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Sawsan Chebli, Philipp Amthor und Auschwitz

Sawsan Chebli und Twitter. Eine tragische Geschichte.

Sawsan Chebli und Twitter. Eine tragische Geschichte.

Sawsan Chebli äußerte erst kürzlich, dass Arbeit sie frei mache. Jetzt meldet sie sich mit einem irritierenden Statement zu Philipp Amthor aus Auschwitz.

Liebe Sawsan, wenn Du sowieso gerade in Auschwitz bist, nutz die Gelegenheit doch um das Smartphone in dieser Gedenkstätte mal aus zu lassen und in Dich zu gehen, ob es wirklich angebracht ist, diesen Ort, der Sinnbild ist für das von Deutschen begangene größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte, als Diskurshaubitze im alltäglichen politischen Streit gegen ein konservatives Fliegengewicht wie Amthor in Stellung zu bringen.

Amthor hat keinen Genozid geplant oder begangen. Er hat etwas dummes und falsches gesagt, das erkannt und sich schon vor Monaten dafür entschuldigt. Das solltest Du nachempfinden können, hast Du doch erst kürzlich festgestellt, dass Du Shitstorms stressig findest. Obwohl ich mich nicht daran erinnern könnte, dass Du die zahlreichen Dummheiten und Falschheiten die Du in der Vergangenheit in die Welt getwittert hast als solche erkannt oder Dich gar dafür entschuldigt hättest.

Sawsan Chebli sollte Sinnvolles tun, statt Dummes zu twittern

Falls Du wirklich gewillt bist gegen den Geist der Auschwitz möglich machte in Zukunft aufzustehen und laut zu sein, würde mich das freuen. Ich gehe fest davon aus Dich morgen in erster Reihe beim Protest gegen den Al-Quds-Marsch in Berlin zu sehen, bei dem sich jedes Jahr Menschen, die Juden gerne tot sehen würden, zur größten jährlichen antisemitischen Veranstaltung Deutschlands versammeln. Oder vielleicht laut zu werden gegen den Iran, dessen antisemitisches Regime im Wochentakt ankündigt, den Holocaust wiederholen zu wollen.

Vielleicht war es aber auch alles nur Dummgebabbel, wie der Mainzer so schön sagt. Dann freue ich mich schon auf Deinen nächsten Tweet.

Anmerkung: Der Autor ist wie Sawsan Chebli Mitglied in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, in der es üblich ist, dass die Mitglieder sich gegenseitig duzen. Es ist sonst nicht seine Angewohnheit Wildfremde ungefragt zu duzen.

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14 Kommentare zu “Sawsan Chebli, Philipp Amthor und Auschwitz

  • #1
    Gerd

    Wenn sie seine Äusserungen kritisiert, ist das angesichts ihrer Vergangenheit nicht unbedingt ein Zeichen, dass dieser Philipp Amthor etwas Falsches gesagt hat.

  • #2
    Thomas Wessel

    Chebli ist Staatsbeamtin des NS-Nachfolgestaates und wird just dort besoldet, wo Auschwitz erdacht wurde. Sie steht in Auschwitz und denkt, sie sei was? Opfer. Warum? Wegen Rassismus. Bedeutet: Sie radiert Antisemitismus aus, der Hass auf Juden wird ihr zur Erscheinungsform eines großen Allgemeinen. Wo Opfer, da Täter, wer? Amthor und die CDU. Das ist klein gedacht, unmittelbar danach aber erklärt sie, dass sie – weil in Auschwitz – die Repräsentantin „aller Muslime“ sei. Das ist groß gedacht.

    Mit eben solchen Transfers vom Großen zum Kleinen und wieder zurück arbeitet Populismus: Anfangs ein „Ich bin in Auschwitz“, am Ende ein „1,8 Milliarden stehen hinter mir“.

    Dank an Robert Herr für den Text.

  • #3
    Dieter Verhovnil

    Wie ist das möglich, dass jemand mit so wenig Inteligenz so fürstlich belohnt wird. Das geht auch nur in Deutschland.

    D.Verhovnik

  • #4
    Ke

    Welche Personen hatten sich nur mit ihr um ihre durchaus gut bezahlten und sicherlich begehrten Jobs beworben?

    Ich war nicht in Ausschwitz, habe aber andere Konzentrationslager besucht. Wie kann man in dieser Situation nur so reagieren?

    Hat die Spd wirklich gar kein Personal mehr?

  • #5
  • #6
    Andreas Holzschuh

    Ich zitiere Meister Eder: "Es muß auch dumme Leute geben, aber die werden immer mehr"

  • #7
    nussknacker56

    Die Instrumentalisierung von Auschwitz nimmt immer obszönere Formen an. Ich hoffe, dass die SPD möglichst bald an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert.

  • #8
    thomas weigle

    @d: Verhofnik An Orban oder Trump u.v.a. gemessen, ist diese Auschwitztouristin nur ein kleines Licht in der strahlenden Lichterallee der größten Deppen weltweit.

  • #9
  • #10
    Helmut Junge

    " Wer in Ausschwitz an die Diskriminierung von Muslimen denkt, hat jedes Verhältnis zur Wirklichkeit verloren."
    Oder möchte eine andere Wirklichkeit erzeugen.

  • #11
    Thomas Weigle

    "Der Pazifismus der 30er Jahre hat Auschwitz erst möglich gemact."Heiner Geißler, damals Familienminister und Generalsekretär der CDU auf dem Höhepunkt der Nachrüstungsdebatte.

  • #12
    thomas weigle

    Ja, Du hast recht, @Arnold. Und wir wissen ja auch, dass heute wieder nicht wenige Deppen unterwegs sind, die Gaza für das neue Auschwitz halten. Aber diese Dame ist halt nur ein kleines Lichtlein in einer Partei, in der auch größere Lichter am ausgehen sind. Schon bald werden wir uns fragen. "SPD,SPD? Da war doch mal was. Gab`s da nicht mal eine große, starke und verdienstvolle Partei dieses Namens." Sic Gloria……

  • #13
    Schlesierin

    Diese Frau ist seit Jahren nicht mehr"jung und naiv", sondern einfach nur sehr peinlich. Ich bin in der Nähe von Auschwitz geboren, wer an diesem Ort solche arroganten Kommentare von sich gibt, ist einfach nur grausam und total unwissend.

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