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Ruhr Uni/AStA: Internationale Liste verlangt „hiermit eine öffentliche Entschuldigung seitens der Ruhrbarone“

Mit einer Pressmitteilung und einer ungewöhnlichen Forderung greift die Internationale Liste in die AStA-Debatte der vergangenen Tage ein:

Wir sind in letzter Zeit mit demagogischen Schriften und vorbereiteten Vorwürfen konfrontiert worden, u. a. durch medialen Aktionismus auf pseudo-intellektuellen Blogs. Die Natur der verbalen Attacken ist in einer bestimmten lasterhaften Einstellung verankert, die als Dogmatismus bezeichnet werden kann. Es geht dort nicht um die IL, sondern allein um das mögliche, demokratisch neugewählte Gesicht des AStAs.

Angetreten mit der GHG hat sich die IL stärker hervorgetan und Stimmen gesammelt. Von insgesamt 117 Kandidat_Innen für die GHG, haben sich allein 62 Studierende für die Internationale Liste aufstellen lassen. Das führte dazu, dass die IL 43,7% der 1096 Wählerstimmen erzielen konnte. Die Überschneidungen mit der GHG waren stets auffällig groß, weswegen es zu erfolgreicher Zusammenarbeit gekommen ist. Im Vorhinein, vor den Wahlen, gab es seitens der IL jedoch keinerlei Versprechen hinsichtlich der Koalitionsverhandlungen.

Die Unstimmigkeiten zwischen GHG und IL sind in erster Linie aufgrund der Differenzen um eine Koalitionsbeteiligung der Linken Liste aufgekommen. Diese führte zunächst zu Sondierungsgesprächen mit den Listen NaWi, Jusos HSG, SWiB und LiLi, welche alle gut verliefen. Auch die Linke Liste stand den Forderungen der IL positiv gegenüber. Bis dato – die letzten vier Jahre eingeschlossen – gab es in der Koalition mit der linken Liste und der SWIB keinerlei Vorwürfe im Bezug auf Islamismus, Sexismus geschweige denn Antisemitismus der IL gegenüber.

Die internen Diskussionen nach den Sondierungsgesprächen führten letztendlich zur einvernehmlichen Auflösung der Listengemeinschaft zwischen GHG und IL, weil die unterschiedlichen Vorstellungen um die potenziellen Koalitionspartner leider nicht überwunden werden konnten.

Die Auflösung verlief freundschaftlich. Wir einigten uns darauf, im StuPa weiterhin als GHG-Fraktion aufzutreten, im AStA jedoch sollten wir, die Internationale Liste, unseren Namen tragen.

Übrigens übernehmen wir keinerlei Verantwortung für Zusagen, die durch die GHG mit der LiLi erfolgt sind, da sie ohne Einbezug und Absprache mit der IL stattfanden.

Nachdem die Linke Liste am vergangenen Freitag, den 02.03.2012, die GHG und somit auch die IL, zusammen mit der Juso HSG, der SWIB und den RUB-Piraten zu Koalitionsgesprächen eingeladen hatte und die IL diesen Termin nicht wahrgenommen hat, haben einige Köpfe vorsorglich – zielgerichtet und überwachend – eine Diffamierungskampagne gegen namentlich erwähnte Personen aufgebaut.

Dies wird an den so genannten Beweisen erkennbar. Jene Attacken richten sich allerdings nicht gegen die IL selbst, die aus zahlreichen engagierten Persönlichkeiten unterschiedlichster Gesinnungen besteht, sondern nur gegen ausgesuchte Figuren innerhalb der IL.

In den letzten vier Jahren hat die Internationale Liste in der Koalition mit der LiLi zusammen gearbeitet. Die Anschuldigungen auf Islamismus, Antisemitismus, Sexismus oder der gleichen sind in keinster Weise aufgekommen, nie hat die LiLi in Gegenwart der GHG oder der IL diese Vorwürfe geltend gemacht.

Die zugeschriebenen Lautmalereien und aufgeblähten Wiederholungsphrasen sollen der IL ein bestimmtes Etikett geben.  Die IL selbst hat ein eigenes Programm. Sie hat Mitglieder, die ansprechbar sind und, die sich nicht davor scheuen zu reden und Gespräche auf sachlicher Grundlage zu führen.

Es ist wirklich einer Tragödie gleich, dass unter Akademikern solche persönlichen Angriffe Fuß fassen können (s. Kommentare unter den veröffentlichten Artikeln). Wir jedoch stehen entschlossen da und lassen uns weder in unserem Programm, noch in unserer Menschlichkeit beeinflussen, wobei beides nicht voneinander zu trennen ist.

Zumindest ist dies nicht in unserem Verständnis praktikabel, was wir in der Vergangenheit durch zahlreiche Veranstaltungen bewiesen haben wie z. B. den Poetry Slam, welcher zu den best besuchten Veranstaltungen des AStA zählt.

Für einige heißt Politik, dass man durch andauernde Phraserei fremdenfeindliche Zustimmungen erhascht, was – wie auf den jeweiligen Plattformen lesbar – der Fall ist. Auch das Engagement gegen rechtsradikale Bewegungen und Menschenrechtsverletzungen ist da kein Alibi für ein Magazin. Das Motiv dieser Hetze ist eindeutig: Verunglimpfung und fehlinformatives Berichten.

Es stimmt, dass wir uns gegen einen „antireligiösen“ AStA aussprechen, weil wir darin, eine unnötige Ausgrenzung religiöser Studierender auf dem Campus und in den hochschulpolitischen Aktivitäten sehen. Statt der antireligiösen Haltung fördern wir ein säkulares Gesellschaftsbild. Die Internationale Liste möchte eine grüne, soziale und internationale Universität, welche sich um die Belange aller Studierenden und Vereine einsetzt und fördert. Grundlage dieser hochschulpolitischen Arbeit sind einerseits die Wahrung demokratischer Prinzipien  und andererseits die Achtung und Einhaltung des Grundgesetzes und der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland.

Abgesehen von diesen Vorwürfen sind nicht nur Muslime in der IL, die übrigens auch Menschen und deutsche Staatsbürger sind. Um dies endgültig klarzustellen, sind wir auch Menschen, Frauen, Männer, Studierende, Russen, Christen, Iraner, Deutsche, Juden, Kurden, Aramäer und noch vieles mehr.

Wir weisen jegliche Vorwürfe und Anschuldigungen zurück, da sie allesamt haltlos sind, und distanzieren uns davon.

Wir verlangen hiermit eine öffentliche Entschuldigung seitens der Ruhrbarone und aller anderen für die persönlichen Angriffe gegen namentlich erwähnte Personen und eine Entschuldigung für diese Hetze gegenüber der Stadt Bochum und der Ruhr-Universität Bochum. Diese Veröffentlichungen müssen außerdem auf den jeweiligen Seiten der Verantwortlichen stehen und glaubwürdig sein.

Wir schämen uns im Namen Bochums, der Ruhr-Universität und aller Student_Innen für alle demagogischen Äußerungen gegen uns und gegen Personen aus anderen Parteien.

Der Eye-Catcher-Intellekt der linken Szene wie er uns hier präsentiert wurde und wahrscheinlich noch präsentiert wird, ist das geistige Armutszeugnis trivialer Rhetorik. Als Entschuldigung ist dies aber völlig unzureichend.

In diesem Sinne vermitteln wir den Hetzern unser tiefstes Beileid und bitten um konstruktive Kritik ihrerseits, die wir ernst nehmen können und, die auf unser universitäres – und nicht privates – Verhalten abzielt.

Wir sind der Ruhr-Universität und all ihren Studierenden verpflichtet und fordern noch einmal mit Nachdruck öffentliche Entschuldigungen im Rahmen der oben aufgezählten Bedingungen.

Entschuldigungen für weitere persönlichkeitsverletzende Materialien nehmen wir nicht in Kauf.

Das Ultimatum beläuft sich auf 24 Stunden ab Veröffentlichung dieser Pressemitteilung.

 

Mehr zu dem Thema:

Stellungnahme der Koalitionslisten des AStA der Ruhr-Uni: IL Referenten sollen Büros räumen!

Ruhr Uni/AStA: “Das Problem beim Namen nennen: Keine Koalition mit Antisemiten!”

Ruhr Uni/AStA: Linke Liste fordert Rücktritt der IL-Stupa-Mitglieder

Ruhr Uni/AStA: Stellungnahme der Juso-Hochschulgruppe

Ruhr Uni/AStA: “Ich bin entsetzt über die Berichterstattung”

Update: AStA der Ruhr Uni: Geld für Religion und gegen Israel

Die Ruhr Uni, die Israelhasser, die Jusos und die SPD

Bochum: AStA-Gelder für Israelhasser?

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46 Kommentare zu “Ruhr Uni/AStA: Internationale Liste verlangt „hiermit eine öffentliche Entschuldigung seitens der Ruhrbarone“

  • #1
    Janna

    Je länger dieser Text ging, desto größer wurde das Fragezeichen über meinem Kopf.
    Wer soll sich entschuldigen?
    Wofür und bei wem genau?
    Was passiert, wenn dies nicht geschieht?

  • #2
    Georg Kontakakis

    Und dann wird zurückgeschossen oder was?

    Nix wird hier entschuldigt. Pöhhh

  • #3
  • #4
    pat boone

    öhm, danke IL mein bier klebt am monitor vor lachen. ich verlange eine öffentliche entschuldigung und ein mikrofasertuch!

    „Das Ultimatum beläuft sich auf 24 Stunden ab Veröffentlichung dieser Pressemitteilung.“

  • #5
    William

    Anscheinend ist die IL die einzige Erwachsene Liste im StuPa.

    LIlis und Konsorten sollten sich wirklich was schämen.
    Ohne Konstruktivität und Besonnenheit kommt man nicht weiter.
    Ich habe mal an die Linkspolitische-Idee festgehalten und wirklich daran geglaubt, dass die Linkenlisten die einzigen Wahrhaftigen Akteure auf der politischen Bühne sind.
    Wie werde Mitglied bei der IL?

  • #6
  • #7
    Konstantin

    „Entschuldigungen für weitere persönlichkeitsverletzende Materialien nehmen wir nicht in Kauf.“ Nur einer von vielen Punkten, die Fragezeichen aufploppen lassen. Aber dafür recht lustig. Was passiert eigentlich, wenn das „Ultimatum“ abläuft?

  • #8
    Kai

    Wer will was von wem woraus?
    Der eigentlich aus der Rechtswissenschaft bekannte Leitspruch kam mir hier beim Lesen in den Kopf.
    „Wer“ konnte ich mir noch erklären. Dann hörte es aber auch schon auf.

  • #9
    arndt

    „Wir weisen jegliche Vorwürfe und Anschuldigungen zurück, da sie allesamt haltlos sind, und distanzieren uns davon.“

    Anstatt sich von NS-Relativierungen, antiisraelischen und antiamerikanischen Positionen ihres SP-Mitglieds Ariya Fehrest-Avanloo zu distanzieren, distanziert sich die Internationale Liste lieber umgekehrt davon, daß unliebsame Wahrheiten an die Öffentlichkeit kommen. Anstatt auch nur ein kritisches Wort darüber zu verlieren, dass ihr SP-Mitglied Achmadineschad darin zustimmt, dass „die Medien jeden totschweigen, der den Holocaust und den 11. September hinterfragt“, stößt die IL lieber in dasselbe medienkritische Horn: Wer die radikalislamischen Ansichten von gewählten studentischen Vertretern aufdeckt, betreibt nichts als „Hetze“. Man glaubt das alles kaum.

  • #10
    kfjkhfnkhj

    muhahahahahahha!!! Wie peinlich sind die denn… Statt konkret zu der Israelfeindschaft und zu den Sympthiebekundungen ihres Mitglieds für islamistische Führer und Milizenchefs Stellung zu beziehen, werden kritische Journalisten beschimpft und bedroht. Großes Kino.

  • #11
    Marlene

    „Die Natur der verbalen Attacken ist in einer bestimmten lasterhaften Einstellung verankert, die als Dogmatismus bezeichnet werden kann.“

    Was genau meint die IL mit „lasterhaft“? Diese wirre „Stellungnahme“ ist einfach nur selbstentlarvend!

  • #12
    Yaron

    In jedem Satz dieses Statements beweist sich die plitische Unbeholfenheit der IL. Ich habe übrigens nicht einen antiislamischen Kommentar gelesen bisher…das zu belegen wird IL schwerfallen. Die Kommentare von unserem speziellen Studenten sind da eindeutiger.

  • #13
    Laura

    So sieht rationale Berichterstattung aus! Vielen Dank IL! Lasst Euch bloß nicht diesen hässlichen Stempel ausdrücken, diese Hetzkampagne gegen Euch war einfach nur arm.

  • #14
  • #15
    Archer

    Ich denke, der Kardinalfehler hier ist, dass man (Pseudo-)Internationalität mit Toleranz, Weltoffenheit und eigenen, politisch-religiösen Ansichten verwechselt… Sozusagen ein Fehler zweiter Ordnung.

  • #16
    Stefan Laurin

    @Archer: Der Kardinalfehler ist zu glauben, uns ein Ultimatum stellen zu können.

  • #17
  • #18
    William

    Kommentatoren Yaron Laurin und Voss sind so putzig und zum tod lachen (ohoh er hat todlachen gesagt O_o er meint das die Kommentatoren Mörder sind?).

    Robtergleich und Gebetsmühlenartig immer das selbe Posten und sich sooft wiederholen wie es nur geht.

  • #19
    Stefan Laurin

    @William: Das roboterhafte kommt sicher daher das Yaron und ich komplett fremdgesteuert sind. Sorry…

  • #20
    Kai

    Unfassbar, dass hier einige offenbare Mitglieder der IL dieses Geschreibsel auch noch loben. Im Ernst, das ist die mit Abstand schlechteste PM, die ich in meinem Leben bisher lesen durfte. Das muss auch jeder/m Beteiligten klar werden.

    Ein gutes hat das Ganze aber. Die gelieferten Zahlen waren mir nämlich unbekannt. Was ist eigentlich demokratisch daran, dass der Teil der Liste der 53% der KandidatInnen und 43,7% der Stimmen stellt, 66,6% der Sitze bekommt? Das die IL die überschüssigen Sitze nicht abgibt, hat aber garantiert nichts mit Machterhalt zu tun – habe ich gehört.

  • #21
    Archer

    Es sei William verziehen. „Tod“ und „tot“ ist in etwa so wie „they’re“, „their“ und „there“…

  • #22
    Ben

    „Wir verlangen hiermit eine öffentliche Entschuldigung seitens der Ruhrbarone und aller anderen für die persönlichen Angriffe gegen namentlich erwähnte Personen und eine Entschuldigung für diese Hetze gegenüber der Stadt Bochum und der Ruhr-Universität Bochum.“

    Als Student und Fachschaftsratsmitglied an der Ruhr-Uni kann ich hier ehrlich gesagt keine Hetze erkennen. Stattdessen bin ich tatsächlich den Ruhrbaronen – zu denen ich persönlich ein äußerst zwiespältiges Verhältnis habe – dafür dankbar, dass man als Student endlich mal erfährt, was da im Asta momentan vor sich geht. Völlig unabhängig davon nämlich, ob diese Vorwürfe wirklich 100%ig stimmen, ist dieses Blog momentan die einzige Informationsquelle für eine Angelegenheit, die ALLE Studierenden der Rub interessiert. Das ist peinlich. Insofern sehe ich persönlich auch weder die Stadt Bochum, noch die Uni in Misskredit gebracht. Das erledigt der momentane Asta ganz von alleine.

  • #23
    Ben

    Nachtrag: Der peinlichste Satz in dieser Stellungnahme ist jedoch folgender: „Der Eye-Catcher-Intellekt der linken Szene wie er uns hier präsentiert wurde und wahrscheinlich noch präsentiert wird, ist das geistige Armutszeugnis trivialer Rhetorik.“ – Das ist eine unendlich alberne Polemik auf dem Rücken kritischer Studenten, die endgültig unter Beweis stellt, dass diese IL im Asta nichts zu suchen hat. Hier geht es nicht mehr um die politische Vertretung der Studierenden und ihrer Interessen, sondern nur noch um persönliche Befindlichkeiten und Kränkungen. Insofern wandelt sich auch gerade der eigentliche Skandal: Von den Vorwürfen hin zum Umgang mit selbigen. Die Stellungnahme der IL ist das unwürdigste Verhalten, dass der Asta der Rub in den vergangenen Jahren erlebt hat!

  • #24
    himynameis

    Schönes Nebendetail: die Internationale Liste hat (nach eigenen Angaben, s.o.) über ihre Kandidaten 44% der Stimmen für die GHG reingeholt, aber sechs von neun und damit zwei Drittel der Sitze dieser Liste erhalten. Das sind 50% mehr (zwei Sitze) als ihr als separate Liste zugestanden hätten. Hat sich also gelohnt, unter grüner Flagge aufzutreten und dann nicht mitzuspielen!

  • #25
  • #26
    William

    Haarspalterei noch und nöcher..
    „Tod“ war eine Anspielung 😉

    Haarspalterei noch und nöcher was die endlich klärenden Worte der IL betrifft.
    In Sachen Sachbezogenheit und Sachlichkeit, sind die Antideutschen der Linken Liste in Bochum ziemlich vorgeführt worden.

  • #27
    Laura Pohjlicz

    Und natürlich darf der Rassismusvorwurf nicht fehlen… Gähn, Würg, Murks.

  • #28
    paule t.

    Nun, diese Stellungnahme ist an Unbeholfenheit tatsächlich schlecht zu überbieten. Insbesondere ist ja auffällig, dass sie in diesem ganzen, langen Text kein einziges konkretes Wort zu den belegten Vorwürfen der Israelfeindschaft (bis hin zum Antisemitismus) und der Bewunderung für islamistische Antidemokraten gegenüber ihrem Mitglied Ariya Fehrest-Avanloo finden; sie werden nur höchst allgemein zurückgewiesen. Auch dieser selbst – auch wenn er sich etwas weniger unbeholfen äußert – widerlegt diese Vorwürfe nicht wirklich, was durch Verweise auf frühere, anderslautende Äußerungen ja möglich wäre. Wenn, wie er es darstellt, die Belege „aus dem Zusammenhang gerissen“ sind u.Ä., sollte er den Zusammenhang ja wieder herstellen können …

    Einen Punkt kann die IL aber machen, indem sie von diesen schwerwiegenden Vorwürfen ablenkt, indem sie stattdessen das Thema „antireligiöser AStA“ aufgreift. Eine solche parteiliche Positionierung eines AStA gegen Religion, ein expliziter und grundsätzlicher Ausschluss religiöser Studentengruppen und religiöser Themen von Förderungen, die allen anderen Studentengruppen offen stehen, ist tatsächlich höchst fragwürdig; und sie zu kritisieren in jeder Hinsicht legitim. Die Kritiker der IL haben sich keinen Gefallen getan, diese beiden Themen (sichtbar durch die Überschrift „Geld für Religion und gegen Israel“) zusammenzuwerfen.

  • #29
    Norbert Paul

    Wann wird es mal an einer Uni für ein paar Jahre einen AStA geben, der arbeitet und funktioniert und das ohne Skandale, gegenseitige Kampangen etc.?

  • #30
    Frank

    Hahaa 😉

    Sosumi. Sag ich mal. Wäre ich Ruhrbaronautor.

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  • #31
    Guido

    Also spinnen die jetzt vollkommen?!

    Auf ein „Ultimatum“ sollte zwingend eine Konsequenz folgen. Da diese konkret nicht aufgeführt wird, nehme ich an, dass aus Protest ein Stück subventionierte Lasagne des Studentenwerkes in einem Becher koffeinhaltiger Limonade (kapitalistischer Hersteller) – heute Abend; nach Ablauf des „Ultimatum“ – ertränkt wird.

    Dann werden wir alle sehen, wie falsch es von den Ruhrbaronen war, sich mit der LI anzulegen…

  • #32
    Helmut Junge

    @IL,
    Sie schreiben: „Statt der antireligiösen Haltung fördern wir ein säkulares Gesellschaftsbild.“
    Nun meint aber der Begriff „Säkular“ ziemlich präzise „weltlich“
    Wikipedia schreibt: „Unter säkular versteht man. weltlich, profan …“
    Und genau weltlich profan ist unsere Gesellschaft bereits.
    Sie aber nennen diese bestehende Gesellschaft „antireligiös“ und wollen sie entsprechend umwandeln.
    Wie soll ich denn das verstehen?
    Klar, Sie wollen religiöse Prinzipien einführen und zur selbstverständlich verbindlichen Norm machen.
    Anders kann ich Ihre Forderung nun wirklich nicht verstehen.
    Sie unterlassen Ihrerseits auch jede Erklärung dazu.
    Und dann wundern Sie sich über Kritik?

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  • #34
    Klaus

    Tja, die Nazikeule wirkt bei den Ruhrbaronen aber nicht.

    Immer nur beleidigt sein und fordern, das kennt man doch schon…wie wär es denn mal damit, die eigenen Fehler einzugestehen ?

  • #35
    jot/e

    „…lasterhafte Einstellung…“, „…Ultimatum…“. Begriffe, die zur Charakterisierung bereits völlig ausreichen. Keiner Antwort würdig.

  • #36
    Rudi

    #2 | Georg Kontakakis sagt am 5. März 2012 um 22:16

    Und dann wird zurückgeschossen oder was?

    Nix wird hier entschuldigt. Pöhhh

    ::

    Sorry. Aber wer die Relativierung des Holocaust zu Recht anprangert, ist noch lange nicht freigesprochen, gleichzeitig das Nazi-Regime zu relativieren, indem man bestimmte Akteure durch Anspielungen auf Hitler-Zitate angreift. Finde ich auch nicht gut.

  • #37
    Hanno

    Was für ein Text! Ultimatum. Großartig. Stefan Laurin konnte wahrscheinlich vor Schadenfreude die ganze Nacht nicht schlafen, und vor Lachen. Es sei ihm gegönnt.
    @Kai: ich finde auch sehr wichtig, dass hier der ursprüngliche Vorwurf des „Stimmenklaus“ seitens der IL nun auch wieder in den Vordergrund gerät, und zwar nicht statt, sondern zusätzlich zu den untragbaren Äußerungen des „bestimmten Studenten“. Es ist völlig klar, dass die IL ihre sechs Sitze nicht ohne den wie immer sehr professionell (weil mit Partei-Unterstützung) geführten Wahlkampf der GHG gewonnen hätte.
    Am Rande bemerkt: Man sollte in der Tat aufpassen, die IL nicht vollständig in einen politischen Topf mit eben jenem „bestimmten Studenten“ zu werfen. Ich bin mir sicher, dass nicht alle IL-Mitglieder und KanditatInnen aus ganzem Herzen für die „Religionisierung“ des AStA sind – wohl aber (und darauf weist auch dieser größte anzunehmende PM-Unfall hier hin), dass in der IL wenig politische Erfahrung, Ungeschicklichkeit und mangelnde Reflektion eine ungute Mischung ergeben haben. Alle, die wirklich mit den Auffassungen des „bestimmten Studenten“ mitziehen wollen: Macht doch. Aber kein AStA – weder an der der RUB noch anderswo – darf dafür zu haben sein.
    Im Übrigen warte ich mit Spannung auf ein paar Worte von der Liste der NaturwissenschaftlerInnen.

  • #38
    Sören

    Eine ziemlich wirre PM der IL, aber was zeigt sie:

    – die IL ist politisch ziemlich unbeholfen und ungeschickt und macht sich gerade selbst lächerlich.

    – die IL versucht selbst in die Offensive zukommen und zeigt nicht das geringste einsehen.

    – Holocaust relativierende Äußerungen und Verehrungen gegenüber dem politisch religösen Führer des Iran Ali Chamene’i,oder des Irakisch schiitischen Milizenführers Muqtada as-Sadr, die mit Screenshots belegt wurden nennen sie „so genannten Beweisen“ ohne darauf einzugehen.

    – Die Versuche der IL den antireligiösen-Konsens des Astas zu kippen und religiöse Veranstaltungen zu fördern wird vor dem Hintergrund der genannten Vorbilder eines ihrer Mitglieder besonders heikel.
    Dieser entscheidende Punkt wurde durch ihre PM eher belegt als widerlegt.

    – Die vielen Peinlichkeiten, freudschen Versprecher und das Ultimatum (fremdschäm) zum Ende der PM kann ich nur mit emotionaler Aufregung erklären.

    Eines möchte ich jedoch zu bedenken geben. Die IL erhebt völlig unbeholfen und automatisch Rassismus Vorwürfe gegen jede Kritik an ihr. Das ist peinlich.
    Völlig falsch ist es aber nicht. Während hier sehr feinfühlig Antisemitismus und die Basis antisemitischen Denkens analysiert wird fehlt mir bisher diese Feinfühligkeit gegenüber rassistischen Denkstrukturen in anti-islamischen und islamophoben Kommentaren.
    Diese sind in Deutschland nicht erst seit Sarazin Hoffähig und man sollte gut darauf achten das sich derartige Tendenzen nicht mit einschleichen.
    Das ist hier sehr wohl schon an einigen Stelen geschehen. Bspw. wurde als Beweis für islamischen Fundamentalismus angeführt das auf einer Internet-Seite „Inschallah“ geschrieben stand. Wer es nicht weiß, dies ist eine Floskel die wörtlich bedeutet „so Gott will“. Sie hat in etwa den Wert eines süddeutschen „Grüß Gott“.

    Als emanzipativer Linker und Atheist sollte mensch auf so etwas immer noch ein wachsames Auge haben.

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  • #40
    paule t.

    @ #32 | Helmut Junge sagt am 6. März 2012 um 07:59

    1.
    @IL,
    Sie schreiben: “Statt der antireligiösen Haltung fördern wir ein säkulares Gesellschaftsbild.”
    Nun meint aber der Begriff “Säkular” ziemlich präzise “weltlich”
    Wikipedia schreibt: “Unter säkular versteht man. weltlich, profan …”
    Und genau weltlich profan ist unsere Gesellschaft bereits.
    Sie aber nennen diese bestehende Gesellschaft “antireligiös” […]

    Die IL nennt nicht die bestehende Gesellschaft „antireligiös“ (das haben Sie erfunden), sondern den bestehenden AStA (das steht klar im Text). Das tut sie vollkommen zu Recht, denn der AStA hat – laut seinem eigenen Koalitionsvertrag – eine „antireligiöse Grundhaltung“, das hat also nicht die IL erfunden. Und „antireligiös“ bedeutet nun einmal „aktiv gegen“, also eine gegen Religion gerichtete Parteilichkeit; das ist etwas völlig anderes als „säkular“.
    Diese Parteilichkeit spiegelt sich auch bei der Förderung für „politische, kulturelle und sonstige Initiativen auf dem Campus und darüber hinaus“ (also: sonst quasi alles), von der „religiöse Aktionen, Gruppen oder Veranstaltungen“ explizit ausgeschlossen werden – beleidigenderweise nur noch zusammen mit „rechten“, so als wäre „religiös“ damit auf eine Stufe zu stellen.

    Links dazu:
    http://www.asta-bochum.de/asta-borsen/beantragung-einer-finanziellen-initiativenforderung/
    http://www.asta-bochum.de/2011/04/koalitionsvertrag-zur-bildung-des-asta-des-44-studierendenparlaments-der-ruhr-universitat-bochum/

    2.
    […] und wollen sie entsprechend umwandeln.
    Wie soll ich denn das verstehen?
    Klar, Sie wollen religiöse Prinzipien einführen und zur selbstverständlich verbindlichen Norm machen.

    Wenn die IL also stattdessen „ein säkulares Gesellschaftsbild“ fordert, bezieht sich das offensichtlich ebenfalls auf den AStA, der dann eine solche Grundhaltung haben solle. „Säkular“ meint dann: In religiöser Hinsicht neutral, nicht mehr antireligiös. Dass die IL die Gesellschaft umwandeln und „religiöse Prinzipien einführen und zur selbstverständlich verbindlichen Norm machen“ wolle, ist wiederum ihre frei erfundene Unterstellung.
    Was sie will, ist dagegen dem Text zu entnehmen: Eine Universität (also: auch ein AStA), die sich für „die Belange aller Studierenden und Vereine einsetzt und fördert“ (Betonung anzunehmen auf „aller“), bedeutet also in diesem Zusammenhang: nicht mehr religiöse Vereine parteilich davon ausschließt. Indem sie als Grundlage „die Wahrung demokratischer Prinzipien“ und „die Achtung und Einhaltung des Grundgesetzes“ nennt, stützt sie einerseits ihre Forderung, da das Grundgesetz in genau diesem Sinne säkular ist (zum Beispiel verbietet es ja die Benachteiligung aufgrund der Religion), und macht gleichzeitig klar, dass antidemokratische Initiativen (wie Rechtsextreme) weiter ausgeschlossen bleiben können.

    3.
    Anders kann ich Ihre Forderung nun wirklich nicht verstehen.
    Sie unterlassen Ihrerseits auch jede Erklärung dazu.
    Und dann wundern Sie sich über Kritik?

    Nun, ansonsten ist die Erklärung der IL an vielen Stellen ziemlich unbeholfen und wirr, gerade an dieser Stelle aber nicht. Für Ihr mangelndes Textverständnis ist hier also nicht die IL verantwortlich.

    —————————————

    Fazit: An diesem Punkt vertritt die IL m.M.n. absolut berechtigte, auf jeden Fall aber in keiner Hinsicht demokratisch irgendwie zweifelhafte Positionen; demokratisch problematisch finde ich vielmehr die parteilich antireligiöse Position des bisherigen AStAs.
    Deswegen finde ich es hochgradig ungeschickt, die schwerwiegenden und anscheinend berechtigten Vorwürfe gegen Ariya Fehrest-Avanloo mit diesem gänzlich unproblematischen Thema zu verquicken, wie es in diversen Artikeln und Kommentaren hier geschehen ist. Die IL kann sich so bequem zur Ablenkung auf dieses Thema zurückziehen.

  • #41
    Arnold Voss

    @ William # 18

    William, du Scherzkeks. Versuchs mal mit einem einzigen sachlichen Argument. Los, trau dich. Ist garnicht so schwer. Du schaffst das.

  • #42
    William

    @ Arnold Voss #42
    Worauf bezogen?
    Ich denke zur Polemik der Antideutschen Lilis habe ich mich ja genug geäussert.
    Zu der unsachlich geführten Debatte habe ich mich auch ausgelassen.

    Wie eine Lösung herbei geführt werden kann??

    Nun das ist klar,
    weniger Rassismus antdeutscher Farbe, weniger Lautstärke und weniger Pseudobeweise die längst wiederlegt sind.

    Dafür,
    mehr direkte Gespräche, mehr Konstruktivität, Transparenz im StuPa/AStA und
    mehr STUDIERENDENVERTRETUNG.

    Nun, Herr Voss es würde uns allen sicher auch weiterhelfen, wenn sie mal ihre Haltung zur antideutschen Ideologie preisgeben.
    Wie Stehen Sie zur Einteilung der Menschheit in barbarisch vs. afklärerisch???

  • #43
    Helmut Junge

    @Paule T.,
    Sie Oberlehrer, hat @Miriam Sie nicht kürzlich auf Ihr eigenes mangelhaftes Textverständnis hingewiesen? Scheint Sie empfindlich getroffen zu haben, denn danach kam einen ganzen Tag lang nix mehr vom lieben Paule.
    Ich lese Texte aus politischem Blickwinkel. Wenn der wichtige Kern einer Aussage fehlt, oder nur so am Rande erwähnt wird, ist unter diesem Blickwinkel, aus meiner Sicht überhaupt nichts gesagt worden.
    Sie dagegen sezieren jeden Satz, beinahe wie ein Jurist, obwohl Sie ja sagen, dass Sie keiner wären. Unter Ihrem Blickwinkel finden Sie aber immer etwas, obwohl das oft in Kaugummi versteckt ist.
    Doch manchmal sehen sogar Sie den Wald vor lauter Bäumen nicht.
    (siehe Beispiel @Miriam)
    Aber machen Sie ruhig weiter mit Ihren oberlehrerhaften Belehrungen.
    Soviel Zeit nehme ich mir trotz der hektischen Diskussion doch noch, die alle zu lesen. Manchmal machen Sie mich ja sogar auf etwas aufmerksam, was ich übersehen habe.

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