Update: Trauerdemo zum Ende der Westfälischen Rundschau

Traueranzeige_WRHeute ist der letzte Ausgabe der Westfälischen Rundschau mit eigenen redaktionellen Inhalten erschienen. Über 200 Redakteure und Mitarbeiter der traditionsreichen Tageszeitung sind entlassen worden und hatten gestern ihren letzten Arbeitstag. Morgen findet aus diesem Anlass eine Trauermarsch in Dortmund statt: Treffpunkt ist um 11.00 das   Rundschauhaus am Brüderweg 9 in Dortmund. Mehr Infos unter Rundschau-Retten.

Update:

Gerade wurde die Rednerliste für die Demo morgen bekannt gegeben:

1. Stimmen aus Dortmund und von Stadtoberhäuptern
– Fritz Eckenga
– Grußadresse von Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Stadt Dortmund
– Claudia Kokoschka, Kulturbüro Stadt Dortmund

2. Vertreter der Gewerkschaften und Zeitungskenner
– Kajo Döhring, Hauptgeschäftsführer DJV
– Horst Röper, Medienforscher, formatt-Institut
– Klaus Schrage, dju-Bundesvorstand
– Ulrich Pätzold, emeritierter Journalistik-Professor TU Dortmund
– Jochen Marquardt, Regionsgeschäftsführer DGB Region Ruhr Mark

3. Vertreter der Parteien
– Ulrich Monegel, Fraktionsvorsitzender CDU Dortmund
– Franz-Josef Drabig, Unterbezirksvorsitzender SPD
– Daniela Schneckenburger, MdL Bündnis 90 / Die Grünen

4. Solidarität von Opel
– Murat Yaman, Betriebsrat OpelBBB

„Ich hatte die Schnauze von Deutschland gestrichen voll“

Inge Deutschkron bei ihrer Rede vor dem deutschen Bundestag. Screenshot: youtube/phoenix

Die Holocaust-Überlebende Inge Deutschkron hat anlässlich des„Holocaust-Gedenktages“ am vergangenen Mittwoch eine Rede vor dem deutschen Bundestag gehalten. Darin erinnerte sie an die Verbrechen der Nazis. In einem aktuellen Interview mit der Jüdischen Allgemeinen kritisiert sie nun die Selbstgefälligkeit deutscher „Israelkritiker“ und stellt klar, warum die Rede im Bundestag für sie auch keine Ehre war.

Beim Lesen des Interviews mit der Jüdischen Allgemeinen (JAZ) wird deutlich: Hier spricht eine wütende Frau. Eine wütende Frau, die sich ihre Wut auch nicht von deutschen Erinnerungsriten nehmen lassen will. Eine Frau, die sich noch sehr gut erinnern kann an die personellen Kontinuitäten zwischen dem sogenannten Dritten Reich und der Bundesrepublik nach ’45. Nun rechnet sie in der JAZ knallhart ab.

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Gute Wohnungen Mangelware

Kreuzviertel Dortmund, Foto: Lucas Kaufmann Lizenz: CC
Kreuzviertel Dortmund, Foto: Lucas Kaufmann Lizenz: CC

Wer in Dortmund eine gute Wohnung sucht, muss wieder Schlange stehen. In Dortmund herrscht Wohnungsnot. Nicht wie in Köln und Düsseldorf bei preiswertem Wohnraum, sondern bei hochwertigem Wohnraum für ganz normale Familien und Paare.

Thomas Kampmann und seine Frau suchen schon seit Monaten eine Wohnung, beide sind berufstätig und denken über Kinder nach. „Modern ausgestattet, groß und irgendwo mit Blick ins Grüne“, so stellen sich die beiden ihre zukünftige Wohnung vor. Bei Besichtigungen müssen sie mit Dutzenden anderen Bewerbern konkurrieren: „Man hat nicht mehr das Gefühl, dass Vermieter etwas anbieten und wir Kunden sind, sondern wir sind diejenigen, die sich verbiegen müssen, um einem Vermieter zu passen“, stellt Kampmann etwas resigniert fest.

In den Statistiken ist die Dortmunder Wohnungswelt zwar (noch) in Ordnung. Offiziell gibt es drei Prozent Leerstand. „Für Familien wird es trotzdem eng, passende Wohnungen zu finden“, bestätigt Rainer Stücker vom Dortmunder Mieterverein. Der Grund: Die freien Wohnungen stehen in Stadtteilen, in die kaum jemand möchte: Zum Beispiel in der Nordstadt. Oder die freien Wohnungen sind nicht auf dem modernsten Stand.

„Es ist schon etwas heuchlerisch“, beschreibt Immobilienmakler Dr. Raphael Spieker den Widerspruch zwischen Leerstand auf der einen und Wohnungsmangel auf der anderen Seite: „Man möchte zwar nicht ausländerfeindlich sein, aber man möchte trotzdem nicht dort wohnen, wo viele Ausländer wohnen“. Deshalb verfallen Wohnungen in der Nordstadt zunehmend, obwohl sie nur drei oder vier Euro pro Quadratmeter Miete kosten. In anderen Vierteln herrscht dagegen Wohnungsnot.

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Der Ruhrpilot

Ku_Klux_KlanNRW: Ku-Klux-Klan existiert auch in NRW…RP Online

NRW II: Kraft dominiert SPD-Strategiesitzung…RP Online

NRW III: Merkels nächstes Sorgenkind…Post von Horn

Ruhrgebiet: Monopol Ruhr – Kunst und Kultur 2013 – ein sehr schickes Ding…Xtranews

Medien: Westfälische Rundschau (WR) – In der WR Plus-App ist es schon die Zombie-Zeitung, die alle befürchten!…Pottblog

Bochum: „Politik knickt vor dem Einzelhandel ein“…Der Westen

Bochum II: Neuer Vorstand für die Piratenpartei gewählt…Pottblog

Dortmund: Nun doch Platz für Sozialwohnungen am Phoenix-See…Ruhr Nachrichten

Dortmund II: Juicy Beats 2013 — das vorläufige Line-Up…Der Westen

Duisburg: Legoland baut auf Oberhausen…Bild

Duisburg II: Warum ein Gegner des Welpenverkaufs mit Zoo Zajac kooperieren würde…Der Westen

Duisburg III: Kantels K(r)ampf mit der Partei…Der Westen

Essen: Der Goethebunker verleiht Flügel…Der Westen

Essen: Essener bekämpfen Nazi-Säuberung ihrer Straßen…Welt

Film: Zero Dark Thirty – Besprechung zum unentschlossenen Film über die Jagd auf Osama Bin Laden…Pottblog

Online: Netzneutralität in Slowenien – Zweiter EU-Staat verbietet Diskriminierung von Internet-Diensten zu kommerziellen Zwecken…Netzpolitik

 

Frühstück

Juicy_beats_gbFestival: Juicy Beats 2013 — das vorläufige Line-Up…Der Westen

Protest: Trauermarsch zum Rundschau Ende…Rundschau Retten

Rundschau-Aus: Bitter…Absprung

Phoenix-See: Nun doch Platz für Sozialwohnungen…Ruhr Nachrichten

Kunst: Medienkunstschau „Sounds like Silence“ ausgezeichnet…EPD

Westfalenpark: Das Sonnensegel steht vor dem Aus…Ruhr Nachrichten

Nazis: Neonazis sammeln sich in neuer Partei „Die Rechte“…Welt

BvB: Sahin – Der harte Weg nach Hause…Berliner Morgenpost

BvB II: Leverkusen übernimmt vom BVB ausgesprochene Stadionverbote für Nazis…Der Westen

Eishockey: EHC Dortmund mit zwei schwierigen Aufgaben am Wochenende!…Eishockey Magazin

Ready to Start: Ruhrbarone ab jetzt mit Lokalteil Dortmund

Vor ein paar Tagen wurden wir in den Kommentaren gefragt, warum eigentlich die Ruhrbarone keinen Lokalteil in Dortmund aufmachen.

Wir haben bei den Ruhrbaronen über diese Idee schon vorher diskutiert. Wir haben lange überlegt, ob wir diesen Schritt wagen sollen, diesen Schritt nach Dortmund.

Nun: Wir haben uns entschieden. Wir wagen den Schritt. Wir gehen nach Dortmund. Wir werden eine Art Lokalteil für Dortmund machen. Und gleichzeitig die Ruhrbarone als eine regionale Stimme erhalten, die in ganz Deutschland Gehör findet.

Der Grund ist einfach: Wir sehen Platz in Dortmund für eine kritische, profilierte, kratzige, manchmal böse, immer unabhängige Stimme.

Außerdem wollen wir einen Versuch wagen – im vollen Bewusstsein, dass wir auch scheitern können.

Wir wollen ins Lokale vorstoßen. Dazu bietet Dortmund die besten Vorraussetzungen. Eine Stadt, die groß genug ist für einen Blog, der etwas erzählen will. Außerdem gesegnet mit einer hinreichend verfilzten Stadtverwaltung, die genügend Ansatzpunkte für scharfe Berichte bietet. Lieb war gestern. Lieb ist vorbei.

Wir haben in den vergangenen Tagen neue Kollegen  dazu gewonnen: Michael Westerhoff, Honke Rambow und ab und an auch Carsten Drees und Jens Matheuszik schreiben künftig ebenfalls für die Ruhrbarone. Robin Patzwaldt freut sich darauf, endlich seine BVB-Leidenschaft auf dem Blog ausleben zu können. Miquel Rodriguez möchten wir für seine Unterstützung bei der technischen Überarbeitung des Blogs danken.

Wir wissen, dass wir den Blog der Ruhrbarone zu einem Teil neu profilieren müssen, um ins Lokale einsteigen zu können. Die Kosten steigen, die Risiken steigen und wir müssen irgendwie und irgendwann den Mitarbeitern dieses Blogs Geld zahlen – auch denen, die hoffentlich noch zu uns stoßen werden. Denn wir brauchen weitere Kollegen, die sich vor Ort auskennen.

Wir werden daher in Dortmund auch lokale Werbung verkaufen. Dazu arbeiten wir mit Gabi Banfield und ihrer Ruhrstadt-Agentur Com4 aus Dortmund zusammen.

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WR-Aus: WAZ-Gruppe beteiligt sich nicht an Transfergesellschaft

wrNach Angaben des Deutschen Journalistenverbandes NRW (DJV) will sich die WAZ-Mediengruppe nicht an einer Transfer- oder Beschäftigungsgesellschaft  für die über 120 Mitarbeiter der Westfälischen Rundschau beteiligen, die heute ihren letzten Arbeitstag als Redakteure für das Blatt hatten.  Helmut Dahlmann, Vorsitzender des DJV-NRW:„Immer wenn wir denken, es geht menschlich nicht noch kälter, setzt die WAZ- Geschäftsführung einen neuen Minusrekord.“

Morgen wird die letzte Westfälische Rundschau mit Artikeln aus eigenen Lokalredaktionen erscheinen. Die WAZ-Mediengruppe wird künftig lokale Inhalte für die WR von Wettbewerbern wie den Ruhr Nachrichten beziehen. Der Mantelteil wird von der WAZ-Zentrale in Essen erstellt.

Kritik an der aktuellen Preispolitik – Fans schreiben offenen Brief an die Bundesliga

Westfalenstadion DortmundIm Internet kursiert aktuell ein offener Brief der Aktion „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“. Dieser ist jüngst sowohl bei Facebook als auch auf der Internetseite www.kein-zwanni.de veröffentlicht worden. Darin versuchen Fußballfans erneut die Diskussion mit den Verantwortlichen der Ligaleitung zu intensivieren. Schwerpunkt diesmal: Das stark gestiegene Preisniveau bei den Eintrittskarten.

Hier der Inhalt des aktuellen Briefes:

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Erste deutsche staatliche Waldorfschule: Wirbt Christian Füller, taz, für die ‘Sekte’ Anthroposophie?

Hamburger Rathaus Foto „o“ wie Obacht Lizenz: CC

Regelmässig erfreut die taz ihre anthroposophischen Leser mit der Beilage „taz THEMA Anthroposophie“. Nun wirbt Christian Füller in der taz-Rubrik „Zukunft – Bildung“ für ein höchst umstrittenes Schulprojekt, die erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands, als „Zukunftsmodell für das Bildungswesen“. Wirbt Christian Füller damit für die, Zitat Prof. Hopmann, „Sekte“ Anthroposophie? Von Andreas Lichte.

Christian Füller beginnt seinen Artikel so: „Die Nachrichtenlage ist unübersichtlich, was die staatliche Waldorfschule in Hamburg anlangt. Ein Rudolf-Steiner-Hasser aus Bremen sammelt Unterschriften, um die Schule zu verhindern.“ Quellenangaben – z.B. einen einfachen link – hält Christian Füller offensichtlich nicht für nötig, um die „Nachrichtenlage“ zu verbessern, stattdessen versucht er es mit einer Unterstellung: „Rudolf-Steiner-Hasser aus Bremen …“.

Nein, André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, und Initiator der Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ ist kein „Steiner-Hasser“. Sebastiani interessiert sich als Lehrer einer öffentlichen Schule in Bremen für „Bildung“. Irgendwann stiess er auf das Thema „Waldorfschule“ und hat sich seitdem intensiv damit auseinandergesetzt, wie bei den Ruhrbaronen hier nachzulesen ist: Waldorfschule: Versteinerte Erziehung.

Für Sebastiani steht heute fest, dass es eine Waldorfschule ohne Anthroposophie nicht geben kann. Das ist eine Schlussfolgerung, die ich als ausgebildeter Waldorflehrer ausdrücklich bestätige: alles, was in der Waldorfschule passiert, basiert letztlich auf den Vorgaben Rudolf Steiners (1861–1925), Begründer der esoterischen Weltanschauung Anthroposophie. Über den anthroposophischen Hintergrund der Waldorfpädagogik informierte ich auch Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe in einem offenen Brief, Zitat:

„(…) Die Waldorfpädagogik übernimmt die in der Anthroposophie übliche Einteilung des Menschen in ‘Wesensglieder’. Diese ‘Wesensglieder’ entwickeln sich laut Rudolf Steiner in zeitlichen Abschnitten von 7 Jahren, den ‘Jahrsiebten’. Dazu sagt Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview ‘Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein’, Zitat:

‘(…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das »Ich« – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

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