Rot-Grün in Dortmund: „Haushalt der Verantwortungslosigkeit“

Steffen Kanitz Foto: www.steffen-kanitz,de

Heute werden SPD und Grüne in Dortmund zum ersten Mal seit der Kommunalwahl 2009 einen gemeinsamen Haushalt verabschieden. Für unseren Gastautor Steffen Kanitz, den Vorsitzende der Dortmunder CDU, ist es ein Haushalt der Verantwortungslosigkeit.

Kurz vor Weihnachten wird in der größten Stadt im Ruhrgebiet der Haushalt für das Jahr 2013 verabschiedet. Die Begründung des Kämmerers Jörg Stüdemann für die Verabschiedung noch in diesem Jahr: „Dortmund muss handlungsfähig bleiben!“

Doch bleibt Dortmund mit diesem Haushalt tatsächlich handlungsfähig? Ist eine Strategie erkennbar, die eine echte Entschuldungsperspektive aufzeigt und Dortmund auch zukünftig handlungsfähig bleibt?

Wir als CDU meinen nein!

Bei einem Haushaltsvolumen von etwa 2 Mrd. Euro, macht Dortmund nach aktuellen Planungen im nächsten Jahr 70 Mio. Euro neue Schulden. Wie auch in den letzten zehn Jahren, nutzen wir Kassenkredite, um den täglichen Konsum der Stadt Dortmund zu finanzieren. Mit einem Kassenkreditbestand in Höhe von 1,3 Mrd. Euro liegt Dortmund in etwa gleichauf mit dem Saarland. Die Zinsen sind schon jetzt einer der größten Aufwandspositionen im Haushalt. Sollte sich das Zinsniveau in den nächsten Jahren verändern, droht der Haushalt weiter unter Druck zu geraten.

In dieser Situation wäre sparen das Gebot der Stunde. In den vergangenen drei Jahren hat die Dortmunder CDU über 80 Sparanträge gestellt, die eine Mehrheit im Rat der Stadt fanden. Aus unserer Sicht bedeutet verantwortliche Politik, dass wir uns der Realität stellen. Die Stadt Dortmund wurde ursprünglich geplant für 650.000 Einwohner; tatsächlich leben aber nur 580.000 Bürger in Dortmund. Vor diesem  Hintergrund muss sich Politik mit der Anpassung von Infrastruktur beschäftigen, damit nicht die Qualität in der Breite mangels Finanzierung leidet. Politik und Gesellschaft müssen die Frage beantworten, welche Aufgaben mit welchen Standards die Stadt erbringen kann und soll und welche Aufgaben möglicherweise verzichtbar sind.

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Dortmund: Grüne wollen Resolution des Rates gegen „Die Rechte“

Als Reaktion auf die von der Nazi-Partei für Sonntag angemeldeten Kundgebungen vor den Wohnungen von Dortmund Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD), NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) und der NRW-Landtagsabgeordneten Daniela Schneckenburger (Grüne) haben die Grünen für die morgige Sitzung des Dortmunder Rates eine Resolution gegen die Partei „Die Rechte“ beantragt.

In dem Resolutionsentwurf heißt es: Der Rat der Stadt Dortmund stellt fest, dass sich nach dem Verbot des „Nationalen Widerstands Dortmund (NWDO)“ die Dortmunder rechtsradikale Szene neu formiert. So ist mit  der Partei „Die Rechte“ in den letzten Monaten ein neues Sammelbecken von alten und neuen Rechtsextremisten entstanden.

Der Rat der Stadt Dortmund verurteilt den Aufruf der Partei „Die Rechte“, am kommenden  Sonntag vor den Privathäusern Dortmunder PolitikerInnen aufzumarschieren. Der geplante Aufmarsch ist der Versuch von Rechtsextremisten, politische GegnerInnen einzuschüchtern und zu bedrohen. Mit dem

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Bio-Rauchmelder mit Ruhrgebietstradition

Ab dem kommenden Jahr werden Rauchmelder in Nordrhein-Westfalen Pflicht.Natürlich kann man sich dann eine kleine Plastikkiste unter die Decke schrauben. Das sieht blöd aus. Man kann aber auch einer alten Ruhrgebietstradition folgen und einen Kanarienvogel als Bio-Rauchmelder unter die Decke hängen – das haben sie früher unter Tage so gemacht: Wenn zu viele giftige Gase im Schacht waren, kippte der Kanarie tot um und alle wussten: Das ist  kein gutes Zeichen. Mein Opa hat das als junger Hauer auf Graf Moltke noch selbst erlebt. Den Kanarienvogel kann man nach dem Einsatz übrigens mit Mett füllen und braten.

Der Ruhrpilot

Dortmund: Nazis wollen vor Haus von OB Sierau demonstrieren…Der Westen

NRW: „Das NRW-Forum wird es nicht mehr geben“…RP Online

Bochum: VfL Bochum vs. TSV 1860 München…Pottblog

Bochum II: Steilmann-Mitarbeiter bekommen durch Insolvenz keine Gehälter….Ruhr Nachrichten

Dortmund II: Zwischen Liebe und Provokation…Der Westen

Dortmund III: Rheinische Straße – Positive Halbzeit-Bilanz…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Loveparade-Gutachten kostete  637.000 Euro…Der Westen

Duisburg II: „Candystorm“ mit Elektroschrott für Lehmbruck-Chef Stecker…Der Westen

Essen: Ex-SPD-Landtagsabgeordneter Willi Nowack muss ins Gefängnis…Der Westen

Essen II: Köttelbecke wird zum Naherholungsziel…Der Westen

Essen III: Stadtwerke drohen Flexstrom – Wieder Ärger mit Billigstrom-Anbieter…Der Westen

Debatte: Kony 2012 – Zurück blieb ein laues Lüftchen…Netzpolitik

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Medien: Schließungen von Lokalredaktionen keine neuzeitliche Erfindung…Newsroom

Umland: HNG-Verbot vor Gericht…BNR

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Journalismus als gemeinnützige Aufgabe

Dem Journalismus geht es schlecht. Das wissen alle. Die alten Geschäftsmodelle der Verlage brechen weg, ohne dass sich bislang neue etablieren konnten. In der Online-Welt konkurrieren die staatsfinanzierten Sender mit den Verlagen und Blogs um die Aufmerksamkeit im Internet. Zeitgleich wird der Markt der Online-Werbung von Google in einem Maße dominiert, dass eigentlich die Kartellbehörden aktiv werden müssten.
In dieser Situation kommt NRW-Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann (SPD) mit der Idee einer Recherche-Stiftung. Sie soll die entstehenden Defizite zumindest teilweise beseitigen. Mit einer neuen, irgendwie öffentlich-rechtlichen aber auch noch ach so staatsfernen Institution.

Wir haben darüber auf diesem Blog berichtet.

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Panik in Frankfurt: Youporn sperrt Commerzbank Mitarbeiter!

Commerzbank Foto: Commerzbank Frankfurt Lizenz: Copyright

Das Porno-Imperium schlägt zurück: Nachdem die Commerzbank angekündigt hat, die Geschäftsbeziehungen zum Youporn-Konzern Manwin zu kappen, hat man dort beschlossen, sich zu wehren: Alle Mitarbeiter der Commerzbank wurden von den Angeboten des Unternehmens ausgeschlossen werden.

Zu schmuddelig und dann noch Ärger mit  der Steuer: Die auf ihre Reputation bedachte Commerzbank plant alle Konten des Manwin-Konzerns zu kündigen. Manwin betreibt unter anderem die onlien Porno-Dienste Youporn und Brazzers, die wir als Familienblog natürlich nicht verlinken.

Bei Manwin will man sich das nicht widerstandslos gefallen lassen. Ein Sprecher des Unternehmens zu diesem Blog: „Wenn die Commerzbank mit uns nicht mehr zusammenarbeiten will, ist das deren Angelegenheit. Wir werden im Gegenzug heute alle Commerzbank-Mitarbeiter von unseren Angeboten ausschließen.“ Diese Maßnahme betreffe nicht nur den Zugriff vo Büro-PC aus: „Wo Besucher unserer Seiten als Commerzbank-Mitarbeiter erkannt haben, haben wir auch die Zugänge von den heimischen Computern gesperrt.

Auf Nachfrage bestätigten T-Online, EinsundEins und Vodafone einen Ansturm auf ihre Störungshotlines vor allem von Anrufern aus dem Großraum Frankfurt.

Viele Mitarbeiter der Commerzbank sind erschüttert: „Das was Manwin macht geht nicht, das ist Sippenhaft,“ sagt ein Mitarbeiter der Kreditabteilung heute morgen einer Redakteurin dieses Blogs. Ein Commerzbank-Abteilungsleiter hat sich sogar schon bei der Deutschen Bank beworben: „Mir doch egal, dös da de Bulle jede Woch ah Hausdurschsuchung mache. Zuhaus märk isch dawon nix.“

Der Nelkenkrieg

Eine Nelke für Rosa und Karl: Traditionspflege auf der LL-Demo 2012. Foto: Martin Niewendick

Der Streit um die Gedenkveranstaltungen für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Januar in Berlin reißt nicht ab. Auf der einen Seite stehen die Verfechter der traditionellen Luxemburg-Liebknecht-Demo („LL-Demo“). Auf der anderen Seite hat sich das Rosa&Karl-Bündnis formiert. Sie wollen ein emanzipatorisches Gedenken initiieren – ganz ohne Stalin- und Maokult, wie es bislang auf den LL-Demos üblich war. Befeuert vom DDR-Blättchen junge Welt bläst der LL-Block nun zum Angriff auf „Rosa&Karl“. Da bleibt die eine oder andere Wahrheit schon mal auf der Strecke sagt Sebastian Lucke, Bundessprecher der Linksjugend solid, den Ruhrbaronen.

Mit Pressemitteilungen, Artikeln und Interviews wird dieser Tage gegen das alternative Bündnis „Rosa&Karl“ gewettert. Die Linksjugend Hamburg bezeichnet dessen Unterstützer etwa als „Antideutsche“ und „Karrieristen“, die sich „mit der Jugendorganisation der Mörder“ der zwei kommunistischen Ikonen gemein machten. Und in einem aktuellen Interview in der jungen Welt werden offensichtlich sogar Unwahrheiten verbreitet. Der Landessprecher der Linksjugend NRW, Jules El-Khatib, auf die Frage, ob die Verwendung der Linksjugend-Logos für die Aufrufe beider Bündnisse nicht zur Verwirrung führe:

„Die Unterstützung beider Aufrufe soll Pluralität darstellen, ist aber nicht mit den Landesverbänden und dem Bundeskongreß abgesprochen. Wie Sie schon richtig sagten: Es wird der Anschein erweckt, daß der gesamte Jugendverband hinter dem Aufruf stehe.“

Dies sei eine „blanke Lüge“, sagt der Bundessprecher der Linksjugend solid, Sebastian Lucke, im Gespräch mit den Ruhrbaronen. Die Landesverbände

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