Science Slam sucks?

Science Slams sind billiger Boulevard? (Symbolfoto) (Foto:  Megan Studdenfadden
Science Slams sind billiger Boulevard? (Symbolfoto) (Foto: Megan Studdenfadden / Flickr / CC-BY-SA)

Science Slams: Forschende präsentieren ihre Arbeit in 10 min. Allgemeinverständlich. Humorvoll. Fast immer vor vollem Haus. Das Format, das seit Jahren in Deutschland beliebt ist, zeigt deutlich, dass viele Menschen Wissenschaft lieben. Sie wollen begeistert, verblüfft, mitgenommen, verzaubert, amüsiert werden. All das, was in unseren Bildungseinrichtungen immer noch nicht Standard ist. Außerdem haben sie ein Anrecht zu erfahren, was eigentlich aus ihren Steuergeldern finanziert wird, womit sich Forscher beschäftigen, was der aktuelle Stand der Wissenschaft ist.

Nun fangen einige an herumzujammern, Science Slams seien „Verblödung“ und auch gegen die Slammer wird geschossen: „Die Slammer betreten die Bühne denn auch mit der gleichen Mischung aus grundlosem Siegesvertrauen und verbissenem Konkurrenzneid wie die Teilnehmer des Eurosvision Song Contest.“

Kann man so sehen. Ist nur eben Bullshit. Bullshit aus dem Elfenbeinturm.
Hier von Dr. Magnus Klaue. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur in Leipzig.

Er steht stellvertretend für Aussagen, die man, wenn überhaupt, meist von älteren Professoren hört, die fein unter ihresgleichen bleiben wollen, und sich a) über die allgemeine Verdummung Aller, inklusive ihrer Studenten, beklagen und b) nichts unternehmen, um etwas dagegen zu tun. Sie tragen zumindest eine Mitschuld daran, dass para- und pseudowissenschaftliche Theorien in der Gesellschaft Fuß gefaßt haben, weil sie es als unter ihrer Würde empfinden, sich dem anzunähern, was sie DAS BOULEVARD ™ nennen.

Klaue geht einen anderen Weg – und behauptet, er würde die Menschen Ernst nehmen, er würde ihnen die Wissenschaft nahe bringen wollen – doch narzisstische Science Slammer würden das Publikum als „Kollektiv von Infantilen“ ansehen. Er kommt zu dem Schluß, dass die Slammer nur „Stars“ sein wollen, die ja gar nicht ernsthaft forschend interessiert sind:

Allein mit dem Versprechen, für zehn Minuten ein Star zu sein, werden sich Forscher, die ihren Gegenstand ernst nehmen, nicht massenhaft dazu verleiten lassen, solche Einsichten preiszugeben.

Hm. Das könnte ich jetzt persönlich nehmen. Immerhin habe ich ernsthaft geforscht. Darüber promoviert. Mehrere Dutzend Male geslammt. Menschen begeistert. Im Anschluß diskutiert, Meinungen ausgetauscht, Forscherkollegen kennen gelernt, interdisziplinär vernetzt. Und einfach eine scheißengute Zeit gehabt. Ja, es macht mir Spaß auf einer Bühne zu stehen und zu sehen, dass die Menschen im Saal begeistert sind von dem, was Forscher leisten.

Lieber Magnus Klaue, lass mich Dir persönlich sagen:
Science Slams sind etwas Wunderbares. Für das Publikum. Für die Wissenschaft. Für die Slammer. Beweg Deinen Hintern aus deinem Elfenbeinturm, stell Dich auf eine Bühne und slamme. Und wenn Du meinst, dass Du es raus hast, es besser zu machen als die anderen Slammer – dann mach es! Aber hör auf rumzuheulen.
Oder anders: Magnus – das 19. Jahrhundert hat angerufen.
Es vermißt seine Entrücktheit des Forschenden als Ideal.

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22 Kommentare

  1. #1 | TuxDerPinguin sagt am 20. August 2015 um 12:00 Uhr

    Eins der höchstens Ziele von Wissenschaft sollte es sein, seine Forschung auch der Allgemeinheit nahe zu bringen… mit Open Access, mit Beteiligung an gesellschaftlichen Diskussionen, mit einfacher Sprache oder speziellen Formaten…

    auf jedem Science Slam habe ich bisher noch etwas gelernt. Ich kann das Format nur begrüßen und halte es für sehr geeignet Forschung der Öffentlichkeit näher zu bringen.

    Zum Vergleich… ich saß mal in einer Kommission zur Förderung des wiss. Nachwuchses als studentischer Vertreter. Wir waren froh, wenn einer in der Kommission überhaupt einer einen der Anträge auf Papier einschätzen konnte. In der Hälfte der Fällen wussten wir gar nicht, was die Forscher jetzt genau vorhaben… das kann nämlich selbst für Wissenschaftler schwer sein, wenn man aus einem anderen Fachgebiet kommt und mit dem Fachvokabular nicht vertraut ist.

    Von daher kann man davon ausgehen, dass ohne Anpassung der Sprache es in vielen Fachgebieten nur einen kleinen Teil an Addressaten gibt, der Forschungsergebnisse verstehen kann.

    Den Vorwurf, narzistisch zu sein oder unwissenschaftlich, mussten sich denke ich mal die meisten Forscher gefallen lassen, die es schaffen, ihre Forschung in einfacher Sprache wiedergeben zu können. Kann auch nicht jeder, das bedarf eines gewissen didaktischen Talents.

  2. #2 | Reinhard Matern sagt am 20. August 2015 um 13:34 Uhr

    Sebastian, du unterschlägst etwas: die sprachlichen Differenzen! Die Fachsprachen wurden entwickelt, weil die Umgangssprache für wissenschaftliche Ansprüche nicht taugt. "Allgemeinverständlich" lässt sich leicht verlauten. Doch mit der Umgangssprache, die zum Zuge kommen würde, lässt sich über die Forschungen nicht sprechen. Das ist das zentrale Dilemma.

  3. #3 | Sebastian Bartoschek sagt am 20. August 2015 um 13:39 Uhr

    Für einen kleinen Teil mag das richtig sein, Reinhard. Aber um einen Einblick in Arbeit zu geben bieten sich umso mehr Analogien an. Ich habe bisher keinen Zusammenhang erlebt, der sooooo komplex gewesen wäre, dass er nicht allgemeinverständlich darzustellen wäre – und ich betreue auch Doktoranden anderen Fakultäten in ihrer Arbeit, was das angeht.

  4. #4 | Reinhard Matern sagt am 20. August 2015 um 14:45 Uhr

    Wenn ich einbeziehe, wie einige Journalisten das skizzierte Sprachdilemma übergehen, ob im Hinblick auf theoretische Physik, biologische Evolutionstheorie, oder was sich in Bezug auf 'Natur' und 'Kultur' alles eingebürgert hat, graut es mir. Man würde, um tatsächlich Einblicke in Forschungen gewähren zu können, vor allem sprachliche Erläuterungen geben müssen, schon um die Differenz zur Umgangssprache begreiflich zu machen. Dies ist eine verdammt schwierige Aufgabe. Alles andere hätte mit zu gebenden Einblicken nicht zu tun …

  5. #5 | Nicolai Schwarz sagt am 20. August 2015 um 16:50 Uhr

    Ähem, was hat denn das »Symbolfoto« dort zu suchen? Das nimmt dem Text ziemlich den Wind aus den Segeln. Das wird so auch gleich an Open Graph weitergereicht, um in Facebook als Clickbait zu dienen, oder wie? Ein anderes Bild würde dem Artikel gerechter werden.

  6. #6 | Sebastian Bartoschek sagt am 20. August 2015 um 17:21 Uhr

    Ich kann nicht erkennen, was an einer Dame in einem Auto unwissenschaftlich sein soll…
    Im Ernst: der Vorwurf ist ja "Boulevard". Und wieso soll ich dann nicht mit diesem Vorwurf spielen?
    In meiner Welt macht das Sinn…

  7. #7 | Helmut Junge sagt am 20. August 2015 um 18:31 Uhr

    Ich war ja mal im Kulturbeirat der Uni Duisburg-Essen und habe dort von der Idee eines Historikers, der sonst eigentlich immer nur "Neues aus Troas" zu berichten wußte, gehört, daß Professoren über ihr Forschungsgebiet vor Fachfremden Professorenkollegen in verständlicher Kurzform berichten sollten. Er nannte das "Die kleine Form". Soweit ich weiß, gibt es das heute noch.
    Wenn bei "Die kleine Form" auch Professoren als Zuhörer anwesend sind, muß der Vortragsstil doch immerhin darauf Rücksicht nehmen, daß die Zuhörer schnell überfordert sind. Ansonsten ist das bei anderen Laien auch nicht wesentlich anders. Ich hielt das damals aber auch heute noch, für eine gute Idee. Ebenso halte ich es für eine gute, sogar wichtige Idee wissenschaftliche Erkenntnisse einem breiteren Pubkikum nahezubringen.
    Denjenigen aber, die fundierteres Wissen erwarten, gönne ich ja Vorträge, die zumindest Literaturhinweise anbieten. Es gibt aber bei den Vorträgen viel mehr Unterforderungen des Zuhörers als Überforderungen. Das sollten die Zuhörer dann auch kritisieren.
    Ein gutes Thema Sebastian.

  8. #8 | Abe sagt am 21. August 2015 um 00:46 Uhr

    Der Autor dieses Artikel schafft es doch tatsächlich, auf kein einziges Argument aus dem Artikel einzugehen, gegen den er sich richtet. Seine gegen die Person gerichteten Anmerkungen (die man in seinem Jargon wohl "ad hominem" nennt) verkennen diese auch vollkommen. Mit dem tief aus der Mottenkiste des Anti-Intellektualismus hervorgekramten Begriff des 'Elfenbeintums' versucht er Klaue unterzuschieben, er 'bewege seinen Hintern' nicht aus einem Klassendünkel aus dem Elfenbeintum heraus. Tatsächlich hat Klaue wohl ungleich mehr Vorträge jenseits des Katheders gehalten, als die beleidigte Leberwurst, die die obigen Zeilen verfasst hat. Alleine hier sind diverse zu finden: http://audioarchiv.blogsport.de/index.php?s=klaue

    Lieber Sebastian Bartoschek, lass mich Dir persönlich sagen:
    Es geht in dem von dir verlinkten Text nicht darum, es 'besser zu machen', sondern um eine Kritik der Form 'Science Slam' an sich.
    Oder anders: Sebastian – das 21. Jahrhundert hat angerufen:
    Es ist bereits überfüllt mit begrifflosen Scientisten, es braucht dich nicht, du darfst schweigen.

  9. #9 | kannznichkaufen sagt am 21. August 2015 um 02:26 Uhr

    Ich kann auch nur wenige Verbindungspunkte zwischen dem Thema und dem Bild erkennen.
    Nichts gegen den Artikel, nichts gegen das Bild, aber in meiner Welt paßt das nicht. Wenn Du das nächste Mal ein Bild für einen guten Artikel brauchst, darfst Du mich aber gerne kontaktieren. Wenn ich kann, helf' ich aus.

  10. #10 | Rainer Möller sagt am 21. August 2015 um 07:34 Uhr

    An den Fachsprachen hab ich auch zunehmende Zweifel. Solide Fachsprachen mag es mal gegeben haben (und gibt es noch in den MINT-Fächern). Aber in den Sozial- und Geisteswissenschaften haben wir eher einen modischen Wechsel der Sondersprache, etwa alle zehn Jahre. Wie jede Mode hat das was mit Konkurrenz zu tun – Nachwuchswissenschaftler müssen sich gegenüber der älteren Generation profilieren, auch dann wenn gerade keine wirklichen Erkenntnisfortschritte zu erzielen sind.

    Davon abgesehen müssen alle Theorien letzten Endes an einer (vorwissenschaftlichen, umgangssprachlich fassbaren) Realität überprüft werden können.

    Dass der Konkurrenzkampf der Forscher auch auf den Slam durchschlägt, liegt in der Natur der Sache.. Das größere Problem ist m.E., dass es bei Bartoschek immer um sog. "wissenschaftliche" Resultate geht, nie um Wissenschaft als Prozess. Mit den Mitteln des Slams kann man für die Thesen der Mainstream-Medizin werben, genauso wie für die Thesen der Alternativmedizin; aber kann man mit solchen Mitteln eine wissenschaftlich-kritische Distanz zu BEIDEN Medizinen fördern?

  11. #11 | Helmut Junge sagt am 21. August 2015 um 08:57 Uhr

    "Mit den Mitteln des Slams kann man für die Thesen der Mainstream-Medizin werben, genauso wie für die Thesen der Alternativmedizin; aber kann man mit solchen Mitteln eine wissenschaftlich-kritische Distanz zu BEIDEN Medizinen fördern?"
    Kann man nicht! Es geht doch einfach nur um verständliche Erkärungen, die den Menschen hilft, z.B. um nur ein Beispiel zu nennen, Blitz und Donner als natürliche Phänomene zu vertehen,die auf physikalischen Ursachen beruhen und nichts mit Magie zu tun haben. Jeder Mensch kann dann für sich entscheiden, ob er weiter an Magie glaubt, oder sich einen Blitzableiter ans Haus installiert.
    Eine kritische Distanz zu beiden Medizinen kann man mit dem Wissen, das man sich ausschließlich über den Slam holt, sicher nicht wirklich aufbauen. Aber ohne dieses Minimalwissen erst recht nicht.
    Neun von zehn Einwohner Deutschlands wissen nicht, wie die alltäglich genutzten technischen Annehmlichkeiten des modernen Lebens, wie elektrisches Licht, warme Dusche, Computer usw, funktionieren. Bei Geisteswissenschaftlern wird der Anteil noch höher liegen. Ein Slam könnte dabei helfen das zu ändern. Ist ja doch freiwillig.

  12. #12 | Dana Finkelberg sagt am 26. August 2015 um 19:57 Uhr

    Ich verstehe nicht, wie Ihr solchen populistischen Dreck verlinken und auch noch verteidigen könnt. Der von Herrn Bartoschek "kritisierte" Text ist durchweg klar argumentiert und nachvollziehbar. Während der Verfasser Eures Geschmiers dem Herrn Klaue nichts anderes vorwerfen kann, als dass er "herumjammert" und "herumheuelt": Dass begründete Kritik auf diese Weise als weibisch-schwules Gewäsch diffamiert wird, ist schlimm genug. Warum auch noch ausdrücklich mitgeteilt wird, dass Herr Klaue an einem Institut für jüdische Studien lehrt, darüber mag ich gar nicht erst nachdenken.

    Dass Ihr Euch als erklärtermaßen linkes Portal zur Abladestelle dieses konformistischen Geistesmülls macht, ist widerwärtig. Auf wiedersehen!

  13. #13 | Sebastian Bartoschek sagt am 26. August 2015 um 20:44 Uhr

    "Erklärtermaßen linkes Portal"???
    Aha. Naja. *wink*

  14. #14 | Dana Finkelberg sagt am 26. August 2015 um 21:52 Uhr

    Ja, ist es denn ein rechtes Forum? Da haste wohl was verwechselt, Sebi. Immerhin agiert hier die phänomenale Mercedes Nabert, die zwar auch keine grammatisch korrekten Sätze schreiben kann, die aber immerhin politisch linke Texte schreibt. Findest Du wahrscheinlich alles eh "kacke" – da Dein eigener Text vor Fäkalvokabeln nur so trieft.

    Gute Nacht.

  15. #15 | Sebastian Bartoschek sagt am 26. August 2015 um 22:18 Uhr

    Du wolltest doch gegangen sein?!

    1) das Gegenteil von links ist nicht rechts, sondern nicht-links. bitte. gern geschehen.

    2) nix gegen ronja, ich freue mich mit ihr in einem blog zu veröffentlichen. gerade weil sie völlig andere politische haltungen hat als ich. aber ich denke, das ist ein reiz der dir fremd ist.

    und ja: gute nacht!

  16. #16 | Arnold Voss sagt am 26. August 2015 um 22:29 Uhr

    @ 12
    "Dreck", "Geschmiere", "Geistesmüll". Da verbalisiert sich der durch und durch wissenschaftlich-souveräne Intellekt von Frau Finkelberg aber als furiose Eigentormaschine. Dann doch lieber Science Slam. 🙂

  17. #17 | Dana Finkelberg sagt am 26. August 2015 um 22:54 Uhr

    Lies doch mal in Ruhe den Text von Klaue (falls Du lesen kannst) und danach Sebis widerliche Verunglimpfung, die auf kein einziges Argument eingeht und vor Chauvinismus strotzt – dann erkennst Du den Unterschied, den ich meine.

    Ist eh egal. "Ich freu mich, mit Ronja in einem Blog zu veröffentlichen": Da spricht der autoritätssüchtige Konformist, den Klaue kritisiert, obwohl er nur einen Typus beschreibt und Herrn Bartoschek wahrscheinlich gar nicht kennt – wozu auch, niemand muss ihn kennen, er hat noch nie einen erkenntnisreichen Satz geschrieben.

    Adieu, oder, in Herrn Bartoscheks Sprache: **winkewinke**mähmäh**blala

  18. #18 | Arnold Voss sagt am 27. August 2015 um 00:00 Uhr

    Ich kann nicht lesen. Dana. Ich kann nur schreiben. 🙂

    Aber lassen wir deine Arroganz beiseite. Der Text von Klaue ist in Ton und Inhalt vor allem Polemik. Es wird in der Regel behauptet, aber nicht überzeugend argumentiert. Dass es Abstraktion und komplexe Arbeitsteilung/Spezialisierung gibt, ist so richtig wie allseits bekannt, reicht aber als Argumentation gegen Science Slams nicht aus.

    Keiner der dortigen Aktivisten hat nämlich je behauptet, "wissenschaftliche Erkenntnisse ließen sich stets problemlos veranschaulichen". Wer jedoch mal amerikanische mit deutsche Fachbüchern, auch explizit wissenschaftlichen, verglichen hat, der weiß, dass auf diesem Gebiet weitaus mehr möglich ist, als der deutsche Durschnittsprofessor für möglich hält und das ohne an Wissenschaftlichkeit einzubüßen.

    Was KLaue allerdings nicht macht, ist jammern. Er bastelt sich vielmehr einen Popanz, was man leicht erkennt, wenn man auch den Pro-Text- von Frau Offe gelesen hat, um dann darauf einzudreschen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Vergleich eines Science Slams mit dem Eurovision Contest. Er passt weder im Maßstab noch im Format, was Klaue aber völlig egal ist, denn er möchte ja den Vorwurf des Populismus und des Starkults untermauern.

  19. #19 | Klaus Lohmann sagt am 27. August 2015 um 01:11 Uhr

    Ist das eigentlich *dieser* Dr. Magnus Klaue: http://www.editionblaes.de/magnus-klaue-mal-wieder/ ??

    Marke "Professioneller Gehirnmasturbator" (in german: Hirnwichser).

  20. #20 | Helmut Junge sagt am 27. August 2015 um 04:45 Uhr

    Mir scheint, daß der hier "behandelte" Dr.Klaue auf Gebieten Forschung betreibt, die sich ihrerseits durchaus für Science Slam eignen würden.
    Es ist jetzt ja nur meine Phantasie, die mir sagt, daß er sich darin vielleicht sogar schon versucht hat.
    Nur ist nicht jeder, der die Schreibfeder flüssig führen kann, auch ein guter Redner, der vor großem Publikum strahlend glänzen kann. Wie gesagt, reine Phantasie meinerseits.
    Aber wenn es so wäre, könnte ich verstehen, daß er solche Science Slams nicht mag. Die erfolgreichen science slammer kann man dann auch leicht unter "eitle Gockel" einordnen. Das hilft der eigenen gekränkten Eitelkeit immer noch am Besten.
    Allerdings hat Herr Klaue durchaus einiges zu sagen, was ich interessant finde. So z.B. einen Satz, der zwar im Netz heftig kritisiert wird, den ich aber mag, und den ich obwohl nicht wirklich zum Thema dieses Artikels gehörend, aus meiner Sicht quasi ehrenrettend für Herrn Klaue, zitieren möchte:
    "…. Andererseits glaubt man, mittels der Sprache, da sie doch wirklichkeitskonstituierende Kraft habe, gleich auch die Gesellschaft verändern zu können, die sie spricht, und frönt einem Reglungswahn, der noch vor 50 Jahren das Privileg deutschnationaler Sprachreiniger gewesen ist. Mit diesen gemein haben die progressiven Sprachwächter zumindest die Annahme, dass die Sprache und ihre Verwendung permanent auf die Korrektheit der ihr zugrunde liegenden Gesinnung überprüft werden müßten. … Das Bemühen um die korrekte Sprache hat die Sehnsucht nach dem besseren Leben erstickt."
    Daß dieser Satz von denen, die gemeint sind, unter "Hirnwichserei" abgehandelt wird, wundert mich überhaupt nicht.
    Herr Klaue sollte wirklich seine Forschungswelt mal öffentlichkeitswirksamer darstellen.

  21. #21 | entetain sagt am 23. Januar 2016 um 10:45 Uhr

    Wem diese Reaktion nicht ausreicht zu bemerken, dass Steuergelder für Pseudowissenschaftler ausgegeben werden, ist Student, zahlt keine Steuern und hat sich kaum dem Abisaufen entnabelt. Genau so würde Atze Schröder auf Reich-Ranizki antworten.

  22. #22 | Guy Debord sagt am 27. Juni 2016 um 13:18 Uhr

    Klaue hat im Ganzen recht: Infantilisierung und Verblödung dominieren.

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