‚Fehlgriff‘ Andre Schürrle aussortiert – Höchste Zeit für mehr personelle Konstanz beim BVB!

Andre Schürrle im BVB-Trikot. Foto: Robin Patzwaldt

Der BVB zahlt in diesen Tagen offensichtlich die Zeche für seine reichlich verworrene Personalpolitik der letzten Jahre. Vier Trainer in gut einem Jahr, das geht im Regelfall halt nicht ohne personelle Wirrungen in Team-Kader einher. Da machen auch die Dortmunder keine Ausnahme.

Das neueste Opfer dieser Inkonstanz scheint Andre Schürrle zu werden, der vom BVB gestern freigestellt wurde, um sich einen neuen Verein zu suchen. Der 27-Jährige steht also offenkundig kurz vor einem Abschied aus Dortmund, was viele Fans wahrscheinlich sogar recht gerne sehen werden, da Schürrle bei vielen von ihnen von Anfang an einen mehr als schweren Stand hatte.

„Wir haben mit ihm offen die Situation besprochen, dass wir auf den Positionen sehr viele Optionen haben, dass die Planungen auch in eine andere Richtung gehen“, wird Michael Zorc in diesem Zusammenhang zitiert.

Welcher Klub den Ex-Nationalspieler, der vor zwei Jahren für rund 30 Mio. Euro vom VfL Wolfsburg verpflichtet wurde, in seine Reihen aufnehmen könnte/möchte ist derzeit hingegen noch unklar.

Fest steht jedoch wohl bereits, der ehemalige Rekordtransfer des Revierklubs wird für den BVB mit seinem forcierten vorzeitigen Abgang einen nennenswerten finanziellen Verlust im Millionenbereich bedeuten.

Ein weiterer Fall von Pleiten, Pech und teuren Missverständnissen in der jüngsten Ära von Manager Michael Zorc in Dortmund also, der sein ‚goldenes Händchen‘ in Sachen Transfers schon länger eingebüßt zu haben scheint.

Klar, die Abgänge von Dembele und Aubameyang im Vorjahr waren finanziell gesehen jeweils noch ein großer Gewinn, doch haben sie eben auch die Mannschaft sportlich eklatant und dauerhaft geschwächt. Auf der anderen Seite sind teure Neuzugänge wie Mario Götze, der nun scheidende Schürrle oder auch ein Sebastian Rohde zuletzt viel zu häufig sehr deutlich hinter den sportlichen Erwartungen geblieben.

Die Transferbilanz des achtfachen Deutschen Meisters ist spätestens seit dem Jahr 2015 zumindest arg diskutabel. Das liegt einerseits an den vielen unglücklichen Entscheidungen von Zorc & Co., andererseits aber eben auch an der für BVB-Verhältnisse zuletzt ungewohnt großen Inkonstanz auf der Trainerbank.

Götze kam, wie man hört, auf Wunsch der Vereinsführung, Ex-Coach Tuchel wünschte sich hingegen zum ‚Ausgleich‘ Schürrle. Keine gute Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Am Ende haben Tuchel, Götze und Schürrle alle darunter gelitten. Götze erhält unter Neu-Coach Lucien Favre offensichtlich gerade noch eine neue Chance. Schürrle halt nicht. An Zorc und Klub-Boss Aki Watzke selber sind die personellen Umwälzungen der letzten Jahre bisher noch vollständig vorbei gegangen. Noch!

Kein Wunder, dass die traditionell große Bindung der Fans zur Mannschaft bei diesen dramatischen Umwälzungen innerhalb weniger Monate ebenso leidet. Das Beispiel Schürrle ist da nur ein weiteres in einer inzwischen bedrohlich langen Reihe von Fehleinschätzungen. Jedoch ein sehr krasses. Es wird zweifelsohne dringend wieder Zeit für mehr personelle Konstanz im Teamkader und auf der Trainerbank bei den Schwarzgelben!

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4 Kommentare

  1. #1 | Schalke: Wo bleibt eigentlich der Fan-Aufstand gegen die 'Ausbootung' von Höwedes und Geis? | Ruhrbarone sagt am 22. Juli 2018 um 11:54 Uhr

    […] Borussia Dortmund in diesen Tagen mit seiner Personalpolitik groß in der Öffentlichkeit steht, kaum ein Tag vergeht an dem nicht über mögliche Zu- und Abgänge diskutiert wird, geht es […]

  2. #2 | ke sagt am 25. Juli 2018 um 22:38 Uhr

    Wenn ich mir die Kommentare zur Schürrle Ausleihe durchlese, ist das in vielen Fällen äußerst unterirdisch.
    Ich kenne keine negativen Aussagen von ihm, ich habe ihn immer als Kämpfer erlebt.
    Dass ein Verein ihm viel Geld zahlt für eine Leistung, die er auch schon in anderen Vereinen gezeigt hatte, kann man ihm aus meiner Sicht nicht negativ zuschreiben.
    Das ist Angebot und Nachfrage sowie ein Pokerspiel, bei dem auf steigende Leistungen gesetzt wird. Hier gab es eine Fehleinschätzung. Aber viele Menschen in der Wirtschaft verdienen auch deutlich zu viel, im Vergleich zu Leistung von anderen Kollegen. Bei Leiharbeitern in der Industrie wird dies besonders deutlich.

    Schade, ich hatte ihn immer gerne gesehen.

  3. #3 | Der Abstieg des Andre Schürrle – BVB macht das Desaster offiziell | Ruhrbarone sagt am 26. Juli 2018 um 09:55 Uhr

    […] sagte am 25. Juli 2018 zu ‚Fehlgriff‘ Andre Schürrle aussortiert – Höchste Zeit für mehr personelle Konstanz … → Wenn ich mir die Kommentare zur Schürrle Ausleihe durchlese, ist das in vielen Fällen […]

  4. #4 | Der Manager Michael Zorc hat den BVB zu einem Durchlauferhitzer gemacht! | Ruhrbarone sagt am 16. Februar 2022 um 09:14 Uhr

    […] Hält man es als Fußballfreund mit dem Verein und nicht mit einem einzelnen Spieler, ist das traurig mit anzusehen und macht es schwerer sich mit dem Team zu identifizieren. Und auch das fällt eben mit in den […]

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