Pegida-Pläne: Nächste Woche Demonstration im Ruhrgebiet

Dügida (NRW-Pegida), Foto: Ulrike Märkel
Dügida (NRW-Pegida), Foto: Ulrike Märkel

Nach Rogida, Würgida, Kögida, Bogota, Legida usw. bleibt das Ruhrgebiet nicht länger von den selbsternannten Rettern der christlich-abendländischen Kultur verschont. Die „offizielle“ NRW-Pegida, die sich nach der Trennung von der Rechten Melanie Dittmer um Seriösität bemüht, plant für den 19.01.2015 eine Demonstration im Ruhrgebiet. Ob es eine Dogida, Esgida, Duigida oder eine zweite Bogida geben wird, ist noch nicht klar. Der Ort wird von der Veranstaltern erst später bekannt gegeben.

Unabhängig davon, welche Stadt im Pott von den ungebeten Pegida-Gästen aufgesucht werden wird: Man kann fest mit Gegendemonstrationen rechnen. Denn auch im Ruhrgebiet, einem klassischen Einwanderungsgebiet, wird die Mehrheit keine Lust auf Deutschlandkult, Islamfeindlichkeit und Fremdenhass haben. Vielleicht läuft alles gut und die Ruhgidas werden mangels Teilnehmerzahlen der „Europäischen Patrioten“ als regionales Phänomenchen in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

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4 Kommentare

  1. #1 | Marion sagt am 12. Januar 2015 um 09:09 Uhr

    Die Pegida ist um Seriosität bemüht.

    Oh man, und schon wieder Kaffeeflecken auf dem Bildschirm. 🙂

  2. #2 | Michael sagt am 12. Januar 2015 um 18:51 Uhr

    „Vielleicht läuft alles gut und die Ruhgidas werden mangels Teilnehmerzahlen der “Europäischen Patrioten” als regionales Phänomenchen in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.“ .. das hoffe ich auch! 🙂

  3. #3 | Klaus Lohmann sagt am 12. Januar 2015 um 22:17 Uhr

    @Michael: Es ist jetzt schon nur ein rein regionales Phänomen in einer Stadt, in der – immer zu den Gedenktagen der Bombardierung Dresdens – noch vor einigen Jahren mit die größten *europäischen* Neonazi-Aufmärsche stattfanden, bis die Dresdener Antifa 2010 durch gezielte Blockaden dem Spuk zunächst ein Ende machte. Evt. kam daher ja auch das „Patriotische Europäer…“ im Titel.
    Die strammrechten sächsischen Landesregierungen der letzten Legislaturperioden hatten überdies für ein gesellschaftlich-politisches Klima gesorgt, in dem Widerstand gegen braune Horden häufig mit Verfolgung durch die Landesbehörden einherging.

    Dass der „kleine Nazi“ im Spießbürger dies evt. lieber sah als die Beendigung der „schönen Fackelzüge“ in Dresden, könnte ebenso für den jetzigen Zulauf in Form einer Art „Wiederauferstehung“ der braunen Szene als Ursache für Pegida verantwortlich sein.

  4. #4 | WALTER Stach sagt am 13. Januar 2015 um 12:28 Uhr

    Pegida-Kampbegriffe
    „Vokabular wie bei Goebels“
    Beitrag von J.Skrobola in „SPIEGELonlineKULTUR.

    Für alle, die daran interessiert sind, Fakten über „das Volk, das wir sind“ bzw. über dessen Führer udn ihre Gesinnung zu erfahren, ein weiterer lesenswerter Beitrag zur Sache:
    Weiteremfpehlen!

    Persönlicher Nachsatz:
    Mittlerweile gehöre ich auch zu denjenigen, die meinen, in Deutschland -mittlerweile ja sogar in europäischne Nachbarländen- würde der Pegida<-Bewegung zu viel mediale Aufmerksamkeit geschenkt.

    Wenn 25.000 Menschen mit z.Teil "irrem" Vokablur, z.Teil -sh.oben- nationalsosialistisch "eingefärbt" jeden Montag in Dresen "spazieren gehen", was soll dann die öffentliche Erregung/Aufregung?
    Haben sich die Pegida-Akteure 'mal gefragt, was sie denn eigentlch bewirken wollen und bewirken können?

    "Man ist dabei, man ist Teilnehmer eines Events" -ja,kann ja unabhängig vom Anlaß ein Erlebnsi sein.

    "Man wird seinen Frust los" -ja, so ist der Frustabbau für alle besser als wenn man ihn durch Gewaltaktionen abzubauen versucht.

    "Man kann davon erzählen" -am Stammtisch, im Freundeskreis -später den Kindern?

    "Man" mag damit der AFD einige Wählerstimmen verschaffen.

    Es genügt doch schon ein wenig Realismus, um erkennen zu können, daß man als Pegida-Akteur de facto nichts, gar ncihts erreichen wird, was man an Difusem fordert. Selbst eine AFD im Bundestag wird im Sinne der Pegida-Akteure nichts bewirken.

    Also..
    Als Gegner der Pegida-Bewegung kann ich den Pegida-Akteure nur weiterhin für sie erlebnisreiche Spaziergänge an den Montagabenden in Dresen wünschen.
    Als Gegner der Pegida-Bewegung kann ich nur wünschen, daß endlich Schluß gemacht wird mit der völlig überzogenen medialen Aufmerksamkeit für diese Bewegung!

    Es gibt bekanntlich gewaltige Probleme in Deutschland, in Europa, in der Welt und dazu zählt nciht die Existenz der Pegida-Bewegung -ihre Ursachen, ihre Folgen-.

    Über die realen Probleme, die z.Teil für die Menschen, auch in Deutschland, bedrohlich sind,über deren Usachen, deren Folgen, deren Lösung muß kontrovers, muß öffentlich diskutiert werden -in der Gesellschaft, mittels der Medien, in der Poltik-, aber sachbezogen, kompetent, möglichst rational und weniger emotional und vor allem nach- d e n k e n d.

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