Alles Gute, Steve…

Steve Jobs wechselt vom Apple-Vorstand in den Aufsichtsrat.

Es ist die Schlagzeile des Morgens: Apple-Chef und Mitgründer Steve Jobs legt den Vorstandsvorsitz nieder und wechselt in den Aufsichtsrat von Apple. Auch wenn ich nicht mehr der Apple-Fanboy bin, der ich lange Zeit war, vor allem in der Zeit der PC-Wars war ich ein ziemlicher Fanatiker, bin ich einfach traurig.

Meinen ersten Mac kaufte ich 1991 – einen Classic. Der hatte einen 8 MhZ 68 000er, 4 MB Arbeitsspeicher, 40 MB Festplatte und einen 8 Zoll-SW-Monitor. 1999 Mark kosteter der damals und der Apple Chef hieß Sculley. Jobs versuchte gerade mit Next sein Glück. In der Folgezeit wechselten die Apple-Chefs schneller als die SPD-Vorsitzenden. Apple baute immer noch die schönsten Rechner und die Betriebssyteme waren immer besser als Windows – was damals aber nicht viel bedeutete, denn Windows 3.irgendwas, 95 oder ME waren  einfach absoluter Mist. Aber mit Apple ging  es trotzdem bergab: Erinnert sich noch einer an den Newton? Ein halbfertiges Gerät war der erste PDA – ein Flop. Und ein hässlicher dazu. Wired rief zum Gebet für Apple auf – das Ende schien nahe und ich schaute mir schon mal Silicon Graphics Rechner an, denn zu Windows wollte ich nicht wechseln. Irgendwann kaufte ich dann doch einen PC-Laptop als Zweitrechner – einen Gericom. Mein Gott, was für eine miese Kiste.

Und dann kam Jobs zurück und brachte Apple wieder auf die Erfolgsspur: Der iMac, der iPod, die MacBooks, das iPhone und das iPad –  Apple veränderte die IT-Welt in den letzten gut zehn Jahren wie sonst nur noch Google und Facebook.  Sicher, ein paar der Brüche taten weh, auch wenn sie sich später als richtig erwiesen: Der Wechsel von der Power-PC Plattform zu Intel zum Beispiel oder das Aus für die SCSI-Schnittstelle. Fühlte sich im ersten Moment schon komisch an. Aber heute stehen hier bei mir nur noch Apple-Produkte – und es macht mir viel Spaß, mit ihnen den Tag zu verbringen. Und ich hoffe, dass ich noch viele Jahre von Apple überrascht und begeistert werde.

Nun geht also Steve Jobs. Über die Gründe kann man nur spekulieren, aber man ahnt schon, es sind die zahlreichen Krankheiten der vergangenen Jahre, die zu diesem Schritt geführt haben. Macnews hat es auf Facebook auf den Punkt gebracht: „Alles Gute, Steve. Und Danke für die schöne Zeit!“

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3 Kommentare

  1. #1 | Frank Heinze sagt am 25. August 2011 um 14:27 Uhr

    Also ein „halbfertiges“ Gerät war der Newton nicht. Nur seiner Zeit weit voraus und die Handschriftenerkennung funktionierte nicht recht. Was aber an der damaligen, unzureichenden Hardware lag. Es war trotzdem um Klassen besser als die späteren Kritzel-Palms.

    Was definitiv schlecht war: Das Betriebssystem. Mac OS war einfach nicht mehr zeitgemäß, erst Jobs NeXT Entwicklung, die dann zum OS X führte, war wieder benutzbar (ab Version 10.1).

    Apple wird es schon schaffen, es stehen auch in der „zweiten Reihe“ sehr gute Mitarbeiter, Jobs hat die besten geholt und erzogen.

  2. #2 | Dirk Westermann sagt am 25. August 2011 um 20:48 Uhr

    Es sind wohl nur eine Handvoll Techies, die dem wahren Steve huldigen: Steve Wozniak. Dieser Mann ist wirklich ein Genie und keine Windmaschiene wie Jobs. Während Jobs anderen Leuten die Ideen aussaugt, hat Woz den ersten brauchbaren PC konstruiert, und zwar alleine. Seit Woz Weggang hat Apple nichts neues entwickelt, sondern die Ideen Anderer marktfähig gemacht. Es gab vor dem IPod Mp3 player, es gab vor dem IPhone Handys mit Touchscreen und es gab vor OSX richtige Betriebssysteme.
    Naja, was solls, gegen eine Religion kommt man wohl nicht an.

    Trotzdem, alles gute Steve (Jobs).

  3. #3 | gunda sagt am 26. August 2011 um 01:24 Uhr

    Win95 war Mist? Ok. es hätte nie online gehen dürfen, aber welche Firma mit dem Namen MS rette denn Apple vor der Pleite..?

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