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Flüchtlinge: Dortmund kann auch anders

Hunderte Dortmunder kamen zum Bahnhof um den Flüchtlingen zu helfen.

Hunderte Dortmunder kamen zum Bahnhof um den Flüchtlingen zu helfen.

Mit großem Engagement haben hunderte Dortmunder die Flüchtlinge empfangen. Die ganze Nacht über wurden Sachspenden am Bahnhof abgegeben und zusammen gestellt. Der Strom der Menschen die helfen wollten riss die ganze Nacht nicht ab und selbst die 26 Neonazis die gegen die Flüchtlinge pöbelten und hetzten konnten an dem großartigen Eindruck den die Menschen dieser Stadt in den vergangenen Nacht hinterlassen haben nichts ändern. Den zwei Hand voll Neonazis, angeführt vom Die Rechte Ratsmitglied Michael Brück, war klar gemacht worden, dass sie nicht mehr als eine verachtete Minderheit sind.

Die Rechte Ratsmitglied Michael Brück machte am Hauptbahnhof einen bedrängten Eindruck.

Die Rechte Ratsmitglied Michael Brück machte am Hauptbahnhof einen bedrängten Eindruck.

Wieder einmal war es die Polizei die versagte. Anstatt die Rechtsradikalen über leere Straßen zur nahegelegenen Stadtbahnhaltestelle Richtung Dorstfeld zu geleiten, setzte die sich über die Empfehlungen der Bundespolizei hinweg und versuchte die Abreise der Neonazis über den Hauptbahnhof zu erzwingen. Dort wurden die Nazis mit Flaschen und Kaffeetassen beworfen, setzte die Polizei Pfefferspray und Hunde ein. Anstatt erfahrenen Bereitschaftseinheiten war im Bahnhof eine zusammengewürfelte Truppe im Einsatz.  Die Dortmunder Polizei hatte es versäumt, entsprechende Kräfte zusammen zu ziehen.

Es ist nicht nachvollziehbar, wie diese Entscheidung der Polizei zustande kam, die Nazis in den Bahnhof hinein zu lassen  und sie ist auch angesichts des polizeilichen Ziels, Eskalationen zu verhindern, nicht zu rechtfertigen. Die großartigen Dortmunderinnen und Dortmunder haben einen besseren Polizeipräsidenten als Gregor Lange (SPD) verdient, der die Verantwortung für das Versagen seiner Beamten zu tragen hat.

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5 Kommentare zu “Flüchtlinge: Dortmund kann auch anders

  • #1
    Hans Lutz Oppermann

    Versteh ich nicht – ich dachte die Nazis werfen mit Flaschen und Kaffeetassen – Wer bewirft die mit Flaschen und Kaffeetassen ? Wer mit Flaschen wirft hat die Absicht jemanden zu verletzen, nimmt in Kauf, dass auch jemand dabei zu Tode kommt, siehe Offenbach! Bin ja mal auf den Bericht der Polizei gespannt – Hab mir von dem Artikel der Barone mehr versprochen, mehr von der Hilfsbereitschaft der Dortmunder zu erzählen – mehr Aufmerksamkeit bitte denen die konstruktiv unterwegs sind und Menschen unterstützen und helfen –

  • #2
    Michael Siebert

    Ich bin stolz auf die vielen, guten Dortmunder!!!
    Grenzen öffnen – die Zuwanderung nutzt – die Abschottung schadet, 03.09.15
    Der Fremdenhass und die Angst vor Überfremdung sind offenbar größtenteils unbegründet. Öffnet die Grenzen!! – Auch zur Vermeidung weiterer Katasptrophen und Tragödien. Wissenschaftliche Studien der Migrationsforschung belegen, dass die Zuwanderung mehr nutzt, als sie schadet. Die Abschottungspolitik ist ineffizient und kostet auf Dauer mehr als sie nutzt. Es wird Zeit für einen Bewußtseinswandel!
    Man ist immer TERRORIST derer, die man terrorisiert! Für mich sind das z. B. rechte Medien, oder auch reaktionäre REGIERUNGEN; es sind nicht nur die klassischen Bombenleger, sondern auch und insbesondere die
    GEISTIGEN BRANDSTIFTER und andere geistige Tiefflieger,
    die dann den MOB weiter aufhetzen………. dagegen helfen nur
    MIND BOMBS – BEWUSSTSEINS-BOMBEN – bei dem Einen zünden sie evtl, bei dem anderen später und wieder bei anderen leider NIE!!
    siehe u. a. auch
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fluechtlinge-migration-lohnt-sich-1.2632986?reduced=true

  • #3
    Lutze

    für die hilfsbereitschaft etc. gibt es doch extra den live-Ticker oder du guckst auf das #trainofhope_do
    da bekommste alles rund um das thema mit. dieser artikel hat doch offensichtlich einen anderen, auch wichtigen hintergrund, nähmlich das erneute nicht zu verstehende handeln der dortmunder polizei im umgang mit neonazis aufzuzeigen.

  • #4
  • #5
    Klaus Lohmann

    @Hans Lutz Oppermann: Ja, ist schon tragisch, dass Nazis in Dortmund immer häufiger einen Bumerang ihrer eigenen Taten zurückbekommen. Und dass diesmal ausgerechnet der "Freund und Helfer", die Dortmunder Polizei selbst die Doofen waren, die ihre "Schutzbefohlenen" ohne Anlass und gegen den Rat von Experten der Bundespolizei in die Bredouille schickten, macht mich so richtig fassungslos…

    …oder meinten Sie Ihren Kommentar wirklich ernst?? Dann würde ich Ihnen *diesen* Link empfehlen: http://www.ruhrbarone.de/train-of-hope-nrw-innenminister-jaeger-und-dortmunds-ob-begruessen-fluechtlinge/113283

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