Klartext-Verlag und Ruhrbarone suchen Bilder und Texte zu Ruhr2010

Das Jahr der Kulturhauptstadt ist vorbei. Viel gab es zu erleben, zu entdecken und zu erfahren.

Und nun wollen wir wissen: Wie waren Eure Erfahrungen? Was war Euer schönstes Erlebnis im Zusammenhang mit der Kulturhauptstadt? Was bleibt in Erinnerung?  Der Klartext Verlag und die Ruhrbarone suchen Texte und Bilder zur Kulturhaupstadt, pro Teilnehmer maximal ein Bild und/oder ein Kurztext. Unter allen Teilnehmern werden Buchpakete zur Kulturhauptstadt und Buchgutscheine des Verlages verlost.

Einsendeschluss ist der 31. März 2011. Texte und Bilder bitte per Email an butt@klartext-verlag.de oder per Post an Klartext Verlag, Kathrin Butt, Heßlerstr. 37, 45329 Essen.
Die besten Einsendungen werden zusammengestellt und als kostenloser Download veröffentlicht! Die besten drei Texte und drei Bilder werden zudem auf den Ruhrbaronen veröffentlicht.

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10 Kommentare

  1. #1 | Wolfgang sagt am 21. März 2011 um 12:35 Uhr

    Tach,

    An Mangel an Nullen im Ruhrgebiet kann ich mich nicht erinnern, greifen Sie zu, Herrr Laurin, und richten Sie die Überschrift.

    mfg

  2. #2 | Martin Böttger sagt am 21. März 2011 um 12:39 Uhr

    In der WAZ war kürzlich eine Werbeblatt von Klartext. Nach dem Durchblättern kam in mir die Frage auf: haben die nicht früher Bücher gemacht? Hier lese ich jetzt, dass welche verlost werden. Sind das die Reste? 😉

  3. #3 | Arnold Voss sagt am 21. März 2011 um 16:29 Uhr

    @ Wolfgang

    Danke für den Tip. Stefan ist unterwegs. Ich habs korrigiert.

  4. #4 | dman sagt am 21. März 2011 um 17:20 Uhr

    Ich habe als Autor meine 2010-Sammlung dem Klartext-Veralg angeboten. Nicht mal eine Antwort. jetzt will man also per Wettbewerb saugen…..

  5. #5 | der, der auszog sagt am 21. März 2011 um 18:19 Uhr

    Es kann einem kalt den Rücken runter laufen, wenn in anbetracht der Tragödie von Duisburg nach dem schönsten Erlebniss von Ruhr 2010 gefragt wird. Die Loveparade galt als eines der Highlights im Kulturhauptstadtjahr und überschattet einfach alles. Was soll man also auf einen solchen Aufruf antworten? Etwa: „Mal von den 21 Toten in Duisburg abgesehen hat mir die autofreie A40 am besten gefallen?“ … das kanns doch wohl nicht sein.

  6. #6 | Stefan Laurin sagt am 21. März 2011 um 18:23 Uhr

    @Der Der Auszog: Es wird nicht nur nach dem schönsten Erlebnis gefragt – man kann auch Texte zur Loveparade einreichen. Und es gilt für mich: Man kann nicht über Ruhr2010 reden, ohne die Loveparade nicht zu berücksichtigen. Aber man kann Ruhr2010 auch nicht auf die Loveparade reduzieren. Viele Menschen haben auch sehr schöne Erinnerungen. Ich fand zum Beispiel die Eröffnung auf Zollverein faszinierend.

  7. #7 | der, der auszog sagt am 21. März 2011 um 22:11 Uhr

    @Stefan
    Wahrscheinlich gehöre ich zu der kleinen Gemeinde, für die eine Feier beendet gehört, wenn es zur Tragödie kommt, auch wenn es hinterher vielleicht doch noch schön werden könnte. Damit meine ich jetzt weniger den makabren Totentanz durch die Nacht des 24. Juli, der angeblich sicherheitsstrategische Hintergründe hatte, sondern den Kulturhauptstadtklimbim, in den der Rave als einer der Mainacts eingebunden war.

    Natürlich hast Du Recht, dass man Ruhr 2010 nicht nur auf die Parade reduzieren darf, weil es auch noch viele andere Acts gab. Aber vielleicht habe ich ja auch ein bisschen Recht, wenn ich bezweifele, dass es aus Respekt vor den Opfern nicht unbedingt angebracht war, Ruhr 2010 weiterlaufen zu lassen, gerade weil es mit dem 24. Juli eine Zaesur gab, an deren Ausmass und Tragik in meinen Augen nichts relativiert werden sollte. Meine Kritik richtet sich erst in zweiter Linie gegen Journalisten und Verlage, die jetzt (schöne) Bilder und Berichte suchen, hauptsächlich aber gegen diejenigen, die es zu verantworten haben, dass nach Duisburg überhaupt noch schöne Bilder und Berichte produziert werden konnten.

    Irgendwie hat man es im Ruhrgebiet bei der Bewältigung der Loveparadetragödie geschafft, den Metropolengedanken kurzfristig wegzuwischen und auf einen einzigen Kirch- (bzw. Rathausturm) runterzuprojezieren, und der heißt Duisburg. Und selbst in Duisburg schafft man es, das Versagen auf mehr oder weniger eine Person zu reduzieren, nämlich OB Adolf Sauerland, der ohne Zweifel eine der armseeligsten Figuren in diesem Drama abgegeben hat. Aber steckt nicht in jedem ein kleiner Adolf Sauerland, der nach dem 24. Juli auf Biegen und Brechen dafür gesorgt hat, dass die Show weiter geht? Seit 25 Jahren gibt es den Titel Kultur(hauptstadt) Europas und in keiner der Städte kamen während der begleitenden Feierlichkeiten soviele Menschen ums Leben wie in der Metropole Ruhr. In Büchern und Bildbänden wird man diesen traurigen Rekord nicht weiter herausarbeiten, die rekordverdächtige lange Tafel beim Stilleben schon.

    Die Eröffnungsveranstaltung in Essen fand ich übrigens auch gelungen. Sah ich damals über Schüssel vom Elsass aus. Ich fragte mich allerdings, wieso man in einer Hauptstadt zwei offizielle Eröffnungsveranstaltungen brauchte. Denn offiziell eröffnet wurde das Kulturhauptstadtjahr bereits einen Tag vorher in Gelsenkirchen. Das hat schon was schizophrenes und der Welt gleich zu Beginn gezeigt, dass es sich eben nicht um eine Metropole handelte, sondern um 53 Metropölchen, die alle was eigenes haben wollen. Gelsenkirchen brauchte seine stadteigene Metropoleröffnungsveranstaltung und sowohl Bürger, als auch interessierte Fernsehzuschauer bekamen einen misslungener Abend mit Markus Lanz und dem ZDF aus dem MIR live serviert. Misslungen deshalb, weil dort fast ausschliesslich die üblichen Ruhrgebietsgrößen zu Wort kamen (Grönemeyer, Nena und Co.), die von einer Metropole schwärmten, der sie alle bereits vor Jahren den Rücken kehrten und eigentlich nur noch zum Geldverdienen besuchen.

    Gelsenkirchen hat übrigens vor wenigen Tagen auch eine stadteigene Hauptstadt-CD herausgebracht. Titel: „Gelsenkirchen.2010 – Ein Jahr Kulturhauptstadt“ Den Silberling gibts für 5 Euro beim Bürgercenter GE, finanziert von Doc Bandelow, Referatsleiter Kultur und im Film als Erfinder der Schachtzeichen gepriesen. Wer den Film gesehen hat, der merkt schnell, dass die Schachtzeichen genauso wie das Stilleben und der Day of Song immer wieder in den Focus gerückt wurden, die Loveparadetragödie für die Gelsenkirchener Filmemacher Frank Bürgin und Doro Rudde allerdings nichts mit der Kulturhauptstadt zu tun zu haben scheinen, zumindest nicht mit dem Kulturhauptstadtbegriff in Gelsenkirchen, weil für Gelsenkirchener dieses metropolgebilde exakt an der Stadtgrenze endet. Traurig, nicht nur weil in dieser Form der Betrachtung und Verarbeitung das Kirchturmdenken wieder Einzug gehalten hat, sondern auch weil es in Duisburg Opfer aus Gelsenkirchen zu beklagen gab. Bleibt zu hoffen, dass man bei Klartext die Augen weiter öffnet, als es beim Kulturamt der Hauptstadt Gelsenkirchen der Fall ist.

  8. #8 | Erika sagt am 23. März 2011 um 03:24 Uhr

    Also ich freue mich auf die Veröffentlichung.
    Die miesmacherei von „der, der auszog“ ist mir zu oberflächlich.
    🙂

  9. #9 | Arnold Voß sagt am 23. März 2011 um 08:34 Uhr

    Was ist daran Miesmacherei, wenn jemand eine andere Position als die offizielle hat. Und oberflächlich ist die Stellungsnahme von „der, der auszog“ schon garnicht. Oberflächlich ist vielmehr das meiste, was ich bislang von den Verantwortlichen über die Kulturhauptstadt gelesen habe.

    Erfolg und Misserfolg lag da nämlich oft sehr nahe beieinander. Ebenso Spaß und Tragödie, gradlinige Offenheit und Selbstbetrug. Warum sollte diese Wirklichkeit nicht auch abgebildet werden. Schönschreiberei gibts über Ruhr2010 schon genug. Spannender dagegen wäre die Wahrheit.

  10. #10 | Last call… Ruhr.2010 | Ruhrbarone sagt am 30. März 2011 um 23:16 Uhr

    […] ein paar Tagen wurde hier dazu aufgerufen, eigene Bilder und Texte zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010 einzusenden. Angesichts der […]

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