Hidden Orchestra, Sonntag, 13. Februar, 16.00 Uhr, Gloria, Köln
Der Ruhrpilot
Japan: Kernschmelze in AKW möglicherweise im Gang…Welt
Japan II: Liveticker…Spiegel
Japan III: Liveticker…Stern
Japan IV: Dortmunder verbringt Nacht in Notunterkunft…Ruhr Nachrichten
Japan V: Globale Verteilung von Radioaktivität unwahrscheinlich…Frontmotor
NRW: Kraft will Neuwahlen vermeiden…Der Westen
NRW II: Junge CDU-Gruppe fordert Röttgen zum Wechsel auf…RP Online
NRW III: Mit dem Latein am Ende…Post von Horn
Ruhrgebiet: Per Anhalter durch das Revier – mit Bus, Straßenbahn und U-Bahn…Welt
Bochum: Was ist ein IKEA Homepark?…Schmidts Katze
Bochum II: Sloane am Ziel…Ruhr Nachrichten
Bochum III: GEA-Verwaltung ab Montag in Düsseldorf…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Ordnungsdezernent Steitz zum Straßenstrich Dortmund…Der Westen
Duisburg: CDU-Politiker zeigte Zivilcourage und kassierte Prügel von Jugendlichen…Der Westen
Duisburg II: SPD-Fraktionschef Mettler wirft OB Adolf Sauerland Führungs-Versagen vor…Der Westen
Umland: Sozialdemokraten aus Meschede und Remblinghausen bilden neuen Ortsverein…Zoom
Internet: Schweigegeld darf man nicht sagen…Netzpolitik
AKW Fukushima außer Kontrolle: Kernschmelze droht
In Japan hat der Tag nach dem Erdbeben begonnen. Nach den Erdbeben, besser gesagt. Denn seit dem schweren Beben mit der Stärke 8,9, das die zehn Meter hohe Tsunami-Welle ausgelöst hat, ist Nippons Erde nicht mehr zur Ruhe gekommen. Einige Nachbeben – oder eigenständige Erdbeben, da sind sich die Seismologen nicht ganz einig – haben dabei Magnituden-Werte zwischen 5 und 6 erreicht. Das Ausmaß der Katastrophe ist zur Stunde noch nicht absehbar. Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf „über 1000“ hochgesetzt worden. Sie besagt nicht viel. Auch die entstandenen Schäden sind zur Stunde unübersehbar, zumal die Erde – wie gesagt – nicht aufgehört hat zu beben.
Hierzulande findet die Situation im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi große Beachtung. Zu Recht. Deshalb haben auch die Ruhrbarone sehr frühzeitig über den japanischen Atomalarm informiert. Im Laufe des Nachmittags (MEZ) wurde klar, dass das AKW Fukushima außer Kontrolle geraten ist. Kurz vor 23 Uhr MEZ hat die japanische Regierung bekannt gegeben, dass sie die Evakuierungszone um das AKW deutlich ausgedehnt hat, dass sie „ein wenig“ Druck aus der Reaktorkammer gelassen hat, sprich: (kontrolliert?) Radioaktivität freigesetzt hat. Eine Stunde später soll der Druck wieder doppelt so hoch wie normal sein.
Nicht nur der Druck im AKW ist stark angestiegen, sondern auch die Radioaktivität. Die Kühlsysteme des Kraftwerks sind wegen des Erdbebens ausgefallen, die für diesen Fall durch Dieselmotoren vorgesehene Kühlung angetrieben konnte ebenfalls nicht bewerkstelligt werden, so dass als letzte Möglichkeit nur blieb, auf Batterien zurückzugreifen. Da die dringend notwendige Kühlung jedoch sehr energieintensiv ist, kann sie nur für einige Stunden batteriebetrieben werden. Gegen Mitternacht sollen Agenturberichten zufolge die Brennstäbe im Block 1 des AKW Fukushima um etwa zwei Meter aus dem Kühlwasser ragen.
Ungekühlte nukleare Kettenreaktion. Im Kontrollraum des AKWs ist die Radioaktivität auf das 1000fache des üblichen Werts angestiegen. Alles deutet darauf hin, dass eine (partielle) Kernschmelze zur Stunde stattfindet. Der GAU, der größte anzunehmende Unfall. Das erste Mal hatte er sich 1979 im amerikanischen Harrisburg ereignet. US-Spezialisten sollen jetzt dabei sein, den Japanern zu helfen, den Meiler wieder kühlen zu können. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Es muss Strom an die Anlage gebracht werden, das AKW muss gekühlt werden.
Uns bleibt nur zu hoffen. Ein Kühlsystem muss installiert werden und stabil laufen! Das AKW hat sich mit dem Beben automatisch abgeschaltet; doch die Kettenreaktion setzt sich freilich fort. Wird nicht gekühlt, ist nicht genug Kühlwasser da, schmelzen die Brennstäbe. Dieser Prozess scheint eingesetzt zu haben. Er ist noch zu stoppen. Sollte dies nicht gelingen, wäre das Schlimmste zu befürchten. Sogar eine Explosion in der Reaktorkammer könnte nicht ausgeschlossen werden. Der Super-GAU – wie in Tschernobyl 1986.
Zur Stunde besteht diese Gefahr. Im Laufe des Freitags hat sich auch hierzulande die sog. „Nuklearangst“ breit gemacht. Die deutschen Behörden sind “alert”. Gut so. Sollten in Fukushima tatsächlich größere Mengen an Radioaktivität in die Atmosphäre austreten, werden auch die Medien die Bewegung der nuklearen Wolke detailliert verfolgen. Ob sie sich auf den Weg ausgerechnet nach Deutschland machen wird? Unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen. Im Fall des Falles wäre noch eine Woche Zeit.
Peinlich wäre es, würden wir uns beim Blick auf die Katastrophe(n) in Japan auf unsere „Nuklearängste“ konzentrieren. Die Japaner sind zur Stunde dabei, ihre verwüsteten Städte, ihre verschlammte Außenwelt zu betrachten. Im Viertelstundentakt gibt es kräftige Erdstöße. Wo sind die Menschen, die in den wie vom Erdboden verschwundenen Zügen oder Schiffen saßen? Ihre Angehörigen werden befürchten, dass sie tot sind, es aber nicht glauben wollen. Die Menschen in Japan haben heute noch nicht so recht Platz für Nuklearängste. Dabei wären sie der Situation völlig angemessen. Jetzt wird auch noch gemeldet, dass auch in Fukushima 2 – elf Kilometer entfernt von Fukushima 1 – drei Reaktoren außer Kontrolle geraten sind.
Prozess gegen Blogger Stefan Aigner: Protest gegen Maulkorb

Dem Journalisten Stefan Aigner ist untersagt worden, Zahlungen der katholischen Kirche an die Eltern eines durch einen Priester missbrauchten Jungen als „Schweigegeld“ zu bezeichnen.Das Netzwerk istlokal.de protestiert auf Schärfste gegen diese mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbare Entscheidung.
In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Missbrauchsfälle bekannt. Duzende von Priestern hatten teils über Jahre hinweg hunderte von Ministranten und andere schutzbefohlene Kinder, überwiegend Jungen, sexuell missbraucht.
Anstatt diese Missbräuche an Leib und Seelen der Kinder konsequent aufzuklären, hat die katholische Kirche viele Fälle vertuscht, Priester versetzt, „Entschädigungszahlungen“ geleistet.
Nur auf großen Druck der Öffentlichkeit hat die katholische Kirche reagiert und immer nur das allernotwendigste getan, um „Aufklärung“ zu leisten.
Die Öffentlichkeit wurde und wird überwiegend durch mutige Journalisten wie Stefan Aigner über diese schon fast alltäglich zu nennende Missbrauchspraxis informiert.
Es ist nicht hinnehmbar, dass Journalisten, die über diese Missbrauchsfälle berichten, sich juristisch bedroht fühlen müssen.Nicht die Journalisten begehen einen Missbrauch, indem sie über Missbräuche berichten, sondern die katholische Kirche missbraucht das Justizsystem, indem sie als „Großkonzern“ gegen Journalisten vorgeht.
Der Regensburger Journalist Stefan Aigner hatte im Vorfeld versucht, sich mit der Diözese Regensburg auf eine andere Formulierung zu einigen. Daran hatte die Diözese kein Interesse. Man muss davon ausgehen, dass dem Journalisten – und mit diesem Fall auch anderen – eine „Lektion“ erteilt werden soll.
Dabei bedient sich die Kirche des so genannten „fliegenden Gerichtsstands“ – man sucht sich das Gericht aus, von dem man sich ein „erwünschtes Urteil“ verspricht.
Das Hamburger Landgericht ist bundesweit für pressefeindliche Urteile bekannt. Die Meinungsfreiheit nach Artikel 5 Grundgesetz gilt hier nicht besonders viel und wird bis an den Rand der Unerträglichkeit begrenzt.Die Prozesskosten für die erste Instanz schätzt Stefan Aigner auf rund 8.000 Euro. Ohne Unterstützung würden diese Kosten ihn in eine wirtschaftlich-existenzbedrohliche Lage bringen. Nach einem Spendenaufruf kamen rund 10.000 Euro zusammen – sonst hätte Stefan Aigner nicht vor Gericht gehen können, sondern sich sofort einer Unterlassungserklärung beugen müssen.
Aus Sicht des Netzwerks istlokal.de missbraucht die Kirche nun „Lücken“ im Rechtssystem, um sich missbräuchlich an der Presse- und Meinungsfreiheit zu vergehen. Anstatt die schändlichen Taten von Priestern lückenlos aufzuklären und öffentlich zu machen, soll Journalisten das berichten verboten werden. Man muss befürchten, dass Journalisten zukünftig nur noch mit der „Schere im Kopf“ über den Missbrauch von katholischen Priestern an Kindern berichten oder aus Angst vor Klagen ganz darauf verzichten.
Wir halten es für unerträglich und nicht hinnehmbar, dass eine Institution wie die katholische Kirche weder bereit ist, sich außergerichtlich zu einigen, sondern versucht, einen Journalisten wirtschaftlich zugrunde zu klagen.Das Netzwerk istlokal.de fordert hiermit die Diözese Regensburg auf, alle Kosten des Prozesses zu übernehmen und die Aufhebung des Urteils zu beantragen.
Weiter fordern wir die Diözese Regensburg auf, mit dem Journalisten Stefan Aigner in einen Dialog zu treten und eine für beide Seiten „akzeptable“ Formulierung für den betreffenden Bericht zu finden.Weiter fordern wir von der Diözese Regensburg eine Erklärung, dass sie die Presse- und Meinungsfreiheit nach Artikel 5 Grundgesetz achtet und Journalisten bei der der Aufklärung und Veröffentlichung von Missbrauchsfällen ohne Einschränkung unterstützt.
Japan: Reaktor kann wahrscheinlich nicht mit Kühlmitteln versorgt werden
Nach dem Erdbeben in Japan könnte es zu einem Atomkatastrophe kommen. Das Bundesumweltministerium bereitet den Voralarm vor und wird dann zum Intensivbetrieb für die Radioaktivitätsüberwachung übergehen.
Atomalarm – Deutsche Behörden „Alert“
Die deutschen Behörden sind über den japanischen Atomalarm besorgt.
Bei dem schweren Erdbeben in Japan ist auch ein Kernkraftwerk beschädigt worden. Japan hat Atomalarm ausgelöst, obwohl keine Radioaktivität ausgetreten sein soll. Deutsche Behörden sind nun ebenfalls in Bereitschaft. Sollte es doch noch zu einem Austritt von Radioaktivität kommen, könnte eine solche Wolke nach bis zu sieben Tage Europa erreichen. Nach uns vorliegenden Informationen sind die deutschen Behörden „Alert“.
Peggy Sugarhill
Peggy Sugarhill, Samstag, 12. März, 20.00 Uhr, Hundertmeister, Duisburg
Ruhrpilot
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Update Künstlerhaus: Es lag an ECE
Mit dem Center-Riesen ECE gibt es kein Künstlerhaus in Bochum.
Die Meldung kam eben rein. Sie stammt von Martina Murgia, der Initiatorin des Projekts. Anscheinend gab es keine Einigung zwischen der Künstlern und der IHK auf der einen und ECE auf der anderen Seite. ECE will auf dem Gelände ein Einkaufszentrum bauen.
Später mehr…:
Das Projekt der Ansiedlung der Kreativwirtschaft im Bochumer Telekomblock kann nicht umgesetzt werden. Die Vertragsverhandlungen haben sich als äußerst schwierig erwiesen und sind nicht zum Abschluss gekommen. Auch die IHK als Initiator bedauert, dass es auch aufgrund der nunmehr geforderten Konditionen nicht zu einer für die Kreativen finanzierbaren Lösung kommen wird. Die Nachfrage der Kreativunternehmen, sich in einem Bochumer Kunst- & Kulturhaus niederzulassen, war enorm: Über 120 Interessenten hatten sich bei Martina Murgia als Managerin des Projektes vormerken lassen. Um dieses große Netzwerk, das in knapp einem Jahr Arbeit entstanden ist, nicht zu verlieren und „Arts“ als Projekt zur Ansiedlung der Kreativwirtschaft in Bochum weiterhin zu unterstützen, wird sich die IHK in den nächsten Monaten nach anderen Immobilien umschauen.
Update:
Nach unseren Informationen scheiterte der Plan des Künstlerhauses an den Preisvorstellungen der ECE. ECE forderte einen Mietpreis (inkl. Nebenkosten) von 7,80 Euro haben. Für ein Zwischennutzungobjekt ein stolzer Preis: Für das Geld bekommt man auch eine ganz normale Immobilie am Rand der Innenstadt. Von dem Gerede der ECE, sie wolle ein solches Projekt unterstützen, ist also nicht viel übrig geblieben. Ich habe es ECE sowieso nicht geglaubt.
Hilfsaktion: Ein Link für das Lab!
Das Lab2010 braucht unsere Hilfe. Die Besucherzahlen sind im Keller – um auch nach 2011 Fördermittel zu bekommen, braucht das Lab2010 Erfolge. Wir wollen helfen.
Die im Dunklen sieht man nicht. Ein trauriger Satz, ein wahrer Satz. Und er trifft auf das Lab2010 zu. Kaum einer kommentiert die Artikel des Kulturhauptstadt-Überbleibsels. Und kaum jemand liest die Texte. Gestern erklärten die Lab-Macher einer Besuchergruppe, dass sich nur 1300 Menschen Tag für Tag auf ihre Seite verirren. Wie viele von denen den lustige Nachnamen Google haben will man lieber gar nicht so genau wissen. Sicher, wie alle die keinen Erfolg haben betonen auch die Lab-Leute, dass sie nicht viele Leser haben wollen, sondern nur ganz tolle, ausgewählte. Aber mal im ehrlich: 13oo am Tag ist schon peinlich. Gut, für Bernd Fesel nicht, der ist es gewohnt zu scheitern. Auch nicht für die Lab-Autoren. Die wissen ja nicht wie es ist, Leser zu haben und mit ihnen in Kommentaren zu diskutieren. Aber es ist peinlich für das Ruhrgebiet. Machen wir uns doch nichts vor: Am Ende bleibt es doch an uns hängen. „Die Ruhris sind doch zu blöd, eine Internetseite zu machen.“ Dabei haben wir mit der ganzen Geschichte nicht viel zu tun: Fesel kommt aus dem Rheinland, gestaltet hat den ungefähr Million Euro teuren Spaß Boros aus Wuppertal und aufgehübscht wird das Lab von einer Agentur aus Düsseldorf. Nur blöd, dass das Ding irgendwie immer mit dem Ruhrgebiet in Verbindung gebracht werden. Also: Lasst uns die Seite verlinken, damit das Ganze nicht so peinlich ist. Macht mit bei: „Ein Link für das Lab“
Ich fang schon mal an: Ein Text von Bernd Fesel über Literatur. Coole Sache. Der Trend geht ja zum Zweitbuch.
