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Schauspiel Dortmund zeigt Stück über Donald Trump

Trump und seine dritte Ehefrau Melania bei einem Wahlkampfauftritt 2016 Marc Nozell from Merrimack, New Hampshire, USA Lizenz: CC BY 2.0

Aus aktuellem politischen Anlass erweitert das Schauspiel Dortmund seinen Spielplan um ein neues Stück: „Trump“ von Mike Daisey, das am Freitag, 3. März, im Megastore (Felicitasstr. 2, Dortmund-Hörde) Premiere haben wird. Mike Daisey, von dem in Dortmund bereits „Die Agonie und die Ekstase des Steve Jobs“ zu sehen war,  erforscht in seinem neusten Theaterstück den Aufstieg Donald Trumps und die politische Selbstvergiftung des wichtigsten europäischen Bündnispartners.

In Amerika feierte Daiseys neues Stück im vergangenen Jahr große Erfolge. Am Schauspiel Dortmund ist nun die Deutschsprachige Erstaufführung zu sehen. Regie führt Marcus Lobbes, auf der Bühne stehen Andreas Beck und Bettina Lieder. Karten gibt es ab sofort an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter www.theaterdo.de oder 0231/50-27222.

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4 Kommentare zu “Schauspiel Dortmund zeigt Stück über Donald Trump

  • #1
    discipulussenecae

    Hallo? Aber warum bitte denn kein Stück über die politisch-über-korrekte x-und-mehrfache-Millionärin? Die ihre Wahl vor allem mal selber versemmelt hat? Weil die arme Hillary doch zumindest die erste Frau im Amt gewesen wäre? Und ansonsten wenig andere Argumente hatte? Und weil der weiße alte Mann naturgemäß erstmal doof sein muß? Und die postklimakterielle Frau Clinton eben deshalb klüger ist? Das wäre doch mal was! Aber welches Theater traut sich das? Warum meint das deutsche höchst subventionierte (!) Stadttheater immer noch, rot-grün oder noch weiter links stehen zu müssen? Nur weil B. Brecht an der Schauspiel- und Regieschule Pflichtfach und Heiligenverehrung zugleich war? Da fehlte aber vielleicht mal das Fach Theatergeschichte, die nämlich doch ziemlich anders aussah …

    Die Amis wählen halt mal Carter, dann mal Reagan, dann mal Clinton, dann mal Bush, dann mal Obama und dann mal Trump. Und? Ist – wie in den achtzigern erwartet – die Welt untergegangen? Oder der nächste Weltkrieg ausgebrochen? Eher im Gegenteil … Von daher: Liebe Freunde: piano, piano … Die Amis haben ein viel älteres gelungenes System, das auf wirklicher Gewaltenteilung beruht, das sich bewährt hat, und von dem nicht zuletzt wir profitiert haben. Und von dem sie noch heute und fürderhin leben werden. Also haltet mal den ein oder anderen Ball flach!

  • #2
    Arnold Voss

    Donald Trump ist zweifellos persönlich ein Kotzbrocken und ein unberechenbarer Politiker, aber wie wäre es eigentlich mal mit einem kritischen Theaterstück über Helmut Kohls auch sexuelles Doppelleben, seine bis heute unaufgeklärte hoch korruptionsverdächtige Spendenaffäre, seine immer wiederkehrende Aggressivität gegenüber der Presse und gegenüber Intellektuellen, seine Verbindungen nach Rechtsaußen, seine politischen Intrigen, Beleidigungen und Lügen, seine vielen rhetorischen Mängel und Fauxpas, usw.usw. 🙂

  • #3
    Walter Stach

    1.
    Ich neige zu der Annahme, daß Trump als Narzist -möglicherweise auch als Milliarden-Dollar Mann , der sich bis heute im Gegensatz zu allen bisherigen Präsidentenweigert, seine Steuererklärung zu veröffentlichen- als Persönlichkeit fundamental anders ist als Carter, Regan, als die Busch-Präsidenten, als Clinton und Obama, ja als Persönlichkeit gänzlich anders ist als alle bisherigen Präsidenten der USA, und zwar anders in besorgniserregender Weise – nicht nur für mich, sondern weltweit und u. a. auch aus der Sicht sehr, sehr vieler US-Amerikaner.

    Niemand weiß darum, ob das Tun/das Unterlassen eines Präsidenten Trump diese Besorgnisse bestätigen, widerlegen oder zumindest abschwächen wird. Realität ist jedenfalls derzeit, daß allein die Existenz solcher Besorgnisse die Akteure in Gesellschaft und Staat -in den USA, in Europa, in Deutschland, ja weltweit- erheblich zu verunsichern scheint. Und eine solche reale Verunsicherung kann zu Ergebnissen beitragen oder diese sogar erzwingen, die momentan "niemand für möglich" geschweige denn, die jemand für wünschenswert hält.

    "Ball flachhalten"…….ja, in hektischen Zeiten ist das immer ein guter Rat. Nur befreit der mich -und viele andere Menschen weltweit-nicht von meinem doch tiefgreifender Besorgnis mit Blick auf die Präsidentschaft Trumps.

    Was mich "etwas beruhigt hat" sind die Auftritte einiger wichtiger "Minister-"Kandidaten Trumps vor den zuständigen Ausschüssen des Kongresses. Ich denke z.B. an den designierten Verteidigungsminister, der mich als Persönlichkeit überzeugt hat und nicht zuletzt dadurch, daß er mehrfach Positionen vertreten hat, die völlig andere sind als die seines ihm vorgesetzten Präsidenten.
    Leider, leider, so scheint mir, ist allerdings der Narzist Trump nicht jemand, der für gegenteilige Meinungen, der für Kritik offen ist oder gar diese ausdrücklich wünscht, sondern ehe dazu neigt, le anderen Meinungen, erst recht jegliche Kritik "abzubügeln.

    "Das Amt des Präsidenten der USA verändert die Persönlichkeit eines jeden Amtsinhabers". Das galt vorgeblich bisher.
    "Trump hat das Amt ( seinen Inhalt, seine Bedeutung, die ihm gebührende Hochachtung d.d.US-Bürger) fundamental verändert."
    Wird "man" das nach 4 bzw. 8 Jahren sagen?

    2.
    Arnold,
    die "Theater-Macher" verhalten sich so wie die Medien:;
    "Man" muß zeitnah das anpacken, was die Menschen aktuell umtreibt , und das dann möglichst provokativ .
    Abwarten, ob die Besucherzahlen in DO diese "meine These" bestätigen werden.

    "Birne" Kohl hat es zwar weder wegen seiner Persönlichkeit noch wegen seines Tuns oder Lassens geschafft, Subjekt/Objekt, Mittelpunkt eines Theaterstückes zu werden -oder irre ich mich?-, aber immerhin war er doch oftmals "zentrale Figur" im Kabarett , in medialer Satire, in unzähligen Karikaturen; insofern ist er doch nicht Außen vor geblieben.
    Aber, was nach ist, kann ja noch werden. Kommt noch das Theater-Stück "Helmut Kohl, der……?" Ich denke nein. Welches Theaterpublikum könnte sich jetzt noch dafür begeistern?

  • #4
    Arnold Voss

    Nein, jetzt interessiert Kohl keinen mehr und Gegenstand von Satire ist Trump schon jetzt nicht nur in den USA. Wir Deutsche vergessen nur all zu leicht welche dubiosen Figuren auch nach dem lezten Weltkrieg noch bei uns auf wichtigen Posten gesessen haben.

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