DFB-Elf nach Titelgewinn nun vor größeren personellen Herausforderungen

Philipp Lahm in Brasilien. Quelle: Wikipedia, Foto: Agência Brasil, Lizenz: CC BY 3.0
Auch Philipp Lahm wird der DFB-Elf demnächst fehlen. Quelle: Wikipedia, Foto: Agência Brasil, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Erst Phillip Lahm, dann Miroslav Klose und nun also auch noch Per Mertesacker. Drei prominente Spieler der Weltmeistermannschaft ziehen sich ab sofort auf ihr ‚Altenteil‘ zurück, wollen sich zukünftig ganz auf ihre Aufgaben im Verein konzentrieren. Der Titel in Brasilien hat sie für sich persönlich erkennen lassen, dass der Zeitpunkt für einen Rücktritt mit dem begehrtesten Pokal der Fußballwelt in der Hand, ideal für einen Abschied auf dem Zenit des möglichen Erfolges als Nationalspieler ist.

Die Deutsche Auswahl wird nun also, ob man beim DFB will oder nicht, zwangsweise vor einige Probleme gestellt, wenn altgediente Eckpfeiler der Mannschaft ab sofort wegbrechen, die ohnehin recht junge Mannschaft zukünftig somit wohl noch weiter verjüngt werden wird. Die Truppe, welche die Qualifikation für die Europameisterschaft im Jahre 2016 angehen wird, wird zwangläufig ein anderes Gesicht haben als die Mannschaft, welche vor wenigen Wochen in Berlin mit den Massen den Triumph von Brasilien  gefeiert hat.

Eigentlich wäre das, wie von mir hier vor Wochen bereits öffentlich zur Diskussion gestellt, auch der ideale Zeitpunkt für das Trainergespann um Jogi Löw und Andi Köpke gewesen sich nach neuen Herausforderungen umzuschauen. Auch für Sie hätte gelten können: ‚Man sollte aufhören wenn es am Schönsten ist!‘. Man hat sich jedoch bekanntlich anders entschieden.

Löw& Co. werden den teilweisen Neuaufbau der Nationalmannschaft mit vorantreiben. Das ist für sie nicht ohne Risiko. Natürlich ist die Auswahl an Top-Spielern, gerade auch jüngeren Jahrgangs, in Deutschland aktuell relativ groß. Das Risiko des Scheiterns, welches man wohl mit einem relativ frühen ‚Aus‘ bei der anstehenden EM definieren könnte, ist nicht gerade gering, wie es scheint.

Die Auswahl des DFB wird zukünftig wohl ein sehr junges Gesicht haben, das dürfte nach dem Abschied der ‚Senioren‘ bereits klar sein. Jüngere Spiele unterliegen aber naturgemäß in besonders starkem Masse noch Schwankungen bei ihren Leistungen und können sicherlich nicht so verlässlich als zukünftige Stützen der Mannschaft fungieren, wie das Leute vom Schlage eines Lahm, eines Klose, oder eines Mertesacker zuletzt konnten.

Man darf somit gespannt sein, welche Spieler nun mehr in die Rolle eines Führungsspielers rücken werden, die man vielleicht noch nicht so sehr auf dem ‚Zettel‘ hatte. Ein Mats Hummels dürfte da sicherlich ein logischer Kandidat sein. Aber auch Spieler wie Julian Draxler oder Mario Götze müssen zukünftig die Chance ergreifen, in der Hierarchie der Mannschaft deutlich weiter aufsteigen, wenn die Zukunft des Deutschen Fußballs durch die diversen Abgänge der letzten Wochen nicht spürbar geschwächt worden sein soll.

Es ist und bleibt also spannend rund um die Löw-Truppe. Ausruhen auf dem WM-Titel ist nicht. Das haben die jüngsten Rücktritte wohl auch für Jogi Löw glasklar dokumentiert…

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3 Kommentare

  1. #1 | Thorsten Stumm sagt am 17. August 2014 um 21:15 Uhr

    Ich finde es gut das Löw weitermacht…

  2. #2 | Thomas Weigle sagt am 18. August 2014 um 20:07 Uhr

    Mit Jogi zu neuen Ufern! Auf zur EURO 2016! Und Robin kuriert derweil seine Jogiallergie!

  3. #3 | Robin Patzwaldt sagt am 18. August 2014 um 20:15 Uhr

    @Thomas: Geht doch gar nicht um eine Jogiallergie bei mir. Ich halte ihn schlicht für einen nur mäßigen Trainer, wie ich an anderer Stelle ja schon zu begründen versucht habe. Hier stellt sich nun aber doch die Frage, ob der Zeitpunkt für einen Abschied mit einem frisch errungenen Titel nicht ideal gewesen wäre. Ich denke nämlich schon. Unabhängig vom Namen des aktuellen Trainers.

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