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Führender Kopf der Dortmunder rechtsextremen Szene in Haft

Christoph Drewer Foto: Screenshot

Am Montag hat ein weiterer führender Kopf der Dortmunder Neonazis und Vorstandsmitglied der Partei „Die Rechte“ eine Haftstrafe angetreten. Christoph Drewer ist mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und einem Monat belegt worden. Der Rechtsextremist hatte im Juli 2015 bei einer Versammlung in der Kampstraße volksverhetzende Aussagen getätigt.

Dieser Erfolg geht nach Ansicht der Polizei auf die Arbeit der Soko Rechts des Polizeipräsidiums Dortmund zurück. Seit ihrer Einrichtung im Jahr 2015 sei sie ein zentraler Baustein im Kampf gegen rechtsextremistische Verfassungsfeinde. Der Erfolg dieser Arbeit zeigt sich vor allem im Rückgang der rechtsextremistischen Straftaten seit 2015 um circa 40 Prozent.

Im Gegenzug hätten die intensiven Ermittlungen der Soko Rechts in Verbindung mit einem Intensivtäterkonzept mit aktuell 23 Rechtsextremisten (zwei aus Hamm) zu zahlreichen Ermittlungserfolgen und auch Verurteilungen bei den führenden Köpfen der Partei Die Rechte und der rechtsextremen Szene geführt:

Siegfried Borchert bekam eine Haftstrafe von vier  Monaten, nachdem er Polizeibeamte im Rahmen eines Einsatzes im Jahr 2018 beleidigte. Aktuell laufen gegen ihn weitere Ermittlungen nach einer gefährlichen Körperverletzung an einer S-Bahn Haltestelle im September dieses Jahres.

Der Rechtsextremist Steven Feldmann befindet sich seit September 2018 in Haft. Insgesamt lautete das Urteil auf zwei Jahre und drei Monate. Feldmann hatte zuvor mehrere Gewalttaten und weitere Straftaten gegenüber einem jüdischen Mitbürger begangen.

Eine weitere Führungsfigur, Matthias Drewer, befindet sich aktuell unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung in Untersuchungshaft.

Der Vorsitzende der Partei Die Rechte, Sascha Krolzig, wurde zu 12 Monaten Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt. Er hatte versucht, in einer Gaststätte eine Person mit einem Bierglas zu verletzen, und sie danach fremdenfeindlich beschimpft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Zurzeit laufen strafrechtliche Ermittlungen u. a. wegen des Verdachts volksverhetzender Äußerungen in einem von Sascha Krolzig herausgegebenen Publikationsorgan.

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