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Letzte Schicht: „So roch früher das ganze Ruhrgebiet, so roch meine Kindheit“

Zeche Graf Moltke in Gladbeck Foto: Maria Wichłacz – Musielak Lizenz: CC BY 3.0


Die letzte Zeche schließt, nach Jahrhunderten geht die Ära des Bergbaus zu Ende. Ruhrbarone-Autoren erzählen in den kommenden Wochen in loser Folge darüber, was sie mit der Welt der Zechen verbindet. 

Opa hatte mir immer erzählt, wie heiß es unter Tage ist. Klar, da unten waren sie ja dem Erdkern ziemlich nah. Und wie hart die Arbeit war, davon hat er auch oft gesprochen: „Du liegst auf dem Rücken, über Dir sind hunderte Meter Gestein und vor Dir die Kohle. Und mit dem Bohrhammer holst Du die Kohle dann aus dem Berg.“ Er zeigte dann auf seinen steifen Finger und die vielen dunkelblauen Stellen auf seiner Haut: Kohlenstaub hatte sich in die Wunden gelegt und sie markiert. Aber mehr als einen steifen Finger hat Opa nicht zurückbehalten. Er hatte, wie er immer sagte, Glück gehabt. Andere waren gestorben, hunderte Meter tief in den Schacht gefallen oder von herabfallenden Steinen erschlagen worden. Opa nicht, der kam immer heile aus der Zeche raus. Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Friedrich Merz Foto: Harald Dettenborn Lizenz: CC BY 3.0 de


NRW:
 Merz und Spahn bei Sondersitzung der CDU…AZ
NRW: Abschieben – um der Zuwanderer willen…Welt
NRW: Zeit von Hartz-IV ist abgelaufen…NRZ
NRW: Inhaftierter hat tödliches Feuer selbst gelegt…WP
Debatte: Der Planbarkeitswahn der Vereinten Nationen…Welt
Debatte: Wie Judenhass laut wird…FAZ
Debatte: Horst Seehofers Schmerzgrenze…Zeit
Debatte: Die CDU steht vor dem Ruck…FAZ
Debatte: Die liberale Versuchung ist groß…Welt
Debatte: Nichts als Bullshit überall…Jungle World
Debatte: Vegan, glutenfrei, gesund? Ihr könnt mich alle mal…Stern
Debatte: Die deutsche Wirtschaft erleidet einen Schwächeanfa…NZZ
Ruhrgebiet: Kreativlabor und Überraschungstüte…Trailer
Bochum: Ein anderes Bühnenleben ist möglich…FAZ
Bochum: 
Pilotstadt für intelligente Straßeninfrastruktur…Pottblog
Bochum: 37,9 Prozent der Bochumer Fläche versiegelt…WAZ
Bochum: Schrottimmobilie wird nach 15 Jahren Leerstand abgerissen…WAZ
Dortmund: Gedenken an die Pogromnacht…Nordstadtblogger
Dortmund: Stadtteilcheck Saarlandstraßenviertel…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Anastacia überrascht einen Straßenmusiker…WAZ
Duisburg: Dauerzustand Personalmangel…WAZ
Duisburg: Besucher bestimmen Eintritt für Museen selbst…WAZ
Duisburg: 50 Jahre Hilfe bei der Familienplanung…RP Online
Essen: AfD-Chef Gauland lässt Keuter die Nazi-Bildchen durchgehen…WAZ
Essen: Es gibt kein exklusives Recht für den Vereinssport…WAZ

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Deliveroo-Lieferbote verliert Job wegen Brexit-Äußerung

Der ehemalige Deliveroo-Bote Andres Georgi mit seinem Fahrrad

Der ehemalige Deliveroo-Bote Andres Georgi mit seinem Fahrrad

Nicht länger als eine Minute dauerte das Gespräch, das Andres Georgi, Lieferbote und Vater von drei Kindern, den Job bei Deliveroo kostete, wie Georgi sagt.

Am Abend des 28.10., einem Sonntag, brachte der Lieferbote der beim Fastfoodlieferservice „Deliveroo“ arbeitete, eine Essenslieferung bei einem Kunden vorbei. Da der Kunde Englisch sprach und eine EU-Flagge im Flur hängen hatte, fragte Georgi ihn, ob er aus Großbritannien sei und erwähnte dass er den Brexit ja ganz gut fände, da Deutschland ohnehin zu viel Einfluss in Weiterlesen

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Der Migrationspakt ist das neue Lieblingsthema der Rechten


Er ist momentan das Lieblingsthema der Rechten: Der UN-Migrationspakt. In den Facebook-Kommentarspalten, egal zu welchem Thema, fordern sie Medien auf, darüber zu berichten. Unter der Meldung, dass Angela Merkel 2021 nicht erneut kandidieren wird, schreibt einer, sie müsse ja vorher noch den Migrationspakt unterschreiben und „ihr Werk vollenden“.

Bei einem Vortrag des Kollegen Bartoschek zum Thema Verschwörungstheorien fragt ein Zuhörer, was er denn vom Migrationspakt halte. Als dieser antwortet, dass er noch nie davon gehört habe, verlässt der Mann den Saal, denn wer den Migrationspakt nicht kenne, dem sei eh nicht mehr zu helfen. Weiterlesen

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Die NHL zu Besuch in Europa – Warum soll das eigentlich nicht auch umgekehrt klappen?

Die NHL in Helsinki. Foto(s): Robin Patzwaldt

Seit Jahren schon gibt es die grundsätzliche Tendenz vieler US-Sportligen durch vereinzelte Gastspiele in Europa ihre Popularität auf dem alten Kontinent schrittweise zu steigern. Über 10 Jahre schon spielt beispielsweise die NFL regelmäßig in London, hat sich dort bereits eine fest etablierte Fanbasis geschaffen. Auch die Basketballliga NBA ist mit solchen Spielen in Europa inzwischen vertraut und sehr erfolgreich. Im kommenden Jahr plant auch die Baseballliga MLB einen Europabesuch.

Am vergangenen Wochenende gastierte die Eishockeyliga NHL im Rahmen der Global Series 2018 einmal mehr in Helsinki. Dort trafen sich mit den Winnipeg Jets und den Florida Panthers zwei Teams, die beide prominente Finnen in ihren Reihen haben, somit zu den Publikumsmagneten in der örtlichen Hartwall Arena wurden.

Patrik Laine (Winnipeg) und Alexander Barkov (in Tampere aufgewachsen, für Florida spielend), halfen die Halle in der finnischen Hauptstadt innerhalb weniger Minuten bis auf den letzten Platz zu füllen. Der offizielle Vorverkauf für beide Begegnungen soll insgesamt keine zehn Minuten gedauert haben.

Im Vormonat gastierten schon die Edmonton Oilers mit ihren ‚Deutschen‘ Tobias Rieder und Leon Draisaitl zu einem Testspiel in Köln, maßen sich wenige Tage später mit den New Jersey Devils im schwedischen Göteborg bei einem regulären NHL-Ligaspiel. Auch hier waren die Spiele innerhalb kürzester Zeit komplett ausverkauft.

Die NHL nutzt also, wie andere Ligen aus Übersee, im Herbst inzwischen gerne die Gelegenheit ihre Fanbasis in Europa zu vergrößern. Ihr Comissioner Gary Bettman verkündete in Finnland am Donnerstag bereits, dass im kommenden Herbst wieder einige Spiele in Europa auf den Spielplan gesetzt werden sollen. Die Erfolgsgeschichte soll fortgeschrieben werden. Weiterlesen

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Kommentar: Die Bayern-Bosse schaden sich selbst

Hat zurzeit wohl den unsichersten Arbeitsplatz in Bayern: Niko Kovac. Foto: YouTube Screenshot

Hat zurzeit wohl den unsichersten Arbeitsplatz in Bayern: Niko Kovac. Foto: YouTube Screenshot

Die Bayern-Bosse scheinen nicht zu verstehen, dass sie mit ihrem Handeln vor allem sich selber schaden. Sei es die peinliche und unwürdige Medienschelte auf der eigens einberufenen Pressekonferenz oder die kürzlich enthüllte Mitarbeit an den Plänen zur Einführung einer von der UEFA unabhängigen europäischen Superliga.

Beides sind klassische Eigentore, denn während die Leistung auf dem Rasen immer noch nicht den Ansprüchen des FC Bayern gerecht wird – im Pokal konnte Rödinghausen nur knapp geschlagen werden, gegen Freiburg mussten sich die Münchner mit einem 1:1 zufrieden geben – wird in der Presse nun nicht nur das sportliche Scheitern, sondern auch das Auftreten der Vereinsführung thematisiert.

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Jon Spencer: The Blues is Number One!

Jon Spencer: ein Virtuose mit Kaputtnik-Genen
Jon Spencer: ein Virtuose mit Kaputtnik-Genen
Jon Spencer: ein Virtuose mit Kaputtnik-Genen

Jon Spencer: ein Virtuose mit Kaputtnik-Genen

Jon Spencer ist zurück! Er präsentiert einen Zaubertrank aus Rhythm & Blues, Garagenpunk, subversiven Dance-Grooves und Sci-Fi-Skills.
 Vor ein paar Wochen war er noch in England im Vorprogramm der Melvins zu sehen, nun kommt Jon Spencer für zwei Shows nach Deutschland (Münster & Köln). Live stellt er erstmals sein Album „Sings The Hits“ vor, welches im nächsten Jahr erscheinen wird.

Dieser Mann hat innerhalb der Musikgeschichte ein paar kleine Extraseiten mitgeschrieben. Zum Beispiel im Jahr 2000. Damals ist das letzte Boss-Hog-­Album für die kommenden zwei Dekaden erschien, und Sängerin Cristina Martinez posierte auf dem bei­liegenden Poster im Weiterlesen

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Ruhrparlament: Die ganz große Koalition ist ein Fluch

Verwaltungsgebäude des Regionalverbands Ruhr in Essen Foto: Flux Garden~commonswiki Lizenz: CC BY-SA 2.5


Seit 2014 arbeiten SPD, CDU und Grüne im Ruhrparlament zusammen. Für das Ruhrgebiet ist die Koalition aus vielen Gründen eine Katastrophe.

Im Herbst 2014 entschlossen sich SPD, CDU und Grüne zur Zusammenarbeit im Ruhrparlament. Aufgrund einer abstrusen Regel im Wahlsystem blähte sich das Parlament zur doppelten Größe auf und die eigentlich stabile Mehrheit von SPD und Grünen war dahin – es gab schlicht nicht genug Kandidaten um die Plätze im Riesenparlament zu besetzen. Das war die Stunde der Union, die so einen Teil der Macht abbekam.

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