RIP Todd

New York Hardcore Legende Todd »Youth« Schofield verstarb gestern im Alter von 47 Jahren. Er spielte ab 1983, gerade Mal zwölf Jahre alt, unter anderem in frühen Versionen von Agnostic Front, Warzone und etwas später Murphy’s Law (1986). Ein Gastbeitrag von Christian Schneider.

Zu einer Zeit, in der sich das Genre noch etablierte und es auf Grund seiner Sperrigkeit und, wenn auch positiven, Grundaggressivität nicht absehbar war, dass man damit jemals Geld verdienen könnte. Diese Bands waren die Blaupause für einen, ab den 1990er Jahren populärer werdenden, Underground Sound in einer Stadt, die damals aussah, als sei sie im Bürgerkrieg.

Auf meinen ersten Hardcore Tapes waren diese Bands und ich war von Anfang an fasziniert von der dilettantischen Brutalität, der Street Cred und dem versprühten Esprit. Mir gefiel die absolut antiautoritäre Ausrichtung, der Unternehmergeist und der Optimismus dieser Szene. So konnte man also auch sein, wenn man unangepasst sein wollte. Todd Youth war Mitgestalter dieser Ideen.

Später spielte er in legendären Outfits wie Samhain, D-Generation, Danzig und zuletzt in Bloodclot. Mit ihm stirbt ein wichtiger popkultureller Protagonist der Lower East Side, dessen, was man heute als old New York bezeichnet. Sein Leben hat er so gelebt, wie er es wollte.

Die Todesursache ist zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Egal welche, 47 ist zu jung.

RIP Todd.

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3 Kommentare

  1. #1 | Utzlglutzl sagt am 28. Oktober 2018 um 22:47 Uhr

    Alles nicht gerade Genre-prägende Bands und die Äußerungen im Video sind auch eher pubertäres Gestammel. Punks sterben wie Fliegen, jede TRUST-Ausgabe ist voll mit Sterbemeldungen.

  2. #2 | O.townlover sagt am 29. Oktober 2018 um 11:10 Uhr

    Der Kommentar von "utzlglutzl" zeigt, dass da jemand geschrieben hat, der von diesem Genre der Musik absolut keinen Plan hat und dementsprechend auch nicht von genreprägenden Bands! Es ist gut, dass so Leute wie du mit Hardcore oder Punk nichts zu tun haben!!!! RIP Todd

  3. #3 | Utzlglutzl sagt am 30. Oktober 2018 um 16:29 Uhr

    Alleine die Erwähnung des TRUST-Fanzines sollte eigentlich Verweis genug sein und Vorwürfe wie "Ahnungslosigkeit" abperlen lassen. Aber darum geht es einem Kommentar mit vier "!!!!" wohl kaum.
    Sei es drum, "Joe Hardcore"….von welchem "Genre" reden wir denn? New York Hardcore? Abgesehen davon, dass "Hardcore" per Definition kein Genre ist, sondern nur einen harten Kern VON etwas (in diesem Fall Punk) bildet, kam HC in New York eher spät an – nachzulesen in "American Hardcore". Genreprägend waren eher Minor Threat, Bad Brains oder Black Flag. Für NY eher Reagan Youth oder Kraut. Von den erwähnten Kapellen sind ja allenfalls die Oi-lastigen Agnostic Front erwähnenswert – nicht zuletzt wegen Rassismus-Vorwürfen und Sozialdarwinismus… "Danke" Pete Steele/Carnivore. Warzone oder Murphys Law waren eher zweite Reihe. Samhain und Danzig eine eher peinliche Metal-Nachgeburt der Misfits. D-Generation und Bloodclot bereits dritte Reihe. Wer kennt überhaupt noch SonOfSam?
    Aber Herrn Schneider geht es wohl eher um positiven Republikaner-Bezug – eine Ausnahmeerscheinung in einer Szene, die Reagan GEHASST hat. Und dann natürlich "Unternehmergeist" – als ob so etwas Teenies nicht ab Arsch vorbei ginge.
    Trotzdem Schade um den jungen Mann.

    P. S. : Solange mir jemand für mein SoMuchHate-Shirt auf Konzerten Bier ausgibt, lasse ich mir nichts von "Hardcore" erzählen – schon gar nicht von halbgaren Metalheads

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