Ballett der Skulpturen: Giacometti im Brühler Max Ernst Museum

Max Ernst Museum Brühl zeigt „Alberto Giacometti. Surrealistische Entdeckungen“, Foto: Anna Maria Loffredo

 

Das Rheinland vibriert. Das Who is Who der Kölner Bucht trifft sich und kennt sich. DC Open ist eigentlich Magnet des süßen Sommerabends. Nur mich zieht es lieber in surreale Welten in der ehemaligen kurfürstlichen Nebenresidenz der Rhein-Ruhr-Metropolregion. Im beschaulichen Brühl krönt Alberto Giacometti das Jubiläum „100 Jahre Surrealismus“. Als Meister der Moderne trifft der Schweizer Künstler auf den Giganten des Kölner Dada. Das Max Ernst Museum zeigt in Kooperation mit der Fondation Giacometti Paris die künstlerische Würdigung einer Freundschaft. Mit Madeleine Frey habe ich nach der feierlichen Eröffnung darüber gesprochen, was die von gegenseitiger Anerkennung geprägte Verbindung zweier Weltkünstler überdauert.

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Bochum: Die SPD trinkt freudig den Kakao, durch den sie gezogen wurde

Die Luft ist raus Foto: Laurin

Seit langem ist bekannt, dass in der Regel nicht die hellsten Köpfe ein SPD-Parteibuch haben. Aber der Bochumer SPD ist es gelungen, nicht einmal die niedrige Erwartungshaltung, die man Sozialdemokraten entgegenbringt, zu erfüllen. Die Genossen haben sich von den Grünen und dem Bündnis „Gutes Wohnen für Bochum“, zu dem der Mieterverein, ein ominöses „Netzwerk bürgernahe Stadtentwicklung“ und peinlicherweise auch der DGB gehört, dazu

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Schwache Konjunktur hat den Arbeitsmarkt im Ruhrgebiet im Griff

Agentur für Arbeit in Dortmund Foto: Mathias Bigge Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im August 2024 waren im Ruhrgebiet insgesamt 276.839 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind im Vergleich zum Vorjahresmonat (August 2023) 10.252 Personen mehr ohne Arbeit, was einer Zunahme von 3,8 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Juli 2024 steigt die Zahl der Arbeitslosen deutlich um 2.970 Personen, was einem Anstieg von 1,1 Prozent entspricht.

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Frau ohne Schatten

Isabelle Huppert Foto: Alex Majoli/Ruhrtriennale Lizenz: Copyright

Isabelle Huppert ist „Bérérenice“ in Romeo Castelluccis Version von Jean Racines gleichnamiger Tragödie.

Es scheint schon alles gelaufen, wenn die Zuschauer die Kraftzentrale betreten. Die Krise ist überwunden, die „Debatten“ sind verstummt, nur ihr Qualm verschleiert noch die Luft der riesenhaften Halle, in die Romeo Castellucci einen von transparenten Vorhängen unterteilten Kubus gesetzt hat.

Der vielbeschäftigte Regisseur, der ursprünglich von Malerei und Bühnenbild herkommt, offeriert uns seine Sicht auf Jean Racines berühmtes Sprachkunstwerk, die Tragödie „Bérérenice“, die an einem Tag im Jahre 79 vor Christus in Rom spielt.

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