MdB Mirze Edis (Die Linke): Geschichtsklitternde Huldigung eines stalinistischen Killers

Geschichtsklitternde Folklore mit Hammer und Sichel (Screenshot)
Geschichtsklitternde Folklore mit Hammer und Sichel (Screenshot)

Mirze Edis (Mitglied des deutschen Bundestags, Die Linke) veröffentlichte am 5. Juni 2026 auf Instagram und Facebook ein Foto von Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton mit der, eher abenteuerlichen, Behauptung:

Diese drei Männer haben 9 Länder überfallen, 11 Millionen Menschen umgebracht und keiner bezeichnet sie als Terroristen. Das zeigt, wozu Imperialismus in der Lage ist.” – wie das MdB aus Duisburg  diese Anzahl von vermeintlichen Opfern ermittelt hat, bleibt im Beitrag unerklärt.

Was wenig verwundert: Für diese, im Beitrag veröffentliche, Anzahl von Opfern – durch militärische Interventionen und im Zuge des Kriegs gegen den Terror – gibt es keinerlei belastbaren wissenschaftlichen Schätzungen. Ebensowenig für die Behauptung, Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama hätten „9 Länder überfallen“ – hier handelt es sich um keine allgemein anerkannte historische Tatsache, sondern es werden verschiedene Arten militärischer Interventionen (Invasionen, Luftangriffe, Drohneneinsätze und Spezialoperationen) zusammengefasst.

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Aus der „Köttelbecke“ wird wieder ein Fluss: Wenn Geld endlich einmal sinnvoll investiert wird

Die renaturierte Emscher in der Nähe des Dortmunder Hafens im Juli 2026. Foto(s): Robin Patzwaldt

Wer im Ruhrgebiet lebt, kennt das Problem nur zu gut: Vielerorts fehlt das Geld. Straßen sind marode, öffentliche Gebäude warten seit Jahren auf dringend notwendige Sanierungen und viele Städte kämpfen mit gewaltigen Schuldenbergen. Umso ärgerlicher ist es, wenn dann doch einmal größere Summen zur Verfügung stehen und diese in fragwürdige Prestigeprojekte oder wenig überzeugende Umgestaltungen fließen.

Es gibt allerdings auch Ausnahmen. Projekte, bei denen man selbst als kritischer Beobachter anerkennen muss, dass das Geld hervorragend investiert wurde. Die milliardenschwere Renaturierung der Emscher gehört für mich eindeutig in diese Kategorie.

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Der Tag, an dem der MSV der Stadt Duisburg zumindest für ein paar Stunden neues Leben einhauchte

Endlich mal wieder was los in Duisburg. Foto(s): privat

Die große Duisburger Hoffnung auf eine Rückkehr auf eine größere Bühne zerplatzte an diesem Samstagmittag auf brutalste Weise – und das ausgerechnet in einem Moment, als die Rückkehr in höhere Fußballsphären zum Greifen nah erschien.

Der MSV Duisburg hatte sich über Monate hinweg in eine Position gearbeitet, in der der Traum von der lange ersehnten Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga endlich Realität werden konnte. Es brauchte nur noch einen Heimsieg und zumindest die Relegation wäre dem MSV nicht mehr zu nehmen gewesen. Gegen die Viktoria aus Köln, für die es in diesem Spiel schon um nichts mehr ging, sollte das doch doch wohl möglich sein. Die Stadt war elektrisiert, die Menschen euphorisiert, die Straßen rund um das frühere ‚Wedaustadion‘ überfüllt mit Hoffnung, Bierdunst und blau-weißer Leidenschaft. Duisburg lebte. Zumindest für ein paar Stunden.

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Brücken-Bingo in NRW: Freie Fahrt? Nur noch Wunschdenken!

Brückenschäden bremsen NRW aus. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Die große Feier rund um den Neubau der Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid war noch nicht verklungen, da hätte man eigentlich schon die nächste Dauerbaustelle einweihen können. Politiker grinsen in Kameras, Bänder werden durchschnitten, mediale Selbstbeweihräucherung inklusive – und der gebeutelte Autofahrer fragt sich nur noch: „Welche Brücke kracht als Nächstes?“

Denn eines war bereits damals offensichtlich: Mit der neuen Rahmedetalbrücke endet das Infrastrukturdrama entlang der A45 keineswegs. Im Gegenteil. Die Sauerlandlinie entwickelt sich mehr und mehr zum Symbol einer jahrzehntelang verschleppten Verkehrspolitik, bei der notwendige Sanierungen so lange aufgeschoben wurden, bis nur noch Vollsperrung, Abrissbirne und Verkehrschaos bleiben.

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Duisburg-Wanheimerort: „Party on!“ – Old-Daddy-Revival in den Hallen der Rheingold-Brauerei

Old-Daddy-Revival, November 2025 (Foto: Peter Ansmann)
Old-Daddy-Revival, November 2025 (Foto: Peter Ansmann)

Nach dem Ende des Old Daddy Duisburg an seiner ursprünglichen Location auf der Steinschen Gasse, ließ Peter Jurhahn, früherer Betreiber des Old Daddy in Duisburg, die legendäre Disco wieder auferstehen: Im Eventschloss PULP wurde, seit September 2023, alle paar Monate Old-Daddy-Revival-Partys veranstaltet. Am 31. Mai 2025 fand dort die letzte Old-Daddy-Revival-Party statt. Mit teilweise negativer Kritik, weil Besucher zu später Stunde noch in die übervolle Location reingelassen wurden und keine Getränke, außer Softdrinks, mehr vorrätig waren.

Seit dem 1. Juni 2025 ist das PULP geschlossen. 

Danach wurde lange nach einer neuen Location für das Event gesucht. Erfolgreich: Am vergangenen Samstag fand wieder eine Old-Daddy-Party statt.

Die neue Location für die Old-Daddy-Revival-Party in den Räumen der Duisburger Rheingold-Brauerei kam gut an.

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Duisburg-Tourismus: „Auf Rieke“ durch Ruhrort

Rikscha-Mick (Foto: Peter Ansmann)
Rikscha-Mick (Foto: Peter Ansmann)

In den letzten Jahren haben wir (Freundin und ich) einige Stadtrundfahrten in Duisburg unternommen. Nicht nur, um wiederholt die schönsten Stellen im Duisburger Stadtbild zu sehen, sondern auch wegen der Stimmung in der Gruppe bei den Fahrten im Bus. Diese Rundfahrten werden inzwischen leider nicht mehr angeboten.

Eine Rikschafahrt hatten wir bis gestern nur einmal unternommen. Im Jahre 2023 in Zürich.

Zu dieser Fahrt kam es aus einer Not heraus: Wir mussten einen halben Tag, vom Auschecken aus dem Hotel bis zu unserem Abflug nach Düsseldorf, irgendwie zeitlich überbrücken. Die Tour mit dem eTukTuk stellte sich, auch wegen des speziellen Humors des Guides, als überraschendes Highlight des Zürich-Kurzurlaubs heraus.

Ein Geschenk-Gutschein, wahlweise für eine Rikschafahrt durch Ruhrort oder für eine Fahrt über den Rheindeich lag, seit meinem 50. Geburtstag Ende 2022 in einer Schublade. Ein vorheriger Versuch, diese Fahrt anzutreten, scheiterte wegen des Wetters.

Gestern klappte es mit dem Wetter und wir fuhren mit Rikscha Mick durch den Duisburger Schifferstadtteil Ruhrort.

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Kommunalwahl 2025: In Duisburg zieht es auch Antisemiten und Holocaust-Relativierer in den Rat

Ratsherr Levent Önder auf einem Wahlplakat (Foto: Peter Ansmann)
Ratsherr Levent Önder auf einem Wahlplakat (Foto: Peter Ansmann)

Nicht nur Putinversteher von AfD, Die Linke und BSW zieht es bei der Kommunalwahl 2025 in Duisburg in den Rat der Stadt. Nachdem am 29. Oktober 2023 die islamistische Terrorgruppe Islamischer Dschihad in Palästina mit einer Rakete, die eigentlich Zivilisten in Israel ermorden sollte, ein Krankenhaus in Gaza getroffen hatte, war für den Duisburger Ratsherren Levent Önder (SGU) der Schuldige klar: „Netanjahu ist boshafter als Hitler“ war in seinem Newsfeed zu lesen.

Auf Facebook fuhr der Ratsherr mit einer sehr rührseligen (nicht überprüfbaren) Geschichte auf – von einer angeblichen jüdischen Ziehmutter, die durch die gespendete Niere seiner Mutter überlebte (Artikel dazu: WAZ). Eine Strafanzeige verlief im Sande, weil diese nur vom Betroffenen (Benjamin Netanjanhu) selbst gestellt werden kann: Der israelische Premiereminister hatte zu dieser Zeit, Israel wurde aus dem Jemen, Gaza und dem Libanon angegriffen, wohl andere Sorgen.

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Warum der Allwetterzoo in Münster deutlich attraktiver ist als die Zoos im Ruhrgebiet

Zu Besuch im Allwetterzoo Münster. Archiv-Foto(s): Robin Patzwaldt

Ich habe in den letzten Jahren so einige Zoos im Ruhrgebiet besucht: Duisburg, Dortmund, Gelsenkirchen. Einige davon habe ich auch hier im Blog kurz vorgestellt. Jeder hat seine Vorzüge und Kritikpunkte. Und trotzdem: Jedes Mal, wenn ich im Allwetterzoo in Münster bin, merke ich wieder, warum er für mich der schönste von allen ist.

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(Ex-)Streuner Moses wird in Duisburg-Wanheimerort schmerzlich vermisst

23.04.2025: Kater Moses bei einem Kurzbesuch in der Wohnung (Foto: Peter Ansmann)
23.04.2025: Kater Moses bei einem Kurzbesuch in der Wohnung (Foto: Peter Ansmann)

Seit Mitte Februar hatten wir, neben unseren beiden Katern und unserer Katze, einen „Mitfresser“ im Garten und in der Wohnung. Am 21.05.2025 lief der kleine, neugierige und eher menschenscheue Streuner in die angeschaffte Katzenfalle und wurde beim Tierarzt  kastriert, geimpft und medizinisch erstversorgt.

In der Wohnung, in der er in den ersten Tagen nach der medizinischen Versorgung verbrachte, fühlte sich der kleine Rabauke sehr unwohl. Moses wurde die Freiheit geschenkt, mit der Option bei uns weiterhin zu essen und im Notfall versorgt zu werden. Bis zur letzten Woche war Moses jeden Tag  im Garten, chillte mit seinem Freund Ariel und fraß am Morgen, am Mittag und am Abend mit.

Am 27. Mai 2025 hatte ich, hier bei den  Ruhrbaronen, über Moses berichtet und ein Update versprochen.

Dieses Update gibt es heute und ist leider nicht positiv: Seit dem 19. Juni 2025 wurde Moses nicht mehr gesehen.

Der schwarzweiße Kater wird seitdem schmerzlich vermisst.

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