Gegenteilkunst: Optimistischer Blick auf Duisburg – Fotoausstellung

 

Max Schulz: Example DU-24
Max Schulz

Warmer, optimistischer Blick: Architekturfotograf Max Schulz besieht den Stand der Dinge mit seinen Augen des magischen Realismus‘.

Was sagt Max Schulz?

„Mit dieser Arbeit beschreibe ich ein Bild Duisburgs in seinen zukünftigen
Möglichkeiten. Abseits der aktuellen Diskussionen um die bekannten Probleme
dieser Stadt. Und vor allem Abseits der bildnerischen Klischees, mit denen
das Ruhrgebiet generell zu kämpfen hat.

Es ist ein gewisser magischer Realismus, der mich trägt, eine Faszination um
die Konstellation der Ensembles, dieser weiträumigen Siedlungen von
Industrie, Gewerbe und Wohnbereiche längs des Rheins.

Ich fotografiere vor meiner Haustür, nicht mehr im Ausland, wo ich lange
Jahre als Architekturfotograf unterwegs war. Bringe aber diese Erfahrungen
und mein persönliches Interesse am Ruhrgebiet und seiner Entwicklung mit ein.

Ich verspreche mir, im Gegensatz vieler meiner Freunde und Bekannten, eine
tolle Zukunft von dieser Region und kann die oft depressive Grundhaltung
zum Ruhrgebiet nicht immer nachvollziehen, habe es zwar selbst solcherart
erfahren, bin aber zu anderen Schlüssen gekommen.

Hoffe sehr, dass meine Bilder etwas zum Aufschwunggedanken beitragen können,
bin ich doch gegen Einkapselung, Rückkehr ins Innere, Private,
wie es gegenwärtig in ganz Deutschland, zu erfahren ist. Auch architektonisch.“

Stand der Dinge – Ausstellung in der Liebfrauenkirche am König Heinrich-Platz, Eröffnung Samstag 17:30 Uhr, bis zum 17. Juni; geöffnet dienstags bis sonntags, jeweils von 13 bis 18 Uhr.

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Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
6 Jahre zuvor

"Abseits der aktuellen Diskussionen um die bekannten Probleme dieser Stadt" – Hm, ausgerechnet das Landesarchiv mit seinem opulenten Korruptionsskandal, seiner Kostensteigerung von 30 auf über 190 Mio. Euronen wg. Dummheit, Ignoranz und Habgier *aller* Beteiligten von Land und Stadt ist eigentlich *der* Kulminationspunkt städtebaulichen Versagens, mafiöser Politikstrukturen und des völlig sorglosen, verschwenderischen Umgangs mit der "Nach mir die Sintflut"-Zukunft einer ganzen Region.

Das Ding ist zwar schick geworden, aber das Wissen um diesen veritablen Skandal überstrahlt die optimistische Einstellung des Fotografen doch erheblich.

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