolterhölle gehörten also Schlafentzug,, Dunkelhaft,totale isolation von der Aussenwelt und Mitgefangenen, Wasserzellen,stundenlanges Stehen und auch mal eine Scheinhinrichtung.

Harich jedenfalls hatte Kontakt zur SPD aufgenommen, wollte die SED-Führung abgelöst sehen. Bei solchen Vergehen machte die SED-Justiz keine Gefangenen, um es mal drastisch auszudrücken..

Wenn man oben ins Suchfeld „Ferenc Puskas“ eingibt, kann man noch mehr über die tollen jungen Leute erfahren. Auch noch die eine oder andre Verlautbarung von VP, SED und Stasi in dieser Causa. Man will es nicht glauben und doch war es so.
Dietrich Garstka habe ich vor einigen Jahren in einem Interview im Fernsehen gesehen. Sehr beeindruckender Mensch gewesen. Ist mittlerweile verstorben, war Lehrer in Köln und Krefeld und ander VHS Essen,wenn ich das recht erinnere.

der, der auszog
der, der auszog
1 Jahr zuvor

Richard Heller (#26)

Ich bin immer wieder gerne hier, aber wegen der senilen Vögel immer häufiger dann auch gerne wieder weg, weshalb ich auch nicht immer mitbekomme, wann jemand neu ist. Wie albern es hier gerade wird kannst Du an B. Trifft (#37) erkennen. Da empfiehlt sich jemand als Halloween Clown, der meint mit größtmöglicher Drohung den größtmöglichen Schrecken verbreiten zu können. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach bekommt er heute erst um 18 Uhr die Medikamente, die sonst schon um 17 Uhr fällig gewesen wären.

Hier noch eine Antwort auf deine Frage, weil ich gerne zum Thema zurückkehren möchte: woraus ergibt sich für uns eine moralische Verpflichtung, sich mit den Frauen im Iran solidarisch zu zeigen:

Wir leben in einem freien Land, in dem jeder eine eigene Meinung haben und diese auch frei äußern darf. Insofern kann niemand, auch die Bochumer Stadtgesellschaft nicht – dazu verpflichtet werden, sich mit den Frauen im Iran solidarisch zu erklären, denn wer der Meinung ist, er müsse nicht solidarisch sein, der hat da ein gutes Recht zu: das der freien Meinungsäußerung (GG Art. 5)

Gleichzeitig muss man aber auch den Menschen, die der Meinung sind, man müsse sich mit den Frauen im Iran solidarisch zeigen, ebenfalls ihre Meinung zugestehen. Dass Meinungsäußerungen in Deutschland nur noch mit erhobenem Zeigefinger möglich sind, bedauere ich zwar – und von dem medialen Aufputschmittel Moralin ® sind auch die Ruhrbarone nicht gefeit – aber solidarisch bin ich mit den Frauen trotzdem, weil ich jedem Menschen gönne, in seinem Land so frei und selbstbestimmt zu leben, wie wir es bei uns im Westen tun.
Gibt es etwas freieres als den Westen?
Gibt es etwas schöneres als Frauen mit langen offenen Haaren?

Offenbar sehen das nicht alle so, aber auch der abgrundtief sitzende Hass des Oberlehrers auf die USA, als auch der Hass des sozialdemokratischen Provinzhäuptlings, der hier schon wieder alles mit seinen Texttapeten zugekleistert hat, sind von der Meinungsfreiheit gedeckt und das, obwohl die beiden ihr komplettes Leben bis heute wie kleine Kinder an den Zitzen dieses Staates hängen, wie keine zweiten vom Wiederaufbau nach dem Krieg und vom Marshallplan profitierten und ihren jetzigen Wohlstand zu einem Großteil der amerikanischen Gutmütigkeit zu verdanken haben. Aber Dankbarkeit war noch nie eine deutsche Tugend und wieso sollte man ausgerechnet die USA nicht hassen, immerhin waren die so frech und haben uns die Demokratie gebracht und uns ohne zu Fragen übergestülpt…

Walter Stach
Walter Stach
1 Jahr zuvor

DER, DER……

Jemand, der nicht willens ist, seine Meinung unter Nennung seines Namens vorzutragen, sondern nur als Anonymus, der zugleich kein Problem damit zu haben scheint, das Niveau seiner Beiträge selbst bewertend als über dem Niveau z.B. meiner Beiträge liegend einzustufen, macht es mir sehr schwer, ihm wie bisher weiterhin mit dem ihm “ zukommenden Respekt zu begegnen.

PS
Im übrigen stimme ich -‚mal wieder- Habermas in dessen Meinung zu, nach der ein Diskurs „als Schauplatz rationaler Kommunikation“ bedingungslose Transparenz aller Akteure erfordert. Wer sich hinter einem Anonym zu verbergen versucht und die Anonymität nutzt, sich so bar jeder persönlichen Selbstkontrolle und Selbstveranwortung mit der Meinung Anderer zu befassen, , mag dabei alles Mögliche im Sinne ,aber keineswegs die Absicht haben können, einen Diskurs führen zu wollen.

Der, der…….
Da ich jedoch nach Deiner Selbst- und der auf mich bezogenen Fremdbewertung nicht „Deinem Niveau“ gerecht werde, versuche ich erst gar nicht, zu der hier einschlägigen Meinung Habermanns nebst meiner „Kurzkommentierung“ dazu mit Dir als Anonymus einen Diskurs anzuzetteln.

B. Trifft
B. Trifft
1 Jahr zuvor

„der, der auszog“ – um? – um sich lächerlich zu machen? Das wäre schon mal voll gelungen ….

der Realname würde mich schon interessieren, jemand, der so peinlich ist, was macht der „im Leben“?

der, der auszog
der, der auszog
1 Jahr zuvor

@Walter (#40)

Du hast mich und andere hier neulich als „permanent hetzende“ bezeichnet. Das habe ich nicht vergessen und ich sehe auch nicht ein, dass du das mal so eben unter den Teppich kehrst. Solange deine Beleidigung im Raum steht, kannst Du Dir deine Kommentare in meine Richtung klemmen und sonstwo hinstrecken.

@Weigle (#38)
Schlecht lesen konnten sie immer schon gut.
Nochmal, stellen Sie sich notfalls die Buchstabengröße höher ein:

Ich schrieb, dass ich mit jemandem, der keine Ahnung von Wofgang Harich hat, auch nicht über Wolfgang Harich diskutieren werde und ihnen ist hier von einem Experten bescheinigt worden, dass sie diese Ahnung nicht haben.

Ich weiß nicht, warum sie das nicht einfach akzeptieren können, aber wir sind hier nicht in der Schule, wo alles nach ihrer Pfeife tanzt, Herr Weigle.

Wir sind hier im Kindergarten und deshalb lassen sie mich endlich mit ihrem dämlichen Googlewissen über Wolfgang Harich in Ruhe,

Don Giovanni
Don Giovanni
1 Jahr zuvor

#40
Falls dies in diesem Kreis nicht so bekannt sein sollte: Die Verwendung von Klarnamen gilt als die beste Tarnung überhaupt.
Insofern vermag z. B. ich nicht zu zu sagen, ob diejenigen, die hier ihre Kommentare unter Klarnamen schreiben, wirklich die sind als die sie sich geben.
Sollte ich mich hier noch einmal an einer Diskusssion beteiligen, dann unter Don Giovanni, und als Don Giovanni lass ich mich gerne auch beschimpfen.

thomas weigle
thomas weigle
1 Jahr zuvor

@dda Es ist für mich immer wieder amüsan zu sehen,wie sehr sie sich an mir abarbeiten. Projektion? Bis zum nächsten Mal .

P.S Weil andere möglicherweise „falsche“ Klarnamen verwenden, benutzen sie also ihren nicht. Aha. In meinerlangen und bewegten Laufbahn als Sonderschullehrer für Erziehungsschwierige und Lernbehinderte,wie das bis in die 90er hieß, habe ich viele faule Ausreden gehört, so wie jetzt ihre.

der, der auszog
der, der auszog
1 Jahr zuvor

@Don Giovanni (#43)
Was du schreibst ist sicherlich richtig. „Werntreu Golmeran“ dürfte so ein Name sein, der den Eindruck erwecken soll, dass es sich um eine real existierende Person mit genau diesem Namen handelt. Und falls ich jetzt etwas falsches geschrieben habe, dann darf sich Werntreu Golmeran gerne in diese Runde dazu gesellen und Walter Stach seinen Personalausweis zeigen.

Bei Walter Stach und Thomas Weigle wirst du aber mit Sicherheit davon ausgehen können, dass es sich auch um Stach und Weigle handelt, so wie Laurel und Hardy „Stan und Olli“ sind, nur halt in witzig.

Was mir bei vielen Usern, die unter Klarnamen schreiben auffällt, ist deren Eitelkeit. Auch da ähneln sie Vögeln. Wie bei einem Pfau im Castrop-Rauxeler Stadtgarten öffnet sich in Kommentar Nr. #40 das Federkleid des ehemaligen Stadtdirektors und in leuchtend blauen Farben steht dort auf dem Pfauenfederfecher:

H A B E R M A S.

Da geht man natürlich schon aus bloßer Ehrfurcht auf die Knie, zieht vor Big Walter demütig seinen Ausweis aus der Tasche und schämt sich dafür, sich so lange so hinterhältig in der Anonymität versteckt zu haben.

Oder anders, als Rollenspiel aufgeführt:

„Was wollen Sie hier?“

„Ich möchte gerne auf den Ruhrbaronen zu einem Artikel von Stefan Laurin über die Proteste in Bochum gegen das Mullah Regime im Iran meine Meinung sagen.“

„So so. Die Meinung sagen. Da kann ja jeder kommen. Zeigen sie erst einmal ihren Ausweis!“

„Seit wann muss man sich ausweisen, wenn man in diesem Land seine Meinung äußern will?“

„Sie wissen wohl nicht wer heute auf den Ruhrbaronen zu Gast ist, was?“

„Nein. Wer denn?“

„Heute ist der ehemalige Stadtdirektor von Castrop Rauxel und langjähriges SPD Mitglied Walter Stach zu Gast auf den Ruhrbaronen und wenn Sie sich nicht augenblicklich ausweisen, dann hau ich Ihnen den Habermas aber sowas von um die Ohren“

Don Giovanni
Don Giovanni
1 Jahr zuvor

#45 = th W
Wahrscheinlich haben Sie mich gemeint, lieber Herr Weigle.
Nun gut, Sie halten es für eine faule Ausrede, und zählen mich mit ihrem süffisanten Hinweis auf ihren Beruf offenbar zu den geistig Subalternen.
Was nützt es Ihnen aber, wenn ich hier unter meinem Klarnamen Julius Baumgarten schreibe?
Das, was sich hier unmittelbar vor meinem Einwurf abgespielt hat, war doch nur die Eröffnung eines Nebenkriegsschauplatzes.
Ob mit oder ohne Klarnamen: Man giftet sich hier doch gegenseitig an, wenn einem die Meinung des Anderen nicht passt. Oder sind Sie der Ansicht, ein Klarname würde die „Argumente“ verständlicher machen? Oder meinen Sie etwa, jemand, der unter Klarnamen schreibt, würde vorsichtiger formulieren bzw. mancher würde abgeschreckt, weil er fürchtet man könnte seine Identität und seine Adresse aufdecken, damit man ihm ggf eine Horde des Antifa- Arbeitskreises „Dumpfbaken gegen Rechts Bochum-Langendreer-Südwest“zu „Besuch“ schicken kann?
Die Tröllchen #34 (=klaus) und ’41 (= B.’Trifft) haben hier doch unter Pseudonym (nur ein Vorname ist damit gleichbedeutend) auch abgelaicht, ohne dass Sie oder jemand von den von Ihnen als vernüftig Erachteten daran Anstoß genommen hat. Aber dies ging ja gegen dda, und der geht gar nicht im Kreis der nur Gutes Intendierenden. (Allerdings vergreift sich dda auch für meinen Geschmack zu sehr im Tonfall und scheint auch von Eitelkeitr nicht ganz frei zu sein, hält er doch zuweilen seine ellenlangen Abhandlungen für „durchschlagend“. Dies gilt aber auch für den, der sich Walter Stach nennt und natürlich auch für Sie.
Ansaonsten habe ich mich, wie leicht erkennbar, an dieser Diskussion nicht beteiligt.
Übrigens, da Sie mit injures geworfen haben, mache ich es jetzt auch einmal, quasi als Retourkutsche. Ich hoffe, dass nicht nur #34 und #41, sondern auch einige andere der hier (von Ihnen geschätzten) Kommentierenden von Ihnen nicht unterrichtet wurden, dies würfe nämlich kein gutes Licht auf Ihre berufliche Qualifikation.

thomas weigle
thomas weigle
1 Jahr zuvor

@dda
„Aus Furcht vor einer angedrohten Todesstrafe kooperierte Harich mit den Untersuchungsbehörden(Wolfgang Harich eingeben, und schon ist man bei der Quelle, auf dich mich seinerzeit. Dies und das Wissen um die vielen Schauprozesse, die Unterbringung in den gruseligen Zellen wird jeder halbwegs vernünftige Mensch als Folter bezeichnen. Gut, für ein paar ganz Harte mag das nicht so sein.
Das war mein Wissenstand bis zum Herbst letzten Jahres. Aber so wie ich es beschrieb,war es nicht. Harich hat vom Zeitpunkt seiner Verhaftung an, sich und seine Genossen belastet,insbesondere seinen Walter Janka, gegen den er in dessen Prozess als Hauptbelastungszeuge auftrat.

Und der gute Wolfgang H. musste am Ende seines Prozesses erkennen, dass man zwar den Verrat liebt, den Verräter aber nicht. Und das es mit der korrekten und anständigen Behandlung vorbei. Obwohl er um Milde bat-10 Jahre.

Vllt sollten sie sich besser über die damaligen Zustände im Stasiknast Hohenschönhausen empören,anstatt ohne Ende über einen vermeintlichen Fehler von mir zu zetern. Aber dieser Vorschlag geht wohl ins Leere.

Sie nennen mich einen Märchenerzähler. Also sind die von mir geschrieben Artikel Märchen. „Die Reichsbahn und die jüdischen Bürger“, „Juden im deutschen Fußball“Märchen. Dann muss ja die Geschichte neu geschrieben werden. Schmunzel.

Sie habenmal ins Klo gegriffen,sach mal so als Märchenerzähler und Oberlehre. Und noch mal schmunzel.

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