Klopp-Nachfolge: Thomas Tuchel? Wer sonst?

Thomas Tuchel. Quelle: Wikipedia, Foto: Schnederpelz, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Thomas Tuchel. Quelle: Wikipedia, Foto: Schnederpelz, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Auch wenn die Konzentration beim BVB natürlich zunächst einmal sportlich auf das nächste Spiel gegen den SC Paderborn gerichtet werden muss, wird zumindest im Umfeld des Clubs bereits intensiv über den Nachfolger von Coach Jürgen Klopp spekuliert, welcher am Mittwoch bekanntlich seinen vorzeitigen Abschied aus Dortmund für Ende Juni angekündigt hatte.
Und auch wenn das Kandidatenfeld auf seine Nachfolge recht überschaubar zu sein scheint, zumindest wenn man den bisherigen Spekulationen Glauben schenkt, kann und darf man die unterschiedlichen Kandidaten durchaus leidenschaftlich diskutieren.
Die Bild-Zeitung scheint sich schon relativ sicher zu sein, dass es auf Thomas Tuchel hinauslaufen wird, den auch wir hier bei den Ruhrbaronen schon Anfang Februar als einen möglichen Top-Nachfolgekandidaten andiskutiert hatten.
Bild will angeblich wissen, dass der aktuell noch beim FSV Mainz 05 unter Vertrag stehende 41-jährige sich grundsätzlich auf einen 4-Jahresvertrag mit dem BVB einig sei.
‚Spekuliert‘ wird dort auch bereits, dass der BVB in diesem Zusammenhang auch schon bei Sami Khedira angefragt habe, ob er sich vorstellen könne ab Sommer zusammen mit Thomas Tuchel in Dortmund zu trainieren. Was davon wirklich stimmt, dass wird man natürlich abwarten müssen.
Sehr viele Alternativkandidaten werden in der Öffentlichkeit aktuell auch noch nicht ernsthaft diskutiert. Ex-Borusse Paolo Sousa, der aktuell mit Erfolg den FC Basel trainiert, dürfte vermutlich der vielleicht aussichtsreichste Alternativkandidat zu Thomas Tuchel sein. Der 45-Jährige kennt die Borussia noch aus seiner Zeit als Aktiver in den 1990er-Jahren.

 
Ebenfalls genannte Trainer wie Augsburgs Markus Weinzierl und Gladbachs Lucien Favre dürften aufgrund ihrer aktuellen Situation in der Bundesliga nicht wirklich leicht verfügbar sein für den BVB. Wenn denn überhaupt.
Die ebenfalls genannten Lothar Matthäus, Peter Neururer oder auch Felix Magath dürften wohl eher der Kategorie ‚Scherz‘ zuzuordnen sein.
Dass der BVB den Klopp-Nachfolger nicht vor Anfang der nächsten Woche bekannt geben dürfte, das liegt schon alleine an der zuvor noch zu spielenden Bundesligapartie am morgigen Samstag. Die Ernennung des neuen Trainers würde bei Mannschaft und Verein die Konzentration auf das durchaus wichtige Heimspiel gegen Paderborn zerstören, selbst wenn der Club sich mit dem Nachfolger vielleicht auch jetzt grundsätzlich schon einig sein sollte, so wie es die Bild vermeldet hatte.

 
Aufgrund der bereits laufenden Saisonplanung für den Herbst ist eine zeitnahe Lösung der Trainerfrage jedoch natürlich Pflicht.
Und auch wenn der vielleicht logische Kandidat Thomas Tuchel auch der Wunschkandidat der Schwarzgelben sein sollte, Alternativkandidaten zu ihm muss es natürlich aber natürlich geben, schon alleine damit der Club von Tuchel bei den Vertragsgesprächen nicht ‚erpressbar‘ ist.
Doch am Ende dürfte es vermutlich wirklich auf diesen hinauslaufen. Fast Alles spricht aktuell jedenfalls dafür: Er ist jung, erfolgreich, ehrgeizig, emotional, fachlich unumstritten, sehr akribisch, kann autoritär auftreten. Tuchel könnte beim BVB, ganz ähnlich wie Klopp damals, den nächsten Karriereschritt machen, den BVB zurück an die Spitze der Liga führen. Er ist nach seiner Auszeit ausgeruht und motiviert.

 
Dass die Klopp-Nachfolge allerdings auch für ihn ein relatives Risiko darstellen würde, das dürfte, wie bei allen anderen möglichen Kandidaten auch, klar sein.
Gesucht wird hier ein Trainer, der in wahrlich riesige Fußstapfen treten muss. Das Risiko des Scheiterns dürfte nicht gerade gering sein. Aber die Chance die darin liegt diesen ganz besonderen Club mit seinen unglaublichen Fans wieder ganz nach Oben zu führen, bietet sich eben für einen ambitionierten jungen Trainer eben so auch nicht jeden Tag.

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10 Kommentare

  1. #1 | Klaus Lohmann sagt am 17. April 2015 um 11:21 Uhr

    „Lothar Matthäus, Peter Neururer oder auch Felix Magath“ sind momentan überall der running gag, wenn irgendwo ein Trainer geht. Effenberg und Helene Fischer fehlen da noch in der Liste;-)

    Sousa ist ein Guter und hätte zumindest beim gesetzteren Teil der Fans einen Stein im Brett und seine internationale Erfahrung – auch mit fetten Sponsoren ala Ecclestone bei den Queens Park Rangers – könnte dafür gut sein, dass er mit der Medien-Borussia des 21. Jahrhunderts „deckungsgleich“ werden kann. Es geht schließlich mittel- und langfristig auch um die neuen Märkte in Asien und Amerika, da wäre gerade Tuchel nur ein komplett weißes Blatt Papier. Das Einzige, was gegen Sousa spricht, ist seine „Sprunghaftigkeit“ in seinen Jobs der letzten 7 od. 8 Jahre.

  2. #2 | Robin Patzwaldt sagt am 17. April 2015 um 11:36 Uhr

    Bei Sport 1 bringt man den Namen Sascha Lewandowski ins Spiel. Vom Typ her könnte der auch passsen, wie ich finde. Aber der dürfte deutlich zu unerfahren sein, denke ich. Ein gewisses Standing müsste der Nachfolger von Klopp schon haben. Ob man da einen Sascha Lewandowski vorstellen könnte? Eher nicht…

  3. #3 | Klaus Lohmann sagt am 17. April 2015 um 13:11 Uhr

    @Robin: Lewandowski ist zwar Dortmunder, aber hat doch während seines Interims-Trainerjobs bei Bayer verlautbart, dass ihn der ganze Medienrummel bei den Profis eher anwidert und er deswegen auch nicht den Cheftrainer bei Vizekusen macht. Der würde beim BvB jetzt medial zermalmt.

  4. #4 | Robin Patzwaldt sagt am 17. April 2015 um 13:14 Uhr

    Sehe ich auch so, Klaus. 🙂

  5. #5 | Udo Behrendt sagt am 17. April 2015 um 14:34 Uhr

    @Robin@Klaus
    Auch wenn Ihr mich jetzt für bekloppt haltet,aber es gibt laut meiner Quelle z.Zt.Tendenzen zu einem
    David Wagner.

  6. #6 | Klaus Lohmann sagt am 17. April 2015 um 14:58 Uhr

    @Udo Behrendt: Es wäre in der Tat völlig behämmert, ausgerechnet den Losertrainer der abschmierenden 2. Mannschaft auf den Chefsessel zu hieven;)

  7. #7 | Mirco Veers sagt am 17. April 2015 um 15:57 Uhr

    Seit gestern (Donnerstag) Abend scheint ja demnächst ein neuer Akteur die Bühne betreten zu haben.
    Das letzte Mal, als Dr. Müller-Wohlfahrt die Plörren hingeworfen hat war zu Zeiten von Jürgen Klinsmann. Und der war kurze Zeit später weg und der „Doc“ wieder da.
    Die Parallelen (neuer Trainer wirbelt Verein durcheinander) zur Konstellation Klinsi-FCB und Pep-FCB (oder auch van Gaal-FCB) sind ja durchaus vorhanden.
    Müller-Wohlfahrt hat schon mit der Mannschaft Titel und Pokale gewonnen, da ist Guardiola noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gerannt.
    Also je nachdem, wie der Machtkampf beim FCB ausgeht, wird sich Tuchel ärgern schon beim BVB unterschrieben zu haben.

  8. #8 | Robin Patzwaldt sagt am 17. April 2015 um 16:18 Uhr

    Udo Behrendt, nachdem Aki Watzke sich ja wohl schon dahingehend geäussert hat, dass es kein Zweitligatrainer werden würde, kann ich mir Wagner beim besten Willen nicht in dieser Rolle vorstellen. Obwohl er als ‚Drittligatrainer‘ ja tatsächlich kein Zweitligatrainer wäre 😉 😀

  9. #9 | Berry sagt am 17. April 2015 um 19:28 Uhr

    Frank de Boer möchte weg bei Ajax und etwas neues machen

    Er wäre sicherlich eine Option

  10. #10 | Das Comeback des FC Hollywood | Ruhrbarone sagt am 19. April 2015 um 08:01 Uhr

    […] scheinbar alles überstrahlenden Themas ‚Jürgen Klopp‘, dem auch wir uns hier im Blog in den letzten Tagen ja schon einige Male gewidmet haben, beschäftigt ein Ereignis aktuell […]

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