
Internationale Veranstaltungsformate wie das Projekt „Kulturhauptstadt Europas“ erzeugen schon zum Zeitpunkt der erfolgreichen Realisierung das Bedürfnis nach Kontinuität und Nachhaltigkeit. Ruhr 2010 hat deshalb vor dem eigentlichen Ereignisjahr einen Masterplan zur „Kulturmetropole Ruhr 2020“ begonnen – als Strategie für die nächste Dekade. Die Kulturhauptstadt sollte kein temporares Einzelereignis bleiben. Erarbeitung und Beteiligung schufen dann im weiteren Verfahren nicht nur eine Meistererzählung, sondern bei schwierigster Haushaltslage die Legitimation und politische Mehrheit für ein ab 2012 jährliches Budget von knapp 5 Millionen Euro. Das programmatische Erbe der deutschen Kulturhauptstadt 2010 ist dank dieser regionalen Alimentierung für die weitere Zukunft gesichert. Ein Exzellenzcluster mit den Elementen „Identität, Intervention, Netzwerk und Destination“ kann entstehen. Von unserem Gastautor Dieter Nellen.
Experiment „Urbane Künste“ und „Emscherkunst 2013“
Das zweifellos experimentellste Modul figuriert unter dem Label “Urbane Künste“. Es ist als neue Programmsäule bei der Trägergesellschaft der RuhrTriennale angesiedelt und wird neben gemeinsamen Projekten autonom eigene Angebote entwickeln. „Pulse Park“, eine Lichtperformance im nächtlichen Park der Jahrhunderthalle Bochum, machte 2012 den Anfang der Programmallianz. Die konzeptionelle Grundlage ist ein Rekurs auf eine mittlerweile gewachsene „Ruhrbanität“. Diese liefert – nicht nur hier – atmosphärisch die Themen für Zukunftsdiskurse in „mobilen Laboren“, gibt die inhaltliche Matrix für „regionale Interventionen und Strategien“. Der räumliche und genetische Bezug ist die nicht gerade selbstverständliche Begabung der Region für ein identitätsstarkes Kulturprofil und für Kunst im öffentlichen Raum. Ganz woanders wagt man jetzt auch die Intervention: München geht in diesem Jahr mit der Ausstellung “A Space Called Public. Hoffentlich Öffentlich“ in die urbane Mitte.
Die erste Generation von Landschafts- bzw. Landmarkenkunst schuf die Internationale Bauausstellung EmscherPark. Das neue Format „Emscherkunst“ verspricht in zeitgemäßer






