Ob zukünftig mit von der Leyen an der Spitze oder nicht, es bleibt ein Trauerspiel mit der EU!

Ein Exot unter den ganzen Polizisten und Bodyguards: Ein sympathischer Luis-de-Funès-Impersonator weist den Weg zur Sonne (Foto: Roland W. Waniek)
Foto: Roland W. Waniek

Die Debatten rund um die aktuell herrschende Klimahysterie haben es in der jüngsten Vergangenheit etwas verdeckt, doch der heutige Tag ruft es uns allen ganz eindrucksvoll noch einmal frisch in Erinnerung: Ganz gleich, ob Ursula von der Leyen heute zur Kommissionspräsidentin gewählt wird oder auch nicht, es sind Vorgänge wie die heutigen, die landauf landab für viel Politikverdrossenheit sorgen und uns allen noch einmal verdeutlichen, warum die EU und ihre Vertreter bei vielen Bürgern seit Jahren so unbeliebt sind.

Wer sich heute einmal auch nur etwas mehr Zeit als üblich genommen hat um die Vorgänge im Europaparlament etwas ausführlicher live zu verfolgen, der dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht lange gebraucht haben um sich kopfschüttelnd oder gar vor sich hin schimpfend vom Bildschirm abgewandt zu haben.

Eine ordentliche Portion Hinterzimmergemauschel, zahlreiche politische Sonntagsreden, die vertrauten Ränkespielchen und billigen Stammtisch-Parolen, der Tag in Straßburg bot bislang schon alles, was Politik in den Augen vieler Zeitgenossen so unattraktiv macht.

Viele Bürger kritisieren seit Jahren bereits, dass sich auf EU-Ebene einfach nicht genug tut, dass man im Laufe eines Jahres viel zu häufig eigentlich gar nicht wirklich merkt, zu was die Herrschaften dort eigentlich gut bzw. da sind.

Hätte es die leidigen Brexit-Debatten im Vorfeld der Wahl vom 26. Mai 2019 nicht gegeben, die Aufmerksamkeit in Bezug auf das EU-Parlament wäre vermutlich deutlich geringer ausgefallen. Dann gab es kürzlich auch noch die allgegenwärtigen Klimadebatten rund um die Wahlerfolge der Grünen.

Doch was ist bei all dem am Ende dabei herausgekommen? An Tagen wie dem heutigen fällt es schwer, irgendwelche positiven Ansätze zu finden.

Dinge die einem konkret frischen Mut machen können auf eine Verbesserung in näherer Zukunft? Sie sind noch immer nicht zu erkennen.

Stattdessen bestätigt die Europa-Politik einmal mehr alles, wofür es berühmt/berüchtigt ist und zukünftig wohl auch bleibt. Ganz egal, wer zukünftig an der Spitze der legendären Kommission stehen wird. Es wird sich, so steht zu befürchten, rein gar nichts ändern.

Weder in den ermüdenden und frustrierenden Abläufen des Politikalltags, noch in Sachen Klimaschutz oder gar in Bezug auf die von vielen vermisste Bürgernähe. Wir sehen und sahen aktuell eine Debatte, wie sie frustrierender bisher nicht hätte ablaufen können.

Und schon bald starten dann auch wieder die legendären Brexit-Debatten, die aktuell ausgeblendet werden. Es ist und bleibt ein politisches Trauerspiel, was da politisch in der EU abläuft!

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Thomas
Thomas
5 Jahre zuvor

Es wird spannend. Eigentlich müsste es ja Neuwahlen geben falls von der Leyen nicht gewählt wird. Und die Parteien müssten dann auch Wahlwerbung für ihre Spitzenkandidaten machen. Timmermanns war mir zum Beispiel völlig unbekannt. Hab gedacht die Barley kandidiert für den Posten. Für die SPD ist es jetzt natürlich auch doof, man stimmt zusammen mit den Rechtspopulisten der AfD gegen von der Leyen.

mikefromffm
mikefromffm
5 Jahre zuvor

Wenn man die selben "Argumente" wie die Rechten hat, sollte das einen zum Nachdenken anregen. Denke ich zumindest,

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
5 Jahre zuvor

Ein wirklich positiver Aspekt ist doch, dass sich die deutschen Sozialdemokraten hinter "Dickschädel-Kati" Barley nun endgültig ins auch internationale Abseits gebockt haben, was der ebenso eingeschlafenen GroKo-Diskussion wieder richtig Fahrt aufnehmen hilft;-)

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