
An die 400 Menschen nahmen gestern in Dortmund an einer Demonstration gegen Antisemitismus teil. Von der Katharinentreppe aus liefen sie über die Rheinische Straße zum Wilhemlplatz im Stadtteil Dorstfeld. In der Nähe des Platzes hatten Neonazis in der Silvesternacht eine jüdische Gedenkstätte geschändet. Die Demonstration richtete sich jedoch nicht nur gegen die Dortmunder Neonaziszene. In mehreren Redebeiträgen wurde betont, dass Antisemitismus tief in der Gesellschaft verankert sei: Sowohl in der bürgerlichen Mitte
Neu im Kino: „Wir sind jung. Wir sind stark.“ – Das Drama von Rostock-Lichtenhagen
An dieser Stelle sei heute auch einmal ein spannender Kino-Neustart der kommenden Woche erwähnt: Am 22. Januar 2015 kommt „Wir sind jung. Wir sind stark.“ in die Lichtspielhäuser der Nation. Ein Film, welcher die Geschehnisse rund um die ausländerfeindlichen Pogrome von Rostock-Lichtenhagen im Jahre 1992 als Drama erzählt.
Durchaus zweigeteilte Kritiken im Vorfeld versprechen ein zumindest diskutables Kinoerlebnis zu einem wirklich spannenden und bewegenden Thema.
Drei Jahre lang hat Burhan Qurbani dem Vernehmen nach an den Figuren seines nun vorgelegten Films gearbeitet, ein Jahr lang akribisch zu den leidigen Geschehnissen vor gut 22 Jahren recherchiert, um dann eine Geschichte über einen Tag zu erzählen, der in Gewalt gegen Ausländer mündete, ein Tag, der das Bild vom hässlichen Deutschen um die Welt gehen ließ und noch zahlreichen Leuten noch heute in Erinnerung ist…
Ton Steine Scherben
Ton Steine Scherben, Sonntag, 18. Januar, 19.00 Uhr, FZW, Dortmund
Dortmund: Dieter Nuhr ist heute in der Westfalenhalle zu Gast
„Nuhr ein Traum“ heißt das aktuelle Programm von Dieter Nuhr. Heute gastiert er damit bei uns in Dortmund in der Westfalenhalle 1.
Einlass ist ab 18.30 Uhr, los geht es um 20 Uhr.
Es gibt noch wenige Restkarten an der Abendkasse.
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Interreligiöse Mahnwache für die Meinungsfreiheit in Dortmund

Dem Aufruf des türkisch-islamischen Verbandes “DITIB” zu einer Mahnwache für Meinungsfreiheit folgten in Dortmund am Nachmittag etwa 120 Menschen. Die Mahnwache fand bewusst vor dem Gebäuder der „Ruhrnachrichten“ statt um die Solidarität mit Journalisten zu zeigen. Auch in anderen Städten fanden Mahnwachen vor Mediengebäuden statt. Mit Schildern mit der Aufschrift “Wir alle sind Dortmund” gedachten sie den Opfern der Anschläge von Paris und traten für die Grundwerte der Freiheit der Meinung und der Presse ein.
Neben Mitgliedern und Vertretern der muslimischen Gemeinden nahmen auch Vertreter Christlicher Gemeinden und der Dortmunder Rabbiner Avichai Apel an der Mahnwache teil. Man wolle sich nicht von Fundamentalisten auseinanderdividieren lassen, so die Botschaft der Mahnwache. Ein Vertreter der muslimischen Gemeinden stellte klar: “In Paris wurden auch unsere Grundwerte angegriffen.”
Dortmund: Eisadler treffen am Sonntag zuhause auf die Bördeindianer

Mit nur einem Spiel setzten die Eisadler Dortmund am Wochenende den Endspurt in der Doppelrunde der Regionalliga West fort. Sie empfangen am Sonntag ab 19 Uhr die Soester EG im Eissportzentrum an den Westfalenhallen.
Es ist bereits das vierte und damit letzte Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison. Die bisherigen drei Partien gingen alle an den Dortmunder Tabellenführer, aber besonders das Heimspiel der Eisadler Ende Oktober letzten Jahres verlief alles andere als glatt.
Dortmund: Polizei lässt Nazikundgebung am Holocaustmahnmal zu

Die Dortmunder Polizei lässt eine antisemitische Kundgebung der Nazi-Partei Die Rechte in unmittelbarer Nähe zum Holocaustmahnmal im Stadtteil Dorstfeld zu. Unter dem Motto „Kein Fußbreit den Zionisten“ werden die Nazis dort eine Gegenkundgebung zu einer Demonstration gegen Antisemitismus abhalten.
In einer Pressemiutteilung verurteilten Nazi-Gegner die Politik der Dortmunder Polizei: „“Am 3. Januar hat die Polizei eine spontane Kundgebung gegen den Angriff auf das Holocaustmahnmal in der Silvesternacht verboten und der Anmelderin mit einer Anzeige gedroht. Es kann einfach nicht sein, dass die gleiche Polizei nun eine Kundgebung der Nazis gegen das Mahnmal und gegen eine antifaschistische Demonstration, die sich gegen diesen Vorfall wendet, erlaubt. Die Dortmunder Polizei zeigt zum wiederholten Mal, dass ihr jegliche
politische Sensibilität in Bezug auf den Antisemitismus, die nationalsozialistische Judenvernichtung und die heutige Nazipartei ‚Die Rechte‘ fehlt.“