Ruhrgebiet darf wählen

Haus der Ruhrgebiets
Haus der Ruhrgebiets

Heute ist ein guter Tag für das Ruhrgebiet. Der Landtag hat auf Antrag von SPD, CDU und Grünen das „Gesetz zur Stärkung des Regionalverbandes Ruhr“ verabschiedet. Der Kernpunkt: Das Ruhrgebiet wird ab 2020 sein eigenes Parlament direkt wählen. Das ist ein historischer Fortschritt – zum ersten Mal gibt es eine von den Bürger gewählte Instanz die Politik für das Ruhrgebiet macht.

Bis zuletzt hatten Lobbyisten und Provinzpolitiker aller Parteien vor allem aus Westfalen gegen das Gesetz geschossen – vergebens. Das Gesetz eröffnet neue Möglichkeiten für das Ruhrgebiet, ob sie genutzt werden, hängt von den Wählern und den künftigen Abgeordneten ab.

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46 Kommentare

  1. #1 | JR sagt am 29. April 2015 um 17:27 Uhr

    Bei den Aufgaben braucht der Laden alles mögliche, aber kein "Parlament". Man wird den Wähler ähnlich wie beim EU-Parlament gehörig einlullen müssen, um ihm die Illusion demokratischer Sinnhaftigkeit zu vermitteln und ihn anzulocken. Ich prognostiziere noch schlechtere Wahlbeteiligungen als bei EU-Wahlen. Und die Kosten für diese Sinnloswahl tragen natürlich die Mitgliedskommunen, richtig?

  2. #2 | WALTER Stach sagt am 29. April 2015 um 18:54 Uhr

    Stefan,
    es mag so sein, daß mit der Direktwahl der Mitglieder der Verbandsversammlung des RVR 2o2o die Verbandsversammlung "aufgewertet" wird, u.a. dann auch ihr Vorsitzender, dem so eine größere repräsentative Bedeutung für das gesamte Revier -nach Innen und nach Außen-zukommen könnte, was durchaus der Wahrnehmung eines einheiltichen Ruhrgebietes dienlich sein könnte.
    Damit allein wird die Verbandsversammlung aber nicht zu einem Parlament, sie wird nicht eimmal parlamentsähnlich. Letzteres hängt primär nicht davon ab, ob die Mitglieder des betr.Gremiums direkt oder indirekt gewählt werden, sondern von den Befugnissen dieses Gremiums bzw. von den Befugnissen der Organisation, hier des RVR, dem es zugehört. Und da zeichnen sich derzeit keine substantiellen Erweiterungen der Zuständigkeiten des RVR ab.
    Stefan,
    weder objektiv noch nach meiner Wahrenhmung dessen, was die Politiker im Revier umtreibt, "geht kein Ruck durch das Ruhrgebiet", den es braucht, um im Wettbewerb der Regionen, der Metropolregionen deutschland-, europa-,weltweit mithalten zu können. Einen solchen Ruck kann ich weder in dem heutigen Entscheid des Landtages erkennen noch dann, wenn er 2o2o umgesetzt wird.
    Es mag ja so sein, daß wir im Revier damit zu leben haben, damit leben wollen, daß "lange Wege in kleinen Schritten angegangen werden müssen" und der ene große Schritt utopisch ist und bleibt.In diesem Sinne, Stefan, kann man die heutige Entscheidung als kleiner Schiritt in die richtige Richtung werten. Ob diese Entscheidung es rechtfertigt, von einem guten Tag für das Revir zu sprechen? Wenn sich so Euphorie (Hochgefühl, Hochstimmung)äußen soll, scheint mir das "leicht übertrieben."

  3. #3 | keineEigenverantwortung sagt am 29. April 2015 um 18:59 Uhr

    Mit welcher Wahlbeteiligung wird gerechnet?

    So ein Quatsch.

  4. #4 | Stefan Laurin sagt am 29. April 2015 um 19:56 Uhr

    @WALTER Stach: Wenn sich das Ruhrparlament auch künftig nur um teuren Quatsch, den andere bezahlen sollen, wie die 184 Millionen Euro Fahrradautobahn kümmert, wird es unwichtig bleiben. Aber vielleicht denkt ja auch mal einer an Jobs und Wirtschaftsentwicklung. Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben 🙂

  5. #5 | Helmut Junge sagt am 29. April 2015 um 21:40 Uhr

    "184 Millionen Euro Fahrradautobahn". Ja und? Ich bin überzeugt, daß die Mehrheit derjenigen, die diese Fahrradautobahn nutzt, auch Steuern zahlt. Oder darf nur ein bestimmtes Klientel unter den Steuerzahlern bedient werden? Unter den Steuerzahlern gibt es m.W. gutverdienende Gruppen, die gerne mit dem Fahrrad fahren. Die sind mit 184 Millionen leicht zufrieden zu stellen. So kann man das auch sehen. Solche Bewegungssportarten gelten heutzutage als ein Stück Lebensqualität. Wenn das auch einige als Überflüssig sehen. Pluralismus eben.

  6. #6 | keineEigenverantwortung sagt am 29. April 2015 um 22:03 Uhr

    Wir haben schon jetzt viele Verwaltungsebenen, viele politische Ebenen.
    Wenn das Land handeln soll/muss, jammert es und verweist auf den Bund, und die EU mischt sich in Dinge ein, die eine Mega-Behörde nicht interessieren sollte (Glühbirnen, Staubsauger, …). OK, man muss mit kleinen anfangen 🙂

    Was soll eine weitere Ebene bringen, was bspw. ein Bundesland nicht auch tun könnte?
    Warum geht eine Tendenz dahin, Bundesländer zu reduzieren, während gleichzeitig neue Strukturen auf kleineren Ebenen erstellt werden sollen.

    Das erscheint mir alles wenig sinnvoll und durchdacht zu sein. Es soll wohl eher von fehlenden Konzepten ablenken.

    Natürlich ist der Fahrradschnellweg Geldverschwendung. Wer das Rad nutzen will, soll es auf Nebenstrassen und bestehenden Radwegen tun. Allein bspw. an neue, teure Brücken etc. zu denken spricht doch vom absoluten Größenwahn. Priorität muss doch der Radverkehr im Nahbereich haben. Meine Heimat Dortmund ist besonders schwach aufgestellt. Aber das ist eine Mentalitätssache und liegt nicht an den fehlenden Wegen. Ich habe in meinem Leben immer relativ sichere Radstrecken in DO gefunden.

  7. #7 | Helmut Junge sagt am 29. April 2015 um 22:15 Uhr

    Für Dortmund kann man ja eine Umgehung für die Fahrradautobahn machen. Mir ist nur wichtig, daß da niemand mit seinen Hunden rumläuft, die überall hinkacken. Dann fahr ich auch mal mit dem Fahrrad da entlang. Steuern zahle ich übrigens auch.

  8. #8 | der, der auszog sagt am 29. April 2015 um 23:25 Uhr

    Wer einen Job sucht, der sollte hier wegziehen. Neue Jobs wird es im Ruhrgebiet nicht geben, weder durch ein Ruhrparlament, noch durch ein Gesetz zur Stärkung des Regionalverbandes Ruhr, und schon gar nicht durch eine Fahrradautobahn.

  9. #9 | Stefan Laurin sagt am 30. April 2015 um 00:02 Uhr

    @Helmut Junge: Die Idee ist, das Bund, Land und EU die Kosten tragen. Das Ruhrparlament bestellt – andere sollen zahlen. Wer was für den Nahverkehr tun will steckt Geld in ÖPNV und lokale Fahrradwege, nicht in teure Leuchtturmprojekte.

  10. #10 | Rainer Möller sagt am 30. April 2015 um 07:17 Uhr

    Stefan Laurin möchte, dass sich das Parlament um Jobs kümmert.
    Die Entstehung neuer Jobs ist ein ungelöstes Mysterium. Eine Umverteilung der schon bestehenden Jobs auf eine breitere Bevölkerung wäre zwar hübsch, ist aber auf Gewaltmittel angewiesen, über die das Ruhrparlament nicht verfügen wird. Dem Ruhrparlament bleibt also allenfalls die Chance, Betriebe anderswo abzuwerben, um sie im Ruhrgebiet anzusiedeln. Also ein Nullsummenspiel, bei dem man sich auf Kosten anderer bereichert. Gut, so etwas passiert alle Tage – aber ist das eine politische Vision, von der irgend jemand zehren kann?

  11. #11 | Stefan Laurin sagt am 30. April 2015 um 07:50 Uhr

    @Rainer Möller: Mir würde es schon reichen, wenn es sich für mehr Gewerbe- und Industriegebiete sowie Autobahn- und Straßenneubauten einsetzen würde und nicht jeden Öko-Hype mitmacht. Jobs entstehen in der Wirtschaft, aber die Politik kann Rahmenbedingungen setzen. Und es geht auch ein wenig, wie immer in der Politik, um Symbole: Eine „Wachstums-Dekade“ hätte ich besser gefunden als die „Klimaschutz-Dekade“, die gerade läuft. (OK, wenn man von der so wenig mitbekommen hätte wie von dem Klimakram wäre es auch egal 🙂 )

  12. #12 | Helmut Junge sagt am 30. April 2015 um 09:34 Uhr

    Ist es nicht das Wesen aller Parlamente, Geld auszugeben, das Andere mühsam erwirtschaftet haben?
    Das Ruhrparlament kostet sogar noch mehr im Eigenverbrauch als andere Parlamente, weil der zur verfügung stehende Etat klein ist, und die Zahl der Mandatsträger riesig.
    Von diesem Parlament etwas zu erwarten, ist sowieso falsch.
    Wenn also im Verlauf einer Wahlperiode ein Fahrradweg zustande kommt, werden sich die wahlkämpfenden Parlamentarier damit brüsten. Für mich ist die bilanz klar. Ein Fahrradweg ist immer noch besser als wenn die gesamte Knete im intransparenten Nirvana verschwindet.
    Mich interessiert tatsächlich nur, was dieses Parlament kostet, und was von der ganzen Knete sichtbar eingesetzt wurde. Das wird ein derartiges Mißverhältnis sein, daß es belangslos erscheinen wird, ob ein Fahrradweg oder eine Investition in anderen Bereichen stattgefunden hat.
    Also kurz gefaßt, wie teuer wird der Fahrradweg, wenn alle Kosten für das Parlament addiert werden?
    Wahrscheinlich wird der Bau des Nikaraquakanals schneller beendet sein, und verglichen mit den Ausmaßen auch billiger. Der kostet 30 Milliarden Euro, ist 278 km lang, zwischen 230 und 530 metern breit und 27,6 Meter tief werden und 2019 fertig sein. Die vielen Schleusen und Zufahrtswege gar nicht mal aufgezählt. Die Infrastruktur muß erst hergestellt werden.
    Verglichen mit der Länge des Fahrradweges kostet der Kanal nur 50 mal mehr pro Meter als dieser.
    Das ist m.E. mal zu vergleichen. Was kriegen wir für unser Geld?

  13. #13 | abraxasrgb sagt am 30. April 2015 um 10:19 Uhr

    Noch mehr Köche, die im Einheitsbrei des RGB herum rühren? Nö, ich kann einer weiteren politischen Instanz nichts abgewinnen. Weniger wäre viel mehr.
    Genau das Gegenteil wäre der richtige Schritt gewesen. weniger Instanzen, weniger Bürokratie, kürzere, schnellere Entscheidungswege und klarere Verantwortungen.
    Der RVR ist ein Kind der (Scher)Industrialisierung, die ist, man mag es vor lauter touristischer Romantik kaum glauben, schon lange vorbei.
    Welcome to the desert of reality …

  14. #14 | Thomas Weigle sagt am 30. April 2015 um 10:27 Uhr

    Natürlich @Helmut Junge , wird der Bau des Superkanals streng nach dem vorgegebenen Kostenrahmen abgewickelt werden, wie es ja außer in D. sonst überall der Fall ist.

  15. #15 | Helmut Junge sagt am 30. April 2015 um 11:54 Uhr

    Thomas, Du darfst auf jeden Fall davon ausgehen, daß der Fahrradweg mindestens doppelt so teuer wird, wie veranschlagt. Ob die Kosten woanders auch chronisch während des Baus explodieren, weiß ich nicht. aber das scheint wirklich eine deutsche Erfindung zu sein. Früher war das auch bei uns nicht so schlimm. Die Renaturierungsmaßnahmen der kleinen Emscher hinter meinem Haus haben allein für die 200m mehr als 3 Jahre gebraucht. Damals habe ich schon diesen Zeitraum mit dem Bau des Suezkanals verglichen. Das sind Kleinprojekte! Flughäfen werden in der ganzen Welt gebaut. In Deutschland klappt das nicht. Das ist traurigste Wahrheit. Schuldige werden hier aber auch nie ermittelt, und wenn sie ermittelt werden, werden sie befördert.

  16. #16 | Thomas Weigle sagt am 30. April 2015 um 14:29 Uhr

    @ Helmut An deinem Einwand ist schon was dran. wenn man sich vor Augen hält, mit welchem Tempo in Berlin bspw bis in die 30er schwierigste Tunnelstrecken gebaut wurden, selbst in den 50ern wurde eine U-Bahnstrecke in weniger als drei Jahren fertiggestellt (Seestraße-Kurt- Schumacher-Platz, das Reststück dann bis Tegel in weiteren zwei Jahren.

  17. #17 | Arnold Voss sagt am 30. April 2015 um 15:09 Uhr

    Seid wann regen sich Demokraten über ein weiteres direkt wählbares Parlament auf? Weil da falsche und/oder unnötige Entscheidungen getroffen werden? Weil dadurch anderer Leute Geld ausgegeben wird? Weil es schon zu viele Parlamente gibt? Weil Parlamentarier Geld kosten? Hallooo Leute! Bin ich hier auf einer Pegida-Demonstration?

    Seid wann ist Demokratie ein Garant für richtige Entscheidungen die auch noch möglichst schnell getroffen werden? Sie sorgt, sofern die Menschen von ihrem Wahlrecht aureichend Gebrauch machen, einzig und allein dafür, dass sie demokratisch gefällt werden.

    Der RVR hat vielleicht (noch) zu wenig Kompetenzen und Aufgaben, aber er hat welche die für die weitere Entwicklung des Ruhrgebietes von großer Bedeutung sind. Es kann als nur ein politischer Fortschritt sein, wenn diese Kompetenzen und Aufgaben von direkt gewählten Parlamentarien initiativ ausgefüllt und kontrolliert werden.

    Dass dafür andere Einrichtungen wie z.B. die Landschaftsverbände und die Bezirksregierungen nicht weggefallen sind, ist nicht schuld des RVR, sondern der Landesregierung. Dass die meisten Bürgermeister des Ruhrgebietes immer noch meinen, sie seien die einzigen demokratisch legitimierten Ruhrgebietsvertreter, hat ebenfalls nicht der RVR zu verantwortern.

    Der Weg zu einem national und international handlungsfähigen Ruhrgebiet auf Basis konsequenter interlokaler Zusammenarbeit ist leider noch weit, weil er auf Grund der immer noch starken Opposition innerhalb und außerhalb dieser Stadtregion bislang viel zu langsam von statten gegangen ist. Das Ruhrparlament ist aber auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

  18. #18 | Helmut Junge sagt am 30. April 2015 um 16:04 Uhr

    Arnold, "Das Ruhrparlament ist aber auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung."
    Ein Schritt wäre die Zusammenlegung von 3 oder 4 größeren Städten, die ihre Haushalte komplett zusammenlegen müßten.
    Das Ruhrparlament hat aus meiner Sicht einen potjemkinschen Charakter. Man glaubt, daß man etwas sieht, aber es ist nichts dahinter.

  19. #19 | WALTER Stach sagt am 30. April 2015 um 17:53 Uhr

    Zur Sache, wie schon mehrfach aus ähnlichen Anlässen vorgetragen:

    Der Prozess "Zukunft des Ruhrgebietes -welcher kommunalrechtlichen/regionalrechtlichen Verfaßheit bedarf es?" wird aus meiner Sicht absolut falsch angegangen. Ich sollte in diesem Sinne richtigerweise fragen,ob "die Politik" überhaupt willens -und fähig?- ist, sich prozessual dieses Themas anzunehmen.
    Was ich damit im Sinne habe, will ich am Beispiel eines Konzernesaufzieigen, zu dem zahlreiche Töchterunternehmen zählen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Produkte udn Dienstleistungen und mit zum Teil unterschiedlichen "Unternehmens-philosophien".

    Wenn den Konzern-Verantwortlichen klar wird, daß der Konzern, so wie er derzeit "aufgestellt" ist, so wie er derzeit organisiert ist, so wie derzeit die unterschiedlichsten Dienstleistungen und Produkte erbringt, dauerhaft im deutschland-, europa-, weltweiten Wettbewerb nicht wird mithalten können, was werden die Konzern-Verantwortlichen dann tun?
    Jedenfalls werden sie nicht ohne einen aufwendigen Prozess, ohne einen "stratgeischen Zielfindungsprozess" sich damit begnügen, einige kleine Schritte in die richtige Richtung zu tun, in eine Richtung, die ja gar nicht erarbeitet und verbndlich für alle festgelegt ist, die folglich niemand der verantwortlichen Akteure kennt, dabei wohlwissend, daß mit beseren, mit geeigneterem Personal, mit einer anderen Form der Personalauswahl letzendlich nichts bewirkt wird.

    Nicht nur der "Politik" fehlt der Wille -die Fähigkeit- in diesem Sinne prozessual und ergebnsioffen das Thema " Zukunft des Ruhrgebietes -welcher kommunalrechtlichen/regionalrechtlichen Verfaßheit bedarf es" anzugehen.
    Auch hier bei den Ruhrbaronen wird regelmäßig detailversessen, detailverliebt diskutiert, aber letztendlich ohne vorab in einem strategischen Zielfindungsprozess geklärt zu haben, was "man" letztendlich will.

    Wir haben heir X-mal diskutiert über:
    Welche Kommune, welche Kreise gehören denn und aus welchen Gründen zum Ruhrgebiet? Bedarf es des RVR? Welche Aufgaben sollte der RVR wahrnehmen? Wie sollte die Verbandsversammlung personell besetzt werden? Was ist mit den für das Rurhgebiet zuständigen Landschaftsverbänden und Bezirksregierungen? Brauchen wir ehe einen "optimierten" RVR oder brauchen wir die Metropol-Region Ruhrgebiet als komm.Großstadt ,z.B. so verfaßt wie London oder wie Berlin? Oder sollte es bei der jetzigen kommunale Verfaßheit im Ruhrgebiet blieben -ohne Kreise, ohne den RVR- und es den Städten freigestellt sein, ob und wie sie die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten interkommunaler Zusammenarbeit nutzen? Sollte es den Städten möglich sein, sich eigenverantwortlich zu größeren komm.Gebietseinheiten zusemmen zu schließen?

    Das sind Beispiele für viele, kontroverse Detaildiiskussionen -u.a.bei den Ruhrbaronen die machmal verwirrend sind, in denen oftmals aneinander vorbei geredet wird,, weil es eben an dem fehlt, was ich einen strategischen Zielfndungsprozess genannt und den ich mit Verweis auf das Vorgehen in einem Konzern umschrieben habe.

    Zur hier laufenden Diskussion über ein -aus meiner Sicht- Detailproblem habe ich mich geäußert -sh.-2-, Dem habe ich auch nach den anderen Disk.beiträgen nichts Neues hinzuzufügen.

    PS
    Dem zu erwartenden Einwand gegen den von mir hergestelltne Bezug zu einem Konzern, nach dem öffentliche Organisationen, hier Kommunen, komm.Verbände, wegen ihrer anderen Redhtstellung, wegen ihrer anderen Aufgaben, wegen ihrer demokrtischen Verfaßheit einen solchen Bezug zu einem Konzern verbieten, begegne ich "vorbeugend" mit der aus Erfahrung entstandenen, wissenschaftlich untermauerten Erkenntnis, daß sich öffentliche Organisationen sehr wohl oriientieren können an dem, was in Konzernen, was in Unternehmen abläuft, wenn diese sich in strategischen Zielfindungsprozessen mit ihrer Zukufnt befassen.

  20. #20 | der, der auszog sagt am 30. April 2015 um 18:19 Uhr

    @ Arnold

    dem Ruhrgebiet fehlt es nicht an Demokratie sondern an Arbeitsplätzen. Spätestens wenn wir das erste Mal in der Wahlkabine stehen um das Ruhrparlament zu wählen, werden wir überrascht feststellen, dass es sich bei den Leuten, die wir in dieses Gremium entsenden können, um dieselben Pappnasen und Betonköpfe handelt, die schon die letzten Jahre nix auf die Kette gekriegt haben, nur halt auf Landes- oder Kommunalebene.

    Was wir in NRW brauchen ist eine kommunale Neuordnung in Form einer Gebietsreform, wie es sie Ende der 1960er/Anfang der 70er gab, oder auch zum Ende der Weimarer Republik. Städte müssen zusammen gelegt werden, wie einst Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen-Buer oder Duisburg-Hamborn. Die Bezirksebene muss neu geordnet werden, beispielsweise in einen Bezirk Rheinland, einen Bezirk Westfalen und einen Bezirk Ruhr, statt in sechs Einheiten, die sich alle nicht grün sind. Von mir aus können solche Bezirke dann auch ein eigenes Parlament bekommen. Wichtiger finde ich allerdings erst einmal den Abbau des Verwaltungswahnsinns, der nicht nur extrem teuer sondern auch noch völlig ineffizient ist.

  21. #21 | Arnold Voss sagt am 30. April 2015 um 19:44 Uhr

    Die Ruhrkommunen können nach dem jetztigen RVR-Gesetz kommunale Aufgaben an den RVR abgeben. Mehr Effiziens durch zentralisierte Kooperation ist damit auch ohne eine weitere kommunale Neuordnung möglich. Eine Städtezusammenlegung, gegen die ich grundsätzlich nichts hätte, müsste in Anbetracht der damit verbundenen konfliktreichen politischen Prozesse, jedoch sowieso von unten kommen. Das wird aber im Ruhrgebiet erst dann geschehen, wenn der Bankrott nicht mehr anders abzuwenden ist.

    Parlamente, weder kommunale noch regionale, schaffen Arbeitsplätze. Aber die Entscheidungen die dort gefällt werden, z.B. beim RVR über die Regionalplanung, können sehr wohl bessere Rahmenbedingungen dafür schaffen. Dazu bedarf es allerdings auch der richtigen Parlamentarier, und das hängt wiederum mit denen zusammen die sie wählen, und hier beisst sich im Ruhrgebiet schon seit längerem die Katze in den eigenen Schwanz.

    Aber weitere und verschärfte Krisen, die auf das Ruhrgebiet unvermeidlich zu kommen, werden auch hier die Verhältnisse verändern. Natürlich zu spät, natürlich nicht unbedingt wie wir uns das hier wünschen oder vorstellen, aber doch einschneidender als wir uns das jetzt ausdenken können. Wer sollte dann sonst über die grundlegende Weiterentwicklung dieser Stadtregion, z.B. auch was ihre angemessene räumliche Ausdehnung betrifft, entscheiden, als das RVR Parlament.

    Und wenn es dann am Ende doch noch eine einizige und gemeinsame Verkehrsgesellschaft gäbe, wer sollte dann deren politisches Gegenüber anderes sein, als dieses demokratisch gewählte Regionalversammlung. Das gleiche gilt für eine gemeinsame Wirtschaftsförderung, ein gemeinsame Grundstücksverwaltung und vieles mehr, was wir uns heute noch nicht vorstellen können, denn all das macht das neue RVR-Gesetz jetzt schon möglich.

    Ich werde das wohl nicht mehr erleben und das Ruhrgebiet wird dann wohlmöglich in vielen Gemeinden noch schlechter dastehen als jetzt. Aber Gesellschaften, auch regionale, lernen nun mal viel langsamer als einzelne Menschen. Aber selbst das Schrumpfen und das diesbezügliche gemeindliche Neuordnen verlangt viel mehr und viel engere Kooperation als heute im Ruhrgebiet üblich ist.

    Aber wer weiß, was mit dem Ruhrgebiet passiert, wenn sich in Europa und vor allem in Deutschland die Einwanderungspolitik, wieder alle unsere Erwartungen,doch grundsätzlich zu mehr Öffnung hin ändert. Dann gibt es wohlmöglich nicht nur in Essen und Dortmund wieder Bevölkerungswachstum durch Zuwanderung. Und auch dann werden alle froh sein, dass es ein überlokales Parlament gibt, das die Übersicht zu bewahren in der Lage ist.

  22. #22 | keineEigenverantwortung sagt am 30. April 2015 um 20:09 Uhr

    In Unternehmen sind kleinere anpassungsfähige Einheiten oft auch erfolgreich, während zentralisierte Systeme zu schwergängig sind. Final hängt es von den Akteuren ab.

    Zur Machtsicherung gibt es dann eine Listenwahl und der Bürger hat demokratisch abgesichert kaum Einfluss.

  23. #23 | H.Haber. sagt am 5. Mai 2015 um 16:49 Uhr

    @Arnold Voss, waren sie schon in den Städten Schwerte, Unna, Fröndenberg. Das ist Westfalen und nicht der Ruhrpott. Es ist auch keine Stadtregion Ruhr.

  24. #24 | Tour sagt am 16. Mai 2015 um 17:48 Uhr

    Das Ruhrparlament ist eine Institution mehr, die in bekannter Weise funktionieren wird. Der bekannte Trend der Wahlbeteiligung wird sich genauso fortsetzen.

    Vielleicht hier mal eine neue Betrachtungsweise für die sog. Wahlverdrossenheit oder Wahlverweigerung: Meiden ist ein uraltes kulturelles Phänomen und wird von der Moralpsychologie recht gut verstanden.
    Meiden (engl. shunning) ist eine soziale Zurückweisung als kostengünstige Bestrafung bei gestörter Kooperation. (Haidt 2007)
    http://www.unl.edu/rhames/courses/current/readings/new-synthesis-haidt.pdf

    Solange die Kooperation in der Demokratie zwischen Wählern und Gewählten keine höhere Stufe der Organisation erreicht, werden sich bekannte Trends fortsetzen – als Angebot zur Beratung. Auch ein Verständnis über Trittbrettfahrer zweiter Ordnung (engl. second-order freerider) kann weiterhelfen. Da ist auch was dran; das merke ich immer mehr je älter ich werde.

  25. #25 | Tour sagt am 20. Mai 2015 um 21:27 Uhr

    Das Phänomen MEIDEN bei Ruhrbarone (Google-Suche):
    17.06.2012 – Seit 2005 meide ich die WAZ Essen (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) durch … versuch mal das Phänomen “Meiden” zu verstehen.
    Duisburg: Niederlage für die Demokratie | Ruhrbarone
    http://www.ruhrbarone.de/duisburg-niederlage-fuer-die-demokratie/43397

    29.04.2015 – Auch hier bei den Ruhrbaronen wird regelmäßig detailversessen, …. Wahlverdrossenheit oder Wahlverweigerung: Meiden ist ein uraltes …
    Ruhrgebiet darf wählen | Ruhrbarone
    http://www.ruhrbarone.de/ruhrgebiet-darf-waehlen/105899

    21.02.2014 – Die regulär bezahlten Jobs werden auch immer weniger, und die Betriebe meiden das Ruhrgebiet. Die Betriebe können halt rechnen.
    Wenn das Ruhrgebiet über Armut diskutiert… | Ruhrbarone
    http://www.ruhrbarone.de/wenn-das-ruhrgebiet-ueber-armut-diskutiert/74385

    05.07.2014 – Der Rat an die Wirtschaft könnte lauten: Meiden Sie das Ruhrgebiet! Aus wissenschaftlicher Sicht kann die Studie leicht angezweifelt werden.
    Die Ruhrgebietsstädte im Kultur-Ranking | Ruhrbarone
    http://www.ruhrbarone.de/die-ruhrgebietsstaedte-im-kultur-ranking/82703

    (u.a.)

  26. #26 | Tour sagt am 22. Mai 2015 um 07:12 Uhr

    » Auch hier bei den Ruhrbaronen wird regelmäßig detailversessen, detailverliebt diskutiert, aber letztendlich ohne vorab in einem strategischen Zielfindungsprozess geklärt zu haben, was "man" letztendlich will. #19
    http://www.ruhrbarone.de/ruhrgebiet-darf-waehlen/105899/comment-page-1#comment-934659

    Gewiss ist dankenswert, dass Ruhrbarone Vielfalt abbildet. Medien gelingt es bisher nicht, einen gemeinschaftlichen Kern zu organisieren. Es bleibt beim unendlichen Palaver der Kommentare.

    Dabei wird das Wesen zum gemeinschaftlichen Kern einer Bevölkerungsgruppe vorzustoßen und daraus Handlungsempfehlungen zu entwickeln schon recht gut verstanden: Community Organizing.

    Handbuch Community Organizing
    Theorie und Praxis in Deutschland

    Forum für Community Organizing e.V. FOCO · Stiftung Mitarbeit (Hrsg.) in Kooperation mit DICO · Arbeitshilfen für Selbsthilfe- und Bürgerinitiativen Nr. 46 · Verlag Stiftung Mitarbeit · Bonn · 2014 2. Auflage · 248 S. · ISBN  978-3-941143-15-9

    12 EURO die sich lohnen. Wie lässt sich sowas auf die Plattform RUHRBARONE transformieren? Eigentlich müsste das Ruhrparlament offen sein für Bürgeranregungen nach §24 der Gemeindeordnung NRW – oder? Ersatzweise kann RUHRBARONE Petitionen beim Ruhrparlament nach Art. 17 GG organisieren.

    Medien der Zivilgesellschaft müssen und werden das Community Organizing lernen; das bedeutet auch die Inklusion der Einwohner mit internationaler oder -regionaler Herkunft oder von Prämigranten. Deren bisherige Antwort heißt Meiden.

    Um des Reviers Willen! Wie soll denn das online und ganz praktisch funktionieren?
    Vorschlag: Eine Kombination von Harvard Eintext Verfahren und Dynamic Facilition (siehe Vorarlberg)
    z.B.:
    https://www.vorarlberg.at/vorarlberg/umwelt_zukunft/zukunft/buerofuerzukunftsfragen/weitereinformationen/buergerschaftlichesengage/buergerbeteiligung/buergerinnen-raeteinvorar/forschungsprojekt_buerger/dynamicfacilitationundbue.htm

  27. #27 | WALTER Stach sagt am 22. Mai 2015 um 10:48 Uhr

    Tour-26-
    Gute, nachdenkenswerte Ideen!

    Wer greift die auf? Wer diskutiert über die Plattform Ruhrbarone hinaus wann, wie und wo darüber?

    Ich sehe weder in der Zivilgesellschaft des Reviers noch in den kommunalrechtlich/regionalrechtlich verfaßten Organen noch in den Parteior als den Mittlern zwischen der Zivilgeselschaft und der kommunalen/regionalen/staatlichen Ebene die Akteure, die willens wären, diese und ähnliche Ideen aufzugreifen und in einenn Inforamtions-/Kommunikationsprozeß einzuspeisen.
    Wenn ich mich insofern irren sollte, umso besser!

    Tour,
    ich habe unter -19- zumX-ten Male vorgetragen, wie ich enen solchen Prozess über die Zukunft des Ruhrgebietes in seiner kommunalen/regionalen Verfaßheit angehen würde und zugleich selbstkritisch angemerkt, daß das Einbringen solcher Ideen in einen öffentlichen Diskurs, z. B. hier bei den Ruhrbaronen, gelegentlcih interessante Debatten "unter uns" befördert, aber ansonsten nichts bewirkt.

  28. #28 | Tour sagt am 27. Mai 2015 um 14:00 Uhr

    WALTER Stach-27

    Danke für das Interesse. Wenn es bisher nicht geklappt hat, liegt es vielleicht daran, dass es nicht strukturiert war.

    Und diese Struktur kann Communtity Organizing liefern.

    Vielleicht geht es so: Ein paar Ruhrbarone und Interessierte lassen sich ein Wochenend-Seminar in C.O. von und bei der FES oder KAS bezahlen. Dabei wird schon aufgepasst, welche Möglichkeiten für Ruhrbarone als Medium bestehen oder entwickelt werden müssen, um zum Mediator bei C.O. zu werden. Wegen der Subsidiarität beginnt man am besten mit (drei) Stadtteilen im Revier: Dort bestehen Netzwerke und dort kann das internet-basierte Handwerkszeug für mediales C.O. entwickelt werden. Das rein Händische vor Ort ist ein weiterer wichtiger Aspekt (Welche Aufgaben hat ein Lokaljournalist: 1. Report, 2. Ermöglichung von C.O. und Mediation, 3. …?)

    Die großen Themen von größeren Gruppen kommen später dran?

  29. #29 | Tour sagt am 27. Mai 2015 um 22:04 Uhr

    Kann Ruhrbarone einen behüteten Raum schaffen, wo ein Konzept beraten wird?

    Agenda-Setting (Vorschlag): Ruhrbarone ist ein Medium der Zivilgesellschaft. Seine Berichterstattung und der Austausch seiner Leser ist geprägt von offener Vielfalt. Durch Entwicklung neuer Strukturen will Ruhrbarone die Demokratie in NRW und Kooperation seiner Einwohner fördern und sieht dabei Chancen durch die Anwendung jahrzehntelanger Erfahrungen des Community Organizings. Ruhrbarone will diese Kenntnisse in der Metropole entlang der Ruhr fördern und entwickeln.

    Ruhrbarone geht davon aus, dass die Deutschen Parteien gemäß § 1 Verfassungsrechtliche Stellung und Aufgaben der Parteien (Part G) gescheitert sind.
    Gesetz über die politischen Parteien, http://www.gesetze-im-internet.de/partg/__1.html

  30. #30 | Tour sagt am 27. Mai 2015 um 22:38 Uhr

    WALTER Stach – 27

    >> Ich sehe weder in der Zivilgesellschaft des Reviers noch in den kommunalrechtlich/regionalrechtlich verfaßten Organen noch in den Parteior als den Mittlern zwischen der Zivilgeselschaft und der kommunalen/regionalen/staatlichen Ebene die Akteure, die willens wären, diese und ähnliche Ideen aufzugreifen und in einen Informations-/Kommunikationsprozeß einzuspeisen.

    Der vorläufige Vorschlag zum Agenda-Setting kann weiter entwickelt werden hin bis zu Fördergeldern und wissenschaftlicher Unterstützung.

    Das Problem von Trittbrettfahrern zweiter Ordnung muss dabei verstanden werden. Trittbrettfahrer zweiter Ordnung sparen sich die Kosten der Bestrafung von Trittbrettfahrern erster Ordnung (wie z.B. des Politgesöcks in einer Parteihochburg); Kosten durch Vergeltungsmaßnahmen sind in der Bevölkerung gut bekannt. Hier ist zu überlegen, ob Ruhrbarone als Multiplikator Rückendeckung geben kann. Die Funke Medien Leutchen können das nicht, zu sehr haben Vergeltungsmaßnahmen bei ihnen eingeschlagen: SPD-Aufruf zum NRZ-Boykott in Moers (das war ein Wirktreffer, so IVW).

  31. #31 | Stefan Laurin sagt am 27. Mai 2015 um 22:39 Uhr

    @Tour: Wir sind ein Medium aus uns heraus und durch unsere Leser. Wir sind nicht das Medium von irgendwem – auch nicht irgendeiner Zivilgesellschaft. Wir fördern nicht, wir berichten und kommentieren.

  32. #32 | Tour sagt am 27. Mai 2015 um 23:04 Uhr

    Einverstanden! Report ist das Hinterhertragen von etwas Vergangenem. Proport ist das Gestalten von Zukünftigem. Viel Erfolg, Ruhrbarone und Ruhrgebiet!

  33. #33 | Tour sagt am 31. Mai 2015 um 00:12 Uhr

    Meiden-Power. Das Ruhrgebiet und seine Tageszeitungen wie WAZ Duisburg und NRZ Duisburg (Redaktionsleiter Ingo Blazejewski) wird geschichtlich demontiert.

    Im ersten Quartal 2015 sankt die Funke-Medien-Zeitungsauflage erstmals unter die 50.000-Grenze nämlich auf 48.149 Exemplare (Verbreitung) in Duisburg – das Ende der Medien-Power.
    http://daten.ivw.eu/index.php?menuid=1&u=&p=&detail=true

    Definition des Meidens: Meiden (engl. shunning) ist eine soziale Zurückweisung als kostengünstige Bestrafung bei gestörter Kooperation. (Haidt, Science 2007)
    http://www.unl.edu/rhames/courses/current/readings/new-synthesis-haidt.pdf

  34. #34 | Tour sagt am 3. Juni 2015 um 20:49 Uhr

    Sinkende Wahlbeteiligung selbst beim Ruhrparlament: Dem Ekel folgt Meiden – oder umgekehrt.

    Gibt es einen Kern zu immer neuem Mut, weil in der Philogenese einige Handwerkszeuge der Kooperation angelegt wurden? Werden Amygdala und Emotionen wegen des einfachen Prinzips „Dem Ekel folgt Meiden“ historisch Einfluss auf die Demokratie in NRW nehmen?

    Dazu gibt es erste Überlegungen.
    Piratenpartei Duisburg – Happy Birthday, Grundgesetz, 23.05.2015,
    http://www.piratenpartei-duisburg.de/happy-birthday-grundgesetz/

  35. #35 | Carla sagt am 6. Juni 2015 um 19:40 Uhr

    Zu #34:
    „Dem Ekel folgt Meiden“ gibt es wissenschaftlich noch nicht so richtig. Aber es gibt „Reflexe“, die im Zusammenhang mit Ekel und Meiden (Wahlbeteiligung) gedeutet werden könnten.

    Wahlbeteiligung Duisburg (Zitat). „Eine Fallstudie zur Kommunalwahl 2004 in Duisburg konnte beweisen, dass die Nichtwahl als ein Reflex des Verhaltens bei vergangenen Wahlen erklärt werden kann. Zudem war in Duisburg der Anteil ehemaliger SPD-Wähler unter den Nichtwählern besonders hoch, was auf eine starke Demobilisierung der sozialdemokratischen Anhängerschaft 2004 in Duisburg aufgrund kommunaler Gegebenheiten hindeutet. (Schmitt-Beck u.a. 2008).“

    Karl-Rudolf Korte (Professor, Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg). Wahlen in Nordrhein-Westfalen, Schwalbach/Ts. : Wochenschau-Verlag, Leizig 2009, Seite 52. ISBN 978-3-89974-496-5, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen – https://www.politische-bildung.nrw.de/imperia/md/content/pdf-publikationen/wahleninnrw.pdf (12 MB)

  36. #36 | Carl A sagt am 7. Juni 2015 um 10:57 Uhr

    Dem Autor Rüdiger Schmitt-Beck der zitierten Literatur
    (Schmitt-Beck, Rüdiger; Mackenrodt, Christian; Faas, Thorsten. Hintergründe kommunaler Wahlbeteiligung. Eine Fallstudie zur Kommunalwahl 2004 in Duisburg, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 39 (3), 2008, S. 561-580)
    ist an anderer Stelle der Sinn des Meidens durchaus geläufig. Meiden wird als „selektive Zuwendung gemäß bestehender Prädispositionen“ beschrieben: Medien meiden. (Der Redaktionsleiter Herr Ingo Blazejewski, NRZ Duisburg wird sich an 2005 erinnern. Als Vorläufer des Medien-Meidens wurde das Konzept Abo-Sharing eingeführt. Abo-Sharer zahlten den halben Preis, aber lasen immerhin noch die Tageszeitung. Es war der Beginn einer „kostengünstigen Bestrafung bei versagter Kooperation“ im Sinn der Definition von Meiden.)

    Zitatanfang: Die These der selektiven Zuwendung besagt, daß die Wähler sich nicht gerne verunsichern lassen und deswegen dazu tendieren, sich vorrangig solchen Informationen zuzuwenden, die mit ihren Prädispositionen im Einklang stehen. Diese Informationen bestätigen und untermauern dann die in den Prädispositionen bereits angelegten Verhaltenstendenzen. Die eigenen Prädispositionen verhindern aus dieser Sicht den Kontakt mit Informationen und Argumenten der Gegenseite und stehen damit Veränderungen von politischen Orientierungen entgegen. In John Zallers Terminologie handelt es sich bei der selektiven Zuwendung um den Versuch von Wählern, sich Überzeugungsbotschaften, die mit ihrer eigenen Auffassung inkonsistent sind, vom Leibe zu halten, indem sie deren Quellen meiden. Zitatende

    Rüdiger Schmitt -Beck, Alle reden davon – doch ist was dran?
    Medieneinflüsse auf Wahlentscheidungen im internationalen Vergleich, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES), Arbeitsbereich II / Nr. 22 ,Mannheim 1997
    http://www.mzes.uni-mannheim.de/publications/wp/wp2-22.pdf

  37. #37 | A-Carl sagt am 8. Juni 2015 um 21:51 Uhr

    >> Die eigenen Prädispositionen verhindern aus dieser Sicht
    >> den Kontakt mit Informationen und Argumenten der
    >> Gegenseite und stehen damit Veränderungen von politischen
    >> Orientierungen entgegen. In John Zallers Terminologie
    >> handelt es sich bei der selektiven Zuwendung um den
    >> Versuch von Wählern, sich Überzeugungsbotschaften, die
    >> mit ihrer eigenen Auffassung inkonsistent sind, vom Leibe
    >> zu halten, indem sie deren Quellen meiden.

    Mit Blick auf die Deutsche Geschichte des letzten Jahrhunderts ist das eine frohe Botschaft: Es könnte heute eine gewisse bürgerliche Resistenz gegen Indoktrination und Kampagnen (wie z.B. 'Der rote Schuh der SPD Duisburg' u.a.) festgestellt werden.
    http://www.spd-duisburg.de/roterschuh/

    Wenn Republikflucht (DDR) in ihren Prinzipien der Revierflucht (deutsches demokratisches Ruhrgebiet (ddR)) entspricht, ginge die Kampagne HEIMAT (36. Duisburger Akzente, 06. bis 22. März 2015) voll ins Leere. Die Einwohner meiden die Werbebotschaft von Duisburg Marketing GmbH und des Oberbürgermeisters Stadt Duisburg als Veranstalter der Duisburger Akzente.
    http://www.duisburger-akzente.de/de/index.php

    Das mag jetzt auf den ersten Blick eine düstere Zukunft für das Ruhrgebiet und auch seine Initiativen wie Ruhrbarone darstellen: „Keiner macht mehr mit oder die Leute hauen ab.“ Es heißt aber auch, dass alte Revierregiem wird ausgetrocknet. Und was kommt danach in fünf, zehn oder zwanzig Jahren? Keiner kann das wissen. Aber es gibt die Möglichkeit,sich heute schon auf neue Konzepte vorzubreiten: Die Organisation von Kooperation – jenseits bekannter (demokratischer) Konzepte.

    Für die Ruhrbarone hieße das Abschied vom Report und Promoting von Community Organizing, bei dem Versuch, Proport zu entwickeln. Ich hab keine Lust mehr in den alltäglichen Mist des Abjammerns des alltäglichen Versagens einzustimmen. Es ändert sich nichts! Für mich ist keine Partei erkennbar, die sich jenseits der üblen realexsistieren systembedinten Demokratie-Spielchen einsetzt – bekanntermaßen ein „schmutziges Geschäft“.

    Es braucht Impulse von der Basis, eben durch Community Organizing und auch durch Ruhrbarone: das Ziel heißt strukturierte Kooperation, anderfalls „das Ruhrgebiet darf wählen und keiner macht mehr mit!“

  38. #38 | Tour sagt am 8. Juni 2015 um 22:51 Uhr

    Es gibt schon Überlegungen, wie es ganz praktisch mit der Entwicklung einer Zukunft wie auch des Ruhrgebiets weitergehen könnte.

    Community Organizing und der nächste Schritt der Demokratie
    Posted: 4. Mai 2015 (Artikel in englischer Sprache)
    Harry Boyte, Huffington Post – Politics
    http://www.huffingtonpost.com/harry-boyte/community-organizing-and-_1_b_7200280.html

  39. #39 | Arnold Voss sagt am 9. Juni 2015 um 09:20 Uhr

    Das erste was eine verstärkte Kooperation zwischen Wählern und Gewählten – sofern sie überhaupt als wünschenswert erachtet wird – braucht, ist Verständigung. Egal ob das durch Community-Organizing geschieht oder durch die Parteien oder durch herkömmliche oder neue Medien. Der soziologische Sprachgebrauch, den ich hier vernehme, wird aber genau die nicht erreichen, die hier eigentlich angesprochen werde sollen.

    Ansonsten ist die Idee des Community Organizing auch im Ruhrgebiet nicht wirklich neu. Sie wurde hier schon mal in den 70ger und 80ger Jahren des letzten Jahrhunderts ausprobiert, und das vorrangig von kirchlichen Institutionen. Wie man heute sehen kann, hatte das nicht die geringste Wirkung auf die Bevölkerung. Comunity Organizing ist obendrein eine Mobilisierungsmethode die über die Inhalte und Sachziele nichts aussagt und genau die sind für das Ruhrgebiet von entscheidender Bedeutung. Die hier bislang weder gestellte, noch beantwortete Frage lautet also: Wer soll mit mehr Demokratie wofür organisiert werden und wo soll die gemeinsame Reise hingehen.

    Menschen lernen nach meiner Erfahrung – die durchaus auch wissenschaftlich bestärkt wird- wenn überhaupt, in Krisen. Erst dann scheinen sie ernsthaft bereit zu sein, ein neues Verhältnis zur ihrer sozialen Umwelt und zur Politik, ja sogar zu ihrer bisherigen politischen Meinung aufzubauen, bzw. diese zu verändern. Das kann im Ruhrgebiet aber ohne weiteres auch in Richtung Neonanzis, AFD, PEGIDA und Konsorten gehen. Die lange Geschichte der Sozialdemokratie in dieser Region ist nämlich keinesweg der Garant für eine neu linke Basisbewgung.

    So lange der regionale Staatsapparat jedoch noch für die Grundversorgung auch derer sorgt, die nicht arbeiten können, dürfen oder wollen, obwohl sie im arbeitsfähigen Alter sind, wird zunehmende Apathie das Grundmuster der weiteren Entwicklung sein und das ist allemal besser als ein weiterer Schwung nach rechts. Die Frage ist dabei nur, wie lange das noch finanziell vom arbeitenden Rest zu stemmen ist.

    Ohne dass es für die betroffene Bevölkerung reale Chancen auf Arbeit und Wohlstand und einen dazu gehörigen Willen zum Aufstieg gibt, hat deswegen auch Community Organizing keine Chance an dieser Tendenz Irgendetwas zu ändern, außer für die Organizer selbst, von wem auch immer sie bezahlt werden. Werden sie es nämlich nicht, wird dies neue alte Bewegung von oben erneut verpuffen, weil ihr der lange stabile Atem fehlt. Aber selbst wenn die dauerhafte Bezahlung durch weitere Subventionen ermöglicht wird, bin ich skeptisch.

    Läuft die ganze Sache aber darauf hinaus, dass Subventionierte Subventionierten per „Organizing“ zu noch mehr Subvention verhelfen, dann wäre ich sogar dagegen. Von diesen Leuten hat diese Region schon genug.Im übrigen können wir Ruhrbarone nur deswegen für die hier gepflegt Diskussionsvielfalt sorgen, weil wir nicht subventioniert werden und auch nicht subventioniert werden wollen.

  40. #40 | Tour sagt am 9. Juni 2015 um 10:54 Uhr

    #39 – Danke, Arnold Voss für das Interesse.

    Community Organizing wird heute so verstanden (Handbuch Community Organizing, Hrsg. Stiftung Mitarbeit), dass in der ersten Phase den Gruppen im Umfeld (z.B. im Stadtteil) „zugehört“ wird, welche Wünsche und Interessen dort bestehen (dauert etwa ein Jahr); anschließend wird versucht einen gemeinsamen Nenner zu finden und den umzusetzen – face-to-face (von Angesicht zu Angesicht).

    Auch wenn Versuche im vergangenen Jahrhundert gescheitert sind (was an zeitgemäßen Top-down-Strukturen gelegen haben mag), gibt es heute etliche sehr erfolgreiche Projekte des Community Organizings mit extern-finanzierten Organizern, die strikt Bottom-up anwenden.

    Für mich stellt sich die Frage:
    „Im Ruhrgebiet geht es weiter wie bisher → Abhauen durch Fortzug?“
    oder:
    „Weiterentwickelte Strukturen der bürgerlichen Organisation führen zu strukturellen Veränderungen → Hoffnung führt zum Bleiben?“
    so die Sicht eines Prämigranten des Ruhrgebiets.

    Wenn schon der Innenminister Ralf Jäger den demokratischen Muff von NRW nicht lüften will ob seiner Anlehnung eines modernen nordrheinwestfälischen Kommunalwahlrechts, kann er sagen, wo es Geld gibt, um Konzepte der strukturierten Organisation von Einwohnern – auch für Blogs wie Ruhrbarone – zu fördern. Soll ich mal eine solche IFG-Anfrage an Jäger richten?

  41. #41 | WALTER Stach sagt am 9. Juni 2015 um 12:17 Uhr

    "Laßt tausen Blumen blühen" -im Ruhrgebiet-.

    Ich denke, eine der Blumen, die blühen könnte,wäre Communitty Organizising, wie hier angedacht.
    Ich denke, sie sollte bedacht und nach ausführlichem Bedenken ggfls. gesät, gedüngt, geplegt werden.

    Frage: durch wen?
    Wie angesprochen und abschleßend auch d.Arnold Voss problematisiert:
    Das Nachdenken, das Prüfen, ggfls. das Säen, das Düngen,das Pflegen muß Sache der Zivilgesellschaft sein !

    Da hier -nicht nur-, aber eben in besonderem Maße Menschen aus "prekären Schichten der Bevölkerung" Objekt des Nachdenkens sind -und Subjekte von….-werden sollen, gehört zu entsprechendem Nachdenken über…auch eine sehr intensive Befassung mit dem Problem einer unbestreitbar gar nicht mehr existierenden Wahrnehmung gesellschaftspolitischer Probleme durch viele Menschen aus dieser sog. prekären Schicht der Bevölkerung -Ursachen, Folgen,Lösungen-. Das wäre dann die Basis, um sich weiter mit dem hier diskutieren Projekt zu befassen.

    Bezüglich des Nichtwähler-Potentiales aus dieser Bevölkerungsschicht verweise ich auf die einschlägige Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung zur "Prekären Demokratie" mit dem eindeutigen -und selbstverständlichen Ergebnis-, daß das Ergebnis von Wahlen -sh.zuletzt in Bremen- nicht mehr, nicht einmal mehr annähernd -"in etwa"-ein Abbild der sozialne Schichten der Gesellschaft ist.

    Die Bertelsmann Stiftung beantwortet nicht direkt die Frage, wie man diesem gesellschaftspolitischen Desinteressse -nicht nur bei Wahlen-begegenen kann.

    Naheliegend ist es -sh.Arnold in den Absätzen 4 und 5 seines Beitrages -39-, die Ursachen dieses Desinteresses in den sozialen Verhältnissen der Betreffenden auszumachen, woraus zu folgern wäre, daß ohne grundlegende Veränderung dieser sozialen Verhältnisse alle Versuche scheitern müssen, diese Menschen wieder so in die Gesellschaft zu integrieren, daß sich fähig udn willens sind, sich für gesellschaftspolitische Belange zu interessieren, zu engangieren bis hin zur Teilnahme an demokr.Wahlen.
    (Ich vermisse allerdings in dieser "Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung" und in vergleichbaren, daß es m.W. bisher unterblieben zu sein scheint, -repräsentativ- bei den Menschen aus diesen Schichten der Bevölkerung individuell nachzufragen, warum sie nicht wählen gehen. Und da können die Antworten von Nichtwählern , die z.B. HartzIV Bezieher und Wohngeldempfänger sind, durchaus unterschiedlich ausfallen. Und diese Antworten wären dann auch "relevant" für weitere Diskussionen über das hier diskutierte Projekt.

    Zusammengefaßt:
    Ich halte es für falsch, das Bemühen, tausend Blumen blühen zu lassen, von vornherein zu unterbinden mit Feststellungen, daß diese oder jene Blume aus diesen oder jenen Gründen nicht ins Ruhrgebiet paßt, daß sie mit andern Blumen nciht kompatibel sein könnte, daß sie anderen Blumen verdrängen würde, daß Versuche, diese oder ein ähnliche Blume blühen zu lassen, bisher gescheitert sind , daß man nicht sicher genug weiß, was der Gesellschaft denn letztendlcih "blühen könnte", daß die Rahmenbedingungen für das Blühen neuer Blumen nicht gegeben sind u.ä. mehr.

    Also gilt auch hier:
    Einfach m a c h e n !! Und e i n f a c h machen!

    Wie immer im Leben ist jedoch die entscheidende Frage bisher nicht beantwortet:
    :
    W e r macht das? W e r initiert, w e r organisiert den Projektenstieg im Revier? Welche Person(en), welche Organisationen, welche Akteure der Zivilgesellschaft?

  42. #42 | Tour sagt am 9. Juni 2015 um 13:26 Uhr

    #41 @WALTER Stach

    >> W e r macht das? W e r initiert, w e r organisiert den Projekteinstieg
    >> im Revier? Welche Person(en), welche Organisationen, welche
    >> Akteure der Zivilgesellschaft?

    Am Anfang könnte eine Info-Veranstaltung „Community Organizing" (Wochenende-Seminar im Ruhrgebiet) stehen. Auf welcher Plattform können sich Interessierte nicht-öffentlich treffen, um den Start zu beraten?

  43. #43 | WALTER Stach sagt am 9. Juni 2015 um 19:52 Uhr

    Tour,
    die Frage kann ich leider nicht beantworten.
    Ich bin altersbedingt nicht derjenige, der sich mit dem notwendigen Ressourcen-Einsatz und der gebotenen Entschlossenheit daran machen könnte, mögliche Antworten zu erarbeiten.

    Ich bin sicher, dazu gibt es im Revier hinreichend fachkompetente Menschen, die das könnten.

  44. #44 | Arnold Voss sagt am 9. Juni 2015 um 20:16 Uhr

    Ein sinnvoller veranstalter eines solchen seminars könnte eigentlich nur der regionalverband ruhr sein. Ich würde da einfach mal nachfrage. Am besten beim büro des planungschefs tönnes.

  45. #45 | Tour sagt am 9. Juni 2015 um 22:15 Uhr

    Zu @Arnold Voss #44 – erst einmal danke!

    T-Önnes darf mitmachen, aber nicht initieren – aus grundsätzlichen Erwägungen des Community Organizing.

    Zu @WALTER Stach #43 – das kann ich *sehr gut* verstehen.

    In einem Leserbrief an ein nationales Wochen-Printmedium meinte ich kürzlich:
    „Mit zunehmendem Alter merke ich an mir selbst, wie ich mich zum Trittbrettfahrer zweiter Ordnung entwickele. Diese sparen sich die Kosten der Bestrafung von Trittbrettfahrern erster Ordnung – z.B. Kosten durch Vergeltungsmaßnahmen (engl. retaliation). Bin ich damit im demographischen Trend der Nation und von Europa?“

    Gedruckt wurde das nicht. Aber es gab ein Dankesschreiben, die zuständige Redaktion würde sich das auf die Kante legen.

    Im Grunde ist der Vorschlag von Arnold Voss eine schöne Anregung. Damit es keine bösen Überraschungen gibt, würde ich im Schreiben an T-önnes gleich empfehlen, er möge die Bezirksregierung Düsseldorf und den Innenminister zu Rate bitten.

    Also denn: Wer ist zivilgesellschaftlicher Anprechpartner im Revier, C.O. als Chance zu prüfen?

  46. #46 | Tour sagt am 5. Juli 2015 um 21:08 Uhr

    Gender. Es wurde eine Unterscheidung von Hanswurst und Hanniwürstin vorgenomen.

    … als Versuch eines Eingriffs in die Revierkultur: Wie entsteht Kooperation bei ruhrgebietsgeschichtlich-geprägten Menschen wie Hanswurst und Hanniwürstin?
    http://www.xtranews.de/2015/06/22/kulturentwicklungsplan-duisburg-thesen-fuer-die-kreativwirtschaft/#comment-20765
    Es geht um linken, jägern und krafteln im Ruhrgebiet.

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