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Gelsenkirchen: „Im Schatten der Fußball-Glamourwelt“

Foto: Michael Kamps

Foto: Michael Kamps

In Gelsenkirchen gibt es in Kürze mal wieder eine recht spannend klingende Veranstaltung im direkten Umfeld des Fußballs.

Das Schalker Fanprojekt macht diesbezüglich ganz aktuell auf eine Diskussion in der kommenden Woche aufmerksam, welche durchaus einen Besuch wert sein dürfte, und auf die wir unsere sportinteressierten Leser daher heute gerne ebenfalls hinweisen möchten:

„Keine Sportart fasziniert die Deutschen so wie der Fußball. Kein Wunder also, dass aus dem einstigen Volkssport Nummer eins längst ein Milliardengeschäft geworden ist, in dem sich dubiose Gestalten tummeln. Die Geschäftspraktiken der Fifa und ihres Bosses Joseph Blatter sind in der Kritik, die WM-Vergabe 2006 soll mit Hilfe einer schwarzen Kasse zum „Sommermärchen“ geworden sein.

Doch auch in der Bundesliga läuft einiges schief: Vielerorts sind Spielervermittler und Sponsoren einflussreicher als die Mitglieder der Vereine, kritische Fragen sind unerwünscht. Der Journalist und Buchautor Christoph Ruf wirft einen Blick in die Abgründe der Glitzerwelt und diskutiert mit dem Vertreter von ‚Supporters Direct‘, Stuart Dykes, sowie Peter Peters, dem Vizepräsidenten der DFL und Schalker Finanzvorstand.“, heißt es in der Vorankündigung.

Klingt recht spannend. Und die Teilnahme daran ist sogar kostenlos möglich.

Da die Plätze an diesem Abend jedoch begrenzt sind, ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich.

Wann und Wo?
Termin: Montag 23.11.2015, 19.00 – 21.00 Uhr
Treffpunkt: Bildungszentrum, Ebertstr. 19, Raum 207 in Gelsenkirchen
Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung:
Telefonisch: 0209 169-2508, 0209 169-2407
E-Mail: vhs@gelsenkirchen.de

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3 Kommentare zu “Gelsenkirchen: „Im Schatten der Fußball-Glamourwelt“

  • #1
    keineEigenverantwortung

    Jedes Wirtschaftsunternehmen, jede gesellschaftliche Gruppe agiert nicht im luftleeren Raum.

    Bei den Fußballvereinen gibt es dann noch die Gruppen von lautstarken "Anhängern", die auch ihre Interessen haben und durchaus auch wirtschaftliche Macht (Privilegien bei Karten, …) haben. Wenn die Tribüne Aktionen fordert, haben die Verantwortlichen wenige Möglichkeiten, dies zu verhindern. Hier fand ich den Film "Hooligans Around the World" interessant, der das Phänomen im internationalen Fußball vorgestellt hat.

    BTW: Es ist auch zu beobachten, dass viele Hauptsponsoren aus Ländern kommen, die wenig mit der offenen, fairen Gesellschaft mit Integration etc. zu tun haben. Auch hier muss die UEFA handeln. Damit ist aber wohl nicht zu rechnen.
    Mit den großen Summen werden auch andere Vereine unter Druck gesetzt, da die lokale Wirtschaft diese Beträge nicht oder nur teilweise aufbringen kann/will.

  • #2
    Thomas Weigle

    Für mich wird das aktuelle Fußballgeschäft immer undurchsichtiger, mein Interesse vor allem an der Nati ist kaum mehr vorhanden. Keine Deckenleuchte bei mir zu Hause oder in einem befreundeten Wohnzimmer läuft Gefahr im Falle eines DFB-Tores mit dem Wohnzimmerteppich Bekanntschaft zu schließen, wie es 1969 der Fall war, als Müllers Gerd in letzter Minute der Ostmark in der WM-Quali einen einschenkte.

  • #3
    Klaus Lohmann

    Bei diesem Thema bin ich immer wieder überrascht, wie sehr ein großer Teil der Profivereine immer noch im Vereinsmeier-Modus rumdümpelt und sich – wie z.B. bei S04 oder auch selbst bei "Frischlingen" wie Hoffenheim – weiter echte "Zaren" an der Spitze leisten, die in ihrem Machtwahn und in ihrer Eitelkeit immer noch machen können, was sie wollen.

    Die altbackene Vision der Hardcore-Fans, mit einem "Immer weiter so!" für solche verkrusteten Strukturen würde ihnen ein Gefallen getan, während im Hintergrund schon lange Kapitalinteressen die Macht übernommen haben, ist schon bedenklich naiv.

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