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Mark Oliver Everett: Glückstage in der Hölle

Im Januar hatte ich hier bei den Ruhrbaronen kurz auf das im Frühjahr zur Veröffentlichung anstehende neue Werk der Band ‚The Eels‘ mit dem Titel ‘The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett’ hingewiesen, welche seit Jahren durch ihr einziges durchgehendes Mitglied und das Gesicht der Band Mark Oliver Everett, alias ‚E‘ repräsentiert wird.

In diesem Zusammenhang machte mich unser Stammleser und gelegentlicher Gastautor Helmut Junge auf den berühmten Vater von Mark Oliver Everett,  Physikers Hugh Everett III, den Begründers der Viele-Welten-Interpretation, aufmerksam.

Als ich dann entdeckt habe, dass es über das Leben des Musikers eine ursprünglich bereits im Jahre 2008 erschienene Biographie mit dem Namen „Things The Grandchildren Should Know“  zu lesen gab, welche vor ca. einem Jahr, im Januar 2013, unter dem Titel „Glückstage in der Hölle“ neu aufgelegt wurde, da war mein Interesse endgültig geweckt. Und das obwohl ich eigentlich kein großer Leser von Biographien bin. Aber diese spannende Kombination schien für mich auf Anhieb eine Ausnahme wert zu sein.

Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt!

Everett Biographie

Das bisherige Leben von Mark Oliver Everett hat nämlich offenbar mehr als genug Tragik und Komik zu bieten, um es auch in Buchform mehr als interessant zu finden.

Und ein auch nur etwas interessiertere Fan der ‚Eels‘ hat ohnehin bereits spätestens mit dem zweiten Album des Bandprojekts mitbekommen, dass der Musiker Everett seine musikalische Begabung auch als Selbsttherapie zu nutzen versucht und in den Texten offenbar regelmäßig auch sein eigenes Leben verarbeitet.

Auf dem Album, „Electro-Shock Blues“ ging es beispielweise im Wesentlichen um den Selbstmord seiner Schwester. Auf „Blinking Lights and Other Revelations“ verarbeitet der Musiker dann die Familiengeschichte aus Sicht seines Großvaters.  2005 erschien dieses bemerkenswerte Album, aus dem auch der Originaltitel seiner Autobiografie stammt: „Things The Grandchildren Should Know“.

Im nun neuaufgelegten Buch mit dem neuen Titel „Glückstage in der Hölle“ lässt  Everett den Leser tatsächlich teilhaben an seinem Schicksal, der tragischen Familiengeschichte, in der so kurz nacheinander Vater, Schwester und Mutter starben. Und trotz dieser ganzen negativen Erlebnisse hat sich der auf den ersten Blick noch etwas verschroben wirkende Autor einen positiven Blick auf die Welt bewahrt. Und gerade auch das faszinierte mich beim Lesen!

Selbstverständlich geht es in „Glückstage in der Hölle“ auch um die Musik. Und auch hier versucht Everett seit Jahren unberechenbar zu sein und zu bleiben. Das Leben sei schlicht zu kurz für öde Berechenbarkeit, so das Multitalent. Und genau diese Maxime macht seit Jahren eben auch schon den ganz besonderen Charme seiner musikalischen Werke aus.

Auch ohne jedes Vorwissen über Musiker und Band ist die Autobiografie des Mark Oliver Everett übrigens ein Lesevergnügen, welche ich hier jedem Leser guten Gewissens empfehlen kann.

Das 224-Seiten umfassende ‚KiWi‘-Taschenbuch gibt es für verhältnismäßig günstige 8,99 Euro beim Buchhändler Eures Vertrauens!

Passend zum Thema:

http://www.ruhrbarone.de/neues-album-der-eels-im-april-the-cautionary-tales-of-mark-oliver-everett/73167

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