Nach einem Blick auf diese Liste will man alle Wirtschaftsförderer im Ruhrgebiet feuern

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Das Ruhrgebiet bietet viele Chancen. Zum Beispiel für alle, die im Bereich Wirtschaftsförderung arbeiten wollen. Jede Stadt hat eine eigene Wirtschaftsförderung und natürlich gibt es auch eine solche Institution auf Ruhrgebietsebene. Um dort Karriere zu machen braucht es zwei Voraussetzungen: Man muss eine Krawatte binden können und benötigt das richtige Parteibuch. Ahnung von Wirtschaft ist unwichtig, den Job behält man auch ohne Erfolg zu haben, denn wenn eines im Ruhrgebiet verpönt ist, dann ist es Erfolgskontrolle.

Dass es aus Sicht der Wirtschaftsförderer dafür gute Gründe gibt zeigt ein Blick in die Angel-List, den wohl weltweit wichtigsten Überblick über die Startup-Szene.

Schauen wir mal nicht aufs Silicon Valley (18727 Startups), New York (10024 Startups) oder London (5551 Startups). Lassen wir auch mal Berlin (1,101 Startups), München (306 Startups), Hamburg (205 Startups) und Köln (150 Startups) aussen vor  – obwohl das Ruhrgebiet mit seinen 5,1 Millionen Einwohnern deutlich größer ist und vom Anspruch her vor diesen Städten liegen müsste.

Das ganze Elend offenbart sich an diesen Zahlen: Bochum : 2 Startups, Essen 7 Startups, Dortmund: 7 Startups, Duisburg: 1 Startup. Die vier größten Städte des Ruhrgebiets bringen es zusammen auf 17 Startups, die international wahrgenommen werden. Das ist knapp vor Dresden und Leipzig (15) und deutlich hinter Düsseldorf (38), Karlsruhe (26) und Heidelberg (23).

Die Städte können eine Menge Geld bei ihren Wirtschaftsförderern sparen. Sie kosten Geld, und leisten nichts.   OK, da fällt dann ein  Bereich weg, in dem man Parteifreunde versorgen kann, aber so ist das nun mal im Leben. Es gibt kein Mittagessen um sonst…

Also: Anstatt viele Tunichtgute durchzuschleppen sollte man sich im Ruhrgebiet darauf konzentrieren, vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen – Gewerbesteuer senken, preiswerte Räume bereithalten, Internationalität fördern, Auflagen senken – und dann hoffen, dass etwas entsteht.

 

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22 Kommentare

  1. #1 | Thorsten Stumm sagt am 17. Juli 2015 um 14:18 Uhr

    Ich war mal auf einer der diversen Kick-off Veranstaltungen von irgendwas mit Wirtschaftsförderung und während ich ins Powerpoint-Koma fiel kam mir für kurze Zeit der Gedanke : Jetzt ne Handgranate….oder besser zwei…nein drei….. 🙂 aber das Buffet war gut….

  2. #2 | Max Adelmann sagt am 17. Juli 2015 um 14:41 Uhr

    Ich bezweifele das die angegebene Angel-List für diese Zwecke eine umfassende Information liefert. Die Angel-List wurde als Kapitalfindungsplattform für Startups aufgebaut. Wer garantiert die Vollständigkeit und Aktualität? Soweit ich sehe sind allenfalls freiwillige Einträge enthalten.

    Nur ein Beispiel: Nach nur kurzer Suche im Internet ist z. B. nur für den Bereich der Digitalen Startups in NRW eine Liste zu finden die folgende Startup-Zahlen nennt:
    (Nur Digital-StartUps!)
    Ruhrgebiet: 53
    Essen 12, Dortmund 16, Bochum 8, Gelsenkirchen 1, Oberhausen 2, Mülheim 1
    Nach Stichproben ist kein Unternehmen dieser Liste in der Angel-List enthalten. Mir scheint hier stimmt etwas bei der Recherche nicht oder ich habe den Ansatz der Ruhrbarone missverstanden… (Ihr wolltet nur amtl. Wirtschaftsförderer beschimpfen?)
    Meine Quelle:
    http://www.mweimh.nrw.de/wirtschaft/_pdf_container/Startup-Verzeichnis_NRW.pdf

  3. #3 | Stefan Laurin sagt am 17. Juli 2015 um 14:48 Uhr

    @Max Adelmann: Keine Liste ist vollständig, auch die vom Land nicht. Hier geht es um die internationale Wahrnehmbarkeit – davon ab stimmen die Proportionen mit den Listen des Wirtschaftsministeriums überein. Letztendlich geht es darum, im Ausland aufzufallen und nicht bei irgendeinem Minister, der sowieso nix zu bieten hat als warme Worte.

  4. #4 | KMB sagt am 17. Juli 2015 um 15:00 Uhr

    Fragliche, sicherlich zu US-zentrische Quelle
    dubiose, einäugige Zusammenhänge
    Titel bei Gawker oder Buzzfeed entliehen
    Rechtschreibung im DerWesten.de-Bereich
    aber Hauptsache Politiker-Bashing weil es ja jetzt "Beweise" gibt
    (nichts gegen Filzdecke aber bisher ist zumindest die Online-Version nichts weiter als eine unkomplette, semi-sortierte Liste aus Firmen und Personen ohne großartige Beweiskraft)

    1A Artikel. Mehr davon. Aber bitte nicht hier. Hoffentlich habeich einfach den /s Indikator übersehen…

  5. #5 | Max Adelmann sagt am 17. Juli 2015 um 15:23 Uhr

    @Stefan Laurin Es scheint so zu sein dass es keine "amtliche" vollständige Liste über StartUps im Ruhrgebiet gibt. Dann ist die Quellenlage für diesen Artikel allerdings mehr als dürftig. Ob jedes StartUp sofort auch international wahrnehmbar sein möchte, wage ich zu bezweifeln.
    Das es bei der Berichterstattung und Förderung von StartUps oft um das berühmte "stochern im Nebel" bzw. (Förderung) "Suchen im Heuhaufen" geht wird bereits bei der Berichterstattung über das von mir gefundene pdf deutlich.
    Den Bericht über das pdf mit der StartUp-Liste verlinke ich hier mal. Solltest Du eigentlich kennen, Stefan 🙂

    http://www.ruhrbarone.de/nur-wenige-internet-startups-im-ruhrgebiet/86612

  6. #6 | Reinhard Matern sagt am 17. Juli 2015 um 15:30 Uhr

    Lieber Stefan,

    die Wut geht geht über alles hinaus, was du im Grunde beanstandest. Wenn es nur um eine 'internationale Wahrnehmbarkeit' geht, sind die Zahlen deutschlandweit ohnehin bescheiden, zweitens sind die Wirtschaftförderer nur mögliche Ansprechpartner, mehr nicht. In vielen Fällen könnten sie nichts tun, weil die Leute fehlen, die sich selbständig machen möchten, weil es in den ersten Jahren zudem nicht um Gewerbesteuer, sondern um Entscheidungen über Wirtschaftlichkeit geht. Die wird von Banken und möglichen Risikoinvestoren in Deutschland und den USA aber sehr unterschiedlich entschieden. Drittens: mit einem Betrieb im eigenen Wohnzimmer zu beginnen, ist den USA geradezu selbstverständlich, in Deutschland hingegen verpönt, irgendein einigermaßen repräsentativer Gewerberaum sollte es mindestens schon sein. Die tatsächlichen Probleme liegen in anderen Bereichen …

  7. #7 | Stefan Laurin sagt am 17. Juli 2015 um 15:31 Uhr

    @KMB: Sie "arbeiten" für jemanden im Bundestag. Vielleicht sind Sie auch Abgeordneter. Das erkennt man an Ihrer IP. Die Eier Ihren Namen zu nennen haben Sie nicht. Aber schön zu sehen, dass es weh tut…

  8. #8 | Stefan Laurin sagt am 17. Juli 2015 um 16:12 Uhr

    @Reinhard Matern: Lieber Reinhard, das ändert nichts am Versagen der Wirtschaftsförderer. Die sind stolz wenn sie wieder mit Subventionen irgendein "Gründerzentrum" aus dem Boden gestampft haben und tun so, als ob sowas nötig wäre. Sie könnten ja durch Veranstaltungen Gründern bei ein paar ganz einfachen Probleme helfen: Zum Beispiel mal Einkäufer aus Unternehmen einladen, die dann erzählen, wie man Zulieferer wird. Ganz einfache Sachen: Wie bekommt man Kunden, wie hält man sie? Schau Dir nur mal den Quatsch an, den sie stattdessen in Bochum machen:
    https://www.bochum.de/C125708500379A31/CurrentBaseLink/W26ZKDLT199BOLDDE#par1

  9. #9 | keineEigenverantwortung sagt am 17. Juli 2015 um 16:22 Uhr

    Wirtschaftsförderung, Erfolg der Wirtschaftpolitik etc. lässt sich messen:
    – Pro Kopf Einkommen
    – Anzahl der Arbeitsplätze
    – Arbeitslosenquote
    – Dauer der Arbeitslosigkeit
    – Zu- und Abwanderung
    – Öffentliche Förderung / Pro Arbeitsplatz
    – Anz der Unternehmensneugründungen
    – Höhe der Gewerbesteuer

    Hier gibt es aktuelle Werte und Zeitreihen.

    Im Endeffekt ist es egal wie eine Wirtschaftsförderung Erfolg bringt. Ein gut vernetzter Parteisoldat kann ja ein paar Ministerien, Behörden etc. in seine Stadt bringen. Das würde der Stadt auch helfen.

    In den aktuellen Rankings ist das Ruhrgebiet eher hinten. Jeder Wirtschaftsförderer, Politiker etc. kann, wenn er es für erforderlich hält, die Bilanz seiner Arbeit präsentieren.

    Auch die Bundestags-, Landtagsabgeordneten der Region fallen eher selten durch Themen auf, die ihre Stadt betreffen.

    In Dortmund gibt es auch viele Flächen, die seit Jahren keinen Betrieb gesehen haben. Die großen Erfolge sind da, wo gute Flächen mit Lagerhallen versiegelt werden und wo dann für wenig Geld Ware bewegt wird.

  10. #10 | TuxDerPinguin sagt am 17. Juli 2015 um 16:54 Uhr

    Ich mag ja Politik zu kritisieren.
    Aber anhand von unvollständigen Listen, die als Indikator für einen Teilbereich der Wirtschaftsförderung stehen soll, diese komplett zu attackieren ist zu dünn.

    passend zum Thema vielleicht…
    "Im Durchschnitt hat jedes Startup aktuell 17 Beschäftigte. Dabei liegen Startups aus Hamburg und Berlin vorn: Hier arbeiteten durchschnittlich 24 (Hamburg) und 23 (Berlin), während es in der Rhein-Ruhr-Region und München durchschnittlich nur 11 Beschäftigte seien, gab der Startup-Verband am 1. Juli 2015 bekannt. Erfolgreiche etablierte Startups haben durchschnittlich 181 Mitarbeiter.

    Mehr als 80 Prozent der Startups planen Neueinstellungen, fast 80 Prozent bezeichnen die Suche nach Software-Experten als "zeitaufwändig". "
    von http://www.golem.de/news/bewerberplattform-it-gehaltserwartung-in-deutschen-startups-liegt-bei-43-000-euro-1507-114976.html

    Für die StartUp Förderung scheint mir neben dem Kapital (ich glaube, da kann man gar nicht mehr aufklären, wie man an Kapital kommt. Vor 10 Jahren wurde ich schon zugeworfen mit Angeboten) die Arbeitskräfte. Genug Qualifizierte gibt es im Ruhgebiet. Vielleicht wollen die keine Gehaltsabstriche für die Startups machen? Bei dem hohen Risiko des Scheitern des Startups würde ich auch nur für Anteile am StartUp bei einem als Angestellter arbeiten.

  11. #11 | Reinhard Matern sagt am 17. Juli 2015 um 17:20 Uhr

    # 9 Danke für den Bochumer Link: Aber du verwechselst etwas: Die beschriebenen Aktionen (Gesundheitswirtschaft, Kreativwirtschaft) sind Marktingveranstaltungen der Wirtschaftsförderung. Sie macht auf sich aufmerksam! Hallo uns gibt es auch, sogar in Bezug auf Modethemen! Kreativwirtschaft ist ja ohnehin Mode (auch wenn dort am wenigsten geschieht und Künste per administrativer Festlegung zu Dienstleistungen werden, um erfassbar sein), speziell im Hinblick auf Gesundheitswirtschaft hat sich die Bochumer Politik weit aus dem Fenster gehangen … Dennoch bleibt dies Marketing in eigener Sache!

  12. #12 | yohak sagt am 17. Juli 2015 um 17:43 Uhr

    Die zitierte Liste mag US-zentriert sein und ist sicher nicht vollständig. Deshalb sagt es wenig bis gar nichts, daß die Zahlen fürs Ruhrgebiet schlecht aussehen im Vergleich zu den Zahlen für New York oder Silicon Valley. Aber: die Zahlen fürs Ruhrgebiet sehen auch schlecht aus im Vergleich zu anderen deutschen Zentren, Berlin, Hamburg, München. Und das ist dann schon eher aussagekräftig.

  13. #13 | Arnold Voss sagt am 17. Juli 2015 um 20:35 Uhr

    braucht hier jemand ernsthaft eine exakt verifizierte und vollständige liste um zu erkennen, dass das ruhrgebiet die meisten wirtschaftsförderer pro einwohner weltweit hat, aber trotzdem im internationalen , nationalen- und im landesmassstab zu den wirtschaftlichen problemregionen gehört? 🙂

  14. #14 | Reinhard Matern sagt am 18. Juli 2015 um 10:21 Uhr

    @ # 13 Die Rede war lediglich von Start Ups, dies sollte nicht vergessen werden, lieber Arnold. Das ändert freilich nichts daran, dass das Ruhrgebiet insgesamt eine Problemzone ist! Aber die Wirtschaftsförderer zu entlassen, wäre lediglich eine Wutreaktion, die überhaupt nichts ändert. Im Gegenteil: Es gäbe nicht einmal potentielle Ansprechpartner. Die Gründe für die Probleme anzugehen, wäre relevant.

  15. #15 | Arnold Voss sagt am 18. Juli 2015 um 11:23 Uhr

    stefans überschrift ist eindeutig eine (notwendige) polemik. aber mal ganz ehrlich, es wäre einen praxistest wert, die jungs und mädels für sagen wir drei jahre ausser dienst zu setzen, bzw mit was anderem zu beschäftigen. es könnte gut sein, dass dadurch nicht ein einziges unternehmen weniger in diese region kommt oder hier neu entsteht.

  16. #16 | keineEigenverantwortung sagt am 18. Juli 2015 um 12:18 Uhr

    @15: Nur wo soll man aufhören, wenn man alle Beauftragten, Koordinierer und Kümmerer nach wirklichen Erfolgen beurteilt und entsprechend handelt, hat das vermutlich schon Auswirkungen auf die Arbeitslosenzahlen.

    Viele Jobs haben einfach eine Feel Good-Funktion. Sie bringt zwar keinen messbaren Erfolg, aber man tut was und hat einen Arbeitsplatz mehr. Evtl. müssen noch – wie in vielen Instituten gleich mehrere Sekretariate etc. aufgebaut werden.

    Das ist so ähnlich wie der Tempo 100 Versuch auf der A45 in Dortmund,. Man wollte etwas tun, hat blöderweise festgestellt, dass Tempo 100 keine Auswirkungen auf den Lärm hat. Aber die Geschwindigkeitsbegrenzungen aus Läarmschutzgründen bleiben.
    http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/tempolimits-schuetzen-anwohner-nicht-vor-verkehrslaerm-id10891257.html

  17. #17 | Arnold Voss sagt am 18. Juli 2015 um 20:31 Uhr

    @ 16 keineEigenverantwortung

    Ich will doch nicht bestreiten, dass sich die meisten Wirtschaftsförderer auch im Ruhrgebiet irgendwie Mühe geben, ja sich sogar eine Menge einfallen lassen. Es geht aber nicht um ihre Arbeitsmenge und ihren guten Willen, es geht um ihren objektiven Arbeitserfolg jenseits ihrer guten Absichten. Den hat aber bislang im Ruhrgebiet noch Niemand systematisch untersucht. Warum eigentlich nicht? Interessiert es keinen oder soll es keinen interessieren? Mich würde es auf jeden Fall brennend interessieren, und ich bin bestimmt nicht der einzige.

  18. #18 | TuxDerPinguin sagt am 19. Juli 2015 um 11:35 Uhr

    Passend dazu " The average cost to launch a startup is around $30,000, according to the Kauffman Foundation. Data from the Global Entrepreneurship Monitor show that more than 80% of funding for new businesses comes from personal savings and friends and family."

    > http://qz.com/455109/entrepreneurs-dont-have-a-special-gene-for-risk-they-come-from-families-with-money/

    Auch ein Erklärungsansatz, wieso im Ruhrgebiet eher nach einer Anstellung als Gründung gestrebt wird: die Familie ist zu arm, als dass man das Risiko vertretbar eingehen kann (zur Erinnerung, die Mehrheit der Startups scheitert ja)

    Gründungen eignen sich daher wie gesagt wenig als Indikator… aber anhand der allgemeinen Wirtschaftsdaten dürfte ja klar sein, dass die Wirtschaftsförderung Optimierungspotential besitzt.

  19. #19 | Fritz Müller sagt am 19. Juli 2015 um 12:59 Uhr

    Ob die Zahlen alle stimmen bzw. repräsentativ sind, ist für mich nicht so wichtig. Man sieht auch so sehr deutlich, dass in den Ruhrgebietsstädten relativ erfolglos am Aufschwung gearbeitet wird. Ob dieses nun an einzelnen Wirtschaftsförderern oder Politikern liegt, kann ich nicht beurteilen.
    Fakt ist aber, dass es uns in NRW nicht besser gehen kann, solange Städte und Gemeinden Kredite aufnehmen müssen, um den Soli-Beitrag Ost zu bezahlen. Man hätte beim Bund schon vor Jahren erkennen müssen, wer welches Geld dringender benötigt. Und das Land NRW fördert ja auch lieber weiterhin die industrielle Landwirtschaft, obwohl dieser Bedarf mehr als gedeckt sein dürfte. Andererseits werden dadurch auch neue Gewerbe geschaffen: z.B. Entsorger für Gülle und Sanierer für gülleverseuchte Böden, Hersteller von Trinkwasseraufbereitungsanlagen etc.
    Meines Erachtens hilft man sich hier in NRW am besten selbst und hofft nicht auf "Förderungen" durch Bund, Land oder Kommune.

  20. #20 | paule t. sagt am 19. Juli 2015 um 15:26 Uhr

    "– Gewerbesteuer senken, preiswerte Räume bereithalten, Internationalität fördern, Auflagen senken – "

    Man sollte nicht vergessen, außerdem noch regelmäßig bei den Gurus der Neoliberalität nachzufragen, ob außer diesen Standard-Hits gerade noch andere Dinge auf dem Wunschzettel stehen.

    Aber dann wird natürlich nicht nur wirtschaftlich alles prima, wenn man das alles so macht, sondern es scheint auch immer die Sonne, die Leute haben besseren Sex, und es gibt zweimal Weihnachten im Jahr.

  21. #21 | Jens Koenig sagt am 20. Juli 2015 um 17:34 Uhr

    Ich hab mich mal versucht selbständig zu machen. Was heisst versucht, davon hab ich ja ein paar Jahre Brot und Miete bezahlt.
    Aber Wirtschaftsförderung oder Startupförderung? Geh mir weg. Konkrete Hilfe: 0.
    Ausser wenn ich einem "Berater" Geld hinterherwerfe, dann gibt es noch Förderung für den Berater zu meiner Kohle obendrauf. Minusgeschäft. Ansonsten wohlfeile aber leere Worte, von Wirtschaftsförderung bis IHK nur Leute, die um Buffets in leeren Technologiezentren tanzen aber niemanden wirklich fördern.
    Mein Vorschlag: Das ganze Geld das da verbrannt wird einfach an Startups verschenken. Das fördert die Wirtschaft nachhaltiger.

  22. #22 | Rainer Möller sagt am 21. Juli 2015 um 07:10 Uhr

    Das war übrigens auch meine Erfahrung, als ich mal überlegte, für die Umstellung auf Erdwärme einen Kredit bei der KfW zu beantragen. So was kann man als Laie nicht ohne einen fachmännischen Berater, und dann geht der größte Teil des Fördergeldes für den Berater drauf. Gut, auch das schafft Arbeitsplätze, so wie ein kompliziertes Steuerrecht Arbeitsplätze für Steuerberater schafft du eine komplizierte Sozialgesetzgebung Arbeitsplätze für Sozialberater.

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