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NRW…Wir können alles. Außer Englisch

Die Landesregierung will mit einer Imagekampagne ausländische Investoren nach NRW locken. Dabei konzentriert man sich auf Unternehmer, die gute Deutschkenntnisse haben.

Man kennt das ja aus Städte wie München und Frankfurt: Ständig wird man von irgendwelchen Leuten in allen möglichen Sprachen nach dem Weg gefragt: „Where is the Bahnhofsviertel?“ oder „Old Sächsenhousen?“. Das ist schon lästig, wenn Ausländer kein Deutsch können. Genau so sieht das wohl auch der in Belgien lebende NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger. Der lässt zwar mit dem  flotten englischen Spruch  „Germany as its best“ für den Standort NRW werben, aber dann ist Schluss mit der Anbiederei. Auf der Internetseite der Kampagne lautet das Motto: Hier wird Deutsch gesprochen, denn von der Seite, die internationale Investoren ansprechen will, ist  keine englischen Version  vorhanden. Oder eine französische, chinesische, spanische, japanesische… .

Das Land NRW scheint sich mit der Kampagne zielgerichtet an Investoren aus Österreich, dem deutschsprachigen Teil Schweiz und Südtirol zu wenden. Klar, so kann man Integrationskosten sparen.

 

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17 Kommentare zu “NRW…Wir können alles. Außer Englisch

  • #1
  • #2
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Jens: kam mir auch komisch vor, aber bei Fragen der Rechtschreibung halte ich mich aus guten Gründen zurück 🙂

  • #3
    Stephan

    Ist ganz lustig, wenn Ausländer versuchen deutsch zu sprechen. Meinte einer mal bei der Kassiererin etwas wie: Allemachalle Kassenbon^^

    Aber wen wundert’s – deutsch ist ja auch keine leichte Sprache.

  • #4
    Arnold Voss

    Wahrscheinlich hat die Werbeagentur so viel gekostet, dass eine Übersetzung der Website einfach nicht mehr drin war. 😉

  • #5
    arne

    Na zumindest das Grundgerüst für Mehrsprachigkeit steht schon. Kann man sehen, wenn man hinter die URL mal ein /en ansetzt. Da sind dann wenigstens die Kategorien schonmal auf englisch – der Inhalt aber weiter auf deutsch.

  • #6
  • #7
    Andi

    @Jens:

    „It’s“ mit Apostroph drin ist die verkürzte Form von „it is“ („es ist“), „its“ ohne Apostroph ist ein Possessivpronomen (3. Person Singular Neutrum, „sein“).

    „At his/her/its best“ ist ein Ausdruck, den man mit „von seiner/ihrer besten Seite“ oder „in seiner/ihrer besten Form“ übersetzen kann.

  • #8
    Jens

    @Simon (6), Andi (7):
    Danke – die Übersetzung kannte ich, aber ich hätte da spontan einen Apostroph hingesetzt. Gut, dass Andi das genauer aufgedröselt hat, denn mit der Interpunktion stehe ich auch eher auf Kriegsfuss.

  • #9
    crusius

    Ein wenig Hintergrund zum „it’s“-„its“-Problem: http://www.word-detective.com/back-d.html#its

  • #10
    teekay

    Der Ironie wird ein bisschen dadurch die Spitze genommen, dass Stefan das Motto gleich mal falsch mit ”Germany as its best” zitiert. Ist halt ein x-beliebiger PR-Slogan-oder erwartet man tatsaechlich, dass man mit einer Webseite auslaendische Investoren fuer einen Standort interessieren kann? Staende da ‚Sonderwirtschaftszone‘, ‚Billigloehne‘ und ‚Steuerbefreiung‘, dann wuerde man sich vielleicht in Asien fuer den Standort NRW interessieren…

  • #11
    Erdgeruch

    Das Problem ist und bleibt, dass NRW oder gar Nordrhein-Westfalen auf englisch einfach shitty klingt.

  • #12
  • #13
    Robert

    #11, also ich finde „North Rhine-Westphalia“ hat schon ’nen ganz ordentlichen Lautklang im Englischen. Bindestrich-Namen haben ja auch so was kryptisch mysteriöses 😛

  • #14
    Arnold Voss

    Zu dem was der durchschnittliche Amerikaner, wenn überhaupt, in diesem Zusammenhang von Deutschland kennt, ist der sogenannte deutschen Strom namens Rhein bzw. the river Rhine. Nicht zuletzt weil er mal von vielen amerikanischen Soldaten überschritten werden musste, um Europa vom Faschismus zu befreien. Was er sonst noch am bzw. vom Rhein kennt ist wahrscheinlich die Stadt Köln und auch die nur wegen des berühmten Domes.

    North Rhine Westfalia ist für Amerikaner deswegen besonders verwirrend. North Rhine, wäre noch irgendwie verständlich, aber dann das Westfalia dahinter. Da hat es das Land und die Stadt Berlin in Amerika viel viel einfacher. Speziell die New Yorker, sofern überhaupt an Europa interessiert, und das sind für amerikanische Verhältnisse überdurchschnittlich viele von ihnen, sind zur Zeit geradezu in Belin vernarrt.

  • #15
    Jan

    Die Kampagne scheint, auch wenn das nirgendwo so richtig explizit steht, zwei Phasen zu haben – und da scheint die erste Phase eine Art lokales Casting für Innovationen und Bestleistungen aus NRW zu sein, die dann in der zweiten Phase als Teil der Kampagne im Ausland präsentiert werden sollen.
    Und die erste Phase braucht nicht unbedingt eine mehrsprachige Seite. Dass NRW.Invest kein Problem hat, sich vielsprachig zu präsentieren, dürfte ein Blick auf http://www.nrwinvest.com/ zeigen …
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    Bevor Ihr anfangt zu zählen, es sind elf Sprachen.

  • Pingback: NRW: Das Tief im Westen | Ruhrbarone

  • #17
    wilfried salus bienek

    That man in NRW english to speak tries, understand I yes. Man must himself hold the inprint give, that man internationally is and every churchtower a worldtown symbolisizes. Who english speaks is extremely heavy on wire, that knows yes everybody, knowsn’t it? Or what have you than thought? Especially we here in RuhrCity know where the mottek hangs, and if not, than hold not. Makes yes all nothing – or what?

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