TU Dortmund baut Labor für KI-getriebene Materialforschung

Technische Universität Dortmund, Mathe Tower, ein von weitem sichtbares Gebäude mit rotierendem TU Logo Foto: Tuxyso / Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Technische Universität Dortmund baut für knapp 50 Millionen Euro ein neues Materialanalyselabor, in dem mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) neuartige und nachhaltige Materialien entwickelt werden. Das Land NRW unterstützt das Vorhaben mit 45 Millionen Euro aus dem „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“. Die TU Dortmund wird das Labor gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum betreiben. Insbesondere für die Bewerbung der beiden Universitäten um den Exzellenzstatus ist die neue Forschungsinfrastruktur von zentraler Bedeutung. Das Labor geht voraussichtlich 2031 in Betrieb.

Mit unterschiedlichen laserspektroskopischen Methoden lassen sich verschiedene Materialklassen ohne Ortswechsel und Zeitverlust in den neuen Räumen untersuchen, darunter Komponenten für Quantentechnologien, Photovoltaik und biotechnologische Verfahren zur Dekarbonisierung. Herzstück ist ein geschlossener KI-gestützter Designzyklus: Die an der Ruhr-Universität Bochum entwickelten Vorhersagemodelle schlagen Materialien mit bestimmten Eigenschaften vor, diese werden synthetisiert und im Labor per Laserlicht umfassend charakterisiert. Die Ergebnisse fließen als Trainingsdaten direkt in die KI-Modelle zurück. So werden wünschenswerte Materialeigenschaften identifiziert und zur gezielten Entwicklung neuer Materialien nutzbar gemacht.

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