Mandelas Lehre: „The whole world’s watchin‘ „

Nelson Mandela Foto: South Africa The Good News / www.sagoodnews.co.za Lizenz: CC2.0
Nelson Mandela Foto: South Africa The Good News / www.sagoodnews.co.za Lizenz: CC2.0

Gestern habe ich hier über den speziellen deutschen Blinden Fleck in den Mandela-Nachrufen geschrieben. Etwas besser ist es um das wichtige Mandela-Konzert 1988 im heiligen Londoner Wembley-Stadion bestellt.
Hierzu ist Spiegel-online dank seines Mitarbeiters Christoph Twickel eine ausgezeichnete Würdigung gelungen, die ich erst gar nicht zu übertreffen versuchen will. Auch Joachim Deickes akustische Würdigung habe ich auf Funkhaus Europa aufgeschnappt, an der nur zu kritisieren wäre, das sie zu kurz und knapp war.
Richtig würdigen täte man dieses Ereignis nämlich, wenn es nun noch mal in voller Länge gesendet oder ins Netz gestellt würde. Aber da wachen wahrscheinlich die Urheberrechtszombies vor.
Warum war das Konzert damals so bedeutend? Es gelang wirklich die ganze Welt – außer Bayern – damit zu besenden, wie es sonst nur der FIFA-Mafia gelingt. Der ANC war eine einzigartige strategische Verbindung mit der damals aktuellen Pop-Elite eingegangen. Und beide zusammen waren voll auf intellektueller Ballhöhe, um den damaligen Stand der Medienglobalisierung zu begreifen und zu nutzen.
Als Special AKA, die auch organisatorische Strippenzieher des Ereignisses waren, nach ihrem Gig mit dem Stadion den Sprechchor „The whole world’s watchin'“ anstimmten, wussten die vielen Millionen, die dabei waren: sie, die Rassisten, werden nicht durchkommen. Es dauerte dann tatsächlich nicht mehr lange.

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3 Kommentare

  1. #1 | EXTRADIENST.NET - Bank-TV / Afghanistan-Frieden in Bonn? | Beueler Extradienst sagt am 1. März 2018 um 12:11 Uhr

    […] in Bonn. So kann unsere Stadt vom politischen Elend dieses Landes profitieren – the whole world’s watching. Ein Geschäftsmodell: die Stadt der Friedensschlüsse? Die in den 80ern schon Hauptstadt der […]

  2. #2 | Steve van Zandt / Der “Stern” / Deutsche Frage – Beueler Extradienst sagt am 29. Dezember 2020 um 18:48 Uhr

    […] wenn er seinen Beitrag zur Niederschlagung des südafrikanischen Apartheidregimes hervorhebt. Beim “Free Mandela!”-Konzert im damaligen, alten Wembley-Stadion 1988 war er derjenige, der die US-amerikanischen Bands für dieses politisch wahrhaft historische […]

  3. #3 | Selten geworden: Musikjournalismus – Beueler Extradienst sagt am 1. Januar 2021 um 20:40 Uhr

    […] ich verfolgte dann auch das Wirken der zahlreichen Nachfolgebands. Ein Fixstern politischer Art war das Mandela-Konzert 1988, bei dem die Ex- und-jetzt-wieder Special-Musiker auf britischer Seite eine wichtige organisierende […]

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