Menschen mit Vagina sind Frauen

JK Rowling Foto: Carlsen Verlag, Lizenz: lizenzfrei


Heute ist Frauentag. Es ist der Kampftag für Frauenrechte. Um Männer zu inkludieren, die auch gern Frau sein wollen, wurde er mittlerweile in feministischer Kampftag umbenannt. Warum? Es ist ein Tag für die Frauen, die die Hälfte der Menschen weltweit ausmachen. Und es ist in vielen Regionen dieser Welt leider immer noch die unterdrückte Hälfte der Weltbevölkerung.

Als ich neulich beim Lesen eines Fachbuches auf die Phrase „Menschen mit Vagina“ gestoßen bin, war ich doch ein wenig entsetzt. So werden Frauen also mittlerweile auf ihr primäres Geschlechtsorgan reduziert. J. K. Rowling hat sich bereits 2020 zu dieser Art von Negierung des Begriffes Frau geäußert. Auch „menstruierende Menschen“ sind Frauen, meint die bekannte Autorin. Und damit hat sie Recht. . Frauen werden zu „Menschen mit Vagina“ und Mütter werden zu „gebärenden Personen“. Die Diskriminierung der Frau geht mittlerweile so weit, dass das Auswärtige Amt die Frage stellt, ob die leibliche Mutter eines im Ausland geborenen deutschen Kindes eine Frau ist. Hier spricht man also auch im Namen der Inklusion den Müttern das Frausein ab.

Um Minderheiten zu schützen, in diesem Fall Männer, die sich als Frau identifizieren möchten, sollen Ausnahmen normalisiert werden. Dass man damit aber gleichzeitig 49,9 % der Weltbevölkerung diskriminiert, nimmt man dafür in Kauf. Durch diese woken Dogmen, die unsere Gesellschaft schon in vielen Bereichen erfolgreich durchdrungen haben, kommt es zur Zerstörung der Relevanz und Einheit des biologischen Geschlechts. Das ist medizinisch ein Problem, da Statistiken verfälscht werden. Gesellschaftlich ist es ein Problem, da die Rechte der Frauen an ihre biologischen Besonderheiten geknüpft sind. Diese Besonderheiten bestehen eben nicht nur darin, eine Vagina zu besitzen. Frauen unterscheiden sich von Männern in ihrem kompletten Organismus. Bis in jede einzelne Zelle hinein sind Frauen anders als Männer. Das ist medizinisch entscheidend. Wie will man dringend benötigte medizinische Daten für Frauen gewinnen, wenn man das biologische Geschlecht ständig mit Gender vermischt und keine klaren Abgrenzungen mehr vornimmt? Dabei sind diese Abgrenzungen leicht zu ziehen, denn es gibt nur äußerst wenige Menschen, die biologisch nicht ganz eindeutig Mann oder Frau sind. Die übergroße Mehrheit der Frauen ist biologisch als Frau klar zu identifizieren. Da hilft es auch nicht, Intersexualität hier immer als Beweis für fließende Übergänge heranzuziehen, denn im Prinzip sind die Ursachen für geschlechtliche Uneindeutigkeit auf mannigfaltige physiologische Fehlfunktionen und seltene Abweichungen zurückzuführen.

Frauen sind biologisch dafür angelegt, Eizellen zu produzieren, einen Embryo und später einen Fötus in sich wachsen zu lassen und als neuen Menschen auf die Welt zu bringen. Ja, es gibt auch Frauen, die nicht menstruieren. Es gibt sogar Frauen ohne Vagina, z. B. beim äußerst seltenen MRKH-Syndrom. Es gibt Menschen mit uneindeutigen primären Geschlechtsmerkmalen. Und es gibt auch sehr viele Frauen, die keine Kinder bekommen können oder wollen. Das sind alles keine Begründungen für die Abschaffung des biologischen Geschlechtes Frau. Denn Männer und Frauen sind zwei unterschiedliche biologische Systeme.

Transaktivisten, in deren Interesse am Ende die Abschaffung des Begriffes Frau ist, geht es nicht um Intersexuelle oder um Toleranz gegenüber Minderheiten, sondern es geht immer nur um Judith Butler und ihre Queertheorie. Das Negieren des biologischen Geschlechts ist das Ziel. Sex (biologisches Geschlecht) durch Gender (gesellschaftliches Geschlecht) zu ersetzen, schadet besonders der Frau. Frauen werden reduziert auf ihre Geschlechtsteile, und Männer werden eingeladen, zu den Frauen dazuzugehören, auch wenn sie noch weitestgehend männlich ausgestattet sind.

Die mehr als 4 Milliarden Frauen auf der Erde sind biologisch anders als Männer und waren genau aus diesem Grund Jahrhunderte lang unterdrückt. Sie haben mit Erfolg für ihre Rechte gekämpft und viel für ihre Gleichberechtigung erreicht. Noch ist dieser Kampf um Frauenrechte nicht beendet, denn vor allem, wenn man in Länder außerhalb von Europa und Nordamerika schaut, gibt es noch viel zu tun. Daran sollte der Frauentag erinnern und nicht unter dem Begriff „feministischer Kampftag“ Frauenrechte verwässern und zugunsten selbst ernannter Minderheiten wieder abschaffen. Denn Frauenrechte sind und bleiben eng mit der Biologie der Frau verknüpft.

Heute ist Frauentag. Der Tag für den Kampf der biologischen Frau für ihre Rechte und kein feministischer Kampftag für männliche Minderheiten, die auch mit dazugehören möchten. Der Begriff Frau schließt Menschen, die menstruieren, die eine Vagina besitzen, die gebären können, ein. Wir Frauen brauchen diese woken diskriminierenden Begriffe nicht.

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