Henry Rollins, Montag, 30. Januar, 20.00 Uhr, Gloria, Köln
Der Ruhrpilot
NRW: Ladenschluss spaltet das Land…Welt am Sonntag
Piraten: Marina Weisband bekam antisemitische Hass-Mails…Spiegel
NRW II: Eine Oase für Kriminelle?…Welt am Sonntag
NRW III: Ministerin weist Vorwürfe in Atom-Affäre zurück…RP Online
Online: Verstößt die Deutsche Telekom/T-Mobile gegen Datenschutzgesetze?…Pottblog
Bochum: “Heimat ist auch keine Lösung”…Revierpassagen
Dortmund: Im Gespräch mit Nazi-Schlägern…Marcus Meier
Dortmund II: Vier Dortmunder Kirchen stehen zum Verkauf…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Udo Kirmse neuer Vorsitzender des MSV-Aufsichtsrates…Xtranews
Essen: Bald wieder Baden im Baldeneysee erlaubt?…Ruhr Nachrichten
Essen II: Gerhard Barnscheidt neuer Bürgermeister in Rüttenscheid…Der Westen
Umland: Der doppelte Dürer…Welt am Sonntag
Umland II: Spatzenhirn auf großen Füßen…Achse des Guten
Debatte: Siemens baute die ersten Atomkraftwerke im Iran…Frontmotor
Debatte II: Die Sorgen des Deutschen Adels…Zoom
Blogs: The state of Spreeblick…Spreeblick
Die Schönheit des verborgenen Ruhrgebiets
Ich fixiere das Motiv im Sucher der digitalen Spiegelreflexkamera. Blind huschen meine Finger über die Tasten und Regler der Kamera. Meine Sinne sind hellwach. Konzentriert registriere ich jede Regung meiner Umgebung. Es ist still. Nur das Pfeifen von Wind und aufprallende Wassertropfen sind zu hören. In der Luft liegt die leise Spannung des Verbotenen. Das Klicken des Auslösers meiner Kamera tönt durch die Halle. Von unserem Gastautor Daniel D.
Im Hintergrund formen die Hochöfen des Thyssen Werks in Bruckhausen wie Berge die Silhouette des Horizonts und Schlote speien unablässig weißen Dampf in den Himmel. So oder so ähnlich muss das Ruhrgebiet unserer Eltern und Urgroßeltern ausgesehen haben. So sieht es heute aus: Ich stehe inmitten einer hoch aufragenden Fabrikruine. Rot von rostigem Eisen und Backsteinen, grau von Staub und Beton, mit dem durchschimmernden Grün der hereinwuchernden Wildnis. Jeder meiner Schritte laviert mich vorbei an zerbrochenen Glas, Dreck und zehnmetertiefen Abgründen. Die meisten Maschinen im Inneren der Anlage wurden entfernt und mit ihnen auch die sichernden Geländer. Jeder unbedachte Schritt kann jetzt tödlich enden. Die Verbotsschilder, die das
Köln-Kalk: „Mutter, hol die Wäsche von der Leine, Pro NRW ist in der Stadt“
Knapp 100 Anhänger demonstrierten heute in Köln-Kalk gegen das Autonome Zentrum.
Knapp 100 Anhänger und Mitglieder der extrem rechten Parte Pro NRW demonstrierten heute in Köln Kalk um gegen das Autonome Zentrum . Über 1000 Menschen begleiteten den eher schwach besuchten Umzug, immerhin hält Pro NRW Köln ja für so etwas wie eine Hochburg, mit zum Teil originellem Protestaktionen. So hielten mehrere Bewohner eines Hauses an der Demonstrationsstrecke den Rechten den nackten Hintern hin.
in Kalk hatten zahlreiche Geschäfte geschlossen. Nachvollziehbar: Viele Anhänger von Pro NRW machten weder einen allzu vertrauenserweckenden noch kaufkräftigen Eindruck. Bei der Abschlusskundgebung bot Pro NRW dann seinen Anhängern Kaffee und Snacks an. Viele nahmen das freudige Angebot an. Feste Nahrung ohne dafür bezahlen zu müssen – für viele war der Tag damit wohl gerettet.
The Black Atlantic
The Black Atlantic, Sonntag, 29. Januar, 20.00 Uhr, Hafenliebe, Dortmund
Der Ruhrpilot
Ruhrgebiet: Steag trennt sich von Atomlager…Ruhr Nachrichten
NRW: Rauchmelder werden noch vor Ostern Pflicht…RP Online
Debatte: Lob von ganz rechts und Anschlagsgerüchte…Publikative
Bochum: Stahlarbeiter setzen sich zur Wehr…Ruhr Nachrichten
Bochum II: Infos zu Nazi-Aktivitäten…Bo Alternativ
Bochum III: AStA-Koalition gewinnt zwei Sitze…Bo Alternativ
Dortmund: Beschwerde gegen Wahlurteil eingetroffen…Ruhr Nachrichten
Dortmund II: „Hamster-Affäre“ – Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrerin abgewiesen…Der Westen
Duisburg: Videos gegen OB Sauerland…Der Westen
Duisburg II: Legoland-Umzug nach Oberhausen noch offen…Xtranews
Essen: Stadt verbietet Verkauf von E-Zigaretten…Der Westen
Umland: Düsseldorfer kritisieren Kölner für Wulffs Karnevalswagen…Freie Presse
Umland II: Fracking auf 2003 Quadratkilometern…Zoom
TV: Wilsberg und die Bielefeldverschwörung…Pottblog
NRW: Grüne starten Umfrage zum Ladenschluss
Die rot-grüne Landesregierung will die Ladenöffnungszeiten kürzen. Zusammen mit der Linkspartei hat sie dafür auch eine Mehrheit. Doch wie stark reguliert werden soll ist noch offen.
Einkaufen wann man will? Wenn es nach dem Willen von SPD und Grünen geht, ist damit bald Schluss in NRW. Die Landesregierung will das Ladenschlussgesetz ändern – nur wie weit die Reduzierung der Ladenöffnungszeiten gehen soll, ist noch unsicher.
Um die Stimmung zu testen und wohl auch rauszubekommen, wo die Schmerzgrenze liegt, haben die Grünen nun ein Umfrageportal gestartet. Nach eine Registrierung müssen Fragen zum Kaufverhalten, zur Größe der Stadt in der man lebt und einiges mehr beantwortet werden, bevor man zur Frage kommt, ob die Ladenöffnungszeiten geändert werden sollen oder nicht. Ich hab an der Umfrage teilgenommen, das ganze hat keine fünf Minuten gedauert. Und, wenig überraschend, ich halte nichts davon das Gesetz zu ändern und neue Regulierungen einzuführen. Hier geht es zur Umfrage.
Rechtsextremismus als soziale Bewegung: Feindbild Stadt

Anti-städtische Einstellungen sind kein Alleinstellungsmerkmal für überzeugte Rechtsextremisten. Heimatfilme gleichen sich zumeist erschreckend: Die ehrlichen und unverdorbenen Dörfler setzen sich tugendhaft und gewitzt, aber stets fair, gegen Eindringlinge aus der Stadt zur Wehr. Die NPD nennt sowas einen ” erd- und bluthaften Widerstand”. Teil II der Serie “Rechtsextremismus als soziale Bewegung”. Von unserem Gastautor Patrick Gensing/Publikative.
Die Stadt dient Rechtsextremen als ein zentrales Feindbild, das Land wird hingegen stets idealisiert – hier findet sich die Volksgemeinschaft im Kleinen. In NPD-Papieren ist gerne von Kulturlandschaften und familiären Bauernbetriebe die Rede. Und der NPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel schrieb über die “multi-ethischen” Metropolen:
Schon im 20. Jahrhundert haben Nationalisten bei Wahlen auf dem Land stets ihre besten Ergebnisse erzielt, weil Menschen, die in intakte Sozial-, Kultur- und Traditionsverhältnisse hineingeboren werden, immer eine Ader für das Natürliche und Gewachsene, also das Nationale, haben. […] Die Globalisten wollen den identitätskastrierten, wurzellosen und
Der neue Fernseher
Ich habe gestern mit meinem Vater telefoniert. Eigentlich nichts Weltbewegendes und alle Kinder oder zumindest die meisten tun sowas und manche vielleicht sogar regelmäßig und da ist ja auch nichts Schlimmes bei eigentlich, bis vielleicht auf die Tatsache, dass Telefonate mit Eltern immer schwierig sind. Weil so ein Telefonat immer die Tendenz einer Zeitschleife hat, in der wir als inzwischen erwachsene Kinder, also ich bin inzwischen 38, plötzlich wieder 12 Jahre alt sind, oder so ähnlich. Von unserem Gastautor Daniel Kasselmann.
Eigentlich wollte ich nur kurz nachfragen, ob es für ein anvisiertes Familientreffen bereits einen Termin gäbe. Weil solche Termine in unserer Familie immer kurzfristig bis gar nicht kommuniziert werden, oder erst, wenn sie dann schon in der Vergangenheit liegen und das ist ja nun wirklich arg knapp. Aber als ich nach einer Stunde auflegte und mir den Schaum vom Mund wischte, hatten wir gerade mal fünf Minuten über diesen Termin gesprochen. Weil ich vorher gar nicht dazu kam, das Thema zur Sprache zu bringen, sondern in die Falle aller Söhne und Töchter dieses Universums tappte, meinem Vater zur Eröffnung des Gesprächs eine einfache Frage zu stellen, die normalerweise in den Bereich gepflegter Konversation gehört, aber in dieser Konstellation die Steilvorlage für die Monologe der abgekauten Ohren ist. Ich fragte meinen Vater, wie es ihnen geht, mehr nicht. Ich meine, dass sie sich gerade einen neuen Fernseher gekauft hatten, hätte ich zumindest erahnen können, weil in unserem letzten dreistündigen Gespräch davon die Rede war, dass ihr alter Nordmende-Farbfernseher aus dem Zeitalter des kalten Krieges, tatsächlich bereits nach läppischen 30 Jahren seinen Geist aufgegeben hatte und kein Hersteller-Garantieversprechen mehr weiter half, weil die Firma Nordmende bereits Jahre vorher ebenfalls ihren Geist aufgegeben hatte. Ich erinnere mich noch, dass ich versuchte, meinen Vater davon zu überzeugen, dass es doch eigentlich schön sei, dass das Produkt die Lebensdauer seiner Produktionsfirma um fast eine Generation überdauert hätte, aber das ließ er nicht gelten, denn das Gerät war damals der
We Were Promised Jetpacks
We Were Promised Jetpacks, Samstag, 28. Januar, 20.00 Uhr, Sputnikhalle, Münster
