Nun verlässt auch Roger Handt den WDR-Hörfunk – Wehmütige Erinnerungen an ‚WDR 1‘

Woran merkt man, dass man selbst offenkundig nun doch langsam schon alt wird? Man trauert vermehrt Dingen aus der Vergangenheit hinterher. So erging es mir (Jahrgang 1971) nun auch einmal mehr, als ich gestern vom nahenden Ende der Karriere des altgedienten WDR- Radiomoderators Roger Handt erfuhr.

Handt, der zuletzt noch immer die Oldiesendung ‚Yesterday‘ auf WDR2 moderierte (seine letzte Sendung folgt Ostern 2013), ist mir überwiegend noch als Moderator des ‚alten‘ WDR1 in Erinnerung, dem Vorgängersender (bis 1995) des heutigen Jugendsenders ‚Eins live‘.

Und gerade an diese ‚gute alte Zeit‘ mit WDR1 musste ich durch diese Meldung nun seit gestern wieder häufiger zurückdenken.

Roger Handt gehört(e) zu einer Generation von Radiomoderatoren, welche noch einen ganz eigenen Stil und ihren persönlichen Musikgeschmack in das Programm mit einbringen durften. In einer Zeit bevor es so unzählig viele ‚glattgeschliffene‘, profillose Moderatoren gab, da konnte man im damaligen Jugendradio noch Sendungen mit starkem eigenen Profil entdecken. Das war die Zeit bis 1995, als eine Programmreform plötzlich den alten Sender ‚WDR1‘ zu ‚Eins Live‘ mutieren ließ, ein Sender der mich damals sofort nach seinem Start einfach nur langweilte.

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Duisburg: NPD empfiehlt Bücherverbrennung

buechverbrennung

 

Nachdem NPD-Flugblätter in Büchern  der  Bezirksbibliothek Rheinhausen gefunden wurden, plant die Leitung der Duisburger Stadtbücherei nun nach einem Bericht der Rheinischen Post alle 600.000 Bücher des Bestandes nach Nazi-Propaganda durchsuchen zu lassen. Die NPD-NRW empfiehlt auf ihrem Facebook-Account ein anderes Vorgehen, ganz in der Nazi-Tradition: Die Verbrennung aller Bücher.  Das zeigt ein weiteres Mal, dass die Beschreibung der Nazis von Carl Zuckmayer nichts an ihrer Aktualität verloren hat: „Die Unterwelt hatte ihre Pforten aufgetan und ihre niedrigsten, scheußlichsten, unreinsten Geister losgelassen.“ Von denen sind heute nicht wenige Mitglieder der NPD:

NRW-Enquetekommission ‚Neue Finanzinvestoren‘ legt Abschlussbericht vor

landtag_frontRichtige Einsichten. Aber viele Handlungsvorschläge bleiben vage meint unser Gastautor Knut Unger vom Mieterverein Witten.

Am 26. Februar wurde der lange erwartete Abschlussbericht der Enquetekommission des Landtages „Wohnungswirtschaftlicher Wandel und neue Finanzinvestoren“ der Presse vorgestellt. Die im Konsens der meisten Fraktionen formulierten Handlungsempfehlungen bleiben größtenteils vage. Von einem ausgeabeiteten Handlungskonzept zur Beendigung der Finanzialisierung der Wohnungswirtschaft kann ebenso wenig die Rede sein, wie von einem Programm für die Bewältigung der Folgen. Denn dazu hätte die Kommission offen mehr Finanzmittel für die Wohnungspolitik fordern müssen.
Jetzt ist es Aufgabe der Landesregierung, aus den vagen Anregungen der Kommission Gesetzentwürfe zu machen, die aber ebenfalls kein Geld kosten dürfen.

Die bereits veröffentlichte Zusammenfassung der untersuchten Fallbeispiele lässt erahnen, welcher Anstrengungen es bedurft hat, den komplexen Geschäftsmodellen der „Wohnungs-Heuschrecken“ wenigstens ansatzweise auf die Spur zu kommen. Dabei hat sich laut Abschlussbericht gezeigt, dass „es nicht das eine Geschäftsmodell gibt, sondern eine Vielzahl unterschiedlich ausgeprägter Geschäftsmodelle und -strategien, die in Abhängigkeit von der Investoren- und Finanzierungsstruktur, der jeweiligen Unternehmenskonstruktion, den gehaltenen Wohnungsunternehmen bzw. -beständen und den äußeren Rahmenbedingungen erheblich differieren können.“

Trotz aller Differenziertheit der Erscheinungsformen gibt es aber zentrale Entwicklungslinien, die von dem Bericht zutreffend benannt werden. Zum Beispiel: „Grundvoraussetzung für das Auftreten von derartigen Finanzierungs- und Investitionsplattformen wie beispielsweise Private Equity-Fonds ist anlagesuchendes Kapital. Dessen

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Live-Ticker zur Bundestagsdebatte zum umstrittenen Leistungsschutzrecht für Presseverleger via Twitter @PottblogLive

Das Bild "Reichstag mit Giebel" stammt von RudolfSimon, steht unter CC-BY-SA-Lizenz und wurde dem Archiv Wikimedia Commons entnommen.
Urheber: RudolfSimon
Lizenz: CC-BY-SA
Quelle: Wikimedia Commons
Ab 9 Uhr steht auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestags unter anderem das sogenannte Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Dabei geht es (verkürzt dargestellt) darum, dass die Presseverleger Geld von Suchmaschinen bzw. Anbietern im Internet haben wollen, wenn auf deren Seiten, die zu den Verlagen verlinken, Textauszüge der jeweils verlinkten Seiten zu lesen sind.

Das ehemals als anscheinend vor allem gegen Google gerichtete Gesetz wurde zwar in letzter Sekunde noch an einer Stelle deutlich entschärft, trifft jedoch noch immer auf deutliche Kritik bei den Gegnern des Gesetzentwurfes.

So wird beispielsweise kritisiert, dass zwar jetzt kurze Textauszüge (die so genannten „Snippets“) erlaubt sein sollen, aber die Länge dieser Snippets wird nicht gesetzlich festgelegt, so dass das LSR – so es in Kraft treten würde – sicherlich für rechtliche Auseinandersetzungen führen könnte.

Wer nicht vor Ort im Bundestag sein kann oder aber der TV-Übertragung (z.B. auf Phoenix) nicht beiwohnen kann – es gibt einen Live-Ticker zur Bundestags-Debatte zum #LSR – über den Twitter-Account @PottblogLive.

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Frühstück

Das Dortmunder Rathaus
Das Dortmunder Rathaus

Geld: Stadt Dortmund platziert erfolgreich Schuldscheindarlehen über 120 Millionen Euro…Finanzen

Doktorarbeit: „Selbstplagiate“ – TU Dortmund ermittelt gegen SPD-Politiker Eumann…Der Westen

Doppelclowns: Dortmunder SPD-Frau ruft Steinbrück zur Räson…Der Westen

Forensik: Standort-Prüfung kann noch lange dauern…Ruhr Nachrichten

Ratlose Behörden: EU erhöht im Kampf gegen Abgase den Druck…Ruhr Nachrichten

Rock in den Ruinen 13: Tanz mit dem Chameleon…Coolibri

BVB: Außer Spesen nix gewesen – ein Tag zum Vergessen im DFB-Pokal…Schwatzgelb

BVB II: Ein langer Fußballabend mit Bayern, dem BVB und ganz viel Gerede…Revierpassagen

Der Ruhrpilot

opel_werkRuhrgebiet: Das Opel-Werk in Bochum  ist langfristig gerettet…Welt

NRW: EU-Umweltplan – Fahrverbote drohen…RP Online

NRW II: „Selbstplagiate“ – TU Dortmund ermittelt gegen SPD-Politiker Eumann…WAZ-Recherche

NRW III: Die Impulse Theater Biennale findet 2013 statt…Coolibri

Ruhrgebiet II: Bis 2016 will Opel in Bochum Autos bauen…FAZ

Ruhrgebiet III: GM will Opel-Standort Bochum erhalten…Spiegel

Ruhrgebiet IV: Kartellamt durchsucht Thyssen-Krupp…FAZ

Ruhrgebiet V: Rock im Pott, Ruhr in Love und Bochum Total – die besten Festivals im Revier 2013…Der Westen

Bochum: Hellen zahlt Sparkasse Geld für McCartney-Konzert zurück…Der Westen

Dortmund: Forensik – Standort-Prüfung kann noch lange dauern…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Die Bronx des Ruhrgebiets…Post von Horn

Essen: Grünen-Politikerin trotz Haftbefehl weiter auf freiem Fuß…Der Westen

Debatte: Papst Benedikt XVI. – Getrieben vom Hass auf die Moderne…Welt

 

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Auch der VfL Bochum unterstützt ‚Wir bleiben Bochum‘ – Solidarität mit Opel in Bochum

Logo_VfL_BochumWenn am Sonntag, den 03. März 2013 das große Solidaritätsfest „Wir bleiben Bochum“ zur Unterstützung der Opel-Mitarbeiter, die von der Werksschließung in Bochum betroffen sind, startet, dann beteiligt sich auch der Fußballzweitligist VfL Bochum mit einer großen Delegation daran.

Im Rahmen des Opel-Solidaritätsfestes unterstützen zahlreiche Bochumer Einrichtungen und Institutionen die von der geplanten Werksschließung betroffenen Opelaner. Der VfL wird mit einem eigenen Stand an der Bongardstraße/Ecke Hans-Böckler-Straße Flagge zeigen.

Frank Goosen, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des VfL Bochum 1848, wird dabei gemeinsam mit Finanzvorstand Ansgar Schwenken und Sportvorstand Jens Todt teilnehmen.

Zudem werden Chefcoach Karsten Neitzel und Co-Trainer Thomas Reis anwesend sein, begleitet von den VfL-Profis Mirkan Aydin, Slawo Freier, Leon Goretzka, Christoph Kramer, Marcel Maltritz und Michael Esser.

Neben der Erfüllung diverser Autogrammwünsche

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Unstatistik des Monats: Ausmaß der Armutseinwanderung kleiner als berichtet

hochfeld_passageEinmal monatlich veröffentlichen wir die Unstatistik des Monats. Diesmal geht es um die Zuwanderung aus Südosteuropa.

Die Unstatistik des Monats Februar ist die Berichterstattung über das Ausmaß der Armutseinwanderung aus Bulgarien und Rumänien. So berichtete neben anderen großen Tageszeitungen beispielsweise die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am 15. Februar unter der Überschrift „Städtetag besorgt über Armutseinwanderung“: „Die jährliche Zahl der Armutseinwanderer aus Rumänien und Bulgarien hat sich in den vergangenen vier Jahren von 64 000 auf rund 147 000 mehr als verdoppelt; im ersten Halbjahr 2012 stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 24 Prozent.“ Sie nahm dabei Bezug auf auf ein „Positionspapier des Deutschen Städtetages zu den Fragen der Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien“. Während dort jedoch lediglich die Einwandererzahlen genannt wurden, wurden in der Berichterstattung alle Zuwanderer aus diesen beiden Ländern als Armutsmigranten klassifiziert.

Diese Darstellung vermittelt allerdings ein falsches Bild der Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien nach Deutschland. Daten des Mikrozensus zeigen, dass 80% der Menschen, die seit Beginn der EU-Mitgliedschaft im Jahr 2007 aus diesen beiden Ländern nach Deutschland gekommen sind, einer Erwerbsarbeit nachgehen. Von diesen sind 22% hochqualifiziert und 46% qualifiziert. Bei diesen Zuwanderern handelt es sich häufig um Menschen mit Berufen, die wir in Deutschland dringend benötigen.

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