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Der Ruhrpilot

Gebäude des NRW-Landtags in Düsseldorf

Landtag Bild: Sebastian Weiermann


NRW: 
Wenn der Landtag auf Reisen geht…RP Online
NRW: Mehr Studierende mit ausländischen Wurzeln…NW
NRW: Kölner Dom ist der Touristenmagnet…Ruhr Nachrichten
Debatte: Islam spielt bei Radikalisierung wichtiger als angenommen…Welt
Debatte: Fatales Signal…FAZ
Debatte: Mit Nazis reden…Jungle World
Debatte: Bloß kein Bild mit Döner…Cicero
Debatte: Die Documenta braucht niemand…NZZ
Debatte: Die Verleumdung…Zeit
Ruhrgebiet: Rheinbrücke wegen Riss nicht befahrbar…Bild
Ruhrgebiet: Düsseldorfs Flughafen-Nachbar im Sinkflug…RP Online
Bochum: Insolvenzeröffnungsverfahren gegen Hellen Medien…WAZ
Dortmund: Altes Siemens-Nixdorf-Haus wird abgerissen…WAZ 
Duisburg: Nach den Ferien soll Bivsi ein normales Schülerleben führen…WAZ
Essen: Land trennt sich von Asyl-Unterkunft …WAZ

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Peter Bosz: Testspiele sind nur Testspiele – Doch als neuer BVB-Trainer sollte man mehr liefern

Die Dortmunder Verantwortlichen bei der Vorstellung von Peter Bosz. Foto: Robin Patzwaldt

Dass Peter Bosz beim BVB als Cheftrainer nach Thomas Tuchel kein leichtes Erbe antreten würde, das war eigentlich vom Tag seiner Verpflichtung an klar. Denn schließlich hatte es der bei der Vereinsführung in Ungnade gefallene Tuchel mit den Schwarzgelben am Ende seiner Amtszeit noch geschafft, zum Abschluss zweier insgesamt sehr erfolgreichen Jahre, zur Krönung sozusagen, den DFB-Pokal mal wieder aus Berlin mit in das Ruhrgebiet zu bringen.

Dass Tuchel dann trotzdem nicht als Cheftrainer beim Verein weitermachen durfte, das war vielen Fans und Beobachtern seinerzeit eben nur schwer bis gar nicht zu vermitteln. Der BVB entschied sich trotzdem zu diesem riskanten und damals sehr unpopulären Schritt, eiste als Tuchels Nachfolger auf der Bank im Juni den Niederländer Peter Bosz von Ajax Amsterdam los.

Und dieser präsentierte sich bei seinen ersten Auftritten in Dortmund dann auch durchaus sympathisch und tatendurstig. Sein offensiver Spielstil, seine kommunikative Art, sein Selbstvertrauen. Rasch hatte sich der Niederländer erste Pluspunkte im Umfeld erwirtschaftet, ohne je ein einziges Spiel mit dem Team abgeliefert zu haben.

In den letzten Tagen, da bröckelt der Kredit bei vielen Anhängern des Pokalsiegers jedoch schon wieder leicht. Die ersten Testspiele, welche Bosz mit den Schwarzgelben seit dem Trainingsbeginn Anfang Juli ablieferte, verliefen alles andere als ideal. Weiterlesen

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Wie Tierrechtler sich zum Affen machen

Selfie des Makaken Nigra Lizenz: Public Domain


Der Rechtsstreit um ein von einem Affen aufgenommenes Selfie-Foto spiegelt die antihumanistischen Vorurteile unserer Zeit. Von unserem Gastautor Kolja Zydatiss

2011 reiste David Slater zur indonesischen Insel Sulawesi, um dort Makaken zu fotografieren. Bewusst ließ der britische Fotograf seine Kamera unbewacht auf einem Stativ zurück. Ein Makake drückte auf den Auslöser und nahm ein Foto von sich selbst auf. Um dieses Affen-Selfie entzündete sich ein bizarrer Rechtsstreit. Ein amerikanisches Gericht entschied 2012, dass Slater nicht der Urheber sei, da niemand das Urheberrecht an Bildern besitze, die durch „die Natur“ entstanden sind.

Die Tierrechtsorganisation PETA ging einen Schritt weiter: Sie verklagte den Fotografen 2015 im Namen des Affen, der ihrer Ansicht nach der Urheber ist. PETA möchte die Einnahmen an dem Bild stellvertretend für den Affen entgegennehmen und für den Tierschutz einsetzen. Der Fall zog sich durch zahlreiche Instanzen.

Aktuell beschäftigt sich das Bezirksgericht San Francisco damit. Das Verfahren könnte jedoch bis zum obersten Gerichtshof der USA gehen. Slater selbst wird wohl nur per Videolivestream an den weiteren Verhandlungen teilnehmen können. Die jahrelangen Prozesse haben ihn viel Geld gekostet, Flüge in die USA kann er sich vorerst nicht leisten. Der 52-Jährige überlegt sogar, seine Karriere als Naturfotograf aus finanziellen Gründen an den Nagel zu hängen.

Slaters Fall ist exemplarisch für einen Zeitgeist, der Tiere zunehmend als vom Menschen unterdrückte Wesen inszeniert. Tierrechtlern (aber auch Wissenschaftlern mit mangelnder Distanz zum Forschungsgegenstand) ist es gelungen, im öffentlichen Bewusstsein den Unterschied zwischen Menschen und Tieren zu verwischen. Man betont Genom-Ähnlichkeiten, bläst banale verhaltensbiologische Beobachtungen auf (angebliche „Trauer bei Schimpansen“ oder „Sprache bei Orang-Utans“), oder setzt Primaten mit geistig Behinderten gleich.

Viele Menschen sind heute nur zu gerne bereit, die Mär von den uns angeblich so ähnlichen Tieren zu glauben. Die Tatsache, dass sich Gerichte überhaupt mit der Frage beschäftigen, ob ein Tier Urheber eines Fotos sein kann, verdeutlicht die Desorientierung unserer Gesellschaft hinsichtlich der Eigenschaften, die den Menschen besonders machen.

Denn Tiere sind keine Menschen. Tiere leben im Wesentlichen im hier und jetzt und handeln vor allem instinktiv, um zu überleben. Menschen hingegen sind zu rationalem, konzeptuellem Denken fähig. Dank der Sprache können sich menschliche Individuen auf das kumulierte, kollektive Wissen der Menschheit stützen. Dies ermöglicht Fähigkeiten weit jenseits dessen, zu dem Tiere in der Lage sind. Etwa die Fähigkeit, Chirurgie zu betreiben, im Weltall zu leben, Gesetzbücher zu schreiben oder politische Ideologien zu entwickeln. Oder auch, eine Reise nach Indonesien zu planen, dort geeignete Orte für die Tierfotografie auszuwählen und ein Setting so zu inszenieren, dass Affen sich gereizt fühlen, den Selbstauslöser zu betätigen.

Tierrechtsgruppen wie PETA geht es nicht um die Minimierung von Tierleid. Der Fotografie-Streit zeigt eindrücklich, dass ihre wahre Agenda die prinzipielle Herabsetzung des Menschen ist. Der Fall verdeutlicht ferner ein Hauptproblem der Forderung nach „Tierrechten“. Tiere sind keine rationalen Subjekte. Weder können sie die Rechte anderer achten, noch können sie für ihre Rechte politisch kämpfen oder sie, wie in diesem Beispiel, vor Gericht einfordern.

Nicht der Makake aus dem indonesischen Dschungel hat gegen den bedauernswerten britischen Fotografen prozessiert – wie hätte er auch? -, es waren seine selbsternannten menschlichen „Anwälte“ von PETA. Letztlich geht es in der Tierrechtsdebatte also nicht wirklich um Tiere, sondern um mehr Einfluss für bestimmte Menschen. Menschen, die kein Problem damit haben, mit absurden Klagen Geld für den eigenen Verein einzutreiben und einen symbolischen Feldzug gegen die Menschheit zu führen. Der finanzielle Ruin des Fotografen wird dabei als Kollateralschaden in Kauf genommen.

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Der Ruhrpilot

Armin Laschet Foto_ CDU Fraktion NRW


NRW: 
Laschet bangt um tausende Jobs im „Autoland NRW“…Kölnische Rundschau
NRW: Laschet erwartet keine Entscheidung über Fahrverbote…RP Online
Debatte: Grenzen der Panikmache…FAZ
Debatte: Deutsche Heucheleien…NZZ
Debatte: Das sind weltweit die größten Angstmacher…Welt
Ruhrgebiet: SPD widerspricht Medien-Schelte ihres Genossen…Bild
Ruhrgebiet: Wirtschaft im Hoch…WAZ
Dortmund: Igel-Records bringt Heldensagen zum Klingen…WAZ
Duisburg: Mitschüler wollen Bivsi am Flughafen empfangen…RP Online
Duisburg: Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt in Sachen „Kinderburg“…WAZ
Essen: Gegen Wohnungsmangel helfen Grundstücke, nicht Sozialquoten…WAZ
Essen: Streit um alte Villa von Berthold Beitz…Bild

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Hetz-Medien? Das regelt der Markt!


Breitbart auf Deutsch? Angekündigt und nie gekommen. Die Nachrichtenseite des Kopp-Verlages? Eingestellt. Netzfrauen? Seit gestern wohl Geschichte. Anonymous auf Facebook? Gibt es nicht mehr und die VK dümpelt die Hetzer der kompletten Reichweitenlosigkeit entgegen. Killuminati? Gekapert und zerstört. Es läuft eigentlich alles ganz gut zur Zeit im deutschsprachigen Teil des Internets. Zumindest stimmt die Richtung. Und für all das brauchte es keine neuen Gesetze, wie das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Bei Breitbart und Kopp hat wohl der Markt entschieden – die wirtschaftlichen Aussichten waren zu schlecht. Die rechte Anonymous-Seite konnte nur dank der Unfähigkeit der angeblich echten Anonymous-Crew so lange online sein. Irgendwann reichte es Facebook und die Seite wurde einfach abgestellt. Über die Netzfrauen haben wir gestern geschrieben. Wer gegen Urheberrecht verstößt und dazu lernunwillig ist, muss irgendwann offline gehen.

Die letzten Monate haben gezeigt, dass rechtliche Verschärfungen unsinnig und überflüssig sind. Eine Mischung aus Markt, Zivilcourage und bestehendem Recht reicht in den meisten Fällen offenbar vollkommen aus, um vielen Problemseiten den Stecker zu ziehen.

Das sollten alle, die so tun, als stünde der Untergang des Abendlandes kurz bevor, bitte einmal zur Kenntnis nehmen. Viele Probleme regeln sich auch, ohne dass der Staat eingreift und Gesetze erlässt, unter denen wir alle zu leiden haben könnten, denn Maas und der Staat sind eines vor allem, wenn es um den Abbau unserer Freiheit geht: Maßlos.

 

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„Es ist das Schicksal von Israelis und Palästinensern Nachbarn zu sein“

Jerusalem, Felsendom, im Hintergrund die Grabeskirche Foto: Berthold Werner Lizenz: Gemeinfrei


Wer die Einlassungen deutscher Israelfreunde über die Unruhen in Jerusalem verfolgt hat, weiß heute, dass es in Mekka Metalldetektoren gibt. Metalldetektoren, die Pilger am Wallfahrtsort vor Anschlägen schützen und die Buurmans davor sich ein differenziertes Bild zu machen. Von unserem Gastautor Oliver Vrankovic.

Es ist möglich, sich mit der Gedankenwelt beider Seiten zu befassen, ohne seinen Standpunkt gegen Äquidistanz einzutauschen. Ich habe das vor einiger Zeit von israelischen Siedlern aus Gush Ezion gelernt.

Mir kamen in den letzten zwei Wochen sehr oft meine Recherchen zu Roots in den Sinn, einer lokalen Initiative für die interreligiöse Verständigung zwischen den Bewohnern des Siedlungsblocks Gush Ezion und deren palästinensischen Nachbarn. Den Aktivisten von Roots geht es darum, Israelis und Palästinenser dazu zu bringen, den Naritiv der jeweils anderen Seite als Teil einer Realität zu begreifen, ohne dabei von der Gültigkeit der eigenen Anschauung Abstand zu nehmen.

Wenn die Palästinenser das edle Heiligtum Haram esh-Sharif verteidigen, ist dies oft bis Ramat Gan zu spüren.

Wer hier lebt, ist unmittelbar davon betroffen, dass quer durch die muslimische Welt kolportiert wird, dass die heiligen islamischen Stätten auf dem Tempelberg in Jerusalem in Gefahr seien. Befeuert wird diese Verleumdung von Raed Salah und dem nördlichen Zweig der Islamischen Bewegung in Israel. Die Islamisten sind ein israelischer Ableger der Muslimbrüder und streuen Lügen, um einen Bürgerkrieg anzuzetteln. Raed Salah, der Israel durch ein Kalifat ersetzt sehen möchte, warnt unermüdlich, dass Al Aksa in Gefahr sei, weil Israel eine Aufteilung des Tempelbergs plane. Obwohl Israel wiederholt versicherte, am Status quo – (eingeschränktes) Besuchsrecht bei gleichzeitigem Gebetsverbot für Juden und andere Nicht-Muslime – nichts ändern zu wollen, brauen sich darüber wiederkehrend Ausschreitungen zusammen, auf denen dann skandiert wird: „Mit unserer Seele und unserem Blut werden wir Al-Aksa verteidigen.“ Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Ende Mai Wochen wurde die ahnungslose Bivsi aus dem Unterricht abgeholt


Duisburg: 
Bivsi landet am Mittwochmorgen in Düsseldorf…RP Online
NRW: Die Kunst, Pullover anzuziehen…Welt
NRW: Zusätzliche Polizisten kosten mehr als 5,6 Millionen…RP Online
Debatte: Populistisch sind immer die Anderen…Cicero
Debatte: Schulz steht auf  verlorenem Posten…Post von Horn 
Debatte: Benebelt vom Diesel…FAZ
Debatte: „Medien haben gewalttätige Einwanderer als Angstfigur entdeckt“…Welt
Debatte: Wie diese CDU-Abgeordnete die Homöopathie aufs Korn nimmt…Morgenpost
Debatte: Dann lieber Freihandel…FAZ
Debatte: Rauchverbote zerstören die Kneipenkultur…Novo Argumente
Debatte: Sargnägel des Feminismus?…Emma
Ruhrgebiet: Michael Holzach, Liebling der Götter…Tagesspiegel
Ruhrgebiet: Kanalrohr oder Knast –  verrückte Übernachtungs-Möglichkeiten…Der Westen 
Bochum: Ausstellung über die Rückkehr des Wolfes…WAZ
Dortmund: Stadt kann Strafen für leer stehende Wohnungen verhängen…WAZ
Essen: Siemens zieht sich weiter zurück…WAZ

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Netzfrauen am Ende: In Trottelland wehen die Fahnen auf Halbmast (UPDATE)


Hetze, Ökohysterie, eine ordentliche Portion Verschwörungstheorie und ganz viel Selbstgerechtigkeit und Empörung – das war die Mischung, mit der es das Blog „Netzfrauen“ auf Facebook auf eine beachtliche Reichweite von über 220.000 Fans gebracht hat. Dass es sowas wie Urheberrechte gibt, das man sich Bilder und Geschichten nicht einfach zusammen klauen kann, das war den Netzfrauen nicht so wichtig. Was wohl zu vielen Verfahren und Kosten führte, wie man dem Abschiedspost entnehmen kann.

In Trottelland hängen heute dann wohl die Fahnen auf Halbmast.

Stefan Laurin

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Update: 16:47 Uhr

Soeben erfolgte ein Telefonat mit Doro Schreier, der Verantwortlichen für die Netzfrauen. Ich erfragte, unter Nennung meines Namens und der Ruhrbarone, ob sich der Rückzug nur auf Facebook bezieht oder auf die Webseite insgesamt. Dabei sagte ich Frau Schreier auch offen, dass sie sich denken könne, dass ich über den Rückzug nicht traurig sei.

Frau Schreiber gab an, diese Aussage meinerseits an ihren Anwalt weiter geben zu wollen. Es sei eine Bestätigung. Wofür auch immer. Zu meiner Frage wollte sie sich nicht äußern.

In den nachfolgenden lauten Aussagen warf Frau Schreier mir vor, dafür verantwortlich zu sein, dass ihre Familie bedroht würde, und dies gut zu heißen. Ich stelle ihr gegenüber fest, was ich auch hier betone: egal, was Frau Schreier oder die Netzfrauen taten, resultiert daraus für niemanden das Recht unbeteiligte Dritte, so Familienangehörige, zu bedrohen oder zu beschimpfen. Ich lehne das ab, und begrüße die Strafverfolgung gegen solche Personen.

Leider wollte Frau Schreier das nicht hören. Sie schrie mich an. Wir beendeten das Gespräch.

Sebastian Bartoschek

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Update: 17:11 Uhr

Wie der Blogger Niederrheiner im Gespräch von Frau Schreier erfuhr, bezieht sich das Ende der Netzfrauen auf die gesamte Webseite. Hintergrund seien Abmahnungen. Sie würde selbst dann nicht weitermachen, wenn ihr 100.000 Euro gespendet würden. Die Seiten blieben gleichwohl vorerst on, es gäbe aber keine neuen Beiträge. Es stünden zunächst anwaltlliche Gespräche an.

Sebastian Bartoschek

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