Gutes Copy, schlechtes Copy

Da haben wir sie endlich: Die Urheberrechtsdebatte. Endlich wird auch Konservativen vor Augen geführt, was „Geistiges Eigentum“ (Achtung: Kampfbegriff!) im digitalen Zeitalter alles bedeuten kann und wie viele Aspekte und Ebenen hierbei zu beachten sind. Zynisch betrachtet, hatten die Konservativen damit bisher ja nur dahingehend zu tun, dass sie darüber beraten mussten, ob man „Raubkkopierern“ das Internet kappen soll, es der Verwerterindustrie leichter machen, zivilrechtlich gegen sie vorzugehen – oder ob man doch gleich Netzsperren gegen den „Ideenklau“ im „rechtsfreien Raum Internet“ einrichten sollte.

Das ist nun mit einem Schlag anders geworden. Nicht, weil es Plagiate erst seit Google gibt. Sondern durch die falschen Vergleiche mit Helene Hegemanns „Axolotl Roadkill“, die von unzähligen Menschen vehement zurückgewiesen wurden. Nämlich von solchen, die irgendwann in ihrem Leben mal viel Mühe in eine wissenschaftliche Arbeit gesteckt haben.

Vor einem Jahr, als die Feuilletons eher hilflos mit Helene Hegemans Copy & Paste aus Weblogs umgehen mussten, dominierte die Sichtweise „so macht die Internetgeneration das eben“. In der taz wurde Hegemanns Copy & Paste zum Beispiel mit einer Aktion „ich habe abgeschrieben“ aufgegriffen. Dass aus der Hegemann-Debatte nicht so viel produktives herauskam, liegt vielleicht auch an der Behäbigkeit, der Holzmedienhaftigkeit, die in vielen Feuilletons bzw. Kulturredaktionen im Vergleich zu anderen Ressorts wohl besonders stark verbreitet ist.

Alles nicht so schlimm, sagte man damals auch. Das Mädel ist doch erst 17, und sie ist eben in ein paar Blogs gesurft und hat sich da „inspirieren“ lassen. Das haben Künstler doch schon immer so gemacht. Und das ist auch gar nicht schlimm.

Geht es einem ausschließlich um die Fakten, die Wahrheit in der Welt, und nicht um die monetäre Verwertung des produzierten Wissens, dann ist das genau richtig. Copy & Paste in der Wissenschaft – unabhängig davon, dass es der Verteidigungsminister dieses Landes war – ist gravierender. Denn hier geht um die Wahrheit. Eine wissenschaftliche Arbeit ist kein Roman. Wissenschaftliche Arbeit baut auf wissenschaftlicher Arbeit von anderen auf. Isaac Newton wird der Spruch

„If I have seen further it is only by standing on the shoulders of giants“

zugeschrieben, in Wirklichkeit ist das Gleichnis aber älter. (Danke @schillingst für das Zitat und Goldbach für die Präzisierung zu möglichen Urhebern).

Hätten die Riesen, auf denen „Newton“ sein Wissen aufbaute, bei ihrer Arbeit geschlampt, dann wäre der Turm aus Riesen, von dem aus er so weit sehen konnte, ganz schnell zusammengebrochen. Schlampige Riesen können weniger tragen. Und wenn alle so arbeiten würden wie Guttenberg, dann würde die Wahrheit untergehen. Was im konkreten Fall noch hinzukommt: Rezipienten der Guttenberg’schen Doktorarbeit hatten sogar ein zusätzliches „Trust-Siegel“, nämlich die Note „Summa cum Laude“, mit der die Doktorarbeit bewertet wurde.

Vor allem in Zeiten des digitalen Meers mit unendlich vielen Informationen sind Inseln des Vertrauens unbedingt nötig. In digitalen Zeiten werden Quellen wichtiger, nicht unwichtiger. Das Gerede von der Copy & Paste Generation, „die das eben so macht“, ist im Wissenschaftskontext (genauso bei „Journalismus“) nicht gerade von Klugheit geprägt.

So auch der Artikel von Ulf Poschardt, der Guttenberg mit dem Argument des „Samplings“ verteidigt („Sampling – eine Kulturtechnik, die zu Guttenberg passt“). Da ist wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens

„Der Jay-Z der bürgerlichen Politik: Beim jüngeren Publikum wird die Erregung über Guttenbergs Umgang mit Zitaten die Zuneigung eher verstärken, hat es sich doch in Zeiten des Copy and Paste daran gewöhnt, einen Teil seiner Schul- und Unileistungen durch virtuose Quellenrecherche zu perfektionieren“

Bei jüngeren Menschen wie mir und auch bei den jungen Menschen von Dradio Wissen (Audiobeitrag zum „Orden wider den tierischen Ernst, u.a. mit von Rüttgers „geklauten“ Karnevalswitzen) kommt die Kopiererei im Wissenschaftskontext nicht so gut an. Und auch Andreas Popp, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei, differenziert in dem Beitrag „Warum Guttenberg kein Pirat ist“ den Knackpunkt genüsslich auseinander.

„Ohne Zitation hat sich Guttenberg einer Urheberrechtsverletzung schuldig gemacht. Da wir Piraten das Urheberrecht ja eh blöd finden, sollten wir Guttenbergs Aktion dann nicht gut finden? Die Antwort lautet hier: Nein! (…) Das, was Guttenberg hier getan hat, hat nichts mit Filesharing zu tun und auch nichts mit dem gewünschten akademischen »Remix«, es ist schlicht und ergreifend Betrug“

Popp schreibt in seinem Beitrag auch sehr genau auf, dass ein Unterschied zwischen privater Nutzung und einer Veröffentlichung besteht. Man könnte als Pirat oder anderswo auch nochmal auf die inzwischen doch recht verbreitete Kultur Freier Lizenzen hinweisen, die in den meisten Fällen eine Nennung von Urhebern fordert. Wie schrieben die Kollegen weiland so schön im „Internet Manifest“

13. Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht.

„Das Urheberrecht ist ein Eckpfeiler der Informationsordnung im Internet. Das Recht der Urheber, über Art und Umfang der Verbreitung ihrer Inhalte zu entscheiden, gilt auch im Netz. Dabei darf das Urheberrecht aber nicht als Hebel missbraucht werden, überholte Distributionsmechanismen abzusichern und sich neuen Vertriebs- und Lizenzmodellen zu verschließen. Eigentum verpflichtet“

Also, liebe Konservativen! Liebe Holz-Feuilletons! (und liebe Grünen: „Gutt kopiert“ – *ähem* *hust*). Mal nicht immer so auf dieses Internet schimpfen. Und nicht immer so falsche Vergleiche ziehen – in diesem Internet gibt es ganz viele, die Zitate wichtig finden. Und bei wissenschaftlichem Arbeiten (und übrigens auch bei „Journalismus“) doppelt gern!

Ohne sichere, vertrauenswürdige Quellen keine Wahrheit. Wo kämen wir denn hin, wenn die im weltweiten Informationsmeer Schiffbruch erlitte.

Der Ruhrpilot

Eine Tragödie ohne Schuldige?

Loveparade: 3,50 Meter hoch, klassisch…Spiegel

NRW: Studiengebühr in NRW fällt…Süddeutsche

Verkehr: Land stoppt Autobahn-Bau im Revier…RP Online

Bochum: Dieter Gorny ist Träger der Bierkutschermütze…Pottblog

Dortmund: Rat winkt weiteren Steag-Kauf durch…Der Westen

Duisburg: Entscheidung über Krieger-Möbelhaus wohl erst in einem Jahr…Der Westen

Herne: Eine Bürgermeisterin, zwei Wohnsitze, eine Intrige…WAZ Rechercheblog

Umland: Schiefergas – es regt sich Widerstand…Zoom

Guttenberg: »Wir haben abgeschrieben!«…Literturcafé

Nazis: Von der Schwierigkeit zu mailen. NPD verschickt Mitgliederliste per Email…WAZ Rechercheblog

Nazis II: NPD verbreitet Raubkopie von Sarrazin-Buch per Email. Klage droht.WAZ Rechercheblog

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Die Stadtwerke, der VfL und meine Stromrechnung

Die Stadtwerke Bochum sponsoren den VfL in den kommenden Jahren mit 7,5 Millionen Euro. Zeit für mich, einen neuen Stromanbieter zu sorgen.

Es sind immer die gleichen Argumente die man hört, warum es gut und richtig ist, wenn es möglichst strake Stadtwerke gibt: Sie seien näher an den Bürgern und könnten auch, wenn es gewollt ist, ökologischer Produzieren. Und natürlich: Ihre Gewinne fließen nicht in die Taschen irgendwelcher Aktionäre, sondern kämen den Städten zu Gute und damit den Bürgern. Doch grau ist alle Theorie. In Bochum dienen Teile der Gewinne, die die Stadtwerke mit ihren nicht gerade günstigen Angeboten machen dazu, die Hobbys von Politiker und Energiemanagern zu finanzieren. Und das zeigt: Stadtwerke sind nicht automatisch Unternehmen im Dienste der Bürger sondern sehr schnell ein Teil der Filzstrukturen.

7,5 Millionen Euro wollen die Stadtwerke in den kommenden Jahren dafür zahlen, damit das Ruhr Stadion auch weiter Rewirpower Stadion heißt. Das erspart dem VfL die Suche nach einem anderen Namenssponsor. Wie  schön, dass Stadtwerke-Chef Bernd Wilmert im Aufsichsrat des Vereins sitzt.  CDU und SPD Politiker wollen den Deal absegnen. Die Grünen und die Linkspartei sind dagegen.

OK, wenn mit meiner Strom und Gasrechnung ein paar kickende Kinder unterstützt werden, habe ich nichts dagegen. Und wenn das Geld in die Stadtkasse fließt, damit mal endlich ein paar Schulen saniert werden, die in Bochum oft so aussehen, als läge die Stadt nicht im reichen Deutschland sondern  in irgendeinem Schwellenland, zahle ich auch noch gerne dafür. Aber, wie gesagt, nicht für die Eitelkeit von Politikern und Parteibuch-Energiemanagern.

Ich bin generell faul. Mein Konto habe ich bei der Sparkasse, Telefon bei der Telekom und Strom und Gas kamen von den Stadtwerken. Letzteres wird sich nun bald ändern.

Die Goldenen Zitronen, F.S.K. und 1000 Robota

Was für ein Konzert: Buback Tonträger präsentiert sich morgen in Düsseldorf.

Mit dabei sind an einem einzigen Abend die Goldenen Zitronen, Die F.S.K. und 1000 Robota. Bei dem Glück, das ich in den vergangenen Tagen mit meinen Konzerttipps hatte ist alles sicherlich ausverkauft. Oder es kommt mal wieder so ein blödes ein Erdbeben und alles fällt aus. Egal. Heute gibt es nicht ein, nicht zwei sondern drei Videos zum bislang besten Konzertipp des Jahres.

Samstag, 19. Februar ab 20.00 Uhr im Zakk in Düsseldorf

Der Ruhrpilot

Ruhrgebiet: Regionalverband Ruhr fürchtet hohe Gift-Rechnung…Der Rechercheblog

NRW: Krafts WestLB Zahlenspiele…RP Online

NRW II: Kommunen fordern mehr Geld…RP Online

Bochum: Stadtwerke zahlen VfL Bochum 7,5 Millionen Euro für Stadion-Namen…Der Westen

Dortmund: Stadt droht LWL mit Klage…Ruhr Nachrichten

Essen: Pfingst-Open-Air in Werden abgesagt…Der Westen

Umland: Ein schwarz-grünes Gutmenschenland bleibt Chimäre…Welt

Umland II: Karin Beier will weg, der Dom bleibt in Köln…Hamburger Abendblatt

Umland III: Schulen verlieren Schüler…Zoom

Internet: Unions-Fraktion will weiterhin Netzsperren…Netzpolitik

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WAZ startet Rechercheblog

Auf der Westen gibt es ein neuen Blog. Und es hat journalistische Inhalte.

In den vergangenen Jahren hat die WAZ im Internet vieles ausprobiert: Kulturkritik von jedem für jeden, Videoblogs oder eine sehr offene Kommentarpolitik. Nicht alle Versuch waren erfolgreich. Jetzt scheint man sich bei der Mediengruppe auf das zu besinnen, was einen Verlag auszeichnet: Journalistische Inhalte. Heute startete auf Der Westen dann auch ein Rechercheblog. Viel steht da noch nicht – zwei Artikel – aber die sind aktuell und etwas umfangreicher als sonst üblich.

Im Mission-Statement heißt es:

Hier stellen wir vom Ressort Recherche unsere aktuellen Arbeiten vor – und hin und wieder Projekte, mit denen wir uns gerade beschäftigen.

Das werden auch Arbeiten sein, die auf Dokumenten beruhen, die der WAZ online über das Upload-Portal zugespielt wurden.

Gänsefüßchen-Affäre: Scheiß auf den Doktor!

Nein, es kommt nicht auf einen Doktortitel mehr oder weniger an. Selbstverständlich nicht. Auf wen die magischen zwei Buchstaben so ähnlich wirken wie ein Adelstitel, der macht sich auch etwas aus Adelstiteln. Der wird nicht imstande sein zu erkennen, wie wenig edel so mancher Blaublüter agiert geschweige denn, wie viele mit akademischen Graden ausgestattete Flachköpfe mit Wort und Tat die Gegend verunsichern. Da jedoch unverkennbar auch noch das 21. Jahrhundert übervölkert ist mit Leuten, denen ein Herr Doktor allein durch seine Präsenz Minderwertigkeitsgefühle bereiten kann, und die vor einem Herrn Baron beinah vor Ehrfurcht erstarren, gleichzeitig aber dieselben Leute mit dem in modernen Demokratien üblichen Wahlrecht ausgestattet sind, sind diese Kindereien ganz so belanglos dann eben doch nicht. 

Davon abgesehen ist die politische Relevanz des Umstands, dass Guttenberg bei seiner Dissertation gepfuscht hatte, gleich Null. Afghanistankrieg, Bundeswehrreform, Skandale um zweifelhafte Männlichkeitsrituale in der Truppe – das wären eigentlich die Themen, die eine demokratische Öffentlichkeit zu beschäftigen hätten. Fairerweise muss erwähnt werden, dass diese politischen Fragen ja auch tatsächlich medial erörtert wurden und werden. Offensichtlich nicht annähernd mit der Leidenschaft, mit der Guttenbergs Schummelei gegenwärtig durchgekaut wird. Politisch an und für sich  vollkommen irrelevant; doch es lässt sich einfach nicht davon absehen, dass auch heute (noch?) die angeführte „demokratische Öffentlichkeit“ gegen die dominierenden Elemente vordemokratischen Bewusstseins wenig ausrichten kann. 

Wäre es anders, wie viele Leute würden sich einer solch strapaziösen Prozedur eines Promotionsverfahrens ohne Not unterziehen? Wie hoch wäre im Falle einer „demokratische Öffentlichkeit“, die sich auf politisch relevante Vorgänge konzentriert, die Auflage der Bildzeitung, wie viele Visits hätten dann – nur mal so als ein Beispiel – die Ruhrbarone? Warum interessieren selbst wir uns für die Glaubwürdigkeit eines Politikers, gerade so, als wenn es in einer Demokratie darauf ankäme, einem Politiker irgendetwas zu glauben? Ein offenkundig vordemokratisches Bewusstseinselement. In einer Demokratie – so sollte man meinen – tritt ein Politiker / eine Politikerin / eine Partei vor der Wahl mit einem Programm an, um dann nach der Wahl regelmäßig Rechenschaft abzulegen, sprich: sich demokratisch kontrollieren zu lassen. 

Wir glauben gar nichts; wir kontrollieren. Glaubwürdigkeit unterstellt – aus nachvollziehbaren Gründen -, dass Politiker bescheißen. Der nachvollziehbare Grund: es sind hinreichend Leute vorhanden, die sich bescheißen lassen. Ich bin darüber hinaus fest davon überzeugt, dass eine überaus große Zahl der Wähler sich bescheißen lassen will. Dies ist jedoch in der aktuellen Gänsefüßchen-Affäre nicht der springende Punkt. Und selbst wenn: der Beschiss sollte nicht so offensichtlich zutage treten, dass es selbst den romantischsten Zeitgenossen schwer fällt, sich weiterhin selbst zu bescheißen. Man will es lieber nicht so genau wissen. Und wer versteht schon etwas von den Regeln wissenschaftlichen Arbeitens – in einem Land, in dem es kein Privileg der Boulevardpresse ist, den Lesern erklären zu müssen, was eine Dissertation ist? 

Insofern wohnt, wie die Frankfurter Rundschau (FR) kommentiert, dem jetzigen Schlamassel für Guttenberg eine „tiefere Gerechtigkeit“ inne. Oder sagen wir besser, weil Gerechtigkeit ein ebenso abgründiger Begriff ist wie Glaubwürdigkeit, so dass man gar nicht wissen möchte, was wohl eine tiefere Gerechtigkeit sein könnte: der ganze Schlamassel kommt nicht von ungefähr. „Es war Guttenberg, der diesen Weg der apolitischen Selbstvermarktung – man könnte auch sagen: der Trivialisierung von Politik – betrat. Genau das fällt jetzt auf ihn zurück.“ (FR – nichts mehr ohne Quellenangabe!). 

Und weil das so ist, hilft auch der Hinweis, seine Doktorarbeit sei doch völlig schnurze, kein Stück weiter. Da kann dieser Franz Josef Wagner in der Bildzeitung flehen, so laut er will: „Macht keinen guten Mann kaputt. Scheiß auf den Doktor“. Es nützt nichts. Natürlich kann man auf den Doktor scheißen; das denkt sich auch der beknackteste Bildzeitungsleser. Aber man darf nicht bescheißen. Das machen zwar alle anderen Politiker ohne Unterlass, denkt sich der Bildzeitungsleser. Alle anderen Politiker außer Guttenberg. Der Guttenberg, der eben nicht. Genau der, das war einer mit Glaubwürdigkeit – plus Adelstitel, plus Doktortitel, hübsche Frau, süße Kinder. Und ausgerechnet der hat „seine“ Universität beschissen, alle diese hohen Herren, Damen und Herren – nur Professoren!

Die Verteidigungslinie „Scheiß auf den Doktor“ ist also völlig daneben gebaut. Thema verfehlt, setzen, sechs. Auch das Gequater von einem „politisch motivierten Angriff von ganz Linksaußen“ (CSU-Friedrich) wird nicht viel helfen – jetzt, wo die Frankfurter Allgemeine und die Neue Zürcher an der Spitze der Bewegung stehen. Auch die Mahnung um Besonnenheit, man möge doch erst einmal die Untersuchungsergebnisse abwarten, sind nichts als Tinnef: die Belege sind eindeutig, mannigfaltig, und … sie stehen im Internet. Obwohl: genau das ist es! Untersuchungsergebnisse abwarten. Na klar! Für Guttenberg wird alles davon abhängen, ob er sich „nur“ eine Rüge einfängt oder ob ihm der Doktortitel aberkannt wird. Das ist die Frage aller Fragen. 

Bleibt es bei einer Rüge, hat Merkel immerhin 2013 Ruhe vor ihm. Ist der Doktortitel futsch, haben wir alle Ruhe vor ihm. Für immer.