Deutsches Fußballmuseum in Dortmund Foto (Ausschnitt): Lucas Kaufmann Lizenz: CC BY-SA 4.0
„Niemals vergessen“, das Online-Lexikon des Deutschen Fußballmuseums zu den Biografien verfolgter jüdischer Fußballer, wächst weiter. Durch die Kooperation und den intensiven Informationsaustausch mit mittlerweile über 50 Vereinen und Vereinigungen aus ganz Deutschland liegen inzwischen umfangreiche Recherchen zu mehr als 400 Lebensgeschichten verfemter, verfolgter und ermordeter jüdischer Sportfunktionäre vor.
Allein durch die intensive Zusammenarbeit mit dem FC Bayern Museum konnten in den vergangenen Monaten über 50 neue Einträge aufgenommen werden. Der FC Bayern war seit seiner Gründung im Jahr 1900 bis zur NS-
„Popular Front for the Liberation of Fried Chicken“ | June 2023, Brussels, by Lionel June cc 4.0
In Jordanien hat eine Shawarma-Bude neu eröffnet, aufgemacht im Stil eines westlichen Franchise, der Name des Ladens: „October 7“, Tag der Hamas-Massaker an mehr als 1100 Israelis. Ein Fastfood-Business mit bestialischem Beigeschmack, es erinnert an eines, das die Documenta zwei Jahre zuvor als „volkstümlichen Humor“ verkauft hat. In der Debatte darüber, ob „Anti-Diskriminierungsklauseln“ die Freiheit von Kunst einschränken, gibt dieser Kurzschluss von Terror und Kunst zu denken.
Ein Fastfood-Interieur, wie man es um jede Ecke findet, das Personal in uniformem Rot, auf dem Rot der Schriftzug des Logos, er erinnert an den von Naturally 7, der coolen New Yorker a-capella-Band, nur dass es hier „October 7“ heißt. Der Schawarma-Laden, der jetzt in der zentral- jordanischen Stadt Al-Mazar al-Janubi mit einer fröhlichen Party – Videos finden sich auf Twitter oder auch hier – eröffnet hat, soll Name und Logo diversen SM-Berichten zufolge bereits wieder abgelegt haben. Was aber den Eindruck, bei der Fastfood-Feier des Schlachtfestes, das Hamas ausgerichtet hat, habe es sich um eine künstlerische Intervention gehandelt, nur verstärkt: Vor zwei Jahren hat Hamja Ahsan, Documenta15-Künstler aus London, genau dieses Szenario auf der Weltkunstausstellung in Kassel plakatiert:
Duke Ellington Foto (Ausschnitt): ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Gerber, Hans / Com_L13-0030-0005-0002 Lizenz: CC BY-SA 4.0
Das Klavier-Festival Ruhr findet in diesem Jahr unter der neuen Leitung von Katrin Zagrosek in 17 Städten zwischen Rhein und Ruhr statt. Ab dem 26. April bis zum 16. Juli 2024 veranstaltet das Festival 66 Konzerte – 67 Pianistinnen und Pianisten aus 34 Nationen wurden eingeladen.
Das Festival soll mehr denn je einen Rahmen für vielfältige Begegnungen bieten – sowohl zwischen dem Publikum und den Künstlern als auch zwischen den Künstlern untereinander. So hat
In den vergangenen Tagen wurde Correctiv-Chef David Schraven aus den Reihen der AfD und ihrem Umfeld immer wieder die Verantwortung für einen satirischen Tweet zugeschrieben, mit dem wir 2018 auf X – damals noch Twitter – anlässlich des Jahrestages der Bombardierung Dresdens auf die rechtsradikale Propaganda vom angeblichen „Bombenholocaust“ reagiert haben.
Der Tweet brachte uns damals einen mehrtägigen Shitstorm ein, den wir wie üblich schlicht ausgesessen haben. Nur zu diesem „wir“ gehörte David damals schon acht Jahre nicht mehr. Wie
Am Stadion des BVB in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt
Am heutigen Sonntag (17:30 Uhr) steht in der Fußball-Bundesliga das ‚kleine Revierderby‘ zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Bochum auf dem Programm. Wie in den Vorjahren ist die Favoritenrolle bei diesem Duell klar verteilt. Alles andere als ein Heimsieg des BVB am 19. Spieltag wäre eine faustdicke Überraschung. Und doch ist die Ausgangslage diesmal besonders spannend.
NRW: Wagenknecht-Vize soll Landesverband NRW aufbauen…BBV NRW: 100.000 Menschen protestieren in Düsseldorf gegen die AfD…Zeit NRW: Die Kirche nimmt Abschied vom Sonntag…Welt
Polizeipräsidium Dortmund Foto: Joehawkins Lizenz: CC BY-SA 4.0 DEED
Meinungsfreiheit ist der wichtigste Bestandteil einer funktionierenden Öffentlichkeit. Sie ist ein hohes und schützenswertes Gut, ohne die eine demokratische Gesellschaft nicht funktionieren kann. Dass dieses Recht nicht universal gilt, sondern willkürlich beschnitten wird passiert nicht häufig, aber es passiert.
Die feministische Bloggerin und Aktivistin Rona Duwe muss sich die letzten zwei Monate wie Joseph K. aus Kafkas Roman „der Prozess“ gefühlt haben. Was sie getan hatte? Die Antwort ist schwierig.
Ein Versuch: Es fing im November mit einem gelben Brief vom Polizeipräsidium Dortmund an. Rona Duwe holte eine erkennungsdienstliche Vorladung zur Vermeidung weiterer Straftaten aus ihrem Briefkasten. Es sollen Fotos und Fingerabdrücke abgenommen werden. Was hat Rona Duwe getan, dass so ein Verfahren rechtfertigt? Was war passiert? Und warum werden Feministinnen derartig in die Mangel genommen?