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40 Jahre Sex Pistols: „Musik soll eine heilige Komfort-Zone sein“


John Lydon (Johnny Rotten) of the Sex Pistols at the Hammersmith Odean in London, September 2, 2008 Foto: Ed Vill Lizenz: CC BY 2.0


HHeute vor 40 Jahren traten die Sex Pistols auf um ihr legendäres Album »Never Mind The Bollocks« zu promoten. Ein Grund zu feiern. Mit einem wunderbaren Interview, das Peter Hesse mit John Lydon führte und einem kleinen Video, das zeigt, das Lydon ein Punk und Roger Israel-Boykotteur   Roger Waters (Pink Floyd) nur ein schmieriger Hippie ist.

Das Lydon oder das Nichts? Er ist eine der charismatischen Persönlichkeiten innerhalb der Musik-Welt. Als ich ihn morgens in seinem Haus in Los Angeles erreiche, sitzt er noch auf der Toilette. „Kannst du noch mal in fünf Minuten zurückrufen?“, sagt seine deutsche Frau Nora Forster. Mit ihr ist er seit den Sex Pistols-Zeiten liiert. Der erste Lacher liegt in der Luft, als ich John nach zwei weiteren Versuchen endlich am Hörer habe. Danach folgt ein Gespräch über künstlerische Freiheit, gesellschaftliche Verantwortlichkeit und Musik-Liebhaberei. Von Peter Hesse.

Hallo John. Wenn du dich selbst betrachtest, hältst du dich eher für einen Pionier oder einen Spätentwickler?

„Hm, ich hab’ keine bekackte Ahnung, das liegt immer an der Situation selber. Dann muss ich entscheiden, ob ich es mit einem schnellen Gedankensprung hinbekomme – oder ins Schleudern gerate und anfange zu schwimmen. Es gibt ein Buch mit dem Titel: „Das Leben ist kontinuierlich eines der größten Probleme“ – das musst du immer wissen, dass du daran nicht scheiterst, sondern immer nach vorne schaust und überlegst, wie du die Probleme aus dem Weg räumen kannst. Gerade in erheblichen Druck-Situationen betrachte ich mich selbst, reflektiere und treffe dann eine Entscheidung. Damit habe ich mich eigentlich immer ganz gut über dem Wasser gehalten.“ Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Ende der Aufbauarbeiten zur COP 23 Foto: © BMUB/Dominik Ketz


NRW: 
Warum das Klimatreffen der Superlative ohne große Ergebnisse bleiben wird…FAZ
NRW: Zusammenstöße bei Kurden-Demonstration…FAZ
NRW: Jeder zweite Hausarzt hat keinen Nachfolger…RP Online
Debatte: Migration hat Deutschland weltoffener und moderner gemacht…Welt
Debatte: Angst um die schmutzigen Geschäfte…Jungle World
Debatte: Das neue Amerika…NZZ
Debatte: Die Denunziationsmaschine…Welt
Debatte: Seehofers Erben…Post von Horn
Bochum: Interview mit Simon Gronowski…Bo Alternativ
Dortmund: „Das Klima kommt den Nazis zugute“…WAZ
Dortmund: „Syrien – Ein Land ohne Krieg“…Nordstadtblogger
Duisburg: Loveparade-Opfer erhebt Vorwürfe gegen Anwältin…RP Online
Essen: Stadt hofft auf Fördergeld für A40-Deckel…WAZ

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Wir und Heute – Das neue Normal

Warum bekommt Armin Laschet eigentlich ein Gehalt als Ministerpräsident von NRW, wenn er die ganze Zeit in Jamaika herumhängt? Fragt sich Martin Kaysh. FDP-Boss Christian Lindner hat für den Berliner Job wenigstens seine Arbeit in NRW gekündigt. Ansonsten freuen wir uns über fallende Arbeitslosenquoten. Und wachsende Einwohnerzahlen. Die Folge: Arbeitnehmer können endlich aus der Position der Stärke ihre Löhne verhandeln. Das neue Normal ist ganz schön gut. Hört jetzt das Jammern auf?

Zu den anderen Folgen des „Wir und Heute“-Podcastes – und zum Abo des YouTube-Kanals geht es hier.

Die Hörversionen des Podcasts, sowie die Abos für iTunes und Spotify sind hier zu finden.

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Der Ruhrpilot


Ruhrgebiet: 
Was vom Bergbau bleibt…SZ
Debatte: Merkels bester Trick – so tun, als ob es sie nicht gibt…Welt
Debatte: Grund zum Pessimismus…FAZ
Debatte: Die Theologisierung der Universität…Novo
Debatte: Rechte reden lassen…Zeit
Debatte: Was ist das Erbe der Aufklärung?…NZZ
Ruhrgebiet: VRR will mit nextTicket kilometergenau abrechnen…RP Online
Bochum: Grundsteine für eine Stadt für Alle…Bo Alternativ
Bochum: Haie sterben durch Defekt im Aquarium…WAZ
Dortmund: „Jude“ grassiert als Schimpfwort an Schulen…WAZ
Duisburg: Poller-Einbau gegen Lkw-Attacken verzögert sich…WAZ
Duisburg: „Sonderöffnungen sind wichtig fürs Image“…RP Online
Essen: Terrorsperren für Weihnachtsmarkt günstiger als geplant…WAZ
Herten: Die Entmündigung…SZ

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Die kulturelle Wende

Theo Waigel (CSU) und Margarete Bause (Grüne) als Besucher bei Pulse of Europe München am 26. März 2017 Foto: H-stt Lizenz: CC-BY-SA 4.0


Die Politisierung von Lebensstilen vergiftet das öffentliche Leben. Von unserem Gastautor Tim Black

„Die Metapher der ‚Kulturkriege‘ hat sich überlebt.“ Zu dieser Schlussfolgerung kommt der Historiker Andrew Hartman in seiner Studie „A War for the Soul of America: A History of the Culture Wars“ („Kampf um die Seele Amerikas: Eine Geschichte der Kulturkriege“). 1 Als die Studie im Frühjahr 2015 erschien, war sein Standpunkt nicht ungewöhnlich. Viele behaupteten damals das Ende des Konfliktes zwischen Sozialkonservativen und Progressiven; zwischen denen, die ihre traditionellen Familienbilder, christlichen Werte und Moralvorstellungen bedroht sahen, und denjenigen, die Abtreibung, sexuelle Freizügigkeit und immer neue sogenannte progressive Ziele befürworten.

Es hieß, der Streit habe an Schärfe verloren, die Konfliktparteien seien müde geworden, die Themen wären kaum mehr relevant. Abgesehen von ein paar besonders verrückten Auswüchsen des evangelikalen Christentums und einigen waffenvernarrten Hinterwäldlern herrschte Konsens – das zumindest dachten die selbsternannten Sieger. Als der oberste Gerichtshof im Jahr 2015 entschied, die gleichgeschlechtliche Ehe in den USA zu legalisieren, war dies nur der lang erwartete Schlussakt der Kulturkriege, der Beweis, dass die Progressiven ihre erschöpften Gegner endgültig besiegt hatten.

„Die Kulturkriege sind nicht vorbei. Sie verstärken, verbreiten und vertiefen sich sogar.“

Heute erscheint dieser Siegestaumel reichlich voreilig. Schließlich verdankt Präsident Trump seinen Wahlerfolg hauptsächlich der weißen amerikanischen Arbeiterklasse, die eine konservative Opposition zu vermeintlich progressiven Werten bildet. Die alten „Kulturkriege“ sind in der ganzen Welt an neuen Fronten wieder ausgebrochen: Von der Brexit-Revolte der britischen Arbeiterklasse mit ihrem tiefen kulturellen Antagonismus bis zur brodelnden Anti-Establishment-Stimmung, die inzwischen große Teile Europas erfasst hat. Weiterlesen

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„Le Syndrome Ian“ von Christian Rizzo im Tanzhaus NRW

„Le Syndrome Ian“ von Christian Rizzo (Foto: Marc Coudrais)

Der „Ian“ im Titel des Stückes ist Ian Curtis, New-Wave-Ikone und Sänger von Joy Division. Ihm widmet Christian Rizzo den dritten Teil seiner Trilogie über popkulturelle Tänze und Rituale, der am 2. und 3.11. im Tanzhaus NRW in Düsseldorf zu sehen ist. Ein Tanzstück ausgerechnet über Ian Curtis, der bekannt dafür war, dass er nicht tanzen konnte und daraus einen eigenen Bewegungs-Stil in seiner Liveperformance entwickelte? In „Le Syndrome Ian“ geht es jedoch nur mittelbar um Curtis, der sich mit 24 Jahren das Leben nahm. Keine getanzte Biographie, kein Joy-Division-Reenacment, nicht ein Ton der Band erklingt an diesem Abend.

Stattdessen entwirft der bildende Künstler und Choreograph Christian Rizzo mit neun Tänzerinnen und Tänzern ein Sittengemälde der Klubkultur. Weiterlesen

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