Warum die Diskussionen rund um die Zukunft des Warenhauskonzerns Galeria zumindest scheinheilig sind

Was soll ich hier noch? Dortmund-City im März 2020. Foto: privat

Seit einigen Tagen findet man sie wieder überall, die Berichte und Diskussionen rund um die Zukunft von Galeria Karstadt Kaufhof. Der Konzern soll derzeit schon wieder staatliche Hilfe benötigen, wenn er nicht in Kürze ganz vor die Hunde gehen soll, und angeblich stehen derzeit weitere rund 40 Filialen deutschlandweit vor dem Aus.

Die Emotionen schlagen deshalb hoch. Es wird auch über mögliche Investoren diskutiert und die Zukunft der Warenhauskette in Gänze. Die dabei teilweise zur Schau gestellte Überraschung und das Entsetzen über die schwierige Lage des Konzerns verwundert dann aber schon.

Um zu erkennen, dass die Zukunft von Galeria Karstadt Kaufhof alles andere als rosig aussehen dürfte, muss man kein ausgewiesener Experte oder gar Wirtschaftsfachmann sein. Schon ein interessierter Blick mit dem Auge des Kunden reicht grundsätzlich um zu bemerken, dass die aktuell noch deutlich über 100 Warenhäuser in der jetzigen Form keine große Zukunft mehr haben werden.

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Ukraine: Zwischen Bomben und Kerzenschein

Nur wenn kurzzeitig Strom und Gas zur Verfügung stehen kann gekocht werden Foto: Christian Gruber

Unser Gastautor Christian Gruber ist Freiwilliger und Chief correspondence eastern Europe bei Freedom Today. Er ist seit Kriegsbeginn in der Ukraine. Seine Arbeit könnt ihr via Paypal unterstützen.

In den vergangenen vier Wochen nimmt Russland verstärkt ukrainische zivile Infrastruktur ins Visier. Darunter Heizkraftwerke und die Wasserversorgung. Das Ergebnis ist, dass weite Teile des Landes immer wieder von Strom und Wasser abgeschnitten werden. In der ukrainischen Hauptstadt Kyiv ist die Versorgung mit Strom und Wasser mittlerweile rationiert. In weiten Teilen des Landes sieht es ähnlich aus. Beides ist nur zeitweise verfügbar und die Angst der Bevölkerung vor dem Winter ist merklich spürbar. Wie wird es weiter gehen? Ein vorstellbares Szenario ist die Evakuierung der Metropole, aber einen Masterplan scheint es noch nicht zu geben. Dies ist auch dem Kriegsverlauf und der Willkür der russischen Angriffe verschuldet.

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#Katar2022: Die WM, die eigentlich keiner mag und am Ende wohl doch fast jeder gucken wird

WM-Qualifikationsspiel m Hamburger Volksparkstadion. Archiv-Foto: Daniel Jentsch

So langsam kommt man an dem Thema Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar endgültig nicht mehr vorbei. Die Fußball-Bunddesliga geht am kommenden Wochenende in eine gut zweimonatige Pause zu völlig ungewohnter Zeit, da die bei fast allen Fans ungeliebte Winter-WM ins Haus steht. Spätestens dann wird es allen klar werden.

Konnte man sich als Sportfreund bisher noch mit so einer Art Verdrängungstaktik behelfen, lag das Turnier der Weltbesten doch gefühlt noch in relativer Ferne, steht für jeden Fußball-Fan jetzt in wenigen Tagen die Entscheidung an, wie man persönlich mit diesem Turnier umgehen möchte und es dann eben auch wird.

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Lyschko im youtube-Roulette

Lyschko machen aus Träumen und noisigen Gitarrenläufen Musik | Foto: Mia Morgan

Destruktivität, Nihilismus, Ohnmacht, Verunsicherung und Post-Punkdas sind die Zutaten, mit denen die Solinger Band Lyschko ihre Songs speist. Ihr widerspenstiger Rundumschlag besteht aus noisigen Gitarren, punkigen Riffs und bedeutungsschwangeren Zeilen am Rande der Verzweiflung. Die Band besteht aus den Geschwistern Lina und Jonah Holzrichter, die zusammen mit Lukas Korn das Trio komplettieren. Sie kleiden sich erstklassig, sehen toll aus und haben eine Haltung, was sie nicht zuletzt genau deshalb deutlich vom Scheißegal-Indie-Sound vieler anderer Bands abhebt. Und das zeigt auch ihr soeben veröffentliches Album ›Brennen‹, welches mit Gastbeiträgen von Bands wie Drangsal oder Trümmer ausstaffiert worden ist. Was sonst noch wichtig ist, verraten sie uns im youtube-Roulette.

Welcher Song repräsentiert für dich am besten das Ruhrgebiet – bzw. das nähere Umland?
S.Y.P.H. – Zurück zum Beton

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Ich hätte auf Twitter gerne ein Lachsmiley

Lachsmiley Bild: Pd4u Lizenz: CC0


Für die Ruhrbarone ist Twitter nicht wichtig und ich mag es auch nicht. Aber einen Wunsch an Elon Musk hätte ich trotzdem.

Seit September 2008 sind die Ruhrbarone auf Twitter vertreten, das Blog war damals kein Jahr alt. Heute haben wir auf dem zurzeit viel diskutierten Microbloggingdienst 22.188 Follower. Ab und zu erwischt uns ein Shitstorm. Als wir 2010 einen Artikel über einen ehemaligen SPD-Abgeordneten der zu den Piraten übergelaufen war veröffentlichten, der mit DVDs voller Kinderpornografie erwischt wurde, stürzten sich seine Anhänger tagelang auf uns. Wir wurden beschimpft, weil wir den armen Kerl angeblich vorverurteilt hatten. Am Ende erhielt der

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Sahra Wagenknecht: In Duisburg nicht willkommen

Ein kurzer Tagtraum vom Job als Sprecherin des Kremls? Sahra Wagenknecht im September 2020 in Duisburg; Foto: Peter Ansmann
Ein kurzer Tagtraum vom Job als Sprecherin des Kremls? Sahra Wagenknecht im September 2020 in Duisburg; Foto: Peter Ansmann

Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine eskalierte in der Linken der Streit um den Umgang mit der populistischen Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht. Während das AfD-Umfeld von den Querfrontpositionen der ehemaligen Vorsitzenden der Bundestagsfraktion von Die Linke begeistert ist, rumorte es in ihrer eigenen Partei.

Jetzt ist der Streit in NRW eskaliert: Eine für Mitte November in Duisburg geplante Veranstaltung mit Sahra Wagenknecht wurde abgesagt.

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Der Ruhrpilot

Sarah Wagenknecht (Die Linke) im Bundestagswahlkampf 2021 (Foto: Roland W. Waniek)


NRW:
Sahra Wagenknecht kündigt Bundestagsbüro…Spiegel
NRW:
Schiri erstattet direkt nach Abpfiff Anzeige…Express
Ukraine: Kämpfe um Cherson dauern an…Welt
Ukraine: Selenskyj prangert Irans Hilfe für Russland an…FAZ
Ukraine:
Scholz und Biden sichern Unterstützung zu…Zeit
Ukraine:
Russen zerstören zivile Boote…Spiegel
Ukraine: Russland erleidet hohe Verluste im Osten…NTV
Ukraine:
Russland meldet Beschädigung von Staudamm…Welt
Ukraine: Weißes Haus und Kreml führten Geheimgespräche…FAZ
Ukraine:
ISW sieht Wende in russischer Atomwaffen-Rhetorik…NTV
Ukraine:
Menschen in Kiew „planen nur von Stunde zu Stunde“…FAZ
Ukraine:
Die Empfindlichkeit des SPD-Mannes…FAZ
Ukraine:
Horror an verhärteten Fronten….taz
Ukraine: Falscher Alarm vor „Russenhass“(€)…FAZ
Debatte:
Die unrealistischen Horrorprognosen(€)…Welt
Debatte: Kippt das Fracking-Verbot?(€)…Cicero
Debatte: Nur neue Technologien können das Klima retten(€)…Welt
Debatte: „Ohne Reformen wird unsere Industrie ausbluten“(€)…Cicero
Debatte: Weniger Ideologie und mehr Kernkraft(€)…NZZ
Debatte: »Letzte Generation« kündigt Ausweitung ihrer radikalen Proteste an…Spiegel
Debatte: Klima-Chaoten stellen Regierung Ultimatum…Bild
Debatte: Wer was kann, soll kommen dürfen…taz
Debatte: Die Gesellschaft ist nicht gespalten(€)…NZZ
Debatte: Ein ARD-Kommentar entlarvt die Gewaltfantasien der Antirassisten(€)…Welt
Debatte: Auf der Jagd nach Millionen…Jungle World
Debatte: Die Toten der Katar-WM – eine Tragödie wird heruntergespielt…NZZ
Debatte: Iran will Proteste entschlossen beenden(€)…FAZ
Corona: COVID-19-Dashboard…RKI
Corona: Coronavirus-Outbreak…Worldometer
Corona: Toten-Zahl erreicht Zenit…Welt
Corona: Triumphieren die Impfmärchen über die Fakten?…FAZ
Corona:
Hausärzte beklagen stagnierende Impfkampagne…Tagesspiegel
Corona:
Streeck rechnet mit Anstieg von Infektionen nach WM-Spielen…Welt
Bochum: Bei Nuhr werden Querdenker schnell ruhig(€)…WAZ
Bochum: Das Grauen im KZ kommt in die Kammerspiele(€)…WAZ
Dortmund: Polizisten sollen gegen Vorschrift verstoßen haben…RN
Dortmund: Verkauf der alten Stadtmauer…Bild
Dortmund: Schimmel im Mega-Neubau(€)…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Umbau Kreuz Kaiserberg(€)…WAZ
Duisburg: Hoppeditz erwacht(€)…WAZ
Essen: Unternehmen finden keine Azubis…WAZ
Essen: Fußballfan will Protestfahnen abhängen…WAZ

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Katastrophenschutz: No panic! Bevölkerungsschützer sind nicht die Panikmacher

 

Magnus Memmeler wünscht sich eine bessere Krisenkommunikation und den offenen Umgang mit bestehenden Defiziten und Fehlern der Vergangenheit. Bei aller Kritik zeigt er auch, dass nicht die Bevölkerungsschützer die gefährlichen Panikmacher sind. Schadensereignisse der Vergangenheit wurden nur unzureichend aufgearbeitet und die gewonnenen Erkenntnisse haben nicht zu verändertem Handeln geführt.

Ruhrbarone: Seit unserem letzten Interview wird vor unnötiger Panikmache gewarnt, vor Menschen, die einen Blackout herbeireden wollen. Denn nach Ansicht derer seien die Netze stabil und das Risiko eines Blackouts zu vernachlässigen. Sorgen Bevölkerungsschützer also für unnötige Sorgen in der Bevölkerung?

Memmeler: Natürlich kenne ich Beiträge wie den des ZDF „Wie wahrscheinlich sind Blackouts wirklich?“

Die Bundesnetzagentur sieht das ähnlich und teilt „ZDF heute“ auf Anfrage mit:

„Ein großflächiger, langanhaltender Blackout ist weiterhin äußerst unwahrscheinlich.“

Für den kommenden Winter habe ein aktueller Stresstest gezeigt, dass „krisenhafte Situationen“ über mehrere Stunden im Stromnetz sehr unwahrscheinlich seien. Trotzdem könne man einen solchen Blackout nicht vollständig ausschließen, so ein Sprecher der Bundesnetzagentur.

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