„Gibt es“, fragt die Financial Times Deutschland (FTD) in einem Leitartikel, „angesichts der Unbegreiflichkeit der Mordtaten von Oslo und Utøya irgendeinen sinnvollen Gedanken, der über die ersten Reflexreaktionen hinausgehen kann?“ Eine rhetorische Frage, deren Antwort wir bereits vor der Lektüre in der Überschrift zur Kenntnis genommen hatten: „Kein Schutz vor Wahnsinn“. Und deswegen, so schreibt heute Falk Heunemann in derselben Zeitung, solle man „einfach mal die Klappe halten“. Der Linie des FTD-Leitartikels ist nämlich nicht Folge geleistet worden; stattdessen meldeten sich alle möglichen Politiker mit ihren „Reflexreaktionen“ zu Wort.
Pro NRW: Beisicht hetzt nach Brandanschlag gegen Sinti und Roma

Nicht nur die Morde in Norwegen setzen Deutschlands Rechtspopulisten unter Druck. Nach einem Brandanschlag auf ein von Sinti und Roma bewohntes Haus in Leverkusen steht die extrem rechte Partei Pro NRW nach ihrer Hetzkampagne in der Verantwortung. Pro NRW Führer Markus Beisicht keilt zurück.
Die Saat ging auf: Nach monatelanger Hetze von Pro NRW gegen Sinti und Roma wurde am Montag in Leverkusen ein Brandanschlag auf ein von Sinti und Roma bewohntes Haus verübt. Die Polizei ermittelt in Richtung eines fremdenfeindlichen Hintergrundes.
Alkoholverbot im Stadion?
Hessens Innenminister Boris Rhein fordert ein Alkoholverbot in Stadien. Naja, wenn man sich den hessischen FDP-Politiker Heinrich Heidel so anschaut und anhört, wäre ein Alkoholverbot im Landtag des Bundeslandes bei Frankfurt vielleicht auch keine schlechte Idee. Zu dem Thema gibt es einen feinen Kommentar von Oli Kruschinski, dem Geschäftsführer beim Supporters Club des FC Schalke 04 und Chefredakteur beim Sprachrohr auf Coolibri. Sein Fazit: „… wer sich, wo und warum auch immer, prügeln will, der trinkt sowieso nichts. Ein direkter Kausalzusammenhang zwischen „Randale“ und dem Verzehr von Bier im Stadion ist weder erkennbar noch empirisch belegbar.“ Hier gehts weiter…
[Tierportraits aus dem Bochumer Tierpark]
Für alle, die wie ich im Moment so extrem „wettergefrustet“ sind und immer noch auf den Sommer warten … einige kleine bunte Lichtblicke aus dem Bochumer Tierpark .
Zur Zeit wird dieser neu gestaltet und umgebaut und man freut sich dort sicherlich über den einen oder anderen Besucher.
Mein Tip : Die Fütterung der Seehunde anschauen und das Fossilium 🙂
[zur Vollansicht mal wieder den Doppelklick]
[Bilderrätsel 09]
So, ich hoffe, dass alle Bochum-Total gut überstanden haben und wieder fit genug sind für ein neues Bilderrätsel 🙂
Und hier ist es …
Auflösung
Breiviks deutsche Brüder im Geiste

Anders Behring Breiviks, der mutmaßliche Doppelattentäter von Oslo, war kein Neonazi. Eine Zeit lang war er in der rechtspopulistischen norwegischen Fortschrittspartei aktiv. Die ist ein Vorbild für rechtspopulistische Parteien in Deutschland. Das politische Milieu ,dem Breivik entstammt, gibt es auch in Deutschland – und es wächst.
Er hasste die offene Gesellschaft, sah sich als überzeugter Christ und Norwegen, ja ganz Europa, von Linken und Muslimen bedroht. Anders Behring Breiviks, der mutmaßlich Verantwortliche für den Autobombenanschlag im Olsoer Regierungsviertel und dem Massaker an 68 Mitgliedern der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF, war jedoch kein klassischer Neonazi. Er war, zumindest zeitweilig, in der rechtspopulistischen norwegischen Fortschrittspartei aktiv.
1973 gegründet, ist die Fortschrittspartei heute mit 22,9 Prozent der Stimmen und 41 Mandaten die zweitgrößte Partei des ölreichen skandinavischen Landes. Sie ist ein Vorbild für rechtspopulistische Parteien in ganz Europa: Rechts, ohne nationalsozialistisch zu sein. Fremdenfeindlich und national
Update II: Hausbesetzung Kölner Südstadt – Moselstr.8 ist geräumt
In Köln ist es am Wochenende zur zweiten Hausbesetzung innerhalb von 18 Monaten gekommen.
Update 10.39: Gerade via Twitter: moselstr. 8 ist geräumt! Personalien wurden festgestellt etc. startet Soli Aktionen! lasst euch nicht unter kriegen!
Auch der Kölner Stadtanzeiger berichtet.
Update 8.15 Uhr: Der Kölner Stadtanzeiger meldet, das die Räumung des am Samstag besetzten Hauses gerade beginnt. Das Haus ist umstellt. Vor drei Stunden hatten die Besetzer via Twitter gemeldet, dass sich die Polizei bereits musikalisch auf die Räumung eingestellt hat: In der Nacht wurden die Nationalhymne und „Spiel mir das Lied vom Tod“ über Lautsprecher gespielt.
Seit Samstag nacht hält eine Gruppe von AktivistInnen im Rahmen der Kampagne „Squat a lot“ in der Moselstraße 8 ein Wohnhaus besetzt. In einem Kommuniqué erklären die BesetzerInnen ihre Ziele.
Wir wollen nicht funktionieren, wir wollen leben!
Mit der Bestzung der Moselstraße wollen wir einen Raum abseits dieser kapitalistischen Verwertungslogik erschaffen. Wir wollen hier selbstverwaltet und emanzipatorisch zusammen leben, möglichst frei von gesellschaftlichen Zwängen und Diskriminierung jeder Art. Es soll ein Raum für kulturelle, soziale und vor allem kollektive Vernetzung entstehen, wo sich jeder Mensch nach seinen Interessen einbringen kann und soll, z.B. durch Workshops, Kunst, Kochen, Infocafés usw. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Neurosis
Der Ruhrpilot

Oslo: „Wir schützen unsere Freiheit nicht, indem wir sie abschaffen.“…Netzpolitik
Oslo II: Hatte der Attentäter Breivik Kontakt zur Dortmunder Szene?…Der Westen
Oslo III: Der Überwachungs- und Ausgrenzungsstaat…Law Blog
NRW: SPD-MdL gegen Fracking…Pottblog
NRW II: Musikinitiative „Jedem Kind ein Instrument“ stagniert…Klassik.com
NRW III: Sparen wird bestraft…RP Online
Bochum: CDU vermisst Kontrolle an Beteiligungen…Der Westen
Bochum II: Bart Simpsons geköpft…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Grüne wollen weniger Bezirke…Der Westen
Dortmund II: Rechtsradikale Anschläge auf Antifaschisten…Der Westen
Duisburg: Roma leben wie Sklaven in Hochfeld…Der Westen
Essen: Ärger um City-Nord Pläne…Der Westen
Essen II: Grabsteine beschmiert – Polizei meldet Ermittlungserfolg…NRWREX
Pop: Nenas Achselhaare…Jungle World
Buch: “Ich bin voller Hass – und das liebe ich”…Zoom
Umland: Brandanschlag auf Roma-Familie…Bild
Umland II: Video-Camp in Berlin…Webvideotage
Die Ruhrbarone Offline: Texte für Leute, die lesen können
Das Magazin #3 der Ruhrbarone hat es in sich: Hier ein Blick ins Blatt. Bestellen kann man es hier klack und hier klick.

