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Honigmann geht wohl in den Knast

Varel/ Oldenburg – Ein 70jähriger muss u.a. wegen Holocaustleugnung in den Knast, für 8 Monate. Alles spricht dafür, dass es sich dabei um den „Honigmann“ handelt.

Die NWZ berichtete gestern darüber, dass ein 70jähriger deutscher Mann aus Varel u.a. wegen Holocaustleugnung in Oldenburg vor Gericht stand.

Aus dem Bericht der NWZ:

Auf seiner Internet-Seite, auf der sich mehr als 10.000 Beiträge befinden sollen, sollen auch hakenkreuzähnliche Symbole und Zeichen zu finden sein. Die Verteidigung hatte auf eine Bewährungsstrafe plädiert. Doch das kam für die Oldenburger Berufungskammer nicht infrage.

Im Netz wurde darauf hin davon ausgegangen, dass es sich dabei um den Schmutzblogger „Der Honigmann“ handelte, dessen Blog „der Honigmann sagt“ unter den deutschsprachigen Aluhut- und Schwurblerseiten ganz vorne dabei war. Der Wohnort des „Hongimanns“ und sein Alter waren bekannt, und die Anzahl anderer Blogger, die aus Varels kommend über 10.000 Schwurbelartikel verbreiteten dürfte wohl auch eher gering sein.

Nun berichtete eine beim Prozess anwesende Person den Ruhrbaronen, dass es sich bei dem Verurteilen mit „mindestens 95%iger“ Sicherheit um den besagten „Honigmann“ handeln dürfte. Zwar sei die URL bei Gericht nicht klar benannt worden, mehfach sei aber Thema gewesen, dass der nun Verurteilte selbst als Imker tätig sei. Dies passt zu dem bisher skurril anmutenden Details, dass der Hassblogger in seinem Blog neben Honig fürs Hirn eben auch Honig für den Magen zum Kauf anbot.

RuhrBarone-Logo

14 Kommentare zu “Honigmann geht wohl in den Knast

  • #1
    Klaus Lohmann

    Hoffentlich fühlt sich jetzt nicht die ganze "Urban Beekeeping"-Szene als braune AluSchwurbler denunziert. Obwohl, ich kenn da so ein, zwei hier in der Nähe…;-)

  • #2
    Robert Dupuis

    Der Name des Blogbetreibers ist doch bereits seit einiger Zeit auch bekannt. Auf Psiram findet sichcfolgendes: "Ernst Köwing ist Betreiber des Blogs "Der Honigmann sagt", über das rechtsgerichtete und antisemitische Artikel verbreitet und entsprechende Kommentare geduldet werden. Laut eigenen Aussagen auf seiner Facebookseite lief gegen Köwing ein Strafverfahren wegen "Verfassungsfeindlicher Verunglimpfung von Verfassungsorganen", eine Straftat nach Paragraph 90b des Strafgesetzbuches, die mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren geahndet werden kann.[7] Die Verhandlung sollte am 3. Juni 2013 beim Amtsgericht Varel stattfinden. Anlass für das Verfahren war Köwing zufolge unter anderem eine Hausdurchsuchung am 31. Mai 2012.

    Ende 2013 wurde Ernst Köwing vom Amtsgericht Varel wegen Volksverhetzung zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das Urteil wurde vor dem Landgericht Oldenburg rechtskräftig. Anlass waren Texte auf seinen Webseiten, die den Holocaust in Abrede stellten (Holocaustleugnung).[8] Zuvor kam es am 31. Mai 2012 zu einer richterlich angeordneten Durchsuchung und Beschlagnahme von Computern bei Ernst Köwing.[9]

    Im Februar 2017 wurde Köwing vom Landgericht Oldenburg wegen Volksverhetzung zu 8 Monaten Haft verurteilt. Köwing hatte seiner Internetseite einen Text veröffentlicht hat, in dem der Holocaust geleugnet wird. Zwar soll der Holocaust nicht konkret in Frage gestellt werden, der Text als Ganzes soll das aber nahelegen. Da Köwing sich sich von dem Inhalt nicht distanzierte, habe er sich den Inhalt zu eigen gemacht, urteilte das Gericht. Ein weiterer Vorwurf war das das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Da Köwing einschlägig vorbestraft ist, konnte das Gericht keine günstige Sozialprognose als Vorbedingung für eine Bewährungsstrafe mehr stellen.[10] https://www.psiram.com/ge/index.php/Ernst_K%C3%B6wing

  • #3
    Davbub

    Darf der im Gefängnis weiter bloggen? Ich fand die Seite immer sehr erheiternd und aufschlußreich. Ganz unversehens ist man in einer völlig anderen Welt und neue Horizonte tuen sich auf.

  • #4
  • #5
    Stefan Laurin

    @Kater Karlo: Hat da einer wieder vergessen, seine Tabletten zu nehmen? 😉

  • #6
    Alu Hut

    "Schmutzblogger, Aluhut- und Schwurblerseiten, Hassblogger" – ein echt "baronöse" Ausdrucksweise, die auch im Ruhrgebiet schmutzig sein dürfte. Schon mal was von freier Meinungsäußerung gehört, du Hass-Schreiber?

  • #7
    Sebastian Bartoschek Beitragsautor

    @ #6: Ja, und
    a) habe ich die Meinungsfreiheit genutzt.
    b) der Honigmann falsche Tatsachenbehauptungen begangen und Straftaten begangen, die eben nicht Ausdruck der Meinungsfreiheit sondern von Kriminalität sind – und
    c) habe ich sogar deinen Kommentar frei geschaltet, obwohl ich hier die Möglichkeit gehabt hätte, deinen Erguss nicht zu veröffentlichen.
    Nein, du brauchst mir nicht danken. So bin ich eben.

  • #8
    der jute hut

    der punkt c gilt in einer demokratie als selbstverständlich. also mal bitte nicht als beachtlich hervorheben.

  • #9
    Sebastian Bartoschek Beitragsautor

    @ #8: Das ist Unsinn. Ich kann hier freischalten, oder eben auch nicht. Ganz nach Lust und Laune. Weil ich hier Hausrecht habe. Am Wesen der Demokratie der Bundesrepublik Deutschland ändert dies nichts.

  • #10
    der jute hut

    na eben. unter dem gesichtspunkt hausrecht steht dir das zu. leben wir deshalb in einem hausrechtsstaat ? soviel ich weiß, ist diese seite als presse gedacht. und die verweist ja bekanntlich auf meinungsfreiheit und meinungsbildung.
    wenn also nach lust und laune gehandhabt wird, ist da nicht viel mit meinungsäußerung.
    da hilft es dann auch nicht, sich hinter dem hausrecht zu stellen.

  • #11
    Stefan Laurin

    @der jute hut: Privatbesitz. Uns gehört es und was Du denkst, ist mir vollkommen egal 🙂

  • #12
    der jute hut

    aha !
    egal. soso.
    nö, glaub ich dir nicht.

    warum gibt es dann die kommentarfunktion ?
    wollt ihr nicht wissen was die leser denken ?

  • #13
    Stefan Laurin

    @der jute hut: Klar, wir diskutieren auch gerne mit unseren Lesern. Aber nicht mit Ihnen. Huschhuschhusch rüber zu den Freakshows 🙂 Mach der Lobotomie schauen wir weiter.

  • #14
    knuddel

    Viele Leute verstehen echt nicht, dass die Meinungsfreiheit beinhaltet, dass sie ihre Meinung freu äussern können, ohne mit Verfolgung oder Gewalt dafür zu rechnen.

    Es gehört sicher nicht dazu, dass man sich diesen Nonsense anhören muss, ihm eine verbale Plattform geben muss, oder es womöglich auf der eigenen Seite veröffentlichen muss!!! Wtf! Hahaha!

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