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NRW Rauchverbote: Kekse statt Kippen?

Grüne Volkserzieherin: Barbara Steffens

Die Landesregierung hat sich entschieden: In NRW soll künftig ein ebenso strenges Rauchverbot herrschen wie in Bayern und dem Saarland. Experten befürchten ein Kneipensterben.

Sicher, dass ein ebenso strenges Rauchverbot wie in Bayern Auswirkungen auf die Kneipenlandschaft in NRW haben wird, das ist auch dem Gesundheitsministerium klar. Aber dort weiß man Rat. Einen der Tipps klingt wie  „Kekse statt Kippen“. Wirte, die heute noch ein rauch- und trinkfreudiges Publikum haben, sollen künftig auf regionale Küche setzen um die alten Gäste neu zu begeistern und neue Gäste zu gewinnen. „Das ist ein Schmarrn“, sagt Monika Poschenrieder, selbst Wirtin und Vorsitzende des Fachbereichs Gastronomie beim Bayerischen Hotel und Gaststättenverband (BHG). „Wenn in NRW ein so radikales Rauchverbot wie in Bayern kommt, wird es sich so auswirken wie bei uns: Viele kleine Kneipen werden schließen müssen, Restaurants werden weniger Umsatz machen, weil die Gäste nach dem Essen schneller gehen und es wird private Garagenclubs geben, wo die Leute rauchen werden. Leiden werden vor allem die klassischen Bierkneipen an der Ecke und die Szenegastronomie.“

Bayern, das ist das große Vorbild von NRWs Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne). Auch in NRW soll ab dem kommenden Sommer das Rauchen in allen Restaurants und Kneipen komplett verboten werden. Zigarettenrauch sei, so das Ministerium, eine Gesundheitsgefährdung mit Todesfolge. Ausnahmen für abgetrennte Raucherräume und kleine Kneipen ohne Küche soll es dann nicht mehr geben und auch in Festzelten und auf Brauchtumsveranstaltungen wird es dann verboten sein, eine Zigarette zu rauchen.

Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden im NRW Landtag, Karl-Josef Laumann, geht es bei den Plänen der rot-grünen Landesregierung längst nicht mehr um den Schutz von Nichtrauchern – der sei durch das geltende Nichtraucherschutzgesetz längst gewährleistet: „Wir wollten Nichtraucher schützen, aber wir wollten als Staat Raucher nicht verfolgen, als wären es Kriminelle,“ beschreibt Laumann den Geist des von CDU und FDP beschlossenen Gesetzes, das SPD und Grüne  nun deutlich verschärfen wollen.

Auch für Thorsten Hellwig, Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga in NRW, gehen die Pläne von Steffens zu weit: „Es geht anscheinend nicht mehr nur um den Schutz  von Nichtrauchern, es geht darum, ganz bestimmte Lebensweisen zu sanktionieren und unmöglich zu machen. Der Staat maßt sich zunehmend an zu bestimmen, wie die Bürger zu leben haben. Und wer sich dieser Vorstellung nicht beugt, wird nicht mehr toleriert. Heute ist es das Rauchen, morgen der Alkohol, übermorgen vielleicht das ungesunde Essen. Gastronomie bedeutet nicht, aus schlechten, bessere Menschen zu machen, sondern Gästen mit unterschiedlichen Wünschen gute Gastgeber zu sein.“

Der Gaststättenverband will keine Prognose darüber abgeben, ob ein radikales Rauchverbot in den Kneipen und Restaurants den Umsätzen in der gesamten Gastronomie schaden wird. „Die Kneipe in denen sich die Menschen treffen, um Bier zu trinken und sich zu unterhalten, wird es schwer haben. Viele werden die Gesetzesverschärfung nicht überleben.“ Quatschen, Bier trinken und rauchen – das seien die drei Säulen der Kneipe. Fällt eine weg, bricht das Konzept zusammen.

Zahlen aus Großbritannien  belegen die Befürchtungen des Dehoga. Als dort 2007 das Rauchen in Kneipen verboten wurde, schlossen nach Angaben des Institute of Economic Affairs (IAE) innerhalb eines dreiviertel Jahres 1409 Pubs. Nicht alle wegen des Rauchverbotes. Auch in England gab es vor dem Verbot ein langsames Kneipensterben. Aber es hat sich deutlich beschleunigt. Das IEA schätzt, dass über 1000 Kneipen wegen des Rauchverbotes schließen mussten. Die Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers schätzt, dass bis Ende dieses Jahres bis zu  6000 britische Pubs dem Rauchverbot zum Opfer gefallen sein werden. Auf den britischen Inseln werden die Zapfhähne hochgedreht. Geraucht und getrunken wird weiterhin – vor allem in den eigenen vier Wänden.

„Was wir erleben werden, ist das Ende der Szenegastronomie. Und das ist in meinen Augen kein Nebeneffekt der Gesetzesverschärfung, sondern der Hauptzweck“, sagt Daniel Voss, Besitzer des Café Konkret im Bermudadreieck, Bochums großem Kneipenviertel. „Es geht vor allem den Grünen um Volkserziehung. Anstatt für die Freiheit, die Wahlmöglichkeiten des Einzelnen, wollen die Grünen mehr Gleichheit – unterschiedliche Lebensentwürfe und Bedürfnisse der Menschen werden nicht mehr akzeptiert.“ Es gäbe da in den Köpfen einiger Politiker einen Idealmenschen: „Der raucht nicht, der trinkt wenig und isst, wenn überhaupt, nur wenig Fleisch. Ein nachhaltiger Öko-Mustermensch.“ Der Kampf gegen das Rauchen, gegen die wenigen noch verbliebenen Raucherkneipen, sei nur der Anfang: „Als nächstes geht es gegen den Alkohol oder bestimmte Essgewohnheiten. In Skandinavien gibt es doch schon extrem hohe Steuern auf Alkohol, in Frankreich werden süße Getränke  künstlich verteuert und Dänemark hat eine Fettsteuer eingeführt.“ Nicht nur in Deutschland, sagt Voss, werde es allmählich unbequem, nicht dem Ideal zu entsprechen: „In ganz Europa ist ein puritanischer Zeitgeist auf dem Vormarsch, der mich als Individuum einschränken und formen will.“

Nicht alle wollen sich das gefallenlassen. Nicht nur die Union und die FDP, auch der Gaststättenverband Dehoga wird sich in den Landtagsanhörungen gegen radikale Rauchverbote aussprechen.

Doch auch immer mehr Bürger wenden sich gegen die rot-grünen Verschärfungspläne. Zum Beispiel, indem sie die vom Verein Bürger für Freiheit und Toleranz in Gang gesetzte E-Petition gegen die Pläne der Landesregierung des BFT im Internet unterzeichnen. Fast 4000 Bürger haben das bislang getan, obwohl die Zeichnungsfrist erst am 18. März endet. Der bundesweite Verein sieht sich nicht als Raucherverband, sagt sein Vorsitzender Bodo Meinsen: „Wir wenden uns dagegen, dass der Staat sich immer stärker in das Leben der Menschen einmischt und sie entmündigt. Unser Ideal ist der selbstverantwortliche Bürger, nicht der vom Staat gegängelte. Wir wollen keinen Nanny-Staat, der uns erzieht.“

Und ein generelles Rauchverbot sei nichts anderes, als ein massiver Eingriff in die Lebensweise der Bürger. „Und dabei wird es doch nicht bleiben. Kommt der Staat damit durch, wird er noch stärker versuchen, die Menschen zu erziehen. Erfolg macht Lust auf mehr.“

Die Piratenpartei in NRW setzt auch auf Selbstbestimmung. Der NRW-Vorsitzende Michele Marsching zu dieser Zeitung: „Wir haben zwar keinen bindenden Beschluss zu dem Thema, aber eine Tendenz: Wirte sollen selbst entscheiden, ob sie ein Raucherlokal betreiben wollen, müssen aber mit einem Schild darauf hinweisen.

Auch bei der SPD sind nicht alle von den Plänen der Landesregierung begeistert. Der Dortmunder SPD-Chef Franz-Josef Drabig hält das Gesetz nicht nur für ein Zeichen von Intoleranz: „In Bierkneipen das Rauchen zu verbieten, ist Unsinn. Für mich zeigt sich an so einer Politik immer auch viel Hilflosigkeit. So etwas machen Politiker immer dann, wenn sie die richtigen Probleme nicht lösen können.“

Marita Hetmeier, die Chefin der SPD in der Dortmunder Nordstadt wird in einer Presserklärung noch deutlicher:  „Die grüne Gesundheitsministerin Barbara Steffens ist dabei, die letzten Reste der gewachsenen Kneipenkultur im Ruhrgebiet zu zerstören. Ich war immer Nichtraucherin. Doch ich bin dagegen, dass meine rauchenden Freunde sich von den selbsternannten Volkserziehern der Grünen gängeln lassen müssen. Es ist falsch, dass die SPD im Land diesen Quatsch aus koalitionspolitischer Rücksichtnahme mitmacht. In Dortmund und im Ruhrgebiet leben nicht nur Körner pickende Müslimanen und rauchfreie Rohköstler…“

Auf Facebook sorgten sich nach Bekanntwerden der rot-grünen Gesetzpläne Genossen um die Zukunft der Ortsvereine, wenn das Rauchverbot kommt. Und sie fürchteten sich vor Sitzungen ohne Mitglieder, wenn in den Kneipen, in denen sich die Partei oft trifft, nicht mehr geraucht werden darf.

Ohnehin scheint der rot-grüne Erziehungseifer etwas aus der Zeit gefallen zu sein: In den Niederlanden hat die Regierung angekündigt, die Rauchverbote wieder zu lockern, in Griechenland sollen Kneipen ihre Gäste wieder rauchen lassen dürfen.

Ein ähnlicher Artikel zu dem Thema erschien bereits in der Welt am Sonntag

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61 Kommentare zu “NRW Rauchverbote: Kekse statt Kippen?

  • #1
    Michael Kolb

    Ob die dann auch verboten sind…??

    http://www.delacre.be/fr/produits/cigarettes-russes

  • #2
    Dortmunder

    Fehlt jetzt ja eigentlich nur noch, dass sich die Kameraden von der CDU-Landtagsfraktion mit Ihrer Forderung durchsetzen, ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum zu erlassen.

    So weit kommts noch, mir vorm Borussia-Heimspiel mein Pils zu verbieten.

  • #3
    Walter Stach

    Ich gehöre bekanntermaßen nicht zu den engagierten Kämpfern gegen die Erweiterung des Rauchverbotes. Nun meint man ergänzend zum erweiterten Rauchverbot -sh.Beitrag von Stefan Laurin-, im Gesundheitsministerium(!!) zuständig zu sein, den betroffenen Wirten Ratschläge erteilen zu müssen, zu dürfen, wie sie auf mögliche Folgen eines Rauchverbotes reagieren sollen -Angebote aus der der regionalen Küche. Was praktiziert denn hier ein Behörde? Welches Denken über die Aufgaben des Staates und seiner Behörden wird hier erkennbar?Für mich unglaublich. Liebe Freunde bei den Ruhrbaronen: Jetzt liegt Ihr auch aus meiner Sicht richtig, wenn Ihr über „Freiheit von staatlicher Bevormundung“ schreibt. Wessen Geistes Kinder sind in diesem Ministerium „zugange“?

  • #4
  • #5
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @David: Nein, die Welt geht nicht unter. Aber ein ganzes Stücke Szenekultur. Im übrigen ging die Welt offenbar auch mit Raucherkneipen nicht unter.

  • #6
    Nansy

    @Dortmunder – der Gesundheitsfanatismus hat ja eine Quelle: u.a. die WHO.
    Wenn sie sich einmal die Papiere der WHO zur Alkoholprävention durchlesen, dann können sie unschwer erkennen, dass die Entwicklung in den kommenden Jahren eine ähnliche Richtung nehmen wird, wie bei den Rauchverboten. Die WHO fordert u.a höhere Steuern auf Alkohol, Verkaufsbeschränkungen (bis hin zu zentralen Abgabestellen für Alkohol) und Werbeverbote. Das Ganze wird dadurch gekrönt, dass nun analog zum „Passivrauch“ der Nonsensbegriff Passivtrinken eingeführt wird. Geben Sie mal in Google „passiv-drinking“ ein und Sie werden die ersten Presseberichte darüber finden. Es wiederholt sich alles, solange man sich nicht endlich gegen diesen Sanitarismus wehrt.

  • #7
  • #8
    DH

    Es ist doch nicht neu: Das Blog ist der ins Internet verlängerte Tresen des Bochumer Intershop; insofern ist die Vehemenz, mit der das Thema hier immer wieder verhandelt wird, allzu verständlich – einfachste Interessenpolitik also, und wie jede Interessenpolitik neigt sie zu schrillen Argumenten oder gibt vor, irgendein gefährdetes Gemeinwohl bewahren zu wollen (meist irgendetwas mit „Freiheit“ und „Kultur“ – hier halt Raucherszenekultur). Seriös sind da nicht die Argumente, sondern das Anliegen, nicht auch noch zu Modernisierungsverlierern des nächsten Strukturwandels (hin zum „grünen und gesunden Kapitalismus“) werden zu wollen.

  • #9
    teekay

    Ich habe mehrere Jahre, auch in der Uebergangszeit um 2007, in England gelebt und waere sehr, sehr vorsichtig mit monokausalen Zusammenhaengen zwischen ‚Rauchverbot‘ und ‚Pub-Sterben‘. In diesem Zeitraum haben sich einige kulturelle und oekonomische Praemissen geaendert die ganz entscheidend zum Pub-Sterben beigetragen haben: Die Ausdehnung von Supermarktketten in laendlichen Raeumen. Tesco, Sainsbury’s oder ASDA verkaufen gerne Alkohol als ‚Lockangebote‘ unter Einstandspreis. Man bekommt, z.B. in der Vorweihnachtszeit Alkohol gefuehlt fuer umsonst beim Einkauf. Echter Anreiz fuer’s Trinken daheim, vorallem, wenn sich die gesamtwirtschaftliche Lage nicht verbessert. Das Oligopol von Pub-Betreibern und Brauereien hat seine Marktmacht weiter ausgebaut und diktiert Preise und Angebote bis zu einem Punkt, wo kleinen Pubs die Luft ausgeht. Das ist der Firma Wetherspoon’s aber ziemlich egal-faehrt man halt in die naechste Stadt zum Trinken. Es gibt nun auch in England verlaengerte, teilweise 24 Stunden, Oeffnungszeiten fuer Clubs und Kneipen. Gerade juengere Leute feiern nun bis 5 Uhr morgens in den Clubs der Innenstaedt waehrend der Pub um die Ecke nach wie vor um 23Uhr schliesst. Allen Klischees zum Trotz hat sich eine neue Kultur von Gastro-Pubs etabliert. Gutes, innovatives Essen gehoert zum Kneipenbesuch dazu. Erdnuesse und Walker’s Chips reichen da nicht mehr. Fuer Investitionen fehlte vielen Wirten das Geld. Highspeed-Internet und Kabelfernsehen haben hoehere Penetration erreicht. Fussball kann man jetzt auch online schauen, bzw. Kabelangeote sind guenstiger geworden (Telefon-, Internet-, Kabel-Bundles). Und dann auch noch das Rauchverbot…In der suedenglischen Stadt in der icht gelebt habe gibt es eine umfassende Pub-Kultur. Und es gibt Raucherzelte, Gas-Heizer und die Strasse zum Rauchen. Bei keiner Altersgruppe habe ich ausser ein paar Spruechen und Schulterzucken jemals klar gesagt bekommen, dass man weniger konsumiert weil man draussen Rauchen muss. Manche haben vielleicht den ‚Nanny state‘ beschuldigt, aber dann uebersehen, dass ihre Kiste Stella- oder Strongbow-Dosen im Sonderangebot ebenso zum Pub-Sterben beitraegt. Es gibt keine monokausale Erklaerung. Aber da nun die Debatte bekannt ist hilft nur eins: Wer ’seine‘ Eckkneipe retten will muss hingehen und moeglichst viel Geld in Alkohol investieren und beim draussen Rauchen die Zaehne zusammen beissen.

  • #10
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @teekay: Nach dem Rauchverbot hat sich das Pub-Sterben beschleunigt. Es ist nicht der einzige Grund, das habe ich ja auch nicht geschrieben, aber ein weiterer, entscheidender Faktor. Und wenn jetzt gutes Essen für viele dazugehört – schön. Aber warum soll es kein Angebot für diejenigen geben, die darauf keinen Wert legen? Wir leben in einer sich immer stärker differenzierenden Gesellschaft – und eine moderne Politik muss dieser Differenz Rechnung tragen und sie nicht mit den methoden von Volkserziehern verhindern.

  • #11
    Robin Patzwaldt

    Stefan, wir sehen die Sache ja im Prinzip ähnlich, wie wir gestern ja noch einmal hier festgestellt haben. Ich würde den Leuten auch die Wahl lassen.
    Aber ich habe in Nordamerika Städte besucht die ein tolles Nachtleben mit wirklich super ‚coolen‘ (und vollen) Kneipen hatten untd trotzdem ein striktes Rauchverbot vertragen haben. Es muss also auch mit Rauchverbot gehen. Sonst hätten Vancouver, Toronto, Dallas usw. ja nicht noch immer so belebte und spannende Kneipenviertel…. Da rauchen alle mit einem Drink in der Hand draussen vor der Tür und gehen dann nach dem Qualmen wieder rein…. Nicht unbedingt schön für die Raucher, aber voll so akzeptiert dort….

  • #12
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Robin: 6000 Pubs in England und über 4000 Kneipen in Bayern die nach dem Rauchverbot schließen mussten zeigen, dass die Harmonie so groß nicht sein kann. Und wir müssen anderen Staaten ja nicht alles nachmachen – oder wie stehst Du zu den AKWs in Frankreich und den USA? Das klappt da auch ganz gut und die Bevölkerung akzeptiert sie weitgehend und protestiert nicht so lautstark wie in Deutschland 🙂

  • #13
    Stefan Laurin Beitragsautor

    Hier ein offener Brief von Helge Klassen, dem Wirt des Lokals Zartbitter in der Bonner Südstadt an Michael Georg Aggelidis von der Linksfraktion im NRW Landtag:

    Sehr geehrter Herr Aggelidis,

    ich betreibe seit 1968 als Eigentümer das ZABI (Eckkneipe unter 70 qm) und habe schwere Zeit (Finanzen) durchgemacht – was nun kommt topt alles!.

    Etwa 50% der Gäste raucht und sichert mit einem Umsatzanteil von etwa 60 % an der Theke
    den Arbeitsplatz von 2 fest angestellten Mitarbeitern (einer ist schwer vermittelbar) sowie 2 bis 3 Studenten im Service. Beide Mitarbeiter habe ich vor etwa 8 Jahren gewinnen können, beide rauchen seit dem ich sie kenne – ich rauche nicht.

    Durch eine starke Lüftung (Zu- und Abluft) ist der Einraum in einen Nicht- und einen Raucherteil getrennt – alle Gäste sind zufrieden. Ein Rauchverbot entzieht die finanzielle Basis meines Betriebes ; mit 68 Jahren halte ich den Betrieb den Mitarbeitern zuliebe offen (auch als Hobby). Falls das Rauchverbot kommt, werde ich den Betrieb schließen – für mich ist gesorgt, für die Mitarbeiter nicht, sie werden „Kunde“ der „ARGE“!.

    Mir sind 4 Betriebe in der nahe Umgebung bekannt; mit gleicher Struktur. Nur sind die Inhaber nicht finanziell abgesichert – d.h. da werden die Inhaber und die Mitarbeiter bei der ARGE anstehen.

    Frau Steffens meint wörtlich : ein kleiner, nicht genau bezifferbarer Anteil der getränkeorientierter Kleingastronomie mit einem hohen Anteil an rauchender Stammkundschaft wird Nachteile hinnehmen müssen; ein merkwürdiges Verhältnis zur Wirklichkeit. In Bayern haben etwa 3.900 Kleinbetrieben schließen müssen. Es gibt mittel große Städte ohne Eckkneipen. Bürger, welche für das Verbot stimmten, wollen es so nicht vorausgesehen haben und würden heute nicht so abstimmen. Im engen Stadtgebiet häufen sich Klagen der Nachbarn über die vor der Türe stehenden Raucher – dem innerstädtischen „Klima“ ist dieses mehr als abträglich.

    Bitte bedenken Sie bei der Abstimmung die Situation der Kleinbetriebe. Besonders der „Ruhrport“ ist betroffen. Die Wähler dort finden das alles nicht lustig. Wollen Sie wirklich auf diese Kultur verzichten ?.

    Mit freundlichem Gruß
    Helge Klassen

  • #14
    teekay

    @Stefan: Gerade der Fall UK ist schon sehr paradox: Waehrend Alkohol leicht und guenstig im Supermarkt um die Ecke erhaeltlich ist und man mit erweiterten Oeffnungszeiten letzlich indirekt zu erhoehtem Alkoholkonsum (und den gesellschaftlichen Folgen (Polizeieinsaetze, Krankenhausaufenthalte, Arbeitsausfaelle)) animiert sagt der gleiche Staat dann ‚aber drinnen Rauchen gefaehrdet die Gesundheit und muss sanktioniert werden‘. Das passt natuerlich nicht zusammen. Der Umgang mit Alkohol in UK ist wahrscheinlich ein groesseres Problem als es Rauchen jemals war. Das erinnert mich fast schon an fruehere Ostblock-Staaten wo man ja auch froh war, wenn die Leute feierten und tranken anstatt sich politisch zu betaetigen…es gibt aber auch Studien aus Schottland die einen signifikanten Rueckgang von Herzinfarkten bei Maennern seit dem Rauchverbot attestieren. Man koennte es vielleicht so drehen, dass das Rauchverbot notwendig war um den ungesunden Pub-Lebensstil zu durchbrechen…Irgendwas ist anders und besonders am Zusammenspiel von Politk, Rauchverboten und dem ‚Nanny-Staat‘-und das, obwohl die Tabak-Lobby doch so gross ist…

  • #15
    Robin Patzwaldt

    @Stefan: Ich verstehe ja deine persönliche Betroffenheit, aber der Wirt meiner ehemaligen Stammkneipe hier in Waltrop hat mir gegenüber schon vor 1998 vom Kneipensterben berichtet und den unmittelbar bevorstehenden Untergang der Eckkneipen heraufbeschworen. Das ‚Posthorn‘ in Waltrop gibt es aber auch heute (unter anderem Namen) noch. Nach seiner Pensionierung zwar unter neuer Leitung, aber pleite ist es offenbar noch immer nicht…
    Ich will damit nur sagen: Kneipen können auch nach neuen Strategien und Ideen suchen, wenn das angekündigte Gesetz wirklich so umgesetzt werden sollte. In Übersee gibt es auch, trotz radikalem Rauchverbot, noch schöne Kneipen. Unbestritten wird es auch hier (wie in Bayern) einige weitere Kneipen, die derzeit eh schon auf der Kippe stehen, die Existenz kosten. Aber ob die nicht eh früher oder später sterben würden, das wäre zumindest gut möglich, denn Kneipenumsätze schrumpfen offenbar schon lange…

  • #16
    Nansy

    @TEEKAY:
    Es gibt keine monokausale Erklaerung? Natürlich gibt es immer auch andere Einflüsse. Zumindest sollte man sich einige kritische Fragen stellen, wenn man sich nicht nur auf England bezieht, sondern auch andere Länder mit totalen Rauchverboten betrachtet. Auf den Kanarischen Inseln mussten 354 Kneipen infolge des Rauchverbots schließen, Spanien: in Madrid 700, in Andalusien 424 und Galicien 367 Schließungen.
    http://www.wochenblatt.es/1000003/1000001/0/25595/article.html
    Irland hat seit Einführung des Rauchverbots zwischen 15 und 20 Prozent seiner Pubs verloren. In Bayern sieht die Bilanz nur deshalb nicht so schlecht aus, weil man einfach die Zahlen aus der Systemgastronomie (Fast-Food-Ketten) und Sternerestaurants (in denen man schon lange nicht mehr rauchen darf) mit den Zahlen der „getränkegeprägten Kleingastronomie“ vermischt. So geht Statistik auch! Aus Belgien werden ebenfalls viele Kneipenschließungen gemeldet.
    Natürlich wird von interessierter Seite versucht dieses Kneipensterben runter zu rechnen. Bei der fülle der Zahlen wird das aber immer schwieriger.

  • #17
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @teekay: Ich denke mal das Alkohol das nächste große Thema ist. Und dann kommt das Essen dran. Das Ideal des gesundheitsbewussten Öko-Mittelständlers wird schon erzwungen werden. Dazu die Jungle World:
    Der neopuritanische Kontrollstaat ist jedoch eine Gefahr für die Bürgerrechte. Anders als die gewöhnliche staatliche Repression, die zumindest den Verdacht eines Verbrechens voraussetzt, greift die Kontrolle ständig in das Privat- und Intimleben ein.
    Der Aufstieg einer neopuritanischen Bourgeoisie wirft jedoch noch eine andere Frage auf: Wozu ist ein Wirtschaftssystem gut, in dem nicht einmal mehr die herrschende Klasse ihren Spaß hat?“
    http://emanzipationoderbarbarei.blogsport.de/2006/11/14/106/

  • #18
    Robin Patzwaldt

    @Stefan #12: Noch kurz zur Ergänzung: Mein Protest gegen die AKWs hier in D ist aber nicht 10% so intensiv wie dein Widerstand gegen das verschärfte Rauchverbot 😉 😀

  • #19
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Robin Patzwaldt: Es geht darum dass der Staat einen exzessiven Lebensstil unterbinden will und die dafür nötigen Orte zerstört. Er propagiert ein Ideal und marginalisiert alle, die sich dem widersetzen. Kann ja sein, das Kneipen das Rauchverot überleben – aber es werden andere Kneipen sein. Und diese Entwicklung ist erzwungen und nicht dem Wandel geschuldet. Darum geht es: Um den Zwang der ausgeübt wird sich einem Ideal anzupassen. Von einer Partei die angeblich emanzipatorisch ist (Und die Grünen geben ja vor das zu sein) würde ich eigentlich eine Politik erwarten, die Differenz ermöglicht. Aber die Grünen sind keine emanzipatorische Partei sondern eine der Volkserzieher und damit längst konservativer als die CDU:
    Die Grünen halten sich für eine liberale Partei. In Wirklichkeit stehen sie für einen neuen und rigorosen Konservativismus. Von Einheitsschule, Gewerbesteuer für Freiberufler bis Tempolimit. Grüne Politik bedeutet moralische Zwangsverordnung statt Einsatz für die Freiheit jedes einzelnen.
    http://www.cicero.de/berliner-republik/die-gruenen-nicht-liberal-sondern-stockkonservativ/42902

  • #20
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Robin Patzwaldt: Jeder setzt seine Prioritäten anders – und ich war immer schon ein sehr engagierter Mensch 🙂

  • #21
    Robin Patzwaldt

    @Stefan #19: Da bin ich ja ganz bei dir. Ich bin da auch kein Fan von. Deine Kritik ist berechtigt! Aber relativierend muss man doch sagen, dass Du ja auch zukünftig in die Kneipe deiner Wahl gehen kannst, du musst dann ’nur‘ draussen rauchen.
    Aus meiner Sicht gibt es aber derzeit mindestens ein volles Dutzend Themen die mindestens genasuso ‚aufregenswert‘ sind…

  • #22
    Robin Patzwaldt

    @Stefan #20: Das ist richtig. Es sei dir auch gegönnt. 😀 Planst Du demnächst auch mal einen so engagierten Kampf zum Thema ‚Hoffnungslose Überschuldung der Kommunen in NRW‘? Das ist z.B. ein Thema das mich ‚halb wahnsinnig‘ macht, derzeit… Ich sehe uns hier in 10 Jahrern beispielsweise schon wieder (überspitzt formuliert) auf Schotterpisten durch NRW fahren, so schlecht wie die Verkehrswege hier derzeit nur noch gepflegt werden….

  • #23
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Robin Patzwaldt: Ich plane mehrere Geschichten zu dem Thema Kommunen, Land und Finanzen und hab ja auch schon ein paar geschrieben.

  • #24
    Robin Patzwaldt

    @Stefan: Zurecht. Denn das was da derzeit abgeht, das kann es ja wohl nicht sein. Ein kleines Beispiel: Pünktlich am 02.01.12 ist die hiesige Stadtverwaltung mal wieder mit ein paar Eimern Kaltasphalt durch die Gemeinde gezogen und hat die dringendsten Schlaglöcher geflickt. Offenbar war seit Sommer dafür schon kein Geld mehr da, denn in den letzten Monaten wurde da offenkundig nichts mehr gemacht. Wie lange dieser Kalktasphalt nur hält, das ist hinlänglich bekannt….
    Das ist, aus meiner Sicht ein echter Skandal, denn was ich heute in der Straßenpflege versäume, das zahle ich in ein paar Jahren ja zigfach drauf. So wird leichtfertig unsere Infrastruktur ruiniert. Macht soetwas ein Bundesland/eine Gemeinde das/die in Zukunft noch positiv von sich reden machen will?

  • #25
    Helmut Junge

    für draußen rauchende Journalisten und Schriftsteller hatte ich grade die kreative Idee von einem umschnallbaren IPad mit Regenhaube und Aschenbecher.

  • #26
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Helmut Junge: Ich werde mich künftig stärker für den Klimawandel engagieren: Sind im Januar die Nächte lau interessiert das Verbot keine Sau 🙂

  • #27
    Helmut Junge

    @Stefan Laurin,
    Wenn Du in einen Biergarten gehst, darfst Du da zwar Rauchen, aber vermutlich bald keinen Alkohol mehr trinken. Wenn die CDU das mal durchbringt.

  • #28
  • #29
  • #30
  • #31
    Nansy

    Viele glauben törichterweise heute noch, mit Rauchverboten in Kneipen und Restaurants werde es sein Bewenden haben. Nachdem viele Regierungen einen Eindruck davon bekommen haben, wie leicht es ist, autoritäre Maßnahmen unter dem Deckmäntelchen des Gesundheitsschutzes durchzupeitschen, drängen sie jetzt danach, das Rauchen nahezu überall zu verbieten. New York hat es in allen öffentlichen Parks, auf Plätzen und an Stränden verboten. Einige Bundesstaaten in den USA und Australien haben mittlerweile auch das Rauchen in privaten Fahrzeugen verboten. Einen Eindruck von den Zielen vieler Gesundheitsfanatiker erhält man auch in den Leserkommentaren, wo jetzt schon Rauchverbote in den Außenbereichen der Gastronomie gefordert werden. Somit erweist sich die Behauptung, Rauchverbote in der Öffentlichkeit dienten dem Schutz der Nichtraucher vor sogenanntem Passivrauch, als Lüge zur Erreichung eines Etappenziels.
    Es ist ja bereits öfters erwähnt worden, dass Rauchverbote nur ein Punkt in einer ganzen Reihe von Umerziehungsmaßnahmen ist. An Alkoholverboten wird schon fleißig gearbeitet. New York hat schon versucht per Verordnung den Restaurants das Salzen von Speisen zu verbieten (vorerst gescheitert), Parfümverbote für staatliche Angestellte gibt es bereits in bestimmten Städten der USA und Kanadas. Raucher und dicke Menschen müssen Kuren zwangsweise absolvieren, bevor sie in bestimmten Kliniken aufgenommen werden.
    Wer sich also über Raucher in Glaskästen auf der Straße lustig macht, hat noch keinen wirklichen Überblick über die Situation.
    Es ist also höchste Zeit, diese Gesundheitsdiktatur aufzuhalten.

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  • #33
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Nansy: Im Kern geht es darum, gewisse Gruppen aus der Öffentlichkeit zu drängen.

  • #34
  • #35
    Nansy

    Stefan Laurin – schon richtig, gewisse Gruppen sollen aus der Öffentlichkeit gedrängt werden, aber nur als Etappenziel und um den Druck zur Umerziehung zu erhöhen. Wenn sie sich die Entwicklung bei den Rauchverboten anschauen: der Durchbruch kam mit der Verbreitung des Passivrauches (Second-Hand-Smoke) als Argument. Danach „entdeckte“ man den Third-Hand-Smoke (Kleidung, Tapeten, Teppiche) um nun auch auf den geschützten privaten Bereich der Wohnungen Zugriff zu bekommen. Nun, man fasst es nicht, hat man offenbar den Fourth-Hand-Smoke entdeckt, um die Ausgrenzung von Rauchern weiter voranzutreiben. Und das geht so: in Haaren und Kleidung von Personen, die mit Rauchern in Kontakt kommen, haben sich angeblich viele Giftstoffe festgesetzt. Kinder sollen also gefährdet sein, wenn sie mit Nichtrauchern in Kontakt kommen, die selber mit Rauchern Kontakt hatten.
    http://tobaccoanalysis.blogspot.com/2010/11/article-warns-of-dangers-of-fourth-hand.html
    Es wird also weitergehen mit dem Druck zur Umerzeihung, auch bis weit in die privaten Bereiche der Bürger hinein.

  • #36
    Freidenker

    Man darf gespannt sein, wie lange sich das Volk diese Gesellschaftsklempnereien noch gefallen lassen. Hier wurde schon richtig angemerkt, dass Alkohohl und Essen längst auf der Agenda unserer Volkserzieher stehen. Deutschland (Europa) auf dem Weg in die Knechtschaft; und kaum jemanden interessierts.

    „Mein Leben ist mir zu kostbar, mich unter einen Apfelbaum zu stellen und ihn zu bitten, Birnen zu produzieren. Ich nicht mehr. Ich habe mit diesem Land … nichts mehr zu schaffen“ (Kurt Tucholsky)

  • #37
  • #38
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Ingeborch: Das Gesetz in NRW ist deutlich radikaler als die Regelungen in Hessen. Es ist sogar radikaler als die Regeln in Bayern, die das Rauchen in gechlossenen Gesellschaften erlauben.

  • #39
    Alfred Mayer

    Ich habe 70 Jahre lang unter der Rücksichtslosigkeit der Raucher gelitten und hätte mich gefreut, wenn es in München wenigstens 3 oder 4 rauchfreie Lokale gegeben hätte. Das war nicht möglich. Auch kein einziges rauchfreies Wiesnzelt.
    Der Hotel- und Gaststättenverband hat vor langer Zeit NR-Schutz versprochen und nicht eingehalten. Es ging nur darum, den Gesetzgeber von einem Eingriff abzuhalten.
    Die NR sind jetzt endlich in der Mehrheit und haben sich nun ebenso egoistisch durchgesetzt, wie es die Raucher vorgemacht haben.
    Was passiert den Rauchern schon ? Sie können nur nicht mehr überall und immer rauchen, aber weiterhin ihre Angehörigen, insbesondere die ihnen ausgelieferten Kinder einnebeln, wie man das immer noch ständig beobachten kann. Dei armen Kinder werden sich auch einmal rächen.
    Und was ist mit den bedauernswerten Mietern, die Kettenraucher als Nachbarn haben. Ihnen bleibt nur der Auszug. Aber wohin ?
    Die Umsätze der Gaststätten in Bayer, Irland und Italien aber eher zu- als abgenommen.

  • #40
    Nansy

    @Alfred Mayer
    Niemand zwingt sie in ein so gekennzeichnetes Raucherlokal zu gehen. Nichtraucherlokale sind genügend vorhanden, also was ist das Problem?
    Worauf beziehen sie sich nun? Auf den Schutz vor dem angeblichen Passivrauch oder auf Geruchsbelästigung? Wenn es Geruchsbelästigung sein sollte (z.B. Raucher als Nachbarn), dann müssen sie mir erklären, ob sie gegenüber Leuten die in ihren Wohnungen Gerichte mit Knoblauch zubereiten, genauso unduldsam sind?
    Ihre Erwähnung von Angehörigen von Rauchern, Mietern, Kindern u.s.w. läßt darauf schließen, dass sie Eingriffe in die Privatsphäre anderer Leute durchaus befürworten würden. Gott sei Dank sind wir noch nicht soweit. Aber es zeigt deutlich welche Gefahren für das Persönlichkeitsrecht in dieser Debatte liegen.

    Über den Rückgang der Umsätze in Gaststätten von Ländern mit scharfem Rauchverbot ist schon weiter oben berichtet worden. Es gibt genügend Zeitungsmedungen aus diesen Ländern die von Schließungen berichten.

  • #41
    Ingeborch

    Herr Mayer, die eingenebelte Kinder rächen sich, indem datt sie ab zwölf, dreizehn Jahre ebenfalls quarzen – watt die Eltern dann dringend versuchen zu verbieten.

  • #42
    mir

    Ich verstehe nicht warum nicht mehr sich aufregen. Es geht hier um eine Freiheit, die es bisher gab und nun beschränkt wird. Diese Freiheiten in der Lebensweise gehören in der Demokratie zwingend dazu. Es geht doch hier um legale Drogen. Zuallererst betrifft diese Einschränkung Wirte. Ich halte das für eine Errungenschaft, das unterschiedliche Lebensweisen gelebt werden können ohne zwingende staatliche Reglementierung. Den Vorwurf der „Volkserziehung“ finde ich eigentlich sehr passend.

  • #43
    Alfred Mayer

    @nansi.Ich habe nur zu erklären versucht, wie es zu dem umfassenden NR-Schutz gekommen ist, nämlich durch jahrzehntelange Ignoranz und Rücksichtslosigkeit seitens der Raucher, Wirte und deren einseitige Interessenvertreter.
    Aber wo ist denn Ihr Problem. Sie dürfen doch rauchen, lediglich da nicht, wo Arbeitnehmer zum Mitrauchen gezwungen werden. Ist Ihnen denn wirklich die Gesundheit von Arbeitnehmern unwichtig, Hauptsache Sie können immer und überall rauchen ?
    Haben Sie übrigens auch nur einen Hauch von Ahnung, wieviele Tropenwälder für Tabakanbau und -fermentierung abgeholzt werden ?
    Natürlich nicht, sonst wären Sie längst in unserem Lager.

  • #44
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Alfred Mayer: Arbeitnehmerschutz taucht im Gesetz nicht auf. Darum geht es dabei nicht, das ist auch nicht Aufgabe des Landes. Sie haben das Gesetz nicht verstanden. Und wissen Sie wie viel Tropenwälder für Biosprit abgeholzt werden? Grüne Spinnereien sind nicht gut für die Umwelt 🙂

  • #45
    Eva

    @ Stefan: „Ihre Erwähnung von Angehörigen von Rauchern, Mietern, Kindern u.s.w. läßt darauf schließen, dass sie Eingriffe in die Privatsphäre anderer Leute durchaus befürworten würden. … Aber es zeigt deutlich welche Gefahren für das Persönlichkeitsrecht in dieser Debatte liegen.“
    Und was ist mit der Privatsphäre und dem Persönlichkeitsrecht von Kindern, die von ihren Eltern täglich nahezu rund um die Uhr zugequarzt werden? Haben die Eltern einen Anspruch auf Privatsphäre, die Kinder aber nicht? Steht das Recht der Eltern, ihrer Sucht nachzugehen, über dem Recht der Kinder auf ungiftige Atemluft?

  • #46
    Nansy

    @Alfred Mayer:
    Die Sorge um die Gesundheit der Bedienungen in der Gastronomie ist nur vorgeschoben. Es wird völlig vergessen, dass gut zwei Drittel der Angestellten in der Gastronomie selbst rauchen und daher wohl kaum vor dem ominösen Passivrauch geschützt werden müssen. Niemand zwingt nichtrauchendes Personal, in der Rauchergastronomie zu arbeiten. Oft werden die kleinen Kneipen vom Inhaber selbst geführt. Dieser Inhaber muß nach ihrer Meinung vor sich selbst geschützt werden, indem er die Existenz seiner Kneipe durch Rauchverbote aufs Spiel setzt?
    Auch ein Verkäufer, der einen vegetarischen Lebenswandel pflegt, ist nicht dazu gezwungen, in einer Metzgerei zu arbeiten.
    Mir sind im übrigen Verbotsanhänger lieber, die ihre Absichten klar kundtun und nicht die Sorge um die Gesundheit der Bedienungen vorschieben.

  • #47
    Nansy

    @ EVA
    Sie treffen genau den Punkt. Ihre Bemerkung „Und was ist mit dem Persönlichkeitsrecht von Kindern, die von ihren Eltern täglich nahezu rund um die Uhr zugequarzt werden?“
    Sie weisen ja selbst auf die Problematik hin. Denn woher wissen Sie, wie stark und ob überhaupt die Kinder unter dem Rauch ihrer Eltern „leiden“ müssen? Sie vermuten das…, Sie kennen jemand…, Sie haben gehört… und, und, und. Wollen Sie ein Spitzelsystem etablieren oder fordern Sie regelmäßige staatliche Kontrollen der Wohnungen? Was ist mit Eltern die den Kamin regelmäßig anzünden, oder ihre Kinder ungesund ernähren? Muß das kontrolliert werden, auch bis in die Wohnung hinein?
    Denken Sie doch nochmal über Privatsphäre und Persönlichkeitsrecht nach, bevor Sie ihre Vorstellungen von einer freien Gesellschaft verbreiten. Freiheit ist immer auch die Freiheit sich zu irren.

  • #48
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Nansy: An einem umfassenden Überwachungssystem wird für die Volkserzieher mittelfristig kein Weg vorbeiführen.

  • #49
    Nansy

    @Stefan
    Darauf läuft es hinaus. Und das Erschreckende daran ist, dass sich viele Bürger in einem solchen Überwachungsystem äußert wohl fühlen. Die staatliche Rundumfürsorge bis in die privatesten Bereiche wird geradezu gewünscht und verlangt.

  • #50
    Eva

    @ Nansy: Die schädliche Wirkung des Passivrauchens gerade für Kinder ist keineswegs eine vage Vermutung von mir, sondern ein vielfach wissenschaftlich belegter Befund. Viele werdende Eltern entscheiden sich dafür, mit dem Rauchen aufzuhören, um die Gesundheit ihrer Kinder nicht zu gefährden. Sind das Ihrer Meinung nach Idioten, weil die sich freiwillig einschränken? Ich halte diese Eltern für verantwortungsvoll. Andere rauchende Eltern nehmen keine Rücksicht auf ihre Kinder. Ein Recht auf unvergiftete Atemluft gestehe ich jedoch allen Kindern zu, unabhängig davon, wie ihre Eltern sich verhalten.
    Sie reden so viel von Freiheit und Selbstbestimmung. Dann beantworten Sie mir doch bitte folgende Fragen: Inwiefern ist ein Kind, das von seinen Eltern zugequalmt wird, frei und selbstbestimmt? Ist es sein freier Wille, täglich passiv zu rauchen? Hat es die Möglichkeit, nicht mitzurauchen, wenn es dies nicht möchte?

  • #51
    Walter Stach

    Und nun das auch noch! Arbeitgeber wollen konsequenter als bisher die „Raucherpause“ nicht mehr als (bezahlte)Arbeitszeit anerkennen. Das lese und das höre ich heute.Gibt es eine staalich-privatwirtschaftliche „Verschwörung“ gegen die Raucher, gegen ihre individulle Freiheit im öffentlichen Leben und im Beruf? Ich bemühe mich ja seit einige Tagen, durch solch ironische Anmerkungen dazu beizutragen, daß nicht immer so fundamentalistisch, so grundsätzlich, so ausschließlich rechthaberisch -von jeder Seite!-die Überlegungen der Landesregierung kommentiert werden, das bestehende „Verbotsgesetz“ zu Lasten der Raucher zu verschärfen. Meine Bemühungen sind bisher stets gescheitert;wenn wundert’s.

  • #52
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Walter Stach: Das würde ich nicht so ernst nehmen. Der BVMW ist kein ernstzunehmender Verband sondern eher ein Networking-Unternehmen und Ohoven auch kein ernstzunehmender Unternehmensvertreter, Das kann man schön auf diesem Video sehen:

  • #53
    Walter Stach

    Stefan, ich meine, daß gestern auch der Personalchef einer größeren Arbeitsagentur erklärt hat, die Raucherpausen würden innerhalb seines „Betriebes“ nicht mehr im Rahmen der Arbeitszeit und ohne geldliche Einbußen geduldet. Bezüglich dieser Raucherpausen bin ich und war ich allerdings „so frei“, diese ohne Konsequenzen den Rauchern zuzugestehen, auch als ich darüber selbst zu befinden hatte. Ich habe seinerzeit nie von nennenswerten Beschwerden der Nichtraucher gehört. Ich halte generell nichts von einer durch die Unternehmensleitung/d.d.Verwaltungsvorstand bis ins kleinste geregelte Handhabe/Gestaltung d.täglichen/wöchentlichen/monatlichen Arbeitszeit. Das kann die jeweilige Betriebs-/Verwaltungseinheit im Rahmen genereller Vorgaben im Detail viel besser. Dazu gehört dann eben auch, daß man in diesen kleinen Einheiten eigenständig und einvernehmlich darüber befinden sollte, wann die Raucherpausen am besten in den Betriebsablauf passen und wie lange sie im Regelfall sein sollten. Diese Freiheit und Eigenverantwortung der Mitarbeiter wird im Regelfall nicht mißbraucht, sie trägt erfahrungsgemäß sogar zur Produktivität des einzelnen Mitarbeiters und seiner Betriebseinheit/seines Fachbereiches bei, eben auch was die Raucherpausen angeht.

  • #54
    Peter Podewitz

    @Alfred Mayer
    Werter Herr Mayer. Entschuldigung, aber hier hat, soweit ich das sehe, niemand verlangt oder gefordert „immer und überall“ rauchen zu dürfen, sondern nur und lediglich in gekennzeichneten Raucherkneipen. Wo ist ihr Problem. Möglicherweise traumatische Spätfolgen ihres 70jährigen Martyriums?
    @Eva
    Reden wir noch über dasselbe? Was hat das herzerweichende Schicksal der armen Kinderchen mit einem Rauchverbot in RAUCHERKNEIPEN zu tun? Ich fürchte, Du bist schon einen Schritt weiter. Aber keine Sorge die häusliche Gesundheitsaufsicht mit unangekündigten Stichproben-Kontrollen kommt ja vielleicht auch noch. Nebenhin bemerkt denke ich mal, daß jene Klientel, die ihren Kindern verantwortungslos das Heim vollraucht, wahrscheinlich noch andere, weit aus bedenklichere erzieherische Defizite aufweist.
    Also bitte: laß die Kirche im Dorf, die Kinderchen zuhause und die Raucher in ihren Raucherspelunken.

  • #55
    Nansy

    @Eva
    Passivrauch ist ein statistisches Produkt. Durch epidemiologischen Studien versucht man einen Zusammenhang zwischen Krankheiten und Passivrauch herauszufinden. Der Surgeon General in den USA hat in seinem letzten Bericht die Ergebnisse von 64 Studien zum Passivrauch bekanntgegeben:
    Von den 64 Studien zeigten 9 einen statistisch signifikanten positiven Zusammenhang, 2 fanden einen entsprechenden negativen Zusammenhang, 53 fanden keinen statistisch signifikanten Zusammenhang.
    In Deutschland werden die „schlechten Nachrichten“ über den Passivrauch überwiegend durch die Leiterin der “Stabsstelle Krebsprävention” beim DKFZ, Dr. Martina Pötschke-Langer verbreitet. Und die Presse schreibt ihre Meldungen gnadenlos ab, ohne nach der Quelle oder den Hintergründen zu fragen. Dabei könnte eine Google-Suche schon weitere Erkenntnisse bringen. Frau Dr. Pötschke-Langer ist nämlich auch die Leiterin des „Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle der WHO im DKFZ“ (gleiche Adresse). Das bedeutet, der gute Name des DKFZ (Deutsches Krebforschungszentrum Heidelberg) wird hier als Deckung für die Lobbyinteressen der WHO-Tabak-Kontrolle genutzt, die laut eigener Aussage an der Verwirklichung einer „tabakfreien Welt“ arbeitet. Und für dieses Ziel greift man auch zu dubiosen Methoden. Zu den „Zahlenspielereien“ der WHO gibt es übrigens einen interessanten Artikel:
    http://www.aerzteblatt.de/archiv/27756

    Wie dem auch sei, sie umgehen irgendwie die Frage, wie sie denn die totale Kontrolle über die „unvernünftigen Eltern“ erlangen wollen. Wenn sie die Eltern auf den nach ihrer Sicht „richtigen Weg“ bringen wollen (bei falscher Ernährung, rauchenden Eltern, falscher Erziehung u.s.w.) wie möchten Sie da vorgehen? Nochmals: Wollen Sie ein Spitzelsystem etablieren oder fordern Sie regelmäßige staatliche Kontrollen der Wohnungen? Und meine Frage an Sie, in welcher Art von Gesellschaft wollen Sie zukünftig leben? Haben Eltern in dieser Gesellschaft überhaupt noch Rechte, oder sollen sie nur noch kontrollierte Ausführende einer Gesundheitsdiktatur sein?

  • #56
    Eva

    @ Peter & Nansy: Die Erweiterung des Themas von Kneipen auf den häuslichen Bereich kam nicht von mir, sondern von anderen Kommentatoren (39,40). Ich halte das Thema allerdings auch für sehr wichtig. Natürlich würde es einen Eingriff in die Privatsphäre und das elterliche Erziehungsrecht bedeuten, wenn man versuchen würde, Kinder vor dem Passivrauchen zu schützen. Allerdings gibt es zum Schutze der Kinder bereits jetzt jede Menge Regelungen, durch die Eltern im Bedarfsfall eingeschränkt werden können: Wenn sie ihre Kinder schlagen, ihnen Nahrung vorenthalten, sie nicht zur Schule schicken u.ä. greift der Staat auch ein (unabhängig davon, ob diese Dinge innerhalb oder außerhalb der Wohnung geschehen). Sollte das dann Ihrer Meinung nach auch alles unterbleiben, um die Privatsphäre der Eltern zu schützen?
    Nansy, die Schädlichkeit des Passivrauchens steht außer Frage. Das ist ein wissenschaftliches Basic. Wir können hier nicht jedes Mal das Rad neu erfinden und über Befunde diskutieren, die schon seit Jahrzehnten bekannt und bestens belegt sind. Wenn sich überwiegend Krebsforscher zu diesem Thema äußern, dann könnte das daran liegen, dass die als erste mitbekommen, welche Folgen das Rauchen und das Passivrauchen haben. Warum unterstellen sie diesen Fachleuten bösartige Motive? Die wollen keine Hetze gegen Raucher betreiben, sondern möchten Leute darauf aufmerksam machen, welche drastischen Folgen das Rauchen hat (im Vergleich zu Nichtrauchern u.a. eine um durchschnittlich 10 Jahre kürzere Lebenserwartung und eine deutlich geringere Lebensqualität in den letzten 2 Lebensjahren aufgrund der Folgeerkrankungen des Rauchens). Es wäre unverantwortlich, all diese Dinge zu wissen und sie nicht in der Öffentlichkeit zu verbreiten.

  • #57
    Peter Podewitz

    Liebe Eva
    Zunächst mal sehe ich immer noch nicht, inwieweit das Zuqualmen von Kindern durch die Eltern eine Diskussion um ein Rauchverbot in Raucherkneipen bereichern könnte. Der Hinweis, das Thema sei von anderen Kommentatoren aufgebracht worden macht es da auch nicht besser. Darüberhinaus atmet das Zusammenschmeißen von häuslichem Mißbrauch und Passivrauchen den Hauch des Perfiden. Tatsächlich scheint es mir eher so zu sein, daß Du gerne neben den ohnehin vollkommen berechtigten Eingriffen bei Mißhandlungen oder Fällen extremer Verwahrlosung ein Etikett „Verantwortungslos“ konstruieren möchtest, welches naturgemäß zu bedenklichen Auslegungen führen würde. Passivrauchen mag ja vieles machen, aber blaue Flecken, die der Kinderarzt oder Lehrer oder sonstwer außenstehendes melden könnte, verursachen Sie nicht. Also beantworte doch bitte lieber erstmal die Fragen zur Kontrollierbarkeit, danke.
    Zum Thema „Passivrauch“ solltest Du bitte schon auf die Dar- und Vorstellungen von Nansy eingehen. Einfach sagen: meine Position ist „wissenschaftliches basic“ und da kann niemand was dagegen sagen, das ist – tschulligung, bitte nicht schlagen – ein kleines bisschen arrogant und selbstgerecht. Das erinnert stark an die seltsame Haltung bei Streitgesprächen zu einem bestimmten Sachverhalt die Verteidigung der eigenen Position mit einem herzhaften „Es ist doch unstrittig, daß“ einzuleiten.
    So, jetzt gehe ich mal, daß Rad neu erfinden – ich glaube, ich hab da ein, zwei interessante Ideen …

  • #58
    Hermann aus NRW

    Hallo ihr Lieben,
    Als Nichtraucher aus Überzeugung sollte ich mich über alles freuen, was anderen den Abschied von den Glimmstengeln leicht macht.

    Aber was ich hier lese, geht entschieden zu weit!
    Ich habe diesen Artikel bei novoargumente gefunden. Vielleicht hilft der, die Diktatur der Gesundheitsministerin zu verhindern, der Buchautor scheint gut Bescheid zu wissen.

    Gesundheitszwang weltweit: Günter Ropohl rezensiert „Der Krieg gegen die Raucher“
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000897

  • #59
    Gabi Schramm

    Na da Bedank ich mich doch recht herzlich,hatte nämlich geplant noch im diesem Frühjahr eine Kneipe zu eröffnen.Wollte aus der Arbeitslosikkeit hinaus,aber jetzt falle ich dem Vater Staat eben noch ein bisschen länger zur lasst.Wenn ich mal so nachdenke hatten wir doch schon mal jemanden der uns vorgeschrieben hat wie und mit wem man zu leben hat.Erst war es eine bestimmte Religionsansicht (JUDE),jetzt sind es die RAUCHER.wer wird der nächste?.Müssen wir uns wirklich gedanken darüber machen, das man nicht mehr Essen darf was man will,weil zuviel Süsses ruinirt die Zähne,Herzverfettung und vieles mehr sind die folge.Bekomme ich demnächst Besuch in meiner Wohnung,KONTROLLE des Bürgers kann man auch übertreiben meine Damen und Herren.Mein Blutwerte und mein Allgemeiner Gesundheitszustand sind bestens. Und das nach fast 40Jahren Rauchen.Rauchen KANN die Gesundheit schädigen,kein zweifel,aber spazierengehen an einer Hauptstrasse auch.In diesem Sinne fällt meine Stimme bei der nächsten Wahl bestimmt nich euch zu.

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