Endlich: Der Nobelpreisträger greift in die Nordkorea-Krise ein. Unser Gastautor Günter Grass versucht mit einem kleinen Gedicht, eine Brücke der Verständnis zu bauen:
Als Kind der Kim hatte es schwer,
Er wuchs in Korea auf, am MeerDen ganzen Tag stanks dort nach Fisch
Nur Gräten bekam er auf den TischSein Vater triebs mit den Matrosen,
Die Mutter hatte GürtelrosenUnd dann warn da die Imperialisten,
die wollten seine Schwester fistenKim baute Bomben aus Atomen,
um gute Laune sich zu holenNichts Böses wollt der Kim damit,
Die Leute ärgern war sein BerittDie Imperialisten drohten voller Grimm,
Da war er traurig, unser KimBin doch nur ein kleiner Bub,
der niemand etwas Böses tutIch trink gern Bier und Wein,
Ich kann doch gar kein Schlimmer sein.





