
Der Boom der Künstlichen Intelligenz stellt Energieversorger vor neue Herausforderungen. Nicht nur der Stromverbrauch von Rechenzentren steigt rasant – auch die Nachfrage wird zunehmend schwer vorhersehbar. Das geht aus einer Studie des Capgemini Research Institute hervor, für die mehr als 600 Führungskräfte aus der Energiewirtschaft weltweit befragt wurden.
Demnach rechnen 77 Prozent der Energieunternehmen damit, den künftigen Strombedarf nur noch schwer zuverlässig prognostizieren zu können. Grund sind vor allem KI-Anwendungen, deren Rechenleistung und Stromverbrauch stark schwanken können. Gleichzeitig erwarten 68 Prozent der Befragten, dass die Nachfrage durch Rechenzentren schneller wächst, als neue Erzeugungs- und Netzkapazitäten geschaffen werden können.
Hinzu kommt ein weiteres Problem: Zwei Drittel der befragten Energieunternehmen berichten von sogenannten „Phantom“-Lastanfragen. Rechenzentrumsbetreiber reservieren Netzanschlüsse für Projekte, die später gar nicht realisiert werden. Nach Angaben der Befragten wird fast jede fünfte beantragte Anschlussleistung letztlich nicht genutzt. Das erschwert die Planung und erhöht das Risiko von Fehlinvestitionen.
Gleichzeitig sehen viele Energieversorger KI selbst als Teil der Lösung. Rund sechs von zehn erwarten, dass KI-gestützte Analysen Netzstörungen verringern und den Betrieb effizienter machen können. Bislang setzt allerdings weniger als die Hälfte der Unternehmen KI bereits zur Netzoptimierung ein.
Die Studie zeigt außerdem, dass sich Rechenzentrumsbetreiber zunehmend unabhängiger vom Stromnetz machen wollen. Fast 30 Prozent nutzen bereits eigene Stromerzeugungsanlagen, weitere 39 Prozent planen deren Einführung in den kommenden zwei Jahren. Mehr als 70 Prozent erwarten, ihre Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz dadurch deutlich zu verringern.
Nach Einschätzung der Befragten werden erneuerbare Energien allein den zusätzlichen Strombedarf kurzfristig nicht decken können. Deshalb sehen zwei Drittel Erdgas als Übergangstechnologie, bis Speichertechnologien und weitere CO₂-arme Erzeugungsformen ausreichend verfügbar sind.
Die Studie zeigt außerdem, dass sich Rechenzentrumsbetreiber zunehmend unabhängiger vom Stromnetz machen wollen. Fast 30 Prozent nutzen bereits eigene Stromerzeugungsanlagen, weitere 39 Prozent planen deren Einführung in den kommenden zwei Jahren. Mehr als 70 Prozent erwarten, ihre Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz dadurch deutlich zu verringern.
Nach Einschätzung der Befragten werden erneuerbare Energien allein den zusätzlichen Strombedarf nicht decken können. Deshalb sehen zwei Drittel Erdgas als Übergangstechnologie, bis Speichertechnologien und weitere CO₂-arme Erzeugungsformen ausreichend verfügbar sind. Langfristig setzen viele Unternehmen zudem auf Small Modular Reactors (SMR), also kleine modulare Kernreaktoren. Deren Einsatz gilt jedoch als Zukunftsoption, da die Technologie vielerorts noch in der Entwicklung ist und ein breiter kommerzieller Einsatz Zeit benötigen wird.