The Bevis Frond, Sonntag, 19. April, 20.00 Uhr, Piano, Dortmund
The Bevis Frond, Sonntag, 19. April, 20.00 Uhr, Piano, Dortmund

Am 23. April soll im Gebäude des Clara-Schumann-Gymnasiums in Bonn eine Lesung mit Alena Jabarine stattfinden. Veranstaltet wird der Abend vom Partnerschaftsverein Bonn–Ramallah e.V., die Räume stellt, formal neutral, die Stadt zur Verfügung. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Hier geht es nicht um eine harmlose Lesung, sondern um die Frage, welche politischen Narrative im öffentlichen Raum unwidersprochen verbreitet werden. Von unserem Gastautor Thomas Müller.
Der veranstaltende Verein inszeniert sich als Brückenbauer für Verständigung und Menschenrechte. Ein Blick auf seine öffentliche Kommunikation legt jedoch nahe, dass diese Brücke vor allem in eine Richtung führt. Das Leid der palästinensischen Bevölkerung wird ausführlich thematisiert, politische Forderungen werden formuliert, doch

Die Anhänger der Grünen tun sich schwer damit, andere Meinungen zu ertragen. Selbst AfD-Fans sind entspannter. Kein Wunder: Wer glaubt, zu wissen, wie die Welt zu retten ist, sieht in Widerspruch eine Gefahr.
Für die FAZ hat das Institut für Demoskopie Allensbach die Anhänger der im Bundestag vertretenen Parteien unter anderem befragt, wie sehr es sie aufregt, wenn jemand

Michael Beutler erhält am 26. April den mit 25.000 Euro dotierten Nam June Paik Award. Der Kunstpreis der Kunststiftung NRW wird im Kunstmuseum Gelsenkirchen verliehen, wo auch Beutlers ausgezeichnete Arbeit entsteht: Die raumgreifende Installation „Tapetenwechsel“ verwandelt die Industriellenvilla des Museums in eine
Smile And Burn, Samstag, 18. April, 20.00 Uhr, Druckluft, Oberhausen

Man hat ja inzwischen das Gefühl, dass in diesem Land kaum noch ein Thema zu klein, zu absurd oder zu offensichtlich widersprüchlich ist, um nicht zur großen gesellschaftlichen Grundsatzdebatte aufgeblasen zu werden. Es wird diskutiert, debattiert, empört und moralisiert – und am Ende bleibt oft nur ein schales Gefühl zurück: Was genau war jetzt eigentlich der Punkt?
Nehmen wir doch mal diese herrlich schiefe Schieflage: Da strandet ein Buckelwal an der Ostsee, und plötzlich überschlägt sich die Republik vor Anteilnahme. Sondersendungen, Expertenrunden, Tränen in den Augen. Gleichzeitig rollen jeden Tag zehntausende Tiere anonym durch die Schlachthöfe dieses Landes – still, effizient und vor allem ohne öffentliche Betroffenheit. Der Wal bekommt einen Namen, die Kuh eine Nummer. Willkommen in der moralischen Lotterie unserer Zeit.

Im Dortmunder U können Besucher bald zu Schläger und Ball greifen: Vom 19. April bis 7. Juni ist dort die Ausstellung „Zurück zum Beton: Ina Webers Trümmerbahnen-Minigolf“ zu sehen – und zu bespielen. Zwölf Bahnen verwandeln den Museumsraum in eine begehbare Landschaft aus Beton, Architektur und Nostalgie. Die Hindernisse auf
Christian Steiffen, Freitag, 17. April, 20.00 Uhr, Turbinenhalle, Oberhausen