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Exekution durch Hamas: „Sehr sozial abgelaufen“

Blick auf den Gazastreifen

Blick auf den Gazastreifen

HINWEIS: Martin Lejeune bat um Änderungen an verschiedenen Stellen. Dem sind wir teilweise gefolgt.

Der freie Journalist Martin Lejeune sorgt derzeit für Kopfschütteln. In einem Bericht aus dem Gaza-Streifen verteidigt er die Exekution angeblicher Kollaborateure durch die Hamas. Auch für die taz berichtet Lejeune aus der Region.

Das ist selbst für deutsche Journalisten ungewöhnlich: Die Erschießung von 18 Menschen durch eine Terrororganisation als „ganz legal“ und die Versorgung der Ermordeten durch die Hamas als „sehr sozial“ zu bewerten, dürfte ein Novum in der hiesigen Presselandschaft sein. Zumal für einen wie Martin Lejeune: Der Journalist schreibt unter anderem für die taz und steht Medien wie dem Deutschlandfunk Rede und Antwort zum aktuellen Konflikt in Nahost. Unter dem Titel „Kollaborateure gefährden das Leben vieler unschuldiger Menschen. Die Hinrichtung der Kollaborateure wird in #gaza begrüßt“, schreibt er:

Alle 18 haben gestanden und der Polizei detaillierte Informationen geliefert, die nur Kollaborateure haben können. Ein Revolutionsgericht hat daraufhin die Todesstrafe gegen die 18 Kollaborateure verhängt. Von den 18 hatten sehr viele Kollaborateure allerdings schon vor Ausbruch der Operation Protective Edge ihr Todesurteil erhalten, verhängt durch ordentliche palästinensische Gerichte. Alles ganz legal.

Nach palästinensischen Gesetzen ist es das tatsächlich. Todesurteile müssten allerdings eigentlich von Palästinenserpräsident Abbas genehmigt werden. Das aber geht schlecht: Die Hamas hat die Fatah, der Abbas angehört, aus dem Gazastreifen vertrieben. Die Frage, die Lejeune hier elegant umschifft, lautet aber: Wie legal ist die Justiz einer Gruppierung, die als Terrororganisation eingestuft wird (und sich entsprechend verhält); die Menschen an Motorräder bindet und bis zum Tod durch die Straßen schleift; die die eigene Bevölkerung als menschliche Schutzschilder missbraucht? Fragen über Fragen, und Martin Lejeune stellt keine einzige davon.

Für ein soziales Miteinander

Doch nicht nur „ganz legal“, und somit moralisch integer sind offenbar die öffentlichen Erschießungen plus Aufbahrung der Leichen für Lejeune.

Um das soziale Miteinander, das Gemeinwesen und den gesellschaftlichen Zusammenhang nicht zu gefährden, haben die Behörden weder die Namen der Kollaborateure genannt noch die Fotos der Täter verbreitet. Die betroffenen Familien wurden diskrekt informiert und die Kinder der 18 werden wie die Kinder von Märtyrern behandelt, also finanziell und sozial versorgt. Das alles ist sehr sozial abgelaufen.

Das soll in einem Brief gestanden haben, der während der Hinrichtungen verteilt worden sei. Es ist davon auszugehen, dass der letzte Satz die Einschätzung Lejeunes selbst ist, da er die Passage nicht in Anführungszeichen setzt, und sie nicht kritisch hinterfragt. Apropos kritisch hinterfragen: Auf die Idee, dem Wort „Kollaborateure“ ein „mutmaßlich“ voranzustellen, kommt Lejeune übrigens nicht. Schließlich hat dies ja ein „Revolutionsgericht“ entschieden, wie Lejeune schreibt.

 Kritik von Kollegen

Werden Palästinenser allerdings von Israelis getötet, ist es plötzlich vorbei mit dem herzwarmen Verständnis des Korrespondenten. Dann nämlich spricht er von „gezielte(n) Massaker(n) gegen Männer, Frauen und Kinder“. Tote Palästinenser interessieren den Autoren wohl nur dann, wenn die Täter Israelis sind.

Für die Todesstrafe und deren Anwendung hat der taz-Autor vollstes Verständnis. Er ist der Meinung: „Alle Menschen im Gazastreifen sind sich darin einig, daß man etwas gegen Kollaborateure tun muss, weil die Kollaborateure wirklich eine Gefahr darstellen für die Sicherheit der Menschen.“ Woher er das alles weiß? „Mein Bericht beruht auf Aussagen glaubwürdiger Personen, die ich persönlich kenne.“

Ein Journalisten-Kollege Lejeunes machte gestern seinem Ärger über den Text via Facebook Luft:

„Es gibt Journalisten, die als Kriegsberichterstatter arbeiten. Und es gibt schreibende Kombattanten. Martin Lejeune (…) der aus Gaza „berichtet“, gehört zur letzteren Gruppe.“ Er hoffe, so schreibt er weiter, dass Lejeune „künftig keinen Platz mehr in einer seriösen Zeitung für seine Hamas-Propaganda finden wird. Schließlich sollte PR von jenen bezahlt werden, für die sie betrieben wird.“

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126 Kommentare zu “Exekution durch Hamas: „Sehr sozial abgelaufen“

  • #1
    himynameis

    Dazu passend: www.tabletmag.com/jewish-news-and-politics/183033/israel-insider-guide?all=1#

  • #2
  • #3
    Pete

    „Er hoffe, so schreibt er weiter, dass Lejeune „künftig keinen Platz mehr in einer seriösen Zeitung für seine Hamas-Propaganda finden wird. …“

    die Junge Welt freut sich schon auf ihn 😉

  • #4
    Dietmar Bartz

    Tatsächlich schreibt Lejeune auch in der taz, in diesem Jahr erschien ein Artikel Lejeunes. Merkwürdig allerdings, dass hier nicht genannt wird, wer gestern auf dessen schrecklichen Aussagen aufmerksam machte: nicht irgend-„ein Journalisten-Kollege“, sondern taz-NRW-Redakteur Pascal Beucker. Hat was Schäbiges, Ruhrbarone.

  • #5
    Stefan Laurin

    @Dietmar Bartz: Schäbig ist nur Lejeune. Ich würde diese Gestalt auch nicht als Kollegen sehen.

  • #6
    Jürgen Klute

    Laut Ma’an News hat das Präsidentenbüro der palästinensischen Regierung die Exekution der 18 Palästinenser durch die Hamas als außergerichtlich verurteilt und gleichzeitig die Hamas dafür verurteilt, dass sie geltende gesetzliche Regelungen nicht eingehalten hat.

    Die Hamas hat laut Ma’an News darauf geantwortet, das die Exekutierten auf revolutionärem Weg exekutiert worden seien, da der rechtliche Weg ausgeschöpft gewesen sei. Damit gesteht die Hamas ein, dass sie rechtswidrig gehandelt hat. Und damit handelt es sich hier nicht um Exekutionen, sondern um einen Massenmord.

    Die Frage ist nun, welche Konsequenzen das Präsidentenbüro ziehen wird und ob es zu einer Verfolgung dieser Straftat kommen wird. Denn außergerichtliches Handeln ist ein Rechtsverstoß nach rechststaatlichen Standards.

    Hier die englischsprachige Quelle: http://www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=722735

    Herr Lejeune sei ansonsten daran erinnert, was die Grundrechtecharta der EU zur Todesstrafe sagt: „Niemand darf zum Tode verurteilt und hingerichtet werden”
    (Grundrechtecharta der EU, Kapitel 1, Art. 2). Mit seiner Wertung stellt Herr Lejeune sich jedenfalls gegen die in der EU geltenden Grundrechte.

  • #7
    Nansy

    Was soll man zu der „journalistischen Arbeit“ von Martin Lejeune noch sagen?
    Im Fernsehen distanziert man sich üblicherweise von solchen „Berichten“ im Abspann mit der Floskel „Vielen Dank für ihre Einschätzungen“ – damit hat man (der Nachrichtensprecher, der Sender) dann ausgedrückt, dass man den Beitrag des Korrespondenten eher als dessen eigene Meinung bewertet.

    Undenkbar, dass ein Bericht von Peter Scholl-Latour früher mit der Floskel „Vielen Dank für ihre Einschätzungen“ abmoderiert wurde..
    Aber das waren noch ganz andere Journalisten!

  • #8
    Helmut Junge

    Ob Lejeune jemals so gut sein wird, wie die Nachrichtensprecherin des nordkoreanischen Fernsehens? Wenn die nämlich mit leuchtenden Augen und pathetischer Stimme von den gloreichenTaten des Vorsitzenden und der nordkoreanischen Regierung spricht, ist sie derzeit weltweit unschlagbar.
    Finde ich jedenfalls. Man müßte Lejeune einfach beim Schreiben mal zusehen können.

  • #9
    Martin Niewendick Beitragsautor

    @Dietmar Bartz,

    1.: Ist ihre Behauptung, Herr Beucker hätte uns auf den Artikel aufmerksam gemacht, schlicht falsch. Wie kommen sie auf die Idee?

    2.: Habe ich als Autor auf die Namensnennung bewusst verzichtet, da beide Personen taz-Autoren sind. Ich wollte Herrn Beucker taz-internes Getratsche ersparen, aber dank ihnen kommt er nun vielleicht doch noch in den Genuss.

    3.: Wenn sie eine dauerhafte Sperrung bei uns vermeiden wollen, verzichten sie in Zukunft auf Falschbehauptungen und Beleidigungen.

  • #10
    Klaus Lohmann

    http://martin-lejeune.tumblr.com/archive

    Ich würde ihn nicht als Journalist, sondern als schreibenden Hamas-Sympathisant bezeichnen.

  • #11
    RaM-Fan

    @Martin Niewendick

    Bin da auf Seite von Herrn Bartz (vielleicht ohne das Wort schäbig). Das hat eher was mit Quellennennung zu tun – der Text wurde ohnehin schon quer durch Twitter geteilt. Lejeune ist außerdem kein festes Mitglied der Redaktion, sondern freier Autor – und außerdem seitdem er in Gaza da seine kruden Thesen verbreitet, nicht mehr in der Zeitung erschienen. Da setzt Ihr Artikel andere Schwerpunkte – so als ob das eine taz-Meinung wär, die Lejeune da in seinen Blog faselt. Dabei distanziert sich ja jemand aus der Redaktion ausdrücklich davon.

    Tilo Jung, der ihn interviewt hat, inzwischen übrigens auch.

    Und noch etwas slightly unrelated: wäre hier nicht noch ein Autoren-Disclaimer angebracht gewesen? (bin wirklich voll hinter der Aussage dieses Artikels, aber zur Einordnung wäre Ihre grundsätzliche Haltung auch nicht uninteressant)

  • #12
    Dietmar Bartz

    @Martin Niewendick, zu Ihren Punkten: (1) Ich habe nicht geschrieben, dass Beucker *Sie* auf Lejeune aufmerksam gemacht hat. Er hat gestern in einem ewig langen Facebook-Post dessen Infamie dargestellt. (2) Sie setzen schon wieder einen taz-Redakteur mit jemandem gleich, der in diesem Jahr als Freier einen Artikel in der taz veröffentlicht hat – ein effekthascherisches Vorgehen. Als ob hier irgendwelches „taz-internes Getratsche“ eine Rolle spielen würde, Sie machen doch hier den Gärtner zum Bock! (3) Falschbehauptung ist eh falsch, und dass Sie das offenbar zu einer Causa taz drehen wollen, während Lejeune tatsächlich viel für das Neue Deutschland schreibt, ja, wie würden Sie das denn nennen?

  • #13
    Martin Niewendick Beitragsautor

    @Dietmar Bartz,

    Wenn die taz selbst Lejeune „taz-Autor“ nennt, sehe ich kein Problem darin, dies auch zu tun: „Anwesend war auch Martin Lejeune, freier Journalist und taz-Autor, der seit dem 22. Juli aus dem Gazastreifen berichtet. Unter den israelischen Angriffen seien gezielte Massaker gegen Männer, Frauen und Kinder gewesen, die nichts mit den Hamas-Kämpfern zu tun hätten, erzählte Lejeune, der am Montag wieder in den Gazastreifen fliegt.“http://www.taz.de/!143938/

    WENN sie also jemanden dafür kritisieren wollen, Lejeune „taz-Autoren“ zu nennen, fangen sie bei der taz selbst an.

    Und ich will es mitnichten zu einer Causa taz drehen – warum auch? Ich habe nichts gegen die taz. Allerdings habe ich was gegen Unterstellungen, von denen ich nicht einmal weiß, warum sie diese hier so leidenschaftlich vortragen. Wollen sie vom eigentlichen Thema ablenken? Regen sie sich lieber über den auf, um den es geht.

    Guten Tag.

  • #14
    Dietmar Bartz

    Auch von meiner Seite aus abschließend 1: Natürlich ist Lejeune ein taz-Autor, ich hoffe gewesen. Aber Sie definieren ihn nun mal über die taz, und das ist nun mal falsch. Und abschließend 2, damit das auch noch mal gesagt wird: In der Sache haben Beucker, Sie und ich wohl die gleiche Ansicht.

  • #15
    Klaus Lohmann

    @#13 | Dietmar Bartz
    „Aber Sie definieren ihn nun mal über die taz…“

    Im Artikel steht:
    „…schreibt unter anderem für die taz und steht Medien wie dem Deutschlandfunk Rede und Antwort…“

    Kann es sein, dass Sie Martin Niewendick ganz bewusst und gezielt missverstehen wollen? Solche Provo-Nummern langweilen.

  • Pingback: Martin Lejeune: Exekution durch Hamas “sehr sozial abgelaufen” | Gegen jeden Antisemitismus

  • #17
    Hinweis

    Herr Bartz,
    Ihr Verhalten ist schäbig. Sie gehören der FB-Freundesliste von Herrn Beucker an und verwenden dessen PRIVATE Nachrichten gezielt dazu, um Gerüchte zu streuen, Leute zu denunzieren bzw. gegeneinander auszuspielen etc. Privat bleibt privat. Punkt. Wenn Herr Beucker etwas öffentlich schreiben will weiß er als Journalist durchaus, wie man dies macht.

    Google: Der Name dieses Hamas- und Mörder-Verstehers („ganz legal“ und „sehr sozial“) eingegeben:

    „Reporter im Gaza-Streifen – Zensur und Restriktion
    www.deutschlandfunk.de/reporter-im-gaza-streifen-zensur-und-restriktio…
    26.07.2014 – Martin Lejeune im Gespräch mit Christoph Sterz … Dienstag (22.07.2014) in Gaza und berichtet als freier Journalist unter anderem für die „taz“.

  • #18
    Sebastian Heiser

    „Ich wollte Herrn Beucker taz-internes Getratsche ersparen“

    Das ist ein ehrenwertes Anliegen! Ich glaube aber nicht, dass die implizierten Voraussetzungen zutreffend sind, dass erstens die taz überwiegend hinter Lejeune steht und dass wir zweitens ein Problem darin sehen, wenn solche Auseinandersetzungen öffentlich geführt werden statt redaktionsintern. Die taz ist da allgemein transparenter als andere Medien.

    Außerdem muss auf der anderen Seite auch abgewogen werden, dass durch die Nichterwähnung, dass die Kritik an Lejeune aus der taz selbst stammt, ein falscher Eindruck entstehen könnte und somit die Öffentlichkeit falsch informiert würde: Die Leser könnten denken, Lejeunes Äußerungen würden von der taz gebilligt, während sie tatsächlich kritisiert werden.

    Ebenfalls eindeutig (und öffentlich) hat sich auch Inlandsredakteurin Astrid Geisler geäußert: http://twitter.com/AstridGeisler/status/504000965721460736

  • #19
    Hinweis

    Dieser „Journalist“ lässt es zumindest zu, dass seine Texte „gesammelt“ auf dem legendären antisemitischen Propagandablog „Palästina Portal“ des Rentners (Broder) publiziert und beworben werden. Deutlicher vermag man sich wohl kaum zu „positionieren“ (Ausnahmsweise bringe in den Link, als Beleg):

    http://www.palaestina-portal.eu/Stimmen_deutsch/lejeune-martin.htm

  • #20
    Klaus Lohmann

    @#18 | Sebastian Heiser: Die Leser, die durch Nichterwähnung einzelner Fakten sofort die gegenteilige Position einnehmen und in solch einem Fall der taz zumindest Duldung unterstellen – wobei sie dies natürlich dann auch dem Deutschlandradio unterstellen müssten, wenn die hier versammelten taz-Fanboys den Artikel von Martin richtig kapiert hätten -, lesen normalerweise auf Aluhut-Blogs oder bei BILD.

    Es hat den Anschein, als wäre der Versuch der taz, sich schleunigst von Lejeune zu distanzieren, sehr krampfig.

  • #21
    Chris

    Die Versorgung der Hinterbliebenen der eigenen Opfer kennt man doch schon von den Nazis und den Attentätern des 20. Juli.

  • #22
  • #23
  • Pingback: Stellungnahme zum taz-Vorwurf | Ruhrbarone

  • #25
    Chris

    @Luisa: Die Versorgung der Familien und Kinder der „Kollaborateure“ ist Inhalt des Artikels, zu dem ich einen Kommentar geschrieben habe.

  • #26
    Florian Markl

    Lejeune treibt sein Unwesen nicht nur in deutschen Medien, sondern auch in Österreich. Als „Medienbeobachtungsstelle Naher Osten“ hatten wir schon öfter die zweifelhafte Freude, uns mit ihm auseinandersetzen zu müssen, zuletzt hier: http://www.mena-watch.com/showentry/1210-Wochenbericht-28-7-bis-3-8-2014#WB-4Aug14-3

  • #27
    enttäuscht

    ich bin von herrn lejeunes text leider etwas enttäuscht — gar keine details zu den geständnissen der beschuldigten, kein dank an die sicherheitskräfte, die sie gefasst, verhört und ihnen das verwerfliche ihrer taten deutlich gemacht und haben und keine bitten, um möglichst harte strafen, da sie den aufbau des kommunismus stören wollten … ups, falsche ära erwischt.

  • #28
    Ulfi

    Ich finde es immer schwierig der einen Seite Propanda Vorzuwerfen und der anderen nicht. Natürlich ist es zum Beispiel falsch, wenn Lejeune die Aktivitäten von Hamas als Widerstand bezeichnet, auf der anderen Seite ist es aber genauso Propaganda, wenn die Medien die Position von Israel übernehmen, die den Krieg als „Anti-Terror-Einsatz“ bezeichnet. (der Punkt wird explizit im Link von #26 oben erwähnt).

    Ich halte momentan kein einzige Medium und keinen Autoren für Neutral in der Sache, in einem Krieg ist das auch schwer und es wird immer schwerer, je näher man an der Sache ist – wenn die Bomben auf einen niederprasseln ändern sich die Sichtweisen nunmal. Andererseits wird der Journalismus vom heimischen Schreibtisch auch nicht besser, je weiter er von den quellen weg ist.

  • #29
    der, der auszog

    @Ulfi (#28)

    Propaganda wird es in kriegerischen Auseinandersetzungen immer geben und zwar von allen Seiten. Ich frage mich allerdings, ob Propaganda für einen Mitteleuropäer im Zusammenhang mit den oben beschriebenen Ereignissen wirklich das Thema ist. Da sind 18 Menschen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden. Wie stehst Du zur Todesstrafe Ulfi? Für Dich normal und zu befürworten? Oder alles nur proisraelische Propaganda?

    @Chris (#21, #25)

    Es ist sehr grenzwertig, sich bei Konflikten, in denen Israel verwickelt ist, Beispiele aus dem Nationalsozialismus zu bedienen. Heute vergleichst Du die Hamas mit den Nazis, morgen ein anderer die Nazis mit Israel und dann haben wir den Salat.
    Der Antisemitismus der Hamas ist sicherlich genauso pervers wie der Antisemitsmus Nazideutschlands. Seine Ursachen liegen aber nicht in der verblödeten Rassenideologie der NSDAP, sondern stehen in einem religiös-islamistischen Zusammenhang. Das sollte man dann doch schon ein wenig unterscheiden.

  • #30
    tijuana

    dass Jung sich erst so spät von Lejeune abgrenzt ist ein weiteres trauriges Jungs. Die ersten paar Minuten mit Lejeune in Jungs Video hätten nach ein paar sehr einfach, geradezu naiven, Fragen geschrien, aber stattdessen wird über Steinwurf gescherzt… 🙁

  • #31
    Oliver Völ

    Ich finde diesen Umgang mit Herrn Lejeune nicht fair. Man kann anderer Meinung sein oder meinen, dass er Gewalt verharmlose. Das tun aber auch jene, die die westlichen Kriege im Irak oder Afghanistan schönreden, oder wer über die verbrannten Menschen in Odessa schreibt, sie seien „ums Leben gekommen“.
    Martin Lejeune hat als einer von ganz wenigen sein Leben riskiert, um direkt aus Gaza zu berichten. Nicht wie die ARD aus einem sicheren Hotel in Israel. Das alleine ist schon ein Verdienst. Dass seine Berichte widerspiegeln, wie die Palästinenser um ihn denken, sollte niemanden verwundern. Genau deshalb lohnt es sich, seine Berichte zu lesen. Wer weiß denn bei uns schon, was die Hamas wirklich will?
    Das Erklärungsmuster, bestimmte Menschengruppen seien eben böse, kann im 21. Jahrhundert nicht mehr befriedigen. Der Versuch, Stimmen wie die von Herrn Lejeune zum Schweigen zu bringen, weil sie im Gegensatz zum Mainstream stehen und zum Nachdenken zwingen, wird dank Internet nicht funktionieren.
    Die israelische Armee muss sich ebenso wie die Hamas den Realitäten stellen, dafür müssen wir alle uns auch widersprüchliche, kritische und ärgerliche Berichte anhören.

  • #32
    enttäuscht

    @ #31: „seine Berichte widerspiegeln“ — seine berichte scheinen mir eher sprachrohr zu sein. die wortwahl und offb kritiklose bzw undinstanzierte übernahme von standpunkten der hamas oder meinetwegen auch nur „wie die Palästinenser um ihn denken“ stehen einem journalistischen* auftrag diametral entgegen.
    sofern lejeune sich ernsthaft als journalist (im idealen sinne) versteht, sollte ihm klar sein, dass seine beiträge das desavouieren.

    dass sie als einblick in die weitgehend ignorierte welt der palästinenser in gaza dienen könnten, ist unbestritten (auch wenn sich gerade angesichts dieses textes die frage stellt, inwieweit das nicht nur die welt der veröffentlichten und kontrollierten meinung ist, also das, was hamas zulässt und propagiert).
    damit kann er aber keinen journalistischen anspruch erheben.

    *“journalistisch“ im sinne dessen, was gewünscht ist und die idee pressefreiheit begründet, dass die realität allgemein ganz anders aussieht, sie hier aussenvor gelassen

  • #33
    Klaus Lohmann

    @#31 Oliver Völ: Sie sollten mal ernsthaft die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Lejeune evt. unter dem Stockholm-Syndrom leidet. Oder evt. weniger Begeisterung für dolle Abenteuergeschichten aus dem Morgenland entwickeln.

    Wer Revolutionsgerichte kritiklos akzeptiert und den Umgang mit – auch noch illegal verhängten – Todesstrafen flapsig als „sehr sozial abgelaufen“ skizziert, kann von mir aus gern SciFi-Romane oder gefakte Tourismus-Berichte für Nazis schreiben, ein Journalist wird er dadurch aber nicht.

  • #34
    Arnold Voss

    Martin Lejeune wird deswegen so nah rangelassen, weil er so schreibt wie er schreibt. Das ist der Deal: Er kann in Europa und sonstwo den „Mann vor Ort“ machen und dafür gibt er für die Hamas den verstehenden „Journalisten“. Mit Leben riskieren ist da wenig, mit Selbst- und Fremdbetrug dafür umso mehr.

  • #35
    Oliver Völ

    @Klaus Lohmann: Stockholm-Syndrom? Mag sein. Das gilt aber für alle, auch Washington-Korrespondenten etc pp. Martin Lejeune hat allerdings auch israelische, führende Militärs interviewt und ich hoffe, dass er das weiter tun kann.
    Mit „Terroristen“ ist das so eine Sache: früher galten ANC und PLO als Terroristen. Dass der Staat Israel von „Terroristen“ gegründet wurde, dürfte jedem klar sein, der die Geschichte kennt. Ist der CIA eine Terrororganisation? Es gibt gute Gründe, das anzunehmen. Soll deshalb kein Journalist aus der Perspektive des CIA schreiben dürfen? Wohl kaum.
    Wenn wir die Standpunkte auch von Organisationen wie der PKK oder eben Hamas kennen lernen wollen, muss jemand darüber ohne Vorurteile, vielleicht sogar mit Sympathie berichten dürfen. Sonst können wir uns darüber keine Meinung bilden. Für skandalös halte ich es, Martin Lejeune das Journalisten-sein abzusprechen. So wollten manche auch Glenn Greenwald diskreditieren.
    Es ist journalistisch legitim, einen Standpunkt zu haben, auch einen falschen, wie z.B. „Stoppt Putin jetzt“. Unsinn und Irrtümer gehören zu einer freien Presse.
    Wenn Menschen wie Martin Lejeune nicht mehr veröffentlichen sollen, weil das hier manche ärgert, dann wird die etablierte Presse noch mehr vor die Hunde gehen. Den Einheitsbrei der großen Medien mit ihrer Doppelmoral will doch kaum einer mehr lesen. Dann lese ich solche Standpunkte eben bei Facebook oder auf einem Blog.
    Wer kennt in Deutschland eigentlich die tatsächlichen Forderungen der Hamas? Wer „Bild“, „Zeit“ oder „Spiegel“ liest, wird in der Hinsicht leider nicht oder falsch informiert. Das ist traurig, denn mit Unwissenheit ist der Nahostkonflikt nicht zu lösen.

  • #36
    Chris

    @der, der auszog Da gebe ich dir Recht., der Antisemitismus der Nazis war und ist unvergleichlich und wird durch Vergleiche immer verharmlost.
    Der Umgang mit den Hinterbliebenen der Opfer – nicht der Juden, sondern der politischen Gegner aus den eigenen Reihen – ist in diesen Einzelfällen allerdings identisch und in nicht rechtsstaatlichen Verhältnissen regelmäßig anders als in rechtsstaatlichen, mal Behandlung als „Kinder von Märtyrern“, mal Sippenhaft, mal absolute Ignoranz und Leugnung jeglicher Kenntnis.

  • #37
  • #38
    Klaus Lohmann

    @#35 Oliver Völ: Da Du anscheinend mit den „Botschaften“ dieses „Journalisten“ sympathisierst, der Verständnis für die menschenrechtswidrige Ermordung der eigenen Bürger aus populistisch-propagandierenden, niederen Motiven hat, oder für solche Aussagen Verständnis zu erheischen suchst oder zumindest jegliche Diskussion darüber verweigerst, bist Du für mich nun out.

  • #39
    Hassan

    So denken eben die Linken.So hat doch ein Linker in England vor 100 Jahren oder so vorgeschlagen das man Arbeiter die zuwenig Leistung bringen VERGASEN könnte,natürlich auch ganz sozial weil ohne Schmerzen…Marx und Engels sprachen auch andauernd von Völkerabfällen und wer nicht Revolutionär genug war der musste halt vernichtet werden.

  • #40
    Oliver Völ

    @Klaus Lohmann: „Verständnis für die menschenrechtswidrige Ermordung der eigenen Bürger“? Ich kann verstehen, dass Menschen sich über die Hamas empören. Ich finde nur die Maßstäbe ungleich. Wenn ein Journalist Verständnis für die Regierungen der USA, Saudi-Arabiens, Israels oder der Ukraine hat, sollen die dann auch nicht mehr veröffentlichen dürfen? Wir sind uns doch sicherlich einig, dass zumindest Guantanamo völkerrechtswidrig ist.

  • #41
    Oliver Völ

    @Stefan Laurin: ich meine nicht die Charta der Hamas, die spielt hier so wenig eine Rolle wie die Verfassung der USA. Sondern deren Forderungen im konkreten Konflikt. Wenn die Hamas verlangen würde, „alle Juden ins Meer“, bräuchte man darüber selbstverständlich nicht diskutieren. Wenn die Forderungen aber lauten, Aufhebung der Blockade und Stopp der Beschuss der Fischerboote, dann ist das ernst zu nehmen. Ob das so ist, wäre zu klären, aber das geht nur mit einer offenen Diskussion, die manche anscheinend verhindern möchten.

  • #42
    coolray

    genau mit den gleichen argumenten hat das regime in deutschland zwischen 33 und 45 angebliche oder reale kollaboratuere hinrichten lassen. und auch damals gab es journalisten die das ganze bejubelt haben. nur waren sie nicht wie hier, in der mehrzahl. es wirft schon ein bezeichnendes licht auf die hamas, wenn sie angst und schrecken unter der eigenen bevölkerung verbreiten muss, um die eigen poltitik durchsetzen zu können. aber scheinbar gibt es hier einige, die andersdenkende und handelnde gerne tot sehen würden. propagieren aber immer das sie für die vollkommener demokratie seien. ein widerspruch,den sie nicht bemerken.

  • #43
    Klaus Lohmann

    @coolray: Zumindest gibt es hier Einige, die unmenschliches Hinrichten aus ganz niedrigen Beweggründen dadurch relativieren wollen, dass „die Anderen“ immer noch schlimmer sein sollen, als ob es da noch Steigerungsformen des Tötens gäbe. Und die Allerallerschlimmsten sind wie immer die Amis – immer, überall und auch wenn es Aliens wären – die aber dann garantiert von Amis unterwandert sind. Linker Stumpfsinn und Realitätsverleugnung halt…

  • #44
    Oliver Völ

    Klaus Lohmann: Es liegt mir fern, „unmenschliches Hinrichten aus ganz niedrigen Beweggründen“ zu relativieren oder gar zu akzeptieren. Ich möchte nur aus verschiedenen Perspektiven darüber erfahren, auch wenn ich nicht damit übereinstimme. Deshalb finde ich es fatal, Berichte aus Gaza unterdrücken zu wollen, was wie gesagt im Internetzeitalter eh nicht dauerhaft funktionieren kann.
    Wenn die Menschheit eines lernen sollte, dann dass wir einander zuhören und verstehen lernen müssen, und keine Gruppe pauschal verteufeln.
    Dass Regierungen auf der ganzen Welt aus unterschiedlichen Gründen Gewalt anwenden, dürfte unbestritten sein. Welche dieser Gewaltanwendungen legitim ist, kann man durchaus diskutieren. Dass Massenmord an Zivilisten verbrecherisch sind, darüber dürfte Konsens bestehen. Ein Mord an politischen Widersachern lässt sich manchmal rechtfertigen. So dürften wir uns einig sein, dass der Hitler-Attentäter Georg Elser richtig handelte. Dazwischen gibt es eine große Bandbreite.
    Wer wurde denn Ihrer Ansicht im Gaza-Krieg „zu Recht“ getötet? Die israelischen Soldaten? Die Bombenopfer? Ich würde gerne Ihre moralischen Maßstäbe nachvollziehen können.

  • #45
    Florian Markl

    @Oliver Völ: Die Forderungen der Hamas lauten nicht „Aufheben der Blockade“ und „größere Fischereizonen“. Die Weigerung, der Hamas einfach zuzuhören und ihre Aussagen ernst zu nehmen, ist immer wieder erstaunlich. Was also will die Hamas? Lassen wir sie selbst zu Wort kommen: http://www.youtube.com/watch?v=6NbRUXIXZOI

  • #46
    Oliver Völ

    @Florian Markl: Danke für den Link, das ist hilfreich. Hamas Sprecher Abu Zuhri fordert dort „die Befreiung von Jerusalem“.
    Laut UNO soll diese Stadt „demilitarisiert, neutral und von einer aus ausländischen Truppen rekrutierten Polizei geschützt werden. Sie sollte Teil eines gemeinsamen Handelsraums sein, den Bürger beider Staaten betreten und bewohnen durften“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalem#UN-Teilungsplan
    Glauben Sie, dass die Hamas dem zustimmen könnte? Ich meine, entweder bringen sich die Menschen dort weiter gegenseitig um oder sie lernen, miteinander auszukommen.

  • #47
    Florian Markl

    @Oliver Völ: Es gibt keinen Zweifel, was die Hamas meint, wenn sie von einer „Befreiung Jerusalems“ und einem „Ende der Besatzung“ spricht – um eine Zweistaatenlösung geht es dabei nicht.

  • #48
    der, der auszog

    @ Oliver Völ (#41)

    Wenn Du es nicht für sinnvill erachtest im Zusammenhang mit der Hamas über deren Charta zu reden, in der das Ziel die Juden zu vernichten definiert ist, dann frage ich mich, wieso Du hier die Dreistigkeit besitzt, über die „Aufhebung der Blockade und Stopp des Beschusses der Fischerboote“ reden zu können. Legst Du jetzt fest, was bei diesem Thema ernst zu nehmen ist und was nicht? Was haben Deine Fischerboote mit der Exekution von 18 Menschen zu tun?

    (zu #44)
    Einfach mal zur Kenntnis nehmen: Hier in Deutschland darf jeder soviel Müll erzählen wie er will, das gilt natürlich auch für Martin Lejeune. Hier darf auch jeder den Müll glauben, den Lejeune verbreitet, so wie Du. Das ist bei uns durch die Meinungsfreiheit gedeckt, Artikel 5 Grundgesetz. Es darf aber auch jeder, wenn er meint, dass Lejeune oder Du Müll erzählt, behaupten, dass ihr Müll erzählt. Der Artikel 5 GG gilt schließlich nicht nur für euch zwei. Insofern wirst Du immer die Möglichkeit haben, die Meinung von Lejeune zu erfahren, weil er sie nach wie vor frei äußern darf und Dich wird niemand daran hindern, der Meinung von Lejeune zu folgen. Du solltest Dich allerdings damit abfinden, dass auch die Menschen um Dich herum eine eigene Meinung haben und ein Recht diese öffentlich zu behaupten. Und da bin ich scheinbar nicht der einzige, der findet, dass Du hier absoluten Müll erzählst.

  • #49
    Oliver Völ

    @ der, der auszog: „absoluter Müll“ ist kein Argument.

    Zur Frage, was die Fischerboote mit der Exekution von 18 Menschen zu tun haben: Die Exekutionen sind die Machtausübung einer Kriegspartei. Die finde ich natürlich schrecklich, wie auch die Bomben auf Schulen, die damit natürlich in Verbindung stehen, weil sie zu dieser Verrohung beigetragen haben.
    Die Fischerboote sind insofern von Bedeutung, als es sicherlich Dinge gibt, über die sich beide Seiten verständigen könnten. Es ist im Sinne der dort lebenden Menschen, ob Israelis oder Palästinenser, absolut dringend, Vereinbarungen zu finden. Offensichtlich ist dort gerade auch ein klein wenig passiert.

  • Pingback: [Update] “Es gibt keinen sicheren Ort”: Als Journalist in Gaza | VOCER

  • #51
    Gagnant

    Hamas hat 18 Personen exekutiert. Israel hat über 2000 Menschen getötet, tauchen hier leider nirgendwo in der Diskussion auf. Also das mit der Empörung, das ist so eine Sache, selektive Empörung nennt man das. Hamas-Charta? Ja und Israel-Praxis? Vertreibung der Palästinenser, Diskriminierung der Araber Israels (ca. 20 bis 25 %), Siedlungspolitik, usw. So eine Diskussion nennt man Heuchelei. Übrigens Abbas ist doch ganz moderat, oder? Warum macht man keinen Frieden mit ihm? Hein? Kommt noch, achso, dann bin ich beruhigt. Und noch was: es gibt glaube ich über 5000 palästinensische Gefangene in Israel, ich lese nie über sie. Ich empfehle le Monde diplomatique was die Region angeht. Der Experte der Region ist jüdischer Abstammung und von daher bestimmt kein Antisemit, aber ein richtiger Journalist.Naja, wer Müll sucht kann Jungle World, Zeit und Bild lesen, die Antideutschen und die Pro-Deutschland kämpfen wohl für den selben Mist

  • #52
    WALTER Stach

    Nach allen Beiträgen:
    Ich bin weder rational noch emotional in der Lage, mich mit den Worten, die Hamas Exekution sei “ sehr sozial“ abgelaufen, näher auseinanderzusetzen. Nur darum geht es und konkret dazu fehlen mit die Worte.

    Über den Israel-Palästinenser Krieg, über anzunehmenden Kriegsverbrechen auf beiden Seiten, über Ursachen und Folgen dieser erneuten kriegerischen Auseinadersetzung ist zu streiten, Darum geht es jedoch hier –„Exekution ist sehr sozial abgelaufen- ganz und gar nicht.

  • #53
    Gagnant

    Warum wirft man Martin Lejeune Propaganda vor und den hundert anderen pro-israelischen Journalisten sagt man nichts? Sehr selektiv nicht? Aber da bin ich anscheinend eher in der Minderheit?
    Die anderen Sachen? Achso, Besatzung, Vertreibung, Waffenlieferung über die USA und die EU-Staaten, 500 getötete Kinder und so? Achso Nebensache, die pubertierenden anti-Deutschen, Araber-Hasser, die natürlich keine rassisten sind, haben keine Zeit dafür, Anti-Semiten-Kram, was für Islam-Faschisten, wohlgemerkt, Islam, nicht Islamismus, naja man feiert den Tod von 2000 Menschen und hat gutes Gewissen, Zerbombt Gaza Leute, da leben dort noch 2 Millionen Menschen, und die sind noch da, Schade aber auch, und schlimmer noch, sie geben nicht Ruhe, sie haben bestimmt nie von den Anti-Deutschen gehört…

  • #54
    Klaus Lohmann

    @#53 Gagnant : Don’t drink and post, oder hatte Deine pöbelnde Buchstabensuppe außer der linken-üblichen Relativierung von Hamas-Taten jetzt irgendeinen Sinn gehabt?

  • #55
    Oliver Völ

    Das Zitat in der Titelzeile ist auf irreführende Weise verkürzt. Tatsächlich hat Lejeune sich mit „sozial abgelaufen“ auf den Umgang mit den Angehörigen der Hingerichteten bezogen. Im Übrigen sind selbst Aussagen wie die, die israelische Armee sei „die moralischte der Welt“ noch von der Meinungsfreiheit gedeckt.
    Ich denke, es steckt etwas anderes dahinter: Sind die Standpunkte der Hamas ernst zu nehmen und diskussionswürdig? Laut Lejeune hat die Hamas nach wie vor Unterstützung in Palästina, ob es uns gefällt oder nicht. Also müssen wir uns m.E. auch damit auseinandersetzen.

  • #56
    Uta Steger-de Gruyter

    Was ich nicht verstehe: Sie tun so, als ob Sie den Überblick hätten und leisten sich eklatante Fehler. Darf man das als Journalist? Darf ein Journalist andere angreifen und dabei Fehler machen? Das finde ich doch tatsächlich mehr als suspekt. Dürfen sich Journalisten herausnehmen, Falschaussagen zu machen? Ist das nicht strafrechtlich relevant? Anscheinend nicht – wir haben ja „Meinungsfreiheit“ nicht wahr?
    Ich lese Herr Lejeunes Berichte seit er im Gaza ist, er berichtet immer neutral und ohne Wertung. Das ist ihm ja auch nicht erlaubt, wie sie wahrscheinlich wissen. Journalisten werden sowohl von der Hamas wie auch von den Israelis zensiert. Ich habe auch nicht gelesen, dass Herr Lejeune die Erschießung von den angeblichen „Terroristen“ als „sehr sozial“ bezeichnet hätte.
    Vielleicht wollen Sie mir ja antworten. Was veranlasst einen Journalisten dazu, einen Kollegen zu denunzieren? Ich sehe das immer wieder und finde es unmenschlich und abschreckend. Wo sind Journalisten eigentlich human heutzutage. Herr Lejeune, Herr Todenhöfer und ein nur paar mehr bilden hier wohl die große Ausnahme von der Regel in Deutschland. Das ist mehr als traurig.
    Uta Steger-de Gruyter
    Bin gespannt, ob Sie meinen Kommentar auf ihrer Seite abbilden. Mal gucken.

  • #57
    der, der auszog

    @Gagnant

    1. Das Leben ist keine Gesamtschule, wo am Ende jeder ein Stückchen Recht bekommt nur weil er zum Thema irgendetwas gesagt hat.
    2. Es gibt außer Dir noch eine Menge andere HB-Männchen, die meinen, nach der Hinrichtung von 18 Menschen durch die Hamas empört über die vielen pro-israelischen Journalisten in die Luft gehen zu müssen, insofern musst Du keine Angst haben, eine Minderheit zu sein.
    3. Solltest Du hier wirklich Menschen sehen, die guten Gewissens den Tod von 2000 Menschen feiern, dann solltest Du schleunigst einen Arzt aufsuchen.

  • #58
    Klaus Lohmann

    @#56 Uta Steger-de Gruyter: „Strafrechtlich relevant“ ist hier höchstens die eklatante Dummheit, mit der Lejeunes Fanboys und -girls hier ihren Hamas-Kombattanten verteidigen wollen.

    Wer Hinrichtungen, illegal abgeurteilte, angebliche „Kollaborateure“, illegale Todesurteile und möglichst lautlose „Nachbearbeitung“ durch Schweigegeld an die Opfer-Angehörigen mit „Das *alles* ist sehr sozial abgelaufen“ zusammenfasst, hat entweder große Probleme mit der deutschen Sprache oder ist in seiner Gedankenwelt genauso skrupellos wie die Terroristen der Hamas.

  • #59
    Oliver Völ

    @58 Klaus Lohmann: Vielleicht schalten Sie Ihren Ton mal nen Gang runter. Beschimpfungen à la „eklatante Dummheit“ dienen nicht dem gegenseitigen Verständnis.
    Sie regen sich auf über die Formulierung „sozial abgelaufen“ und halten gleich alle „Fanboys“ für „skrupellos wie die Terroristen“. Wer so großzügig mit der deutschen Sprache und mit Werturteilen umgeht, sollte sich nicht über missverständliche Formulierungen anderer aufregen.
    Falls Sie doch noch Interesse haben sollten, den Artikel von Martin Lejeune zu verstehen: „sozial abgelaufen“ ist *keine* Zusammenfassung. Er hat damit ausgedrückt, dass die Hinrichtungen der mutmaßlichen Kollaborateure die Unterstützung der Bevölkerung fanden.
    Wenn Sie das empört, ist das verständlich. Die ganze Situation dort ist völlig irrsinnig. Der Vorwurf der Illegalität ist unter dem Umständen von Gaza absurd. Wenn Sie sich einen Bericht von Martin Lejeune etwa bei jung&naiv http://youtu.be/2SPmb7sw6WY angesehen haben, wird das vielleicht klar.

  • #60
    Pommeskind

    Sauber, Frau Steger-de Gruyter, der Ayatollah-Buddy Hodentöfer hat hier noch gefehlt, vielen Dank dafür. Ich lache mich jedesmal schlapp, wenn er sich vor einem Trümmerhaufen, auf dem obenauf unbeschädigtes, sauberes Kinderspielzeug liegt, fotografieren lässt. Aber für sie reicht es ja offensichtlich so.

  • #61
    Klaus Lohmann

    @#59 Oliver Völ:
    „Er hat damit ausgedrückt, dass die Hinrichtungen der mutmaßlichen Kollaborateure die Unterstützung der Bevölkerung fanden.“

    Aua. Bekommen Sie für diesen „großzügigen Umgang“ mit der deutschen Sprache (Andere sagen „Hirnfick“ dazu) eigentlich Goodies von Lejeune, vielleicht einen Bravo-Starschnitt?

    Hamas-Behörden = Bevölkerung? Schweigegeld = „Unterstützung“? Mit wie vielen neuen Relativierungen terroristischer Greueltaten wollen Sie uns eigentlich noch infiltrieren? Ist Ihnen beim Tippern nicht aufgefallen, dass Lejeune das Attribut „mutmaßlich“ für diese 18 angeblichen Kollaborateure ganz bewusst vermeidet und im Gleichklang mit der Hamas-Propaganda (s.u.) verbreitet, „alle 18 hätten gestanden“??
    Schmieren Sie sich hier die deutsch-liberal-gemäßigte Variante von Lejeunes unmissverständlicher Sympathie für Hamas-Mörder zusammen und hoffen, dass das Niemandem auffällt?

    Nö Meister, sooo plump denn doch nicht. Und zu Ihrem Video-Link – „al-Aqsa TV, voll die krassen Videos…“ plus C-Promi-Anzug aus „Bachelor“ mit Angeber-Schnäuztuch – bitte mehr von solchen Oberpeinlichkeiten, hab mich grad köstlichst abgerollt über den Spinner:)

  • #62
    Oliver Völ

    @57 der, der auszog schreibt: „Solltest Du hier wirklich Menschen sehen, die guten Gewissens den Tod von 2000 Menschen feiern…“ Nein, ich sehe hier niemanden, der den Tod von Menschen feiert. Mir scheint das ein absichtliches Missverständnis.
    Da hier öfter von „illegalen Hinrichtungen“ die Rede ist: Welche Tötungen in Gaza hält hier jemand für legal? Die Bombardierungen auf Zivilisten, ob von palästinensischer oder israelischer Seite? Oder die Tötung von aktiven Kämpfern? Letzteres ist wahrscheinlich am ehesten akzeptiert, aber dann hätte angesichts der niedrigen Quote ziviler israelischer Opfer sich die Hamas korrekter verhalten.
    Man kann über die Legalität der Wahl von Hamas diskutieren, über die Legalität der Besatzung und Blockade, über Kriegsrecht usw. Ich glaube, das führt nicht weiter. Krieg ist ein himmelschreiendes Unrecht. Es gibt leider Journalisten und Politiker, die angesichts von aggressiven Akten von „legitimer Selbstverteidigung sprechen“. Das halte ich für haarsträubend, aber ich meine nicht, dass diesen Leuten das Publizieren verboten werden sollte.

  • #63
    Arnold Voss

    @ Oliver Völ # 62
    Die Hamas hat also absichtlich so wenig zivile Opfer in Israel verusacht? Und die Israelis absichtlich so viele in Gaza? Sie machen hier Hamas-Propaganda, Oliver. Oder wissen sie nicht, wieso die Hamas ihr Abschussrampen vorrangig in Wohngebieten plaziert hat und ihre Anführer sich gerne mit vielen Zivilisten zusammen aufhalten? Wieso es keine Wahlen mehr in Gaza gibt, seid dem die Hamas dort an der Regierung ist? Wieso die Abbas-Leute nichts mehr in Gaza sind ?

    Doch sie wissen das, Oliver! Und das ist das wirklich widerwärtige an ihrem Statements hier!

  • #64
    Klaus Lohmann

    Ergänzend zu Arnolds Anmerkung, lieber Oliver – „die Anderen sind doch noch viel schlimmer!“ ist keine Diskussion, keine Auseinandersetzung mit Fakten, sondern die populistischte Art von Relativierung, wenn einem die Argumente völlig ausgehen.

    Und wenn Sie wirklich so stumpf denken und nicht zwischen Kriegsopfern und den per gefakten „Urteilen“ hingerichteten eigenen Volksgenossen (vor fast 2 Jahren gab es bei gleichen Hinrichtungen von 6 Palästinensern durch die Hamas noch nicht mal ein gefaktes „Urteil“) differenzieren können, erübrigt sich auch die Diskussion mit Ihnen über Journalismus, egal ob echt oder „gehochstapelt“ wie bei Lejeune.

  • #65
    Gagnant

    Also Fakt ist, dass Israel für den Tod von 2000 Menschen verantwortlich ist
    Israel kontrolliert die besetzten Gebiete und unterdrückt die Palästinenser, wie jede koloniale Macht
    Fakt ist, dass die meisten getöteten Palästinenser Zivilisten sind. Die meisten getöteten Israelis Soldaten waren. Die Fakten sprechen für sich
    Wenn jemand Martin Lejeune kritisiert, muss er:
    Seine Artikeln insgesamt lesen
    Die journalistische Arbeit in Zusammenhang mit dem Konflikt insgesamt kritisch betrachten
    ansonsten ist er nicht kritisch unterwegs, sondern einseitig
    Alle Kommentare sollen veröffentlicht werden. Voltaire hatte gesagt, ich bin mit dir nicht einverstanden, bin aber bereit, dafür zu sterben, damit du deine Meinung äußern kannst, das war wohl im 18. Jahrhundert!!!
    Ansonsten die Palästinenser sind da und werden sich befreien. Dass die Mehrheit in den Ländern des Süden und der Menschen mit Migrationshintergrund im Westen sich mit den Palästinensern solidarisieren und dass eher die „weiße Elite“ im Westen sich mit der rechten Regierung Israels solidarisiert, ist auch auffallend, spricht auch für sich

  • #66
    Stefan Laurin

    @Gagnant: Und die „befreiten“ Palästinenser leben dann in einem weiteren arabischen „Failed State“ oder wird es so prima wie im Gaza-Streifen, wo man sich beim Westen durchschnorren muss?

  • #67
    Gagnant

    Aha, wer hat diese Staaten zerstört? Hat der Irak die USA attackiert oder umgekehrt? Gab es ISIS vor den Amerikanern oder danach? Usw. Das ist auch eine Logik, die Araber müssen kolonisiert werden, damit nichts schief geht. Erinnert mich an den Kolonialismus vom 19.Jh. Mensch. Eine bessere Bestätigung meiner Aussagen gibt es nicht. Die Beiträge sprechen auch für sich…

  • #68
    Stefan Laurin

    @Gagnant: Saudi Arabien war nie eine westliche Kolonie sondern gehörte zum Osmanischen Reich. Und in Saudi Arabien begann der heute Salafismus durch die Wahabiten im 19. Jahrhundert seinen Siegeszug. Nein, der Westen ist nicht immer an allem Schuld, auch wenn es das so wunderbar einfach machen würde.

  • #69
    Helmut Junge

    @Gagnant (65), was ist das denn für ein rassistischer Satz? “ Dass die Mehrheit in den Ländern des Süden und der Menschen mit Migrationshintergrund im Westen sich mit den Palästinensern solidarisieren und dass eher die “weiße Elite” im Westen sich mit der rechten Regierung Israels solidarisiert, ist auch auffallend, spricht auch für sich“
    Was heißt denn „weiße Elite“ . Bist du Nazi? Kommt das aus dieser Ecke? Gegen Israel sind die ja auch, und vom Vokabular könnte es auch passen. Heute muß man ja vorsichtshalber erst einmal nachfragen, weil die antiisraelische Bewegung von links bis rechts reicht. Wird alles immer komplizierter.

  • #70
    Helmut Junge

    Nachsatz zu meinem Kommentar 69.
    Wenn ich alle obigen Kommentare gelesen hätte, wäre mir der Ansatz von @Gagnant wahrscheinlich klar geworden. Ein flüchtiger Leser kann aber schon irritiert sein, wenn Begriffe, die eher dem rechten Spektrum zuzurechnen sind, in solch einer Diskussion auftauchen.
    Leichter für solche Leser wäre es jedenfalls, wenn jemand, der sich zum linken Spektrum zählt, dies auch in seinem Kommentar deutlich macht. Da könnte z.B. stehen “ ich kritisiere Israel aus linker Sicht, und wenn dabei Begriffe auftauchen, die sonst dem rechten Spektrum zugerechnet werden, bitte ich das zu ignorieren, und mir nicht falsch auszulegen. Das gilt natürlich auch für unsere Antiisraeldemonstrationen, wenn dort unerwünscht Rechte auftauchen und bei dieser Gelegenheit ähnliche Transparente tragen wie wir.
    Ein solcher Satz vorweg würde jedenfalls aus meiner Sicht viel zu Verständnis beitragen.

  • #71
    Klaus Lohmann

    @Helmut Junge: Bei dem antisemitischen Spam, den dieser „Gagnant“ hier ablässt, ist es egal, ob man das nun linksextremen oder rechtsextremen Rassimus nennt. Der Kern ist der gleiche…

  • #72
    Gagnant

    In Saudi-Arabien sind die Amerikaner stationiert seit über 25 Jahren, nur zur Info!
    Die Nazis sind meines Wissens nicht für die Palästinenser, Nazis sind gegen Araber, Türken, farbige, Juden, Roma. Nazis gegen weiße habe ich bis jetzt nie getroffen. Übrigens die rechtspopulisten in Europa und die Rechtsaußen im Westen unterstützen Israel.
    Likud, Israel Beytuna und Schas sind auch dem rechten Spektrun zuzuordnen (Demonstrationen mit Tod den Arabern sind in Israel auch keine Seltenheit)
    Die NPD bedient rassistische Ressentiments der Unterschicht, AFD rassistische Ressentiments der alten Bourgeoisie, die Anti-Deutschen Ressentiments der kleinbürgerlichen städtischen Jugend, die in den Jugendlichen mit Migrationshintergrund eher eine Bedrohung und Konkurrenz sehen.
    Aber wie auch immer die Palästinenser werden einen Staat haben, die Propaganda beeindruckt sie nicht, die Menschenverachter, Rassisten und ethnozentristen, die den Tod von 2000 Menschen nicht berücksichtigen, weil das Araber und mosleme sind, ändern nichts daran

  • #73
    Stefan Laurin

    @Gagnant: Viele Nazis sind mit den Palästinensern solidarisch und haben an den antiisraelischen Demonstrationen der vergangenen Monate eifrig teilgenommen. Stationiert sind US-Truppe auch in Deutschland – das hat mit Bündnissen zu tun, nicht mit „Kolonialisierung“. Aber sagen Sie doch mal was zu den Wahabiten. Hat die auch der Westen erfunden? Und warum sollen die Palästinenser keinen Staat bekommen? Würden sie nicht mit Rakten auf Israel schießen, wären sie diesem Ziel wohl auch schön näher gekommen.

  • #74
    Gagnant

    Ohne die Stationierung der Amerikaner In Saudi-Arabien wäre das Regime dort nicht zu halten, das hat mit der Lage in Deutschland nichts zu tun (Al-Saoud ist eine Herscher-Familie, die sich mit den Wahabiten verbunden hat. Das Regime dort ist sozialkonservativ, wirtschaftsliberal und prowestlich.
    Übrigens Alsaoud haben den Kampf in Afganistan finanziert, die USA hatte die Waffen geliefert, damit die Sowietunion geschwächt wird. Die Sowietunion ist dort interveniert, um ihre eigenen Interessen zu verteidigen. Ossama Bin Laden, der Massenmörder, wurde von den Amerikanern und den Saudis unterstützt. ISIS wurde genauso unterstützt, um das Regime von Baschar al assad zu stürzen, der ein Diktator ist (wue Al-Saoud), aber nicht prowestlich.
    Übrigens die USA unterstützt Al Saoud schon seit amerikanische Ölfirmen in Saudi Arabien tätig sind. Es geht um Interessen, wie in Libyen, Bahrain, Ägypten, usw.

  • #75
    Helmut Junge

    @Gagnant, ehrlich gesagt habe ich hier noch nie einen Kommentar gelesen, der den Palästinensern einen eigenen Staat absprach. Es sind aber doch die Palästinenser, die genau dort, wo Israel liegt, ihren Staat haben wollen. Darum lehnen sie doch die Zweistaatenlösung ab. Ist das ein Geheimnis geblieben unter den Hamasanhängern? Das kann man alles nachlesen.
    Und @Gagnant, lesen Sie doch einmal nach, was die Nazis mit anderen europäischen Völkern so gemacht haben, als sie das konnten. Auch darüber gibt es genügend Literatur.

  • #76
    Gagnant

    Mahmoud Abbas ist bereit, Kompromisse zu machen, warum macht man keinen Frieden mit ihm?
    Übrigens das wieder die falsche Logik: wenn kein Wiederstand gegen die Besatzung vorhanden ist, wird die Besatzung beendet, das ist die Schuld der Menschen, die besetzt sind, dass es überhaupt eine Besatzung gibt. Ansonsten, wäre sie weg. Aha, alles klar…

  • #77
    Stefan Laurin

    @Gagnant: Israel hat sich aus dem Gaza zurückgezogen. Gaza ist nicht besetzt – dafür ist es heute ein Terroristennest.

  • #78
    Gagnant

    Gaza ist ein besetztes Gebiet, verfügt über keine Souveränität, das ist ein Bontustan, wie zur Zeit des Apartheid-Regimes in Süd-Afrika, ist auch nicht überlebensfähig. Abbas hat die 2 Staatenlösung akzeptiert, warum redet man mit ihm nicht?

  • #79
    Stefan Laurin

    @Gagnant: Gaza hat alle Chancen und einen schönen Strand. Hamas weg, terror weg,Hotels und Bars her und schon kann da Geld verdient werden. Und mit niedrigen Steuersätzen könnten die Palästinenser sogar in den Wettbewerb mit Israel treten.

  • #80
    Gagnant

    Aha, 2 Mio Menschen in einem Gefängnis können im Wettbewerb zu Israel treten? Ok, Blockade weg, Siedlungen weg, ein Staat (Gaza, Westbank, Ostjerusalem), ein Souverainer Staat, dann ist automatisch Hamas weg, Likud und Israel Beytuna weg. Eine Lösung für die ganze Region unter Beteiligung von Saudi Arabien, Qatar, Iran, Türkei, Israel, USA, EU und Russland (um die Vertreterkriege zu beenden), keine Waffenlieferung an die Region, und dann gibt es Platz für alle….

  • #81
  • #82
    Gagnant

    Aha, können die Palästinenser Gaza verlassen ohne Erlaubnis der Israelis? Können sie einen Hafen haben? Flughafen? Entscheiden, wer reinkommt oder rausgeht? Klaus: Bitte um Antwort, oder einen Staat können nur die Deutschen haben, die Palästinenser nicht? Übrigen ein Staat Gaza gibt es nicht, möchte niemand, ein Staat Palästina schon, und bitte bitte Klaus, so schnell wie möglich? Ok? Können Sie das regeln Klaus?

  • #83
    Stefan Laurin

    @Gagnant: Beschiessen sie noch jeden Tag Israel? Herrscht dort eine Terrorgruppe? Wer würde einer Terrorgruppe einen Flughafen geben?

  • #84
    Erdgeruch

    Ich sage ja. das beste was der aktuellen Regierung in Israel passieren kann, ist die Weiterexistenz der Hamas und umgekehrt. Die brauchen einander um ihren jeweiligen Kurs zu begründen und Geld und Waffen aus dem Ausland zu bekommen. Sorry, aber ich glaube da keiner Seite noch irgendein Wort seit Jahren. Da haben sich doch längst ganze Kreise an den jetzigen Zustand und die Einnahmen daraus gewöhnt.

    Gaza hat nur ein Zukunft, wenn es entweder an den Rest Palästinas angeschlossen wird (was Israel wegen dem Siedlungsbau nicht will, aber die Nachbarstaaten) oder an Ägypten (was Israel will, aber nicht die Nachbarstaaten). Im Prinzip ist die Zivilbevölkerung dauerhaft gekniffen in dieser Lage.

  • #85
    Gagnant

    @Stefan: sind für eine 2Staatenlösung oder nicht? Und wenn nicht, warum nicht? 2 Staaten, das ist völkerrechtlich sauber? Oder bist gegen Völkerrecht Stefan. Israel bombardiert Schulen und Krankenhäuser. Aber man muss Frieden machen, es wagen

  • #86
  • #87
    Arnold Voss

    „..ein Souverainer Staat, dann ist automatisch Hamas weg.“

    Nein, ist sie nicht, Gagnant. Die Hamas ist mit einem eigenen palästinensichen Staat nicht zufrieden, wenn es danach den Staat Israel immer noch gibt. Wenn sie eine Zwei-Staatenlösung haben wollen, dann müssen sie vorher die Hamas komplett entwaffnen, jede weitere Waffenlieferung an sie unterbinden und ihre Geldquellen still legen.

    Wenn sie uns also jetzt nicht erklären wie das erfolgreich, also dauerhaft, zu bewerkstelligen wäre, können sie alles vergessen was sie hier sonst noch so zum Besten gegeben haben. Ich zumindest werde sie ab dann hier nicht mehr ernst nehmen.

  • #88
    Gagnant

    Arnold, was ist mit der Siedlungspolitik Israels? Sie macht die 2 Staatenlösung unmöglich. Was ist mit Ostjerusalem: Israel will Jerusalem ganz als Hauptstadt haben. Was ist damit?
    ENTWAFFNUNG Hamas? Israel hat die Atombombe, die beste Armee in der Region, bekommt Waffen von den Amerikanern, wenn jemand Sicherheitsgarantien braucht, dann sind das eher die Palästinenser. Und es geht nicht darum, wasSie wollen Arnold, es geht um das Völkerrecht. Ich shen schon, sie stehen rechts vom Likud und Beytuna Israel, sie wollen israelischer sein als die Israelis selbst?

  • #89
    Erdgeruch

    Ich denke, dass das Problem noch ganz woanders liegt, nämlich in den seit 1967 bestehenden Flüchtlingslagern, wo ja mittlerweile fast 4 Millionen Menschen leben. Die will keiner haben. Die Fatah will sie nicht, da die meisten dort längst das Vertrauen verloren haben und in ihrer – verständlichen – Verzweiflung zur Hamas neigen. Israel will sie genau aus diesem Grund nicht und die Aufnahmestaaten schon gar nicht, zumal immer noch berechtigte Ängste vor neuen Konflikten dort besteht (insbesondere in Jordanien und Libanon).

    Wenn ich mir vorstelle, wie es da Leuten geht, die nach 1967 geboren wurden, keine Perspektive haben, mich keiner haben will… Ich meine, wie will man mir da den Hass auf die Welt nehmen? Denen kann ich ohne realistische Perspektive nicht kommen?

  • #90
    pommeskind

    @Gagnant: Falls es ihnen entgangen ist, sie geben ihren Senf hier unter einem Artikel ab, der sich mit der -milde formuliert- unkritischen Berichterstattung M. Lejeunes darüber, daß die Hamas gerne mal nicht nur Israelis mit und ohne Uniform, sondern auch die eigenen Leute killt, befasst. Statements a là „Aber man muss Frieden machen, es wagen“ verstehe ich in dem Zusammenhang nicht. Mit wem möchten sie Frieden machen? Mit der islamistischen Terrororganisation Hamas? Nein danke. Die bekommen, was sie verdienen.

  • #91
    Gagnant

    Pommeskind: sie bekommen was sie verdienen? 2000 tote finden Sie eine gerechte Straffe? Wofür denn, das sie besetzt sind? An Zynismus ist das kaum zu überbieten. An Rassismus und Menschenverachtung auch. Rassismus (auch der anti arabische und anti muslimische Rassismus ist nun mal ein Verbrechen

  • #92
    pommeskind

    Stellen Sie sich eigentlich absichtlich so dumm? Ich sprach völlig unzweideutig von niemand anderem als der Hamas. Ich (und erfreulicherweise viele andere hier!) haben im Gegensatz zu ihnen Verständnis dafür, daß der israelische Staat diese Arschlöcher bekämpft. Auch militärisch.

  • #93
    Gagnant

    Waren das 2000 Hamas Anhänger? DIe Kriegsopfer auf palästinensischer Seite meine ich. Ich und erfreulicherweise viele hier haben kein Verständnis für das Vorgehen der Israelis, für die Siedlungspolitik, für die Enteignung und Vertreibung der Palästinenser in den besetzten Gebieten, für die Blockade Gazas und für die Besatzung. Es werden auch mehr und mehr, die Sympathie für die Palästinenser haben, das erklärt Ihren Ton und Ihre Verzweifelung. Eine Argumentation wird dadurch aber nicht ergänzt. Die Fakten sprechen ja auch für sich. Man beschwert sich, dass Martin Lejeune womöglich nicht von vermeintlichen/ mutmaßlichen Spionen/ Agenten Israels sind, behauptet aber im selben Atemzug, dass alle 2000 getötete Hamaskämpfer waren? Mutmaßliche Hamas Kämpfer wäre für die proisraelis zuviel verlangt, ein Nachgeben Hamas gegenüber, bzw. den propalästinensern gegenüber, was noch schlimmer ist…

  • #94
    Klaus Lohmann

    @#93 Gagnant: Ihre populistisch-polemische Soße wird – wie es vorhersehbar war – immer dünner. Natürlich werden echte Hamas-Anhänger über die geheimen Standorte der Munitionsdepots, Abschussrampen und Hamas-Zentralen informiert, während die restliche Zivilbevölkerung schön unwissend in deren Nähe angesiedelt wird, um genügend populistische Opfer zu „produzieren“.

    Reden Sie sich das mit der angeblichen Sympathie-Zunahme schön weiter selbst ein; es gibt nichts Lächerlicheres als Fanatiker im falschen Universum.

  • #95
    Gagnant

    Gaza ist im Gegenteil zu ihrer soße nicht dünn sondern dicht angesiedelt, zur Sache haben sie nichts gesagt. Besatzung, Siedlung, Vertreibung, Enteignung, wie auch, sie können dazu nichts sagen, Blockade? Auch nichts zu sagen, die Palästinenser sind da, interessieren sich für Fanatiker wie Sie nicht

  • #96
    Gagnant

    Populistische Opfer? Was für ein hässlicher Begriff. Die Masken sind gefallen. Um Sie vor sich selbst zu schützen und Entgleisungen bei Ihnen zu vermeiden beende ich die Diskussion mit Ihnen

  • #97
    Stefan Laurin

    @Gagant: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ein_hervorragender_aegyptischer_vorschlag

  • #98
    WALTER Stach

    Nach all den vielen Beiträgen, nach all dem Bemühen, Schuld und Verantwortung, Ursachen und Folgen, Leiden und Tod, Perspektiven für Israle und die Palästinenser in Kurzbeiträgen bei den Ruhrbaronen „so oder so“ aufzubereiten, ein fatales Unterfangen, wie sich erneut zeigt, erinnere ich noch einmal daran, worum es hier primär geht -sh.bereits mein Beitrag -52-, nämlich um die Worte : „…. sehr sozial abgelaufen……….“.
    Ich erinnere an „Aus dem Wörterbuch eines Unmenschen“ -1957, Sternberg, Störz,Süsskind-; jedenfalls habe ich mich sofort daran erinnert,als ich bezogen auf die Exekution von Menschen -hier durch die Hamas- die Worte „sehr sozial abgelaufen“ lesen mußte.

  • #99
  • #100
  • #101
    abraxasrgb

    Ein Blick mit Google Earth Satelliten Ansicht klärt das mit der „Dichte“.
    Gaza ist nicht Seoul oder Manhattan, wenn man die Bevölkerungsdichte und Struktur betrachtet.
    Die Analogien in manchen Medien erwecken da völlig falsche Vorstellungen.

    Wer im 21. Jahrhundert totalitäre Systeme á la Hamas und Konsorten (Kohorten) nicht erkennt, ist nicht nur ideologisch verblendet, sondern politisch völlig verblödet. Sorry.

  • #102
  • #103
    Gagnant

    Und die totalitären Systeme à la Likud, Schas und Israel Beytuna? Die Siedler?
    Die Dichte? Brauchen wir darüber nicht zu diskutieren, alles ist klar für Menschen, die besser lesen könnrn als beleidigen , der Vergleich von Gaza mit Manhattan ist mehr als lächerlich bis zynisch, Wolkenkratzer gibt es ja in Gaza ohne Ende, fragt sich nur von welchem Gaza die Rede hier ist, ed gibt bestimmt 2 und ich habe das verpasst

  • #104
    pommeskind

    Meine Güte, langsam wird es echt albern. Um die ganze Sache mal zu verkürzen: Laut dem Fatah-Hamas-Versöhnungspakt vom April werden ja bekanntlich noch in diesem Jahr Wahlen stattfinden. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Ehrlich. Vielleicht sollten sie ihre Zeit und Energie besser darauf verwenden, dort für fortschrittliche und demokratische Kräfte zu werben, statt krampfhaft gegen den einzigen demokratischen Staat in der Region zu wettern. Das wäre dem hoffentlich auch von ihnen gewünschten Frieden jedenfalls zuträglicher. Ich persönlich bin da eher skeptisch und sehe keine Möglichkeit, mit mit Kriegswaffen ausgerüsteten religiösen Fanatikern ein Auskommen zu finden.

  • #105
    Gagnant

    Ja Wahlen sind gut, Israel hat ja für die Urnen bestens gesorgt…die Vertriebenen warten nur auf die Wahlen, das Essen kann warten, die Siedlungspolitik? Die kann ja weitergehen….

  • #106
  • #107
  • #108
    Helmut Junge

    @Gagnant, sehr gute Frage. „Besatzung weg, dann Raketen weg, oder Raketen weg, dann Besatzung weg?“
    Die Raketen kosten auf jeden Fall sehr viel Geld.
    Aber wozu dienen sie? Dienen sie der Verteidigung der Menschen in Gaza?
    Bunker wären dazu besser geeignet gewesen.
    Dienen sie dem Zweck einen Krieg gegen Israel zu gewinnen?
    Wohl auch nicht.
    Also fragen Sie sich doch einmal selbst, wozu diese Raketen gebraucht werden.
    Würde der Bevölkerung von Gaza etwas fehlen, wenn die Raketen nicht gekauft würden, dafür aber Schulen für die Kinder eingerichtet würden?
    Wozu also sind diese Raketen da? @Gagnant, wenn Sie nämlich diese Frage für sich selbst beantworten, sind wir in dieser Diskussion mit Ihnen einen ganzen Schritt weiter, und zwar auch dann, wenn Sie zu einer Antwort kommen, die hier sonst niemand für richtig hält.

  • #109
    Gagnant

    Frankreich hat 150 Jahre Algerien besetzt. Ab 1954 gab es einen Befreiungskrieg, der dazu geführt hat, dass Algerien ein unabhängiges Land wurde. Ohne diesen Befreiungskrieg, hätte Frankreich Algerien nie und nimmer verlassen. Keine koloniale Macht verlässt ein Land einfach so, in der ganzen Geschichte nicht, warum auch? Israel besetzt die besetzten Gebiete seit fast 50 Jahren, ohne politischen bzw. Militärischem Kampf, wird Israel diese Gebiete nie verlassen, warum auch? Vor 20 Jahren gab es eine Intifada, ohne Waffen, ohne Raketen, Israel ist genau so unverhältnismäßig wie jetzt, also ganz klar. Besatzung weg. Oder sind Sie für Fremdherrschaft? Möchten Sie dass Indien oder China über Deutschland entscheidet? Denken Sie darüber nach, ein Blickwinkelwechsel wird hier nicht schaden

  • #110
    pommeskind

    Aha, wir haben es hier also mit einem völkischen Freiheitskämpfer zu tun. Der Vergleich ist historisch und faktisch komplett Banane. Weder hat Israel imperialistische Ambitionen, noch ist Gaza eine besetzte Kolonie. Wenn sie das Existenzrecht Israels sowie das Recht, sich gegen die islamistischen Terroristen und die antidemokratischen Diktaturen in der Nachbarschaft zur Wehr zu setzen, die es reell und tagtäglich bedrohen und angreifen, dann wünsche ich ihnen noch viel Streßresistenz für den Rest ihres Lebens, denn so wie es aussieht, siegen dort erfreulicherweise regelmäßig die Guten. Und das sind für mich die, in deren Gesellschaft Andersgläubige, Andersdenkende, Menschen aus anderen Ländern, Homosexuelle friedlich koexistieren können. Pluralismus. Demokratie halt. Finde ich gut. Am Strand von Tel Aviv können Männer knutschen, während ein paar Kilometer weiter die Scharia gilt. Sie haben sich noch nicht mit einer einzigen Silbe von der Hamas, dem Islamismus, dem Terrorismus und den Angriffen auf die israelische Zivilbevölkerung distanziert. Im Gegenteil. Sie rechtfertigen sie sogar noch. Was gibt es da dann noch mit ihnen zu diskutieren? Richtig, nichts.

  • Pingback: Lejeune: “Antisemitismus richtet sich gegen Araber” | Ruhrbarone

  • Pingback: Protest gegen “Hamas-Pressesprecher” an der Uni Hamburg

  • #113
    der, der auszog

    @Ruhrbarone

    Was hat denn eigentlich dieser letzte Pingback „Kollaborateure liquidiert | Islamischer Staat“ zu bedeuten? Ist das irgendwie eine Fakeseite, oder gelangt man tatsächlich mit nur einem Klick von den Ruhrbaronen zum Islamischen Staat?

  • #114
    Stefan Laurin

    @der, der auszog: Hab ich heute von unterwegs freigeschaltet – sorry. Der Original IS ist das allerdings sicher nicht, eher irgendwelche Trittbrettfahrer. Hab ich gelöscht.

  • #115
    der, der auszog

    @Stefan

    Unter ‚Kontakte‘ standen Kölner Telefonnummern. Nicht das das eine verdeckte Polizeiaktion gewesen ist, mit welcher der Kölner Polizeipräsident von den Anrufern in Erfahrung bringen wollte, ob sie demnächst an einer Demo oder einer Sozialstudie des Innenministeriums teilnehmen wollen.

  • #116
    Arnold Voss

    Ich war auch erst etwas bestürzt. Die Website scheint aber als pure Satire gemeint zu sein. Schaut einfach mal genauer rein und checkt es selbst.

  • #117
    Aimée

    @Gagnant 6. September 2014 um 10:30

    „Frankreich hat 150 Jahre Algerien besetzt. Ab 1954 gab es einen Befreiungskrieg, der dazu geführt hat, dass Algerien ein unabhängiges Land wurde. Ohne diesen Befreiungskrieg, hätte Frankreich Algerien nie und nimmer verlassen. Keine koloniale Macht verlässt ein Land einfach so, in der ganzen Geschichte nicht, warum auch? Israel besetzt die besetzten Gebiete seit fast 50 Jahren, ohne politischen bzw. Militärischem Kampf, wird Israel diese Gebiete nie verlassen, warum auch?“

    Deine gesamten Einträge, der kopierte ist nur ein Bsp., entbehren nicht nur jeglicher Kenntnis der Gesamtlage und Geschichte, zusätzlich sind die Vergleich, siehe oben, so hanebüchen, dass ich doch jetzt einmal kommentieren muss!

    Israel bzw. Gaza und die Westbank bzw. Samaria/Judäa mit Frankreich und Algerien zu vergleichen ist, wie einen Pauschalurlaub bei TUI mit einer Buchung bei airtours finest zu vergleichen: Lächerlich!
    Israel war und ist keine Kolionalmacht wie es Frankreich in vergangen Zeiten war…..zudem warum haben die letzten, vorletzten, vorvorletzten, etc. Auseinandersetzung immer mit Gaza stattgefunden? Vielleicht weil Israel dort freiwillig abgezogen ist? Widerspricht allerdings ihrem Eintrag!
    Solange die UNO nicht die UNRWA „integriert“ in die UNHCR, dem Sammelbecken aller Flüchtlinge weltweit (in Anbetracht der Flüchtlingsströme aus Syrien und dem Irak mehr als angebracht), ist es für die Herrschenden in Gaza mehr als attraktiv, lieber Raketen zu schmeißen und Israel für den Rest aller Tage für ihre Situation verantwortlich zu machen. An der Titte der UNO bzw. UNRWA lebt es sich ohne jeglichen Aufwand gut, ab und an ein paar Raketen und Terroranschläge auf Israel damit die Welt nicht vergiest: Gaza braucht Geld (für Tunnel und Raketen) !

    …aber die Welt könnte so einfach sein, wenn man alles mit der Herrschaft der ehemaligen Kolonialmächte vergleicht!

  • #118
    der, der auszog

    Wie unseriös und asozial sich Martin Lejeune als Jornalist verhält, konnte man am 9. November im Bundestagsgebäude erleben. An diesem Tag hatten mehrere Politiker der Linken, allen voran die Antisemiten der Gazasolidaritätsflotille Höger, Groth und Hänsel eine kleine Gruppe Journalisten in den Bundestag geladen, um am Tag der Reichspogromnacht Stimmung gegen Israel zu machen. Unter den Journalisten war auch Martin Lejeune.
    Weil Gregor Gysi, der jüdische Vorfahren hat, sich weigerte, am Tag der Pogromnacht an derartigen Diskussionen teilzunehmen (sie liefen offiziell unter dem Motto: „Kriegsverbrechen Israels“), beschimpften ihn anschließend der kanadische Publizist David Sheen sowie der US amerikanische Journalist Max Blumenthal und verfolgten Gysi bis auf die Toilette des Deutschen Bundestages, wobei sie ihm unterstellten, er hätte sie als Antisemiten bezechnet. Einer der Stalker, die Gysi verfolgten, war der ‚Journalist‘ Martin Leyeune. Er filmte die Aktion und setzte sie anschließend ins Internet.
    Aufgrund dieses Übergriffs auf Gysi bereitet Bundestagspräsident Norbert Lammert ein Hausverbotsverfahren gegen die Jornalisten vor.

    Mehr zum Thema im Tagesspiegel:
    http://www.tagesspiegel.de/politik/gregor-gysi-von-israel-kritikern-verfolgt-wagenknecht-eine-ziemlich-ueble-geschichte/10968838.html

  • #119
    schlussgeist

    Zu dem Argument, die Kollaborateure seien eine Gefahr für die Zivilisten: Die heutigen ferngelenkten Präzisionswaffen wie die sogenannten Smart Bombs sind zum Teil so genau, dass man Leute, die sich in einem bestimmten Zimmer eines Hauses aufhalten, gezielt ausschalten kann, ohne dass im Zimmer nebenan auch nur ein Bild von der Wand fällt. Dabei steigt die Zielgenauigkeit mit der Präzision der Informationen, die man im Vorfeld über die ins Visier genommenen Objekte oder Personen gewonnen hat. Weiß man ganz genau, wo sich die feindlichen Kämpfer, also die Terroristen, aufhalten, bzw. wo sich Waffendepots und anderes Kriegsgerät befinden, dann kann man sie in der Regel unschädlich machen ohne Unbeteiligte zu treffen oder zu gefährden. Je schlechter und lückenhafter aber die Informationslage, um so größer die Gefahr, dass bei einem Angriff auch Zivilisten getroffen werden oder gar ums Leben kommen. Informationen erhält das Militär u.a. durch Aufklärungsflüge, das Abhören von Telefonen etc. und vor allem von Informanten. Die Informanten gefährden also nicht nur nicht die Zivilbevölkerung, sondern sie helfen im Gegenteil unschuldige Opfer zu vermeiden.

  • #120
    Frater

    Gagant schrieb:
    „die Vertriebenen warten nur auf die Wahlen, das Essen kann warten, die Siedlungspolitik?“
    Die „Vertriebenen“ können weder noch warten – die sind tot. Die heutigen Palästinenser sind zu 99% die Kinder und Enkel und Urenkel der Menschen, die derzeit „vertrieben“ wurden.
    Ausnahme stellen die seinerzeit in Kuwait untergekommenen Palästinenser dar – die durften 1991 erneut fliehen, diesmal vor den Irakern.
    Und was das Essen angeht: die Lebenserwartung der Palästinenserinnen liegt bei 73,6 Jahren. Die der Palästinenser bei rund 71.
    Verglichen mit Somalia, wo wirklich der Hunger tobt, sind das 20 Jahre mehr. Im sonstigen Ländervergleich stechen die Palästinenser kaum hervor. Ägypten hat in etwa die gleichen Zahlen, Oman ebenfalls. China liegt im Schnitt ein Jahr drüber. Kambodscha liegt 10 Jahre darunter, Angola 20.
    Was Israel“kritiker“ in den letzten Jahren versuchten immer wieder als neuen Ansatz zu benutzen erweist sich ebenfalls als Rückläufer: die WHO Berichte. Nach denen steigen Diabetes und Herzinfarktrisiko enorm an. Was in den Berichten auch völlig logisch daherkommt, denn das gesundheitsgefährdende Übergewicht steigt noch viel rasanter. Da man der WHO mittlerweile deswegen auch vorwirft, parteiisch zu sein (man sehe sich die Berichte von 2010 und 2012 an, googlebar) verweise ich lieber auf die Studien von Abdeen, Dkeideek u.a. sowie dem disjährig erschienen update von Ellulu, Rahmat und Abed. Demzufolge leiden zwischen 30 und 40% der Palästinsenser (inklusive Gaza) an Übergewicht, in der Gruppe der 45 bis 56 Jährigen sieht es noch finsterer aus. Allein in Gaza und Westjordanland leiden mittlerweile 20% der Heranwachsenden unter Übergewicht.
    Wenn Sie also behaupten wollen, dass „Essen“ sei knapp in diesen Gebieten, dann müssen sie erstmal erklären, warum fast die Hälfte der Bevölkerung, bei zu wenig Nahrung zuviel Fett auf die Rippen bekommt.
    Vielleicht sind es ja Eröffnungsfeiern, wie die der Mall (Einkaufsmeile, 2010 eröffnet, zwei Stockwerke) in Gaza, die das verschulden?
    Oder ist es die Vervielfachung der „Vertrieben“ und „Flüchtlinge? Von den ca. 1,1 Millionen (Höchstschätzung) die noch 1970 unter diesen Titeln lebten sind heute nur noch 4,1 Millionen übrig. Übrig? Flüchtlinge die sich vermehren? Tja, in der Tat, da sind die Palästinenser gleich zwei mal einmalig. Die vererben nicht nur den Titel sondern den gleich mehrfach. Das eigens eingerichtete Palästinenserflüchtlingshilfwerk, das einzige UN Hilfswerk das dauerhaft für nur eine einzige Gruppe von Flüchtlingen zuständig ist, die UNRWA machts möglich. Diese haben seit ihrer „befristeten“ Gründung 1949 nicht nur nicht mehr nachrecherchierbare Leistungen erbracht, sondern seit 1991 auch allein 131 Millionen Privatkredite gewährt.
    Allein die EU hat in den letzten 20 Jahren 5.6 Milliarden reine Finanzhilfen gespendet.
    Außerdem erhalten die Hamas von diversen Förderern auf der arabischen Halbinsel und die Hisbollah vom Iran jede Menge finanzieller und materialler Unterstützung.
    Trotzdem haben weder Hamas noch Fatah in den letzten Jahren die Rechnungen ihrer Gas, Wasser und Stromversorger auf israelische Seite bezahlt.
    Was sie bezahlen sind horrende „Hilfen“ für inhaftierte Terroristen. Diese bekommen Gehälter, was allein jährlich 10 Millionen der Hilfsgelder frisst. Diese Gehälter sind meist ein mehrfaches dessen, was die Menschen im Durchschnitt verdienen.
    Theoretisch wäre also Geld für Essen, Bunker UND Raketen da. Wenn man es nicht in Propaganda, Terrorismus und die eigenen Taschen stecken würde.

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