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SPD-Spitzenkandidatin Kraft gegen Ruhrbarone

Foto: Hannelore Kraft

Ich erzähle hier die Geschichte eines Streites mit Hannelore Kraft. Hannelore Kraft ist die SPD-Landeschefin von Nordrhein-Westfalen. Sie ist Fraktionsvorsitzende im Düsseldorfer Landtag und Spitzenkandidatin ihrer Partei im kommenden Landtagswahlkampf in NRW. Hannelore Kraft stört sich an den Ruhrbaronen. Warum? Nun ich hatte vor einiger Zeit darüber berichtet, dass die Politikerin ihren Lebenslauf auf ihrer Homepage aufgehübscht hat. Eine kleine Story. Ist doch bemerkenswert, wenn eine Spitzenpolitikerin ihre Vergangenheit poliert.

Wie dem auch sei. Ich hatte unter anderem geschrieben:

Auf der Homepage von Hannelore Kraft ist ihr Lebenslauf angegeben. Klack: Da findet sich für die Zeit von 1989 bis 2001 folgende Angabe: "Unternehmensberaterin und Projektleiterin"

Interessant. Auf einem Lebenslauf auf der gleichen Homepage aus dem Jahr 2006 steht an der gleichen Stelle: Klick "Unternehmensberaterin und Projektleiterin beim Zentrum für Innovation und Technik NRW (ZENIT GmbH) in Mülheim an der Ruhr"

Warum ist aber der Hinweis auf die Zenit GmbH verschwunden? Nun, vielleicht liegt es daran, dass die Zenit GmbH in einem der großen NRW-Förderskandale verwickelt war, in dessen Verlauf vor zwei Jahren auch die Rolle von Hannelore Kraft kritisch hinterfragt wurde.

So weit so gut.

Nun meint allerdings der Rechtsanwalt von Hannelore Kraft, ich soll nicht folgendes sagen:

Hannelore Kraft habe im Zusammenhang mit einem der großen NRW-Förderskandale (dubiose Bio-Tech-Projekte, Inkubatorzentrum in Gelsenkirchen, Zukunftswettbewerb Ruhrgebiet) eine Rolle gespielt;

Hannelore Kraft habe die Angabe Ihrer früheren Tätigkeit als Unternehmensberaterin und Projektleiterin bei der Zenit GmbH in Mülheim an der Ruhr gelöscht, weil die Zenit GmbH in einen der großen NRW-Förderskandale verwickelt gewesen sei;

Der Rechtsanwalt von Hannelore Kraft hat mir eine Unterlassungserklärung geschickt. Diese soll ich unterzeichnen, zurückschicken und ein paar hundert Euro überweisen.

Nun, mit fällt es schwer, die verlangte Unterlassungserklärung zu unterschreiben.

Gehen wir der Reihe nach vor und beobachten die Merkwürdigkeiten:

Foto: Hannelore Kraft

Ich erzähle hier die Geschichte eines Streites mit Hannelore Kraft. Hannelore Kraft ist die SPD-Landeschefin von Nordrhein-Westfalen. Sie ist Fraktionsvorsitzende im Düsseldorfer Landtag und Spitzenkandidatin ihrer Partei im kommenden Landtagswahlkampf in NRW. Hannelore Kraft stört sich an den Ruhrbaronen. Warum? Nun ich hatte vor einiger Zeit darüber berichtet, dass die Politikerin ihren Lebenslauf auf ihrer Homepage aufgehübscht hat. Eine kleine Story. Ist doch bemerkenswert, wenn eine Spitzenpolitikerin ihre Vergangenheit poliert.

Wie dem auch sei. Ich hatte unter anderem geschrieben:

Auf der Homepage von Hannelore Kraft ist ihr Lebenslauf angegeben. Klack: Da findet sich für die Zeit von 1989 bis 2001 folgende Angabe: "Unternehmensberaterin und Projektleiterin"

Interessant. Auf einem Lebenslauf auf der gleichen Homepage aus dem Jahr 2006 steht an der gleichen Stelle: Klick "Unternehmensberaterin und Projektleiterin beim Zentrum für Innovation und Technik NRW (ZENIT GmbH) in Mülheim an der Ruhr"

Warum ist aber der Hinweis auf die Zenit GmbH verschwunden? Nun, vielleicht liegt es daran, dass die Zenit GmbH in einem der großen NRW-Förderskandale verwickelt war, in dessen Verlauf vor zwei Jahren auch die Rolle von Hannelore Kraft kritisch hinterfragt wurde.

So weit so gut.

Nun meint allerdings der Rechtsanwalt von Hannelore Kraft, ich soll nicht folgendes sagen:

Hannelore Kraft habe im Zusammenhang mit einem der großen NRW-Förderskandale (dubiose Bio-Tech-Projekte, Inkubatorzentrum in Gelsenkirchen, Zukunftswettbewerb Ruhrgebiet) eine Rolle gespielt;

Hannelore Kraft habe die Angabe Ihrer früheren Tätigkeit als Unternehmensberaterin und Projektleiterin bei der Zenit GmbH in Mülheim an der Ruhr gelöscht, weil die Zenit GmbH in einen der großen NRW-Förderskandale verwickelt gewesen sei;

Der Rechtsanwalt von Hannelore Kraft hat mir eine Unterlassungserklärung geschickt. Diese soll ich unterzeichnen, zurückschicken und ein paar hundert Euro überweisen.

Nun, mit fällt es schwer, die verlangte Unterlassungserklärung zu unterschreiben.

Gehen wir der Reihe nach vor und beobachten die Merkwürdigkeiten:

Zunächst bestreitet der Rechtsanwalt von Hannelore Kraft nicht, dass die SPD-Landesvorsitzende ihren Lebenslauf auf ihrer Homepage um die Karriere bei der Zenit GmbH gekürzt hat.

Aber genau das ist der entscheidende Fakt.

Statt den Fakt zu bestreiten, geht der Rechtsanwalt von Hannelore Kraft auf andere Aspekte los.

Er sagt, ich soll nicht behaupten, Hannelore Kraft habe eine Rolle in einem Förderskandal gespielt.

Ok, aber habe ich das überhaupt so gesagt?

Nein. Ich habe gesagt, dass die Rolle von Kraft im Verlauf eines der großen NRW-Förderskandale kritisch hinterfragt wurde. Das ist etwas anderes.

Worum geht es überhaupt? Im Frühjahr 2007 wurde bekannt, dass unter der alten rot-grünen Landesregierung Fördermittel verschleudert wurden. Hannelore Kraft war damals in der alten Regierung Wissenschaftsministerin. In dem sich entspannenden Skandal ging es im Kern um drei unterschiedliche Komplexe, die meist auch das Wissenschaftsministerium betrafen. Das Inkubatorzentrum in Gelsenkirchen, Bio-Tech-Projekte und den Zukunftswettbewerb Ruhrgebiet. Der Landesrechnungshof hat dazu Berichte geschrieben. Die Medien haben den Skandal kolportiert, am Ende wurden ein paar Leute zu Haftstrafen verurteilt.

Soweit so gut. Ich habe Belege für die Aussage, dass nach der Verantwortung und der Rolle von Frau Kraft im Zuge des Skandals gefragt wurde.

Am 28. März 2007 hat zum Beispiel Manfred Kuhmichel von der CDU im Düsseldorfer Landtag laut Wortlautprotokoll gesagt:

Der Versuch der Opposition, die Verantwortlichkeiten der früheren Landesregierung für eklatante Verstöße gegen das Vergaberecht und eine ordnungsgemäße Mittelverteilung (beim Förderskandal rund um den Inkubator d.A.) zu leugnen oder zu schmälern, sind durchsichtig und laufen ins Leere. (…) Schwerwiegende Fehler wurden begangen, wie der Landesrechnungshof festgestellt hat. Diese Vorschriften hätten aber aufgrund der Höhe der Förderung von 5,1 Millionen Euro vom damaligen Wissenschaftsministerium unbedingt beachtet werden müssen. Es geschah jedoch nicht. Es ist völlig unverständlich, dass die damaligen Verantwortlichen, Staatssekretäre und Minister/ innen, nicht darauf gedrungen haben bzw. nicht zumindest eine genaue Prüfung angeordnet haben. Diese Personen haben ja Namen. Ich nenne nur drei: Kraft, Krebs, Schartau.

An anderer Stelle sagte Kuhmichel damals:

Der Landesrechnungshof stellt in seinem Sonderbericht fest, dass bereits bei Genehmigung des Vorhabens schwerwiegende Fehler begangen wurden und die Voraussetzungen des Strukturhilfegesetzes nicht eingehalten wurden. Diese groben Verfehlungen fallen in die Zeit der früheren Wissenschaftsministerinnen Behler und Kraft. Wir werden uns noch vieles genau anzuschauen haben. Wer hat damals im Wissenschaftsministerium den Bewilligungsbescheid unterschrieben? Wer hat ihn Übergeben?“

Aber Kuhmichel hat nicht alleine die Rolle von Kraft in dem Skandal kritisch hinterfragt. Auch der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Christian Lindner hinterfragte die Rolle der SPD-Spitzenfrau am 30.März 2007 unter der Überschrift „Kraft muss mögliche Mitverantwortung bei Inkubator klären“:

Warum wurde das Inkubator-Zentrum beispielsweise mit dem Instrument der Zuweisung finanziert, bei der das Land Kontrollmöglichkeiten abgibt, und nicht in der bei Summen dieser Höhe üblichen Form der Zuwendung mit Rechenschaftspflichten unmittelbar gegenüber dem Land? Und warum wurde bei der Projektvorbereitung in ihrem Ministerium ausweislich der Akten nicht die Übereinstimmung mit dem Strukturhilfegesetz geprüft? Vor krimineller Energie ist niemand sicher. Aber durch eine fragwürdige Förderpolitik kann Betrug, Missbrauch und Veruntreuung Tür und Tor geöffnet werden. Ihre mögliche Mitverantwortung an diesen Fehlentscheidungen muss Hannelore Kraft klären."

Es ging bei dem Hinterfragen von Hannelore Kraft nicht alleine um eine möglicherweise strafbare Verwicklung. Nein. Es ging vor allem um die Frage nach der politischen Verantwortung von Kraft. Denn sie war, wie gesagt, bis 1. Juni 2005 Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen.

Ich stelle also fest: Zumindest der CDU-Mann Kuhmichel und der FDP-Mann Lindner haben die Rolle von Kraft in dem Skandal kritisch hinterfragt. Weitere Beispiele könnte ich vorbringen, verzichte aber zunächst darauf.

Ich möchte mich lieber dem nächsten Punkt zu wenden, den der Rechtsanwalt von Hannelore Kraft angreift.

Er sagt, Hannelore Kraft sei nicht in den Förderskandal verwickelt gewesen. Bei seiner Aussage stützt sich der Rechtsanwalt auf eine Unterlassungserklärung, die im Jahr 2007 die Westdeutsche Zeitung unterschreiben musste.

Die Zeitung hatte damals behauptet, Hannelore Kraft sei während ihrer Tätigkeit für die ZENIT GmbH (bis April 2001) in die Gründungspläne für das Inkubator-Zentrum einbezogen worden. Dies schreibt die SPD auf ihrer Landtagshomepage.

Gut, die Geschichte der WZ war Bullshit, wie wir alle wissen. Deswegen habe ich das auch nicht behauptet. Ich hab das Stück nicht mal erwähnt.

Ich habe einen völlig anderen Sachverhalt vor Augen, der durch meine Aussage auch gedeckt ist.

Ich hatte geschrieben, dass die Zenit GmbH und nicht Kraft in den Skandal verwickelt war.

Und das kann ich belegen. Die Zenit GmbH war an der Ausrichtung des "Zukunftswettbewerb Ruhrgebiet" in den Jahren 2000 bis 2006 beteiligt. Zumindest hat die Zenit GmbH das Projektbüro des "ZukunftsWettbewerb Ruhrgebiet" unterhalten und dreimal im Jahr die Anträge zum Zukunftswettbewerb angenommen. Zudem saß die Zenit GmbH im Arbeitsausschuss des Ziel-2-Programmes, aus dem zumindest ein Teil der Mittel für den Zukunftswettbewerb kamen.

Die Belege sind hier zu finden: klick, klack und kluck. Die Homepage des Zukunftswettbewerbes wurde mittlerweile gelöscht.

Nun wurde aber genau dieser Wettbewerb von den Prüfern des Landesrechnungshof gerüffelt.

Nach Ansicht der Prüfer waren die Ziele und die Bewertungskriterien des mit 102 Millionen Euro Landesgeld ausgestatteten Wettbewerbs unklar. Wettbewerbsrechtliche Richtlinien seien verletzt und keine seriösen Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit von Projekten gemacht worden.

Hier kann man sich die Kurzfassung des Berichtes des Landesrechnungshof herunterladen. Klack.

Ich darf also mit Recht sagen, die Zenit GmbH war in den Skandal um den Zukunftswettbewerb Ruhrgebiet verwickelt.

Jetzt kommen wieder Merkwürdigkeiten: Denn Hannelore Kraft hatte als Ministerin durchaus mit dem Wettbewerb zu tun.

Sie besucht beispielsweise die Wettbewerbssieger in Hattingen, Bochum und Geilenkirchen und genoss dort den PR-Rummel als Wissenschaftsministerin.

Es ist also richtig zu sagen, sie spielte in diesem Zusammenhang eine Rolle. Aber welche? Das weiß ich nicht. Keine Ahnung.

Als Hannelore Kraft bei der Zenit GmbH arbeitete, war sie in einer Art Europabüro beschäftigt. Dort war sie bis April 2001. Der Zukunftswettbewerb wurde ab 1999 initiiert. Hatte sie damit zu tun? Schließlich ging es beim Zukunftswettbewerb um die Verwendung von europäischen Fördermitteln?

Die Zenit GmbH sagt nein. Zumindest haben mir das Vertreter der Zenit GmbH geschrieben. Das kann sehr gut stimmen. Ich kann es noch nicht nachvollziehen, da mir keine Unterlagen von Hannelore Kraft aus ihrer Zeit bei der Zenit GmbH vorliegen. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich misstrauisch werde.

Warum ist die Kraft-Zenit-Connection so wichtig für Kraft, dass sie die Berichterstattung über diese Verbindung unterdrücken will? Was ist da los gewesen? Warum wurde der Kraft-Lebenslauf verändert?

Ich weiß es nicht. Absolut nicht. Aber ich finde das merkwürdig.

Damit kommen wir zum letzten Punkt in der Forderung des Rechtsanwaltes, eine Unterlassungserklärung zu unterschrieben. Jetzt wird er nämlich richtig spitzfindig.

Er sagt, ich soll nicht behaupten, Hannelore Kraft habe den Hinweis auf die Zenit GmbH aus ihrem Lebenslauf gelöscht, weil die Zenit GmbH in einen Förderskandal verwickelt war.

Erst einmal gibt der Rechtsanwalt hier zu, dass es durchaus sein kann, dass die Zenit GmbH in einen Förderskandal verwickelt war. So wie ich es oben dargelegt habe.

Er sagt aber gleichzeitig zwischen den Zeilen, Hannelore Kraft könnte auch aus einem anderen Grund den Hinweis auf die Mülheimer Firma, ihren langjährigen Arbeitgeber, ihr Karrieresprungbrett in die SPD-Landesspitze gelöscht haben.

Mir fällt das schwer zu glauben. Die Zusammenhänge sehen in meinen Augen ziemlich deutlich aus. So deutlich, dass ich meine Meinung und zwar nur meine Meinung in der Frage ausgedrückt habe, ob das Kürzen des Lebenslaufes etwas mit dem Förderskandal rund um die Zenit GmbH zu tun haben könnte.

Wenn es einen anderen Grund gäbe, hätte mir Hannelore Kraft doch diesen Grund nennen können. Meine Email hat sie doch, zumindest Ihr Rechtsanwalt. Ich hätte ihre Position sofort in diesen Bericht oder in einen neuen eingearbeitet. Kein Problem.

Die Frage in meinem Blog-Beitrag über ihren Lebenslauf ist doch nicht anders als eine öffentliche Bitte um Stellungnahme.

Warum wurde Ihr Lebenslauf auf Ihrer Homepage an einer entscheidenden Stelle überarbeitet, Frau Kraft?

Hannelore Kraft hat nicht geantwortet. Sie erklärte sich nicht.

Warum? Ich würde mich ehrlich freuen, wenn Hannelore Kraft einen nachvollziehbaren Grund angibt, warum der Hinweis auf die Zenit GmbH aus ihrem Lebenslauf verschwunden ist? Platzprobleme kann es im Netz ja kaum geben. Die Kürzung kann eigentlich nur inhaltliche Gründe haben.

Statt zu reden hat die SPD-Landespolitikerin lieber reflexartig den juristischen Hammer rausgeholt, um mich schnell mundtot zu machen. Freitag hat der Rechtsanwalt die Unterlassungserklärung rausgeschickt. Montag soll ich unterzeichnen. Eine echte Chance, mich mit einem eigenen Rechtsberater zu unterhalten, kann ich über das Wochenende nicht haben.

Hat die Eile etwas damit zu tun, dass die CDU meine Fragen in einer Wahlkampfpostkarte übernahm – wie ich berichtet habe? Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur, dass Hannelore Kraft auch nicht mit der CDU die politische Auseinandersetzung über ihre Verantwortung in dem lange vergessenen Förderskandal gesucht hat, sondern stattdessen auch dort ihren Rechtsanwalt auf den politischen Konkurrenten losgeschickt hat.

Eine ganze Partei mundtot machen zu wollen, ist, glaube ich, keine so gute Idee. Ich als Blogger kann mich nur begrenzt wehren. Ich kann finanziell ausgetrocknet werden. Aber die CDU? Eher nicht.

Wie dem auch sei. Ich werde die Unterlassungserklärung nicht unterschreiben. Ich wage die juristische Auseinandersetzung. Es liegt an Hannelore Kraft, ob sie mich jetzt verklagt. Wenn ich bestraft werde, weil ich danach frage, ob der Lebenslauf von Hannelore Kraft verändert wurde, weil ihr alter Arbeitgeber in einen Förderskandal verwickelt war. Dann muss ich halt bestraft werden.

 

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149 Kommentare zu “SPD-Spitzenkandidatin Kraft gegen Ruhrbarone

  • #1
    Casi

    Mann mann, Frau Kraft – kennen sie eigentlich Frau Streisand? Den Namen werden sie in nächster Zeit sicher öfters mal zu hören bekommen 😉
    Ich denke, es ist die richtige Entscheidung, die Unterlassungserklärung nicht zu unterzeichnen, David. Bloße Meinungsäußerung sollte doch wohl noch erlaubt sein. Bin gespannt, wie sich das hier weiter entwickelt…

  • #2
  • #3
    christian

    Frau Kraft ist offenbar daran interessiert, dass ihrem Wikipedia-Artikel ein weiterer Absatz hinzugefügt wird. 😉

  • #4
    Werner Jurga

    Ich nehme an, Hannelore Kraft hat den Hinweis auf die Zenit GmbH aus ihrem Lebenslauf gelöscht, weil die Zenit GmbH in einen Förderskandal verwickelt war.

  • #5
    Tim Shady

    Tja, so ist das eben. Viele Politiker wollen nicht wahr haben, dass manch eine Diskussion sich inzwischen im Net schneller verbreitet als das gewünscht ist! Und gerade eine solche Reaktion, gleich den Anwalt einzuschalten und damit, auch mittels finanzieller Forderungen (für die Unterlassungserklärung!), den Blogger einem gewissen Druck auszusetzen, verbreitet sich inzwischen schneller im Net als die Real-World-Politiker es wissen 🙂 Daher bin ich ICH auf diesen Artikel aufmerksam geworden!

    Was der Autor hier schreibt, liest sich meiner Meinung nach nachvollziehbar und auch mich wundert es, wenn eine Frau, wie die SPD-Landeschefin Nordrhein-Westfalens, die sich zudem für den Ministerpräsidenten-Sitz bewerben wird, dazu nicht äußern mag! Also zumindest nicht direkt, denn ihre Art der Antwort war ja auch eine 🙂

    Die direkte Demokratie im Internet, dass nämlich die Surfer und Blogger ihre Meinung frei heraus sagen, setzt zunehmend auch Politiker unter Druck und bringt sie in Erklärungsnot. Nicht mehr nur allein die Presse „schnüffelt“ ihnen nun nach, jetzt sind es auch die einfachen, polit-interessierten Bürger, die für manch einen Politiker dadurch zu einem „Belastungsfaktor“ werden können.
    Aber Herrschaften, auch DAS ist Demokratie, sogar Basis-Demokratie und solange keine Beleidigungen oder falsche Tatsachen in Umlauf gebracht werden, ist das doch das System, das uns in der Schule und im Leben so sehr angepriesen wird…oder nicht? 😛

    Ich werde diese hier geführte Diskussion mit sehr großem Interesse weiter verfolgen, sowohl die sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema, als auch die weiteren Reaktionen seitens Frau Krafts!!! Schließlich möchte ich auch über Sachverhalte aufgeklärt sein, die eine Person betreffen, die sich für ein hohes Amt in unserem Land NRW bewirbt!

    Danke für den Bericht an den Autor dieses Blogs!

  • #6
  • #7
    Dirk Schmidt

    Erfahrung ist bei David Schraven doch mit sowas vorhanden. Durchhalten. Das Netz bewirkt da meines Erachtens eine Veränderung der bisheringen Instrumente, um unliebsame Geschichten zu unterdrücken – davon werden dauerhafte Politiker aller Parteien betroffen sein.

    Kraftilanti hat sich offenbar für ein ungeeingnetes Instrument entscheiden.

  • #8
    Till E.

    Hallo Frau Kraft,
    sicherlich werden Sie (oder Ihre Anwälte) diese Seite Frequentieren. Da frage ich Sie:
    Als Till Eulenspiegel erinnere ich mich, dass es im WWW eine sogenannte WAYBACK. Maschine gibt. Hier kann jeder auch alte Ausgaben der Vergangenheit reanimierten.

    Nun erklären Sie mal warum in Ihrer Ausgabe vom 03. März 2006 ? nachzulesen unter:
    http://web.archive.org/web/20060303135708/www.hannelore-kraft.de/.net/html/8644/welcome.html
    folgendes steht:
    Diplom-Ökonomin 1989 ? 2001
    Unternehmensberaterin und Projektleiterin beim Zentrum für Innovation und Technik NRW (ZENIT GmbH) in Mülheim an der Ruhr

    In Ihrer Aktuellen Ausgabe (http://www.hannelore-kraft.de/html/8644/welcome/Zur-Person.html) fehlt dort der Zenit-Bezug(wer weiß was sonst noch) ? aus welchen Grünen auch immer!

    1989
    Abschluss als Diplom-Ökonomin
    ??.
    1989 – 2001
    Unternehmensberaterin und Projektleiterin

    Dass die Politiker gerade aufs Internet bezogen oft nur ein sehr begrenztes Kurzzeitgedächtnis zurückgreifen können, hatte ich schon bei Ihrem Ex-Kollegen Dr. Bernd Kaspereck mit seinem ?klaren Kanten Ausstieg? feststellen dürfen (http://www.pro-herten.de/download/transparenz/drbk.pdf. Sei es drum, das weltweite Netz hat halt ein Langzeitgedächtnis ? daran sollten Sie sich und auch Anwälte erinnern. Nimmt man die Summe der Veröffentlichungen aus der Vergangenheit ? so sollte doch auch in Ihrem Fall ein politisches Resümee ohne anwaltliche Hilfe denkbar sein.

  • #9
    Jörg Skorpil

    Super Arbeit David! Lass dich nicht unter kriegen! Die Web-Gemeinde hat schon oft genug gezeigt, dass sie nicht Mundtot zu bekommen ist.

    VG

    Jörg

  • Pingback: mediaclinique | ralf schwartz

  • #11
    Heino Lerche

    Frau Kraft hätte doch einfach in einem Kommentar zu Ihrem Artikel ihre Sicht der Dinge darstellen können.

  • #12
  • #13
    Werner Jurga

    @ Tim Shady (#5)
    Sie schreiben von der „SPD-Landeschefin Nordrhein-Westfalens, die sich zudem für den Ministerpräsidenten-Sitz bewerben wird“. Wissen Sie mehr darüber? – Also, das konnte ich mir eigentlich noch nie vorstellen, und nach dieser Geschichte halte ich dies für nahezu ausgeschlossen. Mal abwarten …

  • #14
    Arestris

    fast ironisch lustig im Zusammenhang mit dieser Sache ist das Eingangszitat auf ihrer Webseite:

    „Gemäß meinem Motto: ?Offen und ehrlich, aber nicht immer bequem?, stehe ich für Offenheit und Transparenz.“

    Wohl nur solang, wie es nicht um ihre Person geht, oder?

  • #15
    Tim Shady

    @Werner Jurga
    Laut Artikel von WELT ONLINE ist Hannelore Kraft vom SPD-Vorstand schon 2006 zur Spitzenkandidatin gekürt worden:
    http://www.welt.de/wams_print/article4015023/Die-Spitzenkandidatin.html

    Ich denke, zumindest hoffe ich das, dass ein Wahlparteitag dazu auch noch was zu sagen hat! Allerdings ist die ehemalige Volkspartei SPD, meiner Meinung nach, auch in NRW von den Prozentzahlen her nicht in der Position, sich durch parteiinterne Machtspielchen noch mehr Prozente von der Konkurrenz wegnehmen zu lassen 🙂

  • #16
    Dennis

    Ich sitze hier fassungslos vorm Rechner. Ich hätte ein solches Verhalten niemals der SPD zugetraut. Die Masche mit der Unterlassungserklärung zum Wochenende ist, meiner persönlichen Meinung nach, das bodenlos allerletzte.

    Das Kraft soetwas für sich selbst in Erwägung zieht, stellt sie für mich in ein äußerst schlechtes Licht. Ist ihr denn der eigene Mund abhanden gekommen? Ist sie nicht in der Lage, ihren Standpunkt selbst zu kommunizieren?

    Ich bin enttäuscht und entsetzt von einigen Akteuren dieser Partei. Krafts Verhalten ist mir unerklärlich, wie die komplette SPD im Moment.

  • Pingback: F!XMBR

  • #18
    NichtausNRW

    Da sucht sich eine versinkende SPD doch genau den passenden Nachwuchs.
    Die glauben wirklich aus solchen Reihen einen neuen Obama für ihre gute Sache zu finden.

    Na dann viel Glück!

  • #19
  • #20
    H. Schrozberg

    @David Schraven

    Mal wieder ein richtig guter Artikel!

    BTW: Wissen Sie ob es gegen Silvana Koch-Mehrin (musste beim Lesen dieses Artikels da unweigerlich irgendwie drandenken) eigentlich Strafanzeige wg. falscher eidesstattlicher Versicherung erstattet wurde oder in diesem Fall sonst etwas weiter passiert ist? Danke.

  • #21
    Ute

    Nun, wer mit Kanonen auf Spatzen schießt, wird halt evtl. zum Rohrkrepierer. Das wird auch Frau Kraft noch irgendwann feststellen. Als ob das aktuelle Image der SPD nicht schon mies genug wäre… Wenn das so weitergeht, können sie bald froh sein, wenn sie über die 5%-Hürde kommen.

  • #22
    Daniel

    Zuerst einmal Respekt dafuer dass Du Dich nicht einschuechtern laesst! Dieses Whitewashing ist in der Tat miess und (wenn man erwischt wurde) den Anwalt hinterherzuhetzen sowieso.

    Lass uns bitte wissen wie es weitergeht und wenn Du finanzielle Unterstuetzung brauchst.

  • #23
    Mao aus Duisburg

    Ist es nicht schön. Zuerst buddeln die Ruhrbarone den Skandal um Silvana Koch-Mehrin und um ihre angebliche Präsenz (bzw Nicht-Präsenz) im EU-Parlament aus und forcieren die Debatte, bis kurz vor der Wahl kein Tag und keine (bis auf Illner) Talkshow vergeht, in der sich nicht irgendein FDP-Vertreter zu den Vorwürfen äußern muss – sogar JBK, der Kuschel-Moderator des ZDF, hat Guuuiddooo Westerwelle mit den Blog-Einträgen von Ruhrbarone ins Kreuzverhör genommen. Und wer erinnert sich nicht an die Debatte hier bei Ruhrbarone, die vor allem von PC-Geräten aus der FDP-Bundesgeschäftsstelle gegen David gesteuert wurde.
    Wie waren noch mal die Vorwürfe: Einseitige Berichterstattung! Tendenz-Journalismus! Politisch eingefärbte Berichterstattung!

    Nun fasse ich mal die letzten drei Monate zusammen:

    1. Zuerst hat David Greenpeace und die Ökoaktivisten der Grünen in die Pfanne.
    2. Dann kriegt CDU-Minister Uhlenberg mal wieder sein Fett weg.
    3. Dann die FDP vor der Europawahl
    4. Und nun die SPD.

    Jetzt kann man natürlich daraus schlussfolgern, dass David entweder Mitglieder der Piraten-Partei, der Jogi-Flieger oder der NPD ist – oder eben einfach einer guter Journalist.

    Weiter so! Wir wollen jetzt eine zweite Silvana Koch-Mehrin-Debatte hier in NRW. Die Basis ist gelegt. Nun muss nachgelegt werden.

  • #24
    MadWolf

    Genau aus diesen Gründen hat die SPD für eine Zensur im Internet gestimmt…

  • #25
    fifi

    schön und gut.
    ich würde auch nicht unterschreiben und denke auch nicht, dass du da noch was befürchten musst.

    spannend zu sehen, dass es übereifrige anwälte offenbar auf allen politischen seiten gibt. in jeden fall ein weiteres beispiel von politischer netzinkompetenz #find

    trotzdem: ich werd das gefühl nicht los, dass erneut aus einer kleinigkeit ein möchtegern-skandal gemacht wird. daran sind aber die angesprochenen anwälte sicher nicht minder schuld 😉

  • #26
    H. Schrozberg

    „Die Politik sucht nach Mitteln zu zeigen was sie kann und dabei vernichtet sie den Rechtsstaat. Und das ist im Grunde das Verbrechen.“ (Prof. Peter-Alexis Albrecht, Strafrechtler an der Uni Frankfurt) http://bit.ly/7K4wi

  • #27
  • #28
    Ralle

    Nur weiter so. Courage ist genau dass was dieses Land jetzt braucht. Dass Du finanziell ausgetrocknet wirst glaube ich nicht. Bei der aktuellen Stimmung im Netz findest du sicher einige die Ihr Portemonnaie öffnen um dich zu supporten. Meins sitzt auf jeden Fall schon locker 😉

  • #29
    Niko Dittmann

    Und der nächste, der behauptet, das Netz sei ein rechtsfreier Raum, den schicken wir dann direkt zu Kraft und ihren Anwalt. Die zwei wissen’s besser. Und gleichzeitig beweisen sie, dass – wenn man schon Rechtsmittel einlegt, das unbedingt unter Einbeziehung aller Beteiligten passieren muss, und nicht über geheime Zensurlisten. Damit will ich mit Nichten das Abmahnwesen schönreden, aber seit neulich sind Abmahnungen halt nur noch das Zweit-Hinterletzte.

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  • #31
    westernworld

    eines bringt euch die angelegenheit bestimmt, neue leser. der artikel wird fleißig weitergetwittert.

  • #32
    Oliver

    Das ist ein guter Beitrag! Und damit hat die NRW-SPD (mal wieder) einen ihrer (nicht mehr so zahlreichen) Wähler verloren.

  • #33
    Tim

    Merken die eigentlich noch was, die Volksvertreter mal ganz allgemein. Da erhält der Bürger detailliert Auskunft über alle Praktika, die Frau Kraft absolviert hat, aber 12 Jahre Berufsleben werden als „Unternehmensbaraterin und Projektleiterin“ abgefrühstückt.

    Meine persönliche Meinung. Der Grund dafür ist, dass, Frau Kraft sich als „Wirtschaftsfrau“ präsentieren will. Sozusagen als Quereinsteiger, die frischen Wind bringt. Vertuschung von Skandalen würd eich eher ausschließen. Wenn man böse ist, könnte der Parteieintritt auch anders interpretiert werden. Nach 4 Jahren bei ZENIT hat sie erkannt, dass man nur mit Parteibuch in dem Laden weiterkommt.

  • #34
  • #35
    err0r

    joa genial
    der suchausdruck:
    Hannelore Kraft zenit gmbh
    liefert jetzt sofort ihr unmoegliches verhalten…
    das nennt man wohl eigentor.

    haette die frau ahnung von neuen medien, haette sie es einfach ignoriert… harhar

  • #36
    Frank

    Erstaunlich, dass die gute Frau ob der, na sagen wir mal, recht schwierigen Situation ihrer Partei in NRW Zeit für sowas hat.

  • #37
  • Pingback: Mondscheins Sonate

  • Pingback: Kausch & Friends

  • #40
  • #41
    David Schraven Beitragsautor

    @ all

    DANKE für den Zuspruch. Das hilft sehr. Es geht jetzt richtig los. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

    Die Kernfrage ist derzeit: Was ist bei Zenit passiert?

  • Pingback: kaliban

  • #43
    Trotzendorff

    Erstaunlich, wie viele Anwälte es immer noch nicht begriffen haben. Um die paar hundert Euro kann es doch ernsthaft nicht gehen oder? Und tatsächlich zu glauben, man könne mit solchen Aktionen mehr erreichen, vielleicht sogar die Reputation der Mandantin schützen oder wiederherstellen, wurde doch nun oft genug widerlegt. Glück auf!

  • #44
  • #45
    Ascaso

    Wow, gut recherchiert. Da kann einiges hängen bleiben an der NRW-Sozenfrontfrau Kraft. Der Fall um Zenit lief bisher an meiner Aufmerksamkeitsschwelle vorbei. Ich finde es von Krafts Anwalt sehr erfreulich und dankenswert, das er für die Vergangenheit einer Wissenschaftsministerin etwas Netzöffentlichkeit erzeugt.
    In diesem Sinne, Fragen stellen ist so ziemlich das beste Prinzip zum Erkenntnisgewinn, das hat schon Sokrates so praktiziert.
    Deshalb Mast- und Schotbruch auf der hohen See der deutschen Rechtssprechung!

    [personal remark for my memory: Hannelore Kraft auf Liste speichern]

  • #46
    egghat

    Die Story ist gut. Wieviele Leser hatte die beim ersten Mal? 1000? Jetzt hat sie 10.000. Und morgen vielleicht 100.000, wenn jemand die Geschichte aufnimmt. Und dass die Presse solche Stories gerne übernimmt (man kann auch „abschreibt“ sagen), wissen wir alle.

    Die SPD macht hier völlig unnötig aus einer Mücke einen Elefanten. Mich würde nur interessieren, ob die das auch machen würden, wenn die WAZ die Story gebracht hätte …

  • #47
    Helmut van Houdt

    Lieber David Schavran,

    auch wenn ich den Schritt von Frau Kraft mittels Rechtsweg gegen deine Ausführungen vorzugehen, zumindestens für befremdlich halte, um nicht sogar festzustellen, dass dies nach meinem Ermessen übertrieben ist, so will ich es aber nicht versäumen mal deinen „Schreibstil“ etwas genauer zu betrachten.

    Schon in der Überschrift kommst Du „zur Sache“: Lebenslauf aufgehübscht, Vergangenheit poliert. Schön, wenig Infos, viel Wertung. So wünsche ich es mir als Leser! Oder vielleicht doch nicht?

    Damit Du mich in meiner Intention besser verstehst, will ich mal adhoc diesen „Stil“ kopieren, ich hoffe, ich erhalte von Dir keine Diebstahlsanzeige:

    Wer ist David S.? Wer bezahlt David S.?
    David S. ist ein sich gerne mit dem Adelstitel „Baron“ schmückender vermutlich aus dem Ruhrgebiet stammender nicht mehr ganz so junger Mann, der mit großem pseudo-moralischen Anspruch in der Bloggerwelt seine Duftmarken zu setzen versteht.

    Wer sich von den Grünen zu einem Parteitag einladen läßt, der hat die Neutralität verloren und betreibt Schleichwerbung, Wer dagegen wie er für die Grünen-nahe Böllstiftung als Texttrainer arbeitet oder gearbeitet hat, der ist ein Ehrenmann!?

    Sein Motto „Journalismus ist, wenn man etwas druckt, was ein anderer lieber nicht gedruckt sehen will,“ dies ist eine klare „Kampfansage“ und keine Definition von Journalismus im Sinne von Information und Aufklärung. Aber wer will schon Aufklärung und Infos? Es ist doch viel schöner anzuklagen, so hat Mann auch die Chance als Freier Journalist mal einen Artikel bei der Zeit oder der Welt am Sonntag gegen Honorar unterzubringen, schließlich müssen auch Wächter leben.

    Einen Wächterpreis hat unser Held nämlich auch erhalten, dem uninformierten Leser und Leserin sei gesagt, dieser Preis wurde nicht im Iran verliehen. Die sprachliche Nähe zu undemokratischen Gruppen aus dem Iran ist zufällig und liegt nur im allzu sorglosen Umgang mit Sprache begründet.

    Schade, trotz intensiver Suche, konnte ich die Internetseite unseres Helden nicht finden, ich hätte sie hier gerne angegeben. Mit einem Lebenslauf von David S. kann ich dementsprechend auch nicht dienen. Was höre ich da jemanden rufen, mein Held versteckt seinen Lebenslauf, er hat ihn aufpoliert, er hält ihn versteckt! Nein, nein, ihr könnt mir meinen Helden nicht madig machen, der hat schon bei der TAZ ein Volontariat gemacht, obwohl er zu viel Größerem berufen ist. Wir wissen nicht, ob es die TAZ ohne unseren Helden geben würde.

    Also, seid nett zu einem Menschen, dem schon soviel Unrecht ereilte, der besser als wir uns sagen kann, was Gut und Böse ist.
    Hoffe, mein Loblied auf unseren Helden unterliegt nicht der Zensur,
    Helmut

  • #48
    David Schraven Beitragsautor

    Hi Helmut,

    ich heiße David Schraven. Meine Homepage nennt man Ruhrbarone.de. Und ansonsten verstehe ich Dich nicht.

  • #49
    Nightlynx

    Solltest Du Unterstützung brauchen, so läßt sich sicher eine Sammlung für die Opfer der Zensurpartei Deutschlands (ZPD) einrichten. Ich kenne einige, die da gerne aushelfen.

    Grüße aus dem Exil!

  • #50
    Tom

    Ich drück dir die Daumen. Offensichtlich bist du im Recht, aber das bedeutet ja leider nicht automatisch auch Recht zu bekommen. Zumindest wird Frau Kraft und ihr Lebenslauf nun noch berühmter als sie es gern hätte. 🙂

  • #51
    Tharben

    Mir ist es peinlich, dass ich jemals SPD gewählt habe. Dabei ist Frau Kraft nur ein Puzzleteil, aus dem sich dieses Gefühl zusammensetzt. Die paar verbliebenen aufrechten Genossen sollten zur Piratenpartei, den Grünen oder den Linken wechseln. Der Rest gehört unter 5%.

    Dir alles gute, David!

  • #52
    pantoffelpunk

    Durchhalten und im Falle eines Falles einen paypal-Spendenbutton installieren.
    We are Legion.
    We do not forgive.
    We do not forget.
    We will be heard.

    Expect us. 🙂

  • #53
    Keinen Zusammenhang

    Niemand hat vor, |(eine Mauer zu bauen)|, einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden des früheren Arbeitsgebers von Hannelore kraft in Ihren Lebenslauf, und einem Förderskandal des Unternehmens Zenit GmbH zu bilden…..!

  • #54
    realityfanclub

    …super Anwalt. Wenn man sich die Sache mit den Kosten verkneift, gibt es doch noch eine gewisse Chance, dass ein Blogger die beanstandeten Inhalte offline nimmt und sich den Ärger spart – ist nicht gut, aber durchaus verständlich. Aber so fordert man den offenen Konflikt doch geradezu heraus – und der ist PR-technisch jetzt schon verloren.
    Egal wie die Sachlage aussieht – so etwas ist einfach nur dumm. Dir viel Glück! – aber wenn die Sache tatsächlich vor Gericht geht, verlier ich noch ein großes Stück von meinem Glauben an die Vernunft.

  • #55
  • #56
  • #57
    Eva

    Wiederholt macht sich das Spitzenpersonal der SPD lächerlich. Und das auch noch völlig überflüssig, ohne jeden Grund. Wie war das noch, 30 Prozent plus X?

  • #58
    Jan

    Wie hieß noch gleich dieser PDS Mensch der Ähnliches vor ein paar Wochen veranstaltet hat? Was sind das bloß für Anwälte die einem zu so einem PR-technischen Selbstmord raten??? Schreib mir ne Mail wenn es doch zur Klage kommt (E-Mail Adresse hast Du) – bin mit einer Spende dabei.

    @ Frau Kraft & Anwalt:

    Richtig wäre gewesen: Mail an Herrn Schrave schreiben und wie gegenüber Spiegel.de darauf hinweisen „[…]früheren Arbeitgeber noch immer und für jeden überprüfbar auf der Homepage der SPD-Landtagsfraktion und der SPD-Landespartei zu lesen ist.“. Gelle? Nicht immer gleich den Vorschlaghammer! Kein Mensch hätte das zur Kenntnis genommen und Sie hätten ganz einfach alles klar gestellt.

  • #59
    noidea

    Einige Politiker haben es wirklich sehr gut drauf das Volk zu verarschen. Ich denke manchmal, dass der gemeine Politiker davon ausgeht der Wähler könne nicht weiter denken als 2 Meter Feldweg. Leider ist dem nicht so. Wähler können sehr wohl Denken und auch Rückschlüsse führen. Und aus diesem Grund wird gerade die SPD nicht nur bei der anstehenden Bundestagswahl, sondern auch in NRW im nächsten Jahr weiter an Bedeutung verlieren.
    Quasi das 18% Projekt von der FDP abgekupfert… nur aus der falschen Richtung.

  • #60
    Frank

    s. auch http://web.archive.org/web/20070826111926/http://www.zukunftswettbewerb.de/

    http://web.archive.org/web/20070214073854/www.zukunftswettbewerb.de/dokumentation/index.html verweist ebenfalls noch auf PFD-Dateien, in denen die Zenit GmbH genannt ist, z.B. diese:
    http://web.archive.org/web/20070214073854/http://www.zukunftswettbewerb.de/antraege/05_ZWR-Ausschreib-neu.pdf

  • #61
    Björn

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, auch ich bin völlig fassungslos.

    Wer jetzt noch einen Grund sucht, die alte Tante SPD NICHT zu wählen, sollte das grundsätzliche Verständnis der Demokratie solch einer Volkspartei hinterfragen.

    Herr Schraven, bitte weiter so.

  • #62
    hering51

    Es ist ein solches Trauerspiel. Aber dieser SPD ist nun wirklich nicht mehr zu helfen. Schade um all die Genossen die ihr immer noch die Treue halten. Frau Kraft, wenn Sie noch ein klein wenig Anstand besitzen treten Sie einfach zurück.

  • #63
    Stephan Herold

    Danke David!
    Dein Engagement wird weiterführend dabei helfen das das Netz in der deutschen Politik als feste und mächtige mediale Instanz wahrgenommen wird. Irgendwie dringt das ja bis dato nicht bis zu den meisten durch…

    Nicht einschüchtern lassen, das Web steht hinter dir!

    Grüße aus Hamburg

    sherold

  • #64
    stelf

    moment mal, der klagt jetz, weil sie irgendwie im Dunstkreis dieses Förderskandales stand, man aber ihr ncihts nachweisen konnte und die Nennung dieses Zusammenhangs rufschaedigend sein koennte?

    falls Tauss freigesprochen wird, sollte er mal diesen Anwalt engagieren sobald irgendwer die Ermittlungen nochmal erwaehnt…

  • #65
    Canary

    Also, Frau Kraft müsste im Interesse ihrer Partei zurücktreten! Aber sowas von schnell! Wenn sich ja demgegenüber jemand auf öffentlichen Plätzen über die Info mit anderen unterhält, kommt doch auch kein Anwalt gleich mit einer Abmahnung daher! UNVERSCHÄMTHEIT SOWAS!

  • #66
    Lonesome Walker

    😀 selten so gelacht…
    aber man soll ja auch mal die Kehrseite sehen:
    auch schlechte Publicity ist Publicity.

    Vielleicht hat ihr PR-Berater ja gemeint, so den Bekanntheitsgrad zu erhöhen…?

  • #67
  • #68
    malso

    Die Antwort ist einfach:

    Frau Kraft interessiert sich vielmehr für Ihre Karriere als für as Gemeinwohl… Sprich für die eigene Tasche…

  • #69
    Ulrich

    Die regierenden Parteien und im speziellen die SPD scheint ja tatsächlich beratungsresistent zu sein und wollen einfach nicht lernen das wir im Informationszeitalter angekommen sind. Aber es ist immer so, erst muss man ganz unten angekommen, d.h. es muss richtig wehtun, bis sich die verkrusteten Parteistrukturen aus dem Industrialisierungszeitalter auflösen und die Parteien im 21 Jahrhundert ankommen.
    Ich hoffe dass dieser Tiefpunkt durch die nächsten Wahlen erreicht wird und wir wieder regierende Parteien bekommen, in denen fähige Personen aus dem 21 Jahrhundert sitzen und sich die richtigen Berater zur Unterstützung auswählen.

    Also David, sei Dir meiner vollste Unterstützung bewusst und halte durch.

    Bei der Spende bin ich natürlich auch dabei!

    Viele Grüße
    Uli

  • Pingback: Verschlusssache

  • #71
    Peter Wäger

    Ich bin aus der Schweiz und lese mit Interesse, was da abläuft!

    Offenbar hat Frau Kraft keine Ahnung, wie man mit solchen Vorwürfen umgeht. Sie macht so ziemlich das Dümmste, was man machen kann. Sie hat schon verloren.

    Bleiben Sie hart Herr Schraven.

    Herzlichen Gruss und viel Erfolg.

    pw

  • Pingback: darktiger.org

  • #73
    gravis67

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Frau Kraft hat nichts gegen den Bericht über die Kürzung des Lebenslaufs – Die Änderungen sind belegt, das sind Fakten. Problematischer wird es, wenn durch geschickte Fragestellungen und den Hinweis auf Zenit durch David, der Eindruck beim Leser erweckt wird, Frau Kraft hätte etwas mit dem Förderskandal zu tun. Das hat sie wohl nicht, zumindest gibt es keinerlei Meldungen über eine Verbindung von Frau Kraft und dem Förderskandal. Und darum geht es, nicht um so blöde Kürzung des Lebenslauf. Das ist mit Verlaub Kinderk…

  • #74
    Juergen K.

    Man kann, falls Interesse an anderen „Gelegenheiten“ besteht,
    mal den Verkauf der LEG Immobilien unter die Lupe nehmen.

    Gestern lief irgendwo in der glotze ein Bericht üner eine befragung von LINSEN , dabei dargestellt ein Betrag von 12 500 Euro pro Wohnung.

    12 K pro Eigentumswohnung.
    Ein anderer Fall von Geschenk an Hedge-Fonds.

  • #75
    Prinz Rupi

    Ist es nicht höchst intelligent von dieser Dame, den juristischen Hammer heraus zu holen, um ein klein wenig auf sich aufmerksam zu machen? Das passt doch ausgezeichnet in die heiße Zeit des Wahlkampfes. Vielleicht wird ihr auch noch das Glück einer Hauptverhandlung zuteil, dann hat sie mehr Schlagzeilen als sie sich je gewünscht hätte. So macht Internetten Spaß!

    PS. Lass dich bloß nicht von diesen Schlag-den-Frager-Typen mundtot machen!

  • #76
    Alexander Trust

    Es betrifft übrigens nicht nur Politiker, auch Privatleute, Unternehmer oder selbst Jugendliche drohen manchmal mit dem Anwalt, wenn sie feststellen, dass Tatsachen von Ihnen im Netz einfach nur wiedergekäut werden.

    Ich denke es ist an der Zeit, diese Leute zum Umdenken zu bewegen. Man versucht in so einer Situation dann den Spieß umzudrehen, und auf einmal ist dann derjenige, der Wahrheit kundtut, der Schuldige?! Wenn Journalisten das tun, dann werden sie durch die mediale Öffentlichkeit geschützt. Bei Bloggern ist das nicht immer gegeben. Aber ich denke in diesem Fall wird David zur Not auch vor Gericht Recht kriegen.

  • #77
  • #78
    Querine

    Geradezu genial – ein Hinweis auf eine Veränderung des Lebenslaufs, dazu eine bloße Vermtung, woran das liegen könnte, und das so unangreifbar, dass Frau Kraft jetzt Unterlassung von etwas fordert, was niemals gesagt wurde.

    Dumm gelaufen für Frau Kraft.

    Danke, David Schraven.

  • #79
    Denise

    ZENIT?
    Die ZENIT hat 2006 zusammen mit der GSW (Gesellschaft der sicherheits- und
    wehrtechnischen Wirtschaft in NRW) die Special
    Interest Group Security and Defence (SEDE) gegründet, um den Technologietransfer zwischen europäischen Firmen zu erleichtern. Mitglieder von SEDE können nur „wichtige Multiplikatoren“ werden.

    nachzulesen u.a. in: „Die deutsche Rüstungslobby“ von Paul Schäfer

    Als Rüstungslobbyist ist das Leben manchmal schwer.

    Gruß Denise

  • #80
    derkauz

    Sehr gut recherchiert David Schraven.
    So ist es halt wenn man nachhaltig versucht Sachen zu schönern aber nicht damit rechnet das es doch Leute gibt die genauer hinschauen.

    Danke, für das Licht David Schraven.

  • #81
    egghat

    Wie erwartet hat sich ein „Mainstreammedium“ des Themas angenommen. Damit ist das Eigentor jetzt fertig.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,633281,00.html

    Wie man auf so wackliger Basis (der Text ist fast nicht angreifbar) eine solche mediale Katastrophe riskieren kann, ist mit schleierhaft …

    Aus 1000 Lesern sind jetzt 100.000 geworden …

  • #82
    gravis67

    @derkauz

    Was hat David recherchiert?
    Hannelore Kraft hat ihren Lebenslauf auf ihrer Homepage gekürzt. Fakt, ist so, wir nicht bestritten.
    Was versucht David zu konstruieren?
    Einen Zusammenhang von Kürzung des Lebenslaufs mit dem Förderskandal (2007 aufgedeckt). Das ist das Problem. Dazu gibt es keine Belege von David. Nur Vermutungen.

  • #83
    Helmut van Houdt

    Oh welch ein Niveau! Habe weder Respekt noch finde ich Davids Arbeit super. David stellt nicht nur Tatsachen-Behauptungen auf, er wertet auch eindeutig, indem er schreibt: Lebenslauf aufgehübscht und Vergangenheit poliert. Und hier liegt das Problem. Wenn Frau Kraft mich gefragt hätte, ob sie dagegen rechtlich vorgehen soll, so hätte ich ihr abgeraten, weil sie damit David zuviel Aufmerksamkeit schenkt und ein zweifacher Vater bei mir eine gewisse „Narrenfreiheit“ genießt.

    Um es noch einmal zu verdeutlichen, David hat in St. Petersburg gelebt. Einen lückenlosen Lebenslauf von David konnte ich trotz intensivstem Suchen nicht im Netz finden. David hat für die TAZ gearbeitet. Dies sind drei Tatsachenbehauptungen. Dagegen ist nichts einzuwenden.

    Behaupte ich allerdings, dass D. im Auftrag der Russenmafia die TAZ unterwandern wollte, und deswegen auch kein Lebenslauf von ihm zu finden ist, so hätte David das Recht gegen diese wertende Behauptung gerichtlich vorzugehen und seine Chancen wären mehr als gut und dies entspricht wohl auch unserem Rechtsempfinden.

    Und noch einen Hinweis an Alexander Trust, auch Tatsachenbehauptungen können ehrverletzend sein und sind deswegen nicht immer korrekt. Ich hoffe, jeder hat schon mal onaniert, aber diese vermutete Tatsachenbehauptung gibt mir nicht das Recht Menschen als Wixer zu bezeichnen.

    Hoffe, dass die Problematik verstanden wird: Auch das Netz ist kein rechtsfreier Raum und wer dies mit Zensur verwechselt, der hat ein Abstraktionsvermögen, was ich um nicht auch eine Beleidigungsklage zu erhalten, milde als ausbaufähig bezeichne.

    Einen Rat will ich David, ob er unterschreiben soll oder auf eine Klage warten soll, nicht erteilen. Aber vielleicht sollte David all diejenigen bitten, die ihm jetzt leichtfertig raten den juristischen Weg abzuwarten, ihm eine höhere Geldsumme für die eventuellen Kosten zu spenden. So würden leichtfertig gemachte Ratschläge wie „super, halt durch“, auf ihre Ernsthaftigkeit überprüft.

    In diesem Sinne, kein Rat,
    Helmut

  • #84
  • #85
    Nohab

    Auch Telepolis hat sich unter dem Titel: „Krieg zwischen Bloggern und SPD“ des Themas angenommen:
    http://www.heise.de/tp/blogs/8/141293
    Ich sach nur: Durchhalten David, jeder Rechtsanwalt, der sein Geld wert ist, gewinnt das Ding mühelos.

    Und hier noch’n Link für die werte Frau Kraft:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt
    Ausdrucken, LESEN und zur Erinnerung neben den Monitor hängen.

    Regards
    Nohab.

  • #86
    Querine

    @Helmut,

    Sie sollten sich dringend mit dem Unterschied zwischen Tatsachenbehauptung und Meinungsäußerung befassen. Die wahre Tatsache besteht darin, dass die Homepage geändert wurde, indem ein Aspekt aus dem Lebenslauf herausgenommen wurde. Wenn dazu dann etwas geschrieben wird, was mit „vielleicht“ anfängt, dann ist das eine Vermutung, und damit erstmal eine Meinung. Und das, was als möglicher Grund für die Lebenslaufänderung angegeben wird, ist wieder eine belegte Tatsache. Da wird also vermutet, dass die eine Tatsache auf der anderen beruhen könnte. Und noch dazu betreffen beide Tatsachen Hannelore Kraft unmittelbar selber. Der Lebenslauf wurde in einem Punkt geändert, der sich auf etwas bezieht, bezgl. dessen die Rolle von Hannelore Kraft hinterfragt worden war. Da besteht also ein Zusammenhang zwischen Eintrag im Lebenslauf und Hinterfragung, zwischen zwei belegten und ohnehin schon bekannten Tatsachen. Denn ohne das, was im Lebenslauf da steht, gäbe es ja auch keinen Grund für die Hinterfragung, oder? Also haben wir eine Vermutung auf Tatsachenbasis, dass die Entfernung des Eintrags nun auf der Hinterfragung beruhen könnte. Und das soll rechtswidrig sein? Wohl kaum.

    Und mein Kommentar hier ist auch wieder eine Meinungsäußerung 🙂

  • #87
    Werner Jurga

    @ gravis (# 82)
    Sie schreiben: „Einen Zusammenhang von Kürzung des Lebenslaufs mit dem Förderskandal (2007 aufgedeckt). Das ist das Problem. Dazu gibt es keine Belege von David. Nur Vermutungen.“ Das ist zutreffend. Wenn ich ergänzen darf: es ist zulässig zu vermuten. Das ist völlig rechtens.

    @ Helmut van Houdt (# 83)
    Ihre juristischen Belehrungen sind m.E. eine ziemliche Wichserei. (Ich glaube, so ist es orthographisch richtig; aber ist ja auch egal). Richtig: sogar Tatsachenbehauptungen können beleidigend, also illegal sein.
    Hier geht es um die Vermutung, dass Frau Kraft ihren Lebenslauf gekürzt hat, weil die Zenit GmbH in einen Förderskandal verwickelt war. David Shraven vermutet das, ich vermute das, und viele andere wohl auch.
    Wie die Dinge liegen, wird wohl ein Gericht darüber zu befinden haben, ob diese öffentlich geäußerte Vermutung ähnlich ehrverletzend ist wie bspw. eine Einlassung wie „Ich glaube, der ist schwul!“
    Ich bin – wie gesagt – sicher, dass sich in Deutschland kein Gericht finden wird, dass diese sich gleichsam aufdrängende Vermutung über einen Spitzenpolitiker unter Strafe stellen wird.
    Für den Fall, dass ich mir Rechtsstaatsillusionen machen sollte – da haben Sie recht: von einem „Halte durch!“ kann David sich nichts kaufen. Wer helfen möchte, möge entweder Geld spenden oder sich öffentlich Davids Vermutung anschließen.

    @ egghat (# 81)
    Dass die CDU jetzt versucht, aus der Geschichte Honig zu saugen, ist ärgerlich – aber nicht zu ändern. Wenn Sozialdemokraten Mist bauen, versuchen Konservative, daraus politisches Kapital zu schlagen. Nennen wir es Demokratie. Sie ist freilich nicht das Ärgernis. Ärgerlich sind die Fehler unserer Leute. Letztlich aber auch nicht stets zu vermeiden.

  • Pingback: Nachgehakt

  • #89
    Werner Jurga

    @ Nachgehakt
    Ich nehme doch an, dass Ihr Kommentar (# 87) nur rein zufällig direkt auf meinen folgt. Kann ja nur; denn erstens bin ich nicht „jeder“, und zweitens mache ich von Hause aus kein SPD-Bashing, sondern SPD-Reklame.

  • #90
    Meier, Bernd

    Wo der SPD doch mehr oder minder viele Beteiligungen an Presseprodukten gehören http://de.wikipedia.org/wiki/Spd#Unternehmensbeteiligungen frage ich mich, warum Sie nicht einfach mal beim Vorwärts anruft und sich schlau macht. Wirklich doofe Meinungsfreiheit *LOL* und die Beteiligungen werden wertloser.

    „Gefühlt“ peinlich: „Unternehmensberaterin und Projektleiterin“

    Staatlich bezahlte Unternehmensberater finde ich mindestens so lustig wie C2/C3/C4 Professoren im Beamtenstatus, die über die wirklich freie Marktwirtschaft dozieren.

    Wenn ihr so toll seit, geht in die Wirtschaft, wir brauchen Unternehmer. Wenn ihr nicht so toll seit, bitte etwas leiser.

  • #91
    gravis67

    @Jurga

    Darf ich mal auf den Begriff „journalitische Sorgfallspflicht/Pressekodex verweisen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Journalistische_Sorgfaltspflicht

    David ist Journalist, siehe seine Artikel bei der Welt.

  • #92
    supergrobi

    @Helmut (83)

    Polizeilich festgenommenene Tatverdächtige hätten Deiner Ansicht nach also die Möglichkeit, juristisch gegen diesen Verdacht oder diese Vermutung vorzugehen, was ja meist auch durch die Medien geht.
    Das wäre ja gefundenes Fressen für so manchen Anwalt.
    Jeder der verdächtigt wird, stellt Unterlassungklage, schließlich wird er verleumdet, oder ? 🙂

    Sicherlich besitzt Du genug „Abstraktionsvermögen“ um Dir diesen Unsinn vorzustellen, was aber Deiner Ansicht nach der Fall wäre.

    David hat ja nichts Anderes geschrieben, das Ausmalen dieses Verdachts geschieht letztendlich im Kopf des Lesers, und seien wir mal erhlich … 🙂

    Die Reaktion von Kraft rückt dieses Bild aber umso mehr in die Öffentlichkeit und macht es umso deutlicher 🙂

  • #93
    malenki

    Bin über fefe zu diesem interessanten Artikel gekommen. Wenn du die (ehemalige) Seite des Zukunftswettbewerbs verlinken möchtest, mache das doch über die Wayback-Machine: http://web.archive.org/web/*/http://www.zukunftswettbewerb.de

    Wie sagte jemand so schön: „Removing a document from the internet is like fishing pee out of a pool.“ 🙂

    Gruß
    malenki

  • #94
    Werner Jurga

    @ gravis67
    Soeben habe ich mir auf Ihren Wunsch den Wiki-Text über journalitische Sorgfaltspflicht / Pressekodex durchgelesen. Und jetzt? Was wollen Sie mir damit sagen?
    Es kann doch nicht im Ernst ihre Absicht sein, aus dem Pressekodex abzuleiten, dass Journalisten keine Vermutungen über die Motive von Politikern anstellen dürfen.
    Bitte etwas genauer: stimmt etwas mit Davids Quellen nicht. Hat David Hannelores Krafts Position unterschlagen? Ist David CDU-gesteuert? Hat er gegen Frau Krafts Menschenwürde verstoßen? Oder auch nur ihre Ehre verletzt?
    Und zuletzt: wäre es nicht ehrverletzend gegenüber David Shraven anzudeuten, gegen den Pressekodex verstoßen zu haben, wenn Ihnen zu diesem Vorwurf nicht mehr einfiele als der Verweis auf Wikipedia?

  • #95
    supergrobi

    @Werner

    Gravis müsste stapelweise Leserbriefe an die Bildzeitung schicken, wenn er den Artikel von David mit dem Pressekodex in Verbindung bringt. 🙂

    Und nur mal am Rande, unsere Zensursula unterstellt 20% aller Internetnutzer, sie wären Pädokriminelle. Für Politiker gibt es scheinbar keinen Kodex, da sind alle Mittel recht.

  • #96
    gravis67

    @Jurga

    Genau diese Antwort auf meinen Link habe ich erwartet. Nichts davon was sie mir verwerfen habe ich geschrieben. Erst im Kopf des Lesern ergibt sich ein Bild.

    Genau das macht der Medienprofi Schraven mit dem Artikel über Kraft.

    Danke, Juga, für den Beweis.

  • #97
    Schürufer

    Sicherlich von der Kraft ungeschickt so heftig zu reagieren. Die Sprengkraft im Weglassen des Arbeitgebernamens kann ich nicht erkennen es sei denn Frau Kraft war Mitinhaberin oder als leitende Angestellte an Betrügereien beteiligt.
    Wie ist es mit dem Lebenslauf von unserem Wirtschaftsminister?. Die so morlaische CDU in NRW frage ich wann sie sich öffentlich von ihrem inzwischen verstorbenen Mitglied und Kanzlerinitmus Globke distanziert und empfehle, falls noch nicht gesehen, im TV (einsextra) Wiederholung des Berichts „Der Mann hinter Adenauer -Hans Maria Globke“.

  • #98
    Werner Jurga

    @ gravis 67
    Ach, was bin ich nur für ein Dummerle, Sie Schlaumeier! Einmal ganz abgesehen davon, dass ich Ihnen überhaupt nichts vorgeworfen habe, sondern nur eine Reihe von Fragen aneinander gereiht habe, die man zusammenfassen könnte zu dieser hier: „Ey, was willst Du?!“ Davon also einmal abgesehen, erlaube ich mir noch zwei Fragen: 1. darf der Medienprofi das nun schreiben, was er geschrieben hat, oder darf er nicht? Und 2. darf ich als Leser irgendeinen Textes Zusammenhänge assoziativ konstruieren oder soll ich zukünftig jedem politischen Text Absichtslosigkeit unterstellen und mir grundsätzlich einfach nichts mehr denken?
    Nee, kann ja nicht; Sie schreiben ja: „Erst im Kopf des Lesers ergibt sich ein Bild.“ Sie haben jetzt die einmalige Chance, mein Bild von Ihnen ein wenig zu korrigieren. Ich kann so schlecht einschlafen mit so fiesen Bildern im Kopf.

  • #99
    Helmut van Houdt

    Lieber David,

    diese Reaktion überrascht mich nicht, „Helmut, drohen sie mir?“ Ist doch ein bißchen paranoid, oder? Nein lieber David ich habe Mitleid mit Ihnen.

    Lieber Supergrobi,
    @92, es macht einen Unterscheid, ob ein Staatsanwalt eine Klage erhebt oder ob ein „Schreiberling“ einen Vorwurf konstruiert. Und wie leicht festzustellen, schreiben seriöse Zeitungen bei Anklageerhebungen durch Staatsanwaltschaften selten in ihren Berichterstattungen den vollen Namen des Beklagten.

    Soweit,
    Helmut

  • #100
    David Schraven Beitragsautor

    @ Helmut,

    was soll das?

    >>>>Ist doch ein bißchen paranoid, oder? Nein lieber David ich habe Mitleid mit Ihnen.< <<<< Wollen Sie mich beleidigen? Soll ich das als Drohung verstehen? >>>>Aber vielleicht sollte David all diejenigen bitten, die ihm jetzt leichtfertig raten den juristischen Weg abzuwarten, ihm eine höhere Geldsumme für die eventuellen Kosten zu spenden.< <<<< Das hört sich so an, als würden Sie mir mit einem kostspieligen Verfahren drohen. Habe ich Sie richtig verstanden? Und diese Hinweise auf meine Kinder. Wie soll ich das verstehen? Was wollen Sie von meinen Kindern? Warum genieße ich bei Ihnen als zweifacher Vater Narrenfreiheit? Was soll das? Wollen Sie mir drohen? Zum Schluss: Was soll dieses degoutante: >>>>>Ich hoffe, jeder hat schon mal onaniert, aber diese vermutete Tatsachenbehauptung gibt mir nicht das Recht Menschen als Wixer zu bezeichnen.<<<< Was soll das Helmut? Was wollen Sie mir sagen? Ich komme aus Bottrop, da redet man Klartext.

  • #101
    Knuddelbacke

    Die SPD hat sich im Laufe ihres 145 jährigen Bestehens mehrfach verändern müssen und sie hat es immer überlebt. Die letzten Jahre besteht diese Partei aber zu mehr als 60% aus 60+lern. Das da einiges arg verkrustet ist und „jüngere“ Themen immer weiter auf der Strecke geblieben sind darf also nicht wirklich verwundern.Wenn also an dieser ganzen Diskussion ein positiver Aspekt zu finden ist, dann der das junge Leute wieder motivierter eingreifen müssen und ihren Willen durchsetzen, sich einfach einzumischen. Die SPD hat schon einmal den Grünen die Jugend überlassen, diesen Fehler zu wiederholen wäre mehr als halsbrecherisch. Wenn die Hannelore Kraft so agiert gehört sie sofort abgelöst. Erinnern wir uns an S.Gabriel und sein scheitern beim eigenen SPD Genossen Marcel von mein-parteibuch.com. Die SPD hat nix gerlernt in der CDU Knechtschaft der letzten Jahre.

  • #102
    erforderlich

    Es muss doch möglich sein dem Bürger den freien Willen und das Denken abzugewöhnen. Von mir aus auch mir demokratischen Mitteln … wenn dann alle glücklich sind.
    Information hinterfragen, wohin soll das führen, hinterher darf mir vielleicht sogar jemand die Meinung sagen. Das müssen wir unterbinden.

  • #103
    erforderlich

    Wie ?! Das ist keine E-Mail an die Parteigenossen. Warum hat mir das keiner ausgedruckt !!!

    xD

  • #104
    supergrobi

    @Helmut van Houdt

    Aus Berichterstattungen von Zeitungen, lässt sich auf die Namen von Tatverdächtigen meist leicht rückschließen, oft sind ja Opfer und Verdächtiger in Verbindung zu bringen.
    Der Staat scherrt sich allerdings nicht darum, ob man durch Anschuldigungen vielleicht sozial ausgegrenzt wird, das kann ja ganz gewaltige Folgen für die Betroffenen haben, wie z.B. beim Thema der KiPo.
    Warum sollte der Staatsanwalt das dürfen, und ein Journalist nicht, darf man denn keine kritischen Fragen mehr stellen, nichts mehr hinterfragen und Vermutungen, Meinungen äussern?

    Hier wird ganz klar unterstellt, David hätte etwas konstruiert, das hat er aber in keinster Weise getan, er stellte lediglich eine Frage, die Antwort gibt sich jeder selber.

    Seh Dir mal dieses Video an:

    http://www.youtube.com/watch?v=Diq6TAtSECg

    Das Wasser in dem wir sitzen ist scheinbar schon ziemlich heiß, wie man hier die Sichtweise von Kraft teilen kann, kann ich mir so so erklären. Nicht denken, sondern funktionieren, nach der vom Staat definierten Denkweise.

  • #105
    Helmut van Houdt

    @100

    David,
    im Klartext: Ihre ständige Frage „Wollen Sie mir drohen?“ beantworte ich mit einem eindeutigen: Nein. Jeder der lesen kann, kann sich selber ein Urteil machen, ob ihre Reaktion auf meine Ausführungen paranoid ist oder nicht.

    Warum genießen Sie bei mir eine gewisse „Narrenfreiheit“? Weil Sie als Vater eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe erfüllen oder erfüllen sollten.

    So, verstanden? Falls nicht, Pech gehabt. Mir wird das ganze hier zu blöd, ihr ständiges Gemaule, ob Sie von mir bedroht werden, das ist doch paranoid!

    Deswegen tschö wa,
    Helmut

  • #106
    Ute

    Hier geht’s doch gar nicht darum, Frau Kraft etwas vorzuwerfen.

    Hier geht es darum, Frau Kraft die Illusion zu rauben, daß sie potenziell brisante Informationen zu ihrer Person mit zwei Mausklicks einfach auslöschen und somit vertuschen kann.

    Hier geht es darum, ihr klarzumachen, daß sich der 08/15-Bürger inzwischen auch selbst frei über Manipulationen an Informationen informieren kann. Eine Tatsache, die die gute Dame wohl etwas aus dem Konzept gebracht hat und die dazu beiträgt, den Bürger noch mündiger zu machen als er es bisher war (und als es den Parteien lieb ist).

    Es geht darum, Frau Kraft zu zeigen, daß es – im Interesse der eigenen Glaubwürdigkeit – in der Ära des WWW besser ist, einfach zu dem zu stehen, was war.

    Denn wer löscht und verwischen will, daß er für eine bestimmte Firma gearbeitet hat (ist ja an sich eine harmlose Info – warum also löschen?), wird erstens ertappt und zweitens hinterfragt. Daß man als Leser zu dem Schluß kommt, daß derjenige irgendetwas zu verbergen hat, läßt sich bei einem denkenden Individuum wohl kaum vermeiden.

  • #107
    David (ein anderer)

    @Helmut van Houdt
    „Behaupte ich allerdings, dass D. im Auftrag der Russenmafia die TAZ unterwandern wollte, und deswegen auch kein Lebenslauf von ihm zu finden ist, so hätte David das Recht gegen diese wertende Behauptung gerichtlich vorzugehen und seine Chancen wären mehr als gut und dies entspricht wohl auch unserem Rechtsempfinden.“

    Die Fähigkeit gelesenes auch zu abstrahieren ist Ihnen ob Ihrer Erregung abhanden gekommen?

    „Und noch einen Hinweis an Alexander Trust, auch Tatsachenbehauptungen können ehrverletzend sein und sind deswegen nicht immer korrekt. Ich hoffe, jeder hat schon mal onaniert, aber diese vermutete Tatsachenbehauptung gibt mir nicht das Recht Menschen als Wixer zu bezeichnen.“
    Ihnen ist schon klar, das die Behauptung an sich nicht strafbar ist, sondern die Formalbeleidigung.
    Die Behauptung sie hätten schon einmal onaniert ist demnach nicht strafbar, sie als einen „Wixer“ zu bezeichnen schon.

    Grüße
    David (ein anderer)

  • #108
    Torsten Stein

    Es gab einmal einen großen Skandal in den Achtzigen um Herrn Wörner (Verteidigungsminister) und einen angeblich homosexuellen General. Schon in dem Verlauf ist höchstrichterlich festgestellt worden, dass Konjunktive (im Gegensatz zu falschen, verleumderischen Tatsachebehauptungen) in den Bereich der freien Meinungsäußerung fallen.
    Man könnte ja jetzt fragen, ob diese Art von Frau Kraft dazu führt dass die SPD satte 18% in 2010 holt????

  • #109
    Ute

    So langsam glaube ich, die Dame macht das jetzt zum neuen Hobby: www.arm.in/4jX *LOL* Bin mal gespannt, wann sie gegen die Medien vorgeht.

  • #110
    Jonas

    Nun, manche Politiker sollen nur weiter ihre Inkompetenz in Sachen Informationnsfluss + Internet preisgeben. Hoffentlich erkennen die Wähler das und werden entsprechend genau überdenken, wohin sie ihr Kreuzchen machen werden.

  • Pingback: Switch2Mac

  • #112
    Helmut Junge

    @Helmut van Houdt
    Ihren Kommentaren entnehme ich, daß Sie im Sinne von Frau Kraft, parteiisch sind!
    Das ist eigentlich ok. Aber Sie fallen bei mir durch, wenn Sie unterstellen, daß der Lebenslauf einer Mandatsträgerin mit einem vergleichbar lückenhaften Lebenslauf eines Journalisten aufgerechnet werden könnte. Die Mandatsträgerin ist nämlich gesetzlich verpflichtet, ihre Nebentätigkeiten und natürlich auch Haupttätigkeiten offen zu legen. Das ist ihre gesetzliche Pflicht. Der normale Bürger, auch Journalisten müssen das nicht.
    Übrigens ist die Sprache Ihrer Kommentare so was von daneben, daß ich davon eine leichte Gänsehaut kriege. Ich hoffe aber, daß meine Gänsehaut nicht justiziabel ist.

  • #113
    Arnold Voß

    112 Kommentare, sorry 113! Und fast alle lesenswert. Unglaublich! Aber noch unglaublicher ist, dass Frau Kraft mit nur einem einzigen Kommentar zur rechten Zeit diesen Rekordlauf hätte zu ihren Gunsten stoppen können und es nicht getan hat.

  • #114
    Ute

    @Arnold: Das ist doch nur ein weiterer Hinweis darauf, daß Frau Kraft weder die Möglichkeiten noch die Macht des Internets auch nur ansatzweise begriffen hat.

  • #115
    Franz Xaver Neuwirth

    Wo rohe Kraft sinnlos waltet dürfen wir nachsichtig schmunzeln.

  • #116
    Standard-NRWler

    hallo Ruhrbarone, tolle Arbeit! – die übrigens eigentlich Job von Journalisten wäre – aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass WAZ & Co nicht total begeistert sind von Dingen, die sie nicht selbst aufgedeckt haben (und auch nicht hätten?) – Weitermachen!

  • #117
    Querine

    @ Standard-NRWler

    Beim Aufdecken sollte jeder immer mitmachen – es bleibt auch dann immer noch viel zu viel verborgen und für alle genug zu tun beim Aufdecken. Aber mit jedem Aufdecken wird die Welt ein keines bisschen ehrlicher, wird der Bürger ein wenig besser informiert – da sollten Eitelkeiten ebenso zurückstehen wie Angsthasentum gegenüber der „großen Politik“.

  • #118
    udo Schmallenberg

    Der Fall zeigt überdeutlich, wie brechnend unberechenbar das Netz geworden ist und wie unbefangen offensichtlich wichtige Leute damit umgehen. Dass Frau Kraft hier dermaßen unglücklich agiert ist für micht das Problem, sowas erwarte ich nicht anders. Woher soll sie wissen, wie man Spuren verwischt? Sie ist Laie…

    Nur dass solche Leute über Verbraucher- und Datenschutzschutzgesetze bestimmen, ohne ein Atömchen einer Ahnung zu haben – das kotzt mich an…

    Nur überleg mal: Politiker der Zukunft werden sauber bleiben müssen auf der Karriereleiter… ist doch was!

    Grüße Udo Schmallenberg

  • #119
    tb

    PDFs zu veröffentlichen, welche den archivierten Zustand offen legen führt bei misstrauischen Lesern immer dazu, die Integrität des Dokumentators zu hinterfragen. Das ist im Ergebnis dann eben Zeit- und Energieverschwendung und wiederum so unnötig.
    Ich habe die Webseite von Frau Kraft bei http://www.archive.org/web/web.php eingegeben und mir dort dann ein eigenes Bild gemacht bzw. die Aussage von David Schraven als korrekt verifiziert.

    Danke für den aus meiner Sicht nötigen scharfen Blick hinter die Fassade von eher dem Schein, denn der Wahrheit verpflichteten Individuen. Und das gilt natürlich parteiübergreifend.

    Ich wünsche dem Autor ein weiterhin glückliches Händchen bei der Arbeit und der hierfür nötigen Auswahl der Themen.

  • #120
    peter müller

    wie gesagt, nix unterschreiben und cool bleiben…es gibt sowas wie meinungsfreiheit..nur unwahre tatsachen dürfen nicht behauptet werden und die kann ich – noch nicht mal eine sog. unwahren tatsachenkern – erkennen…presse- oder persönlickeitsrechtlichen schritten der anwälte von frau kraft(los) würde ich gelassen entgegensehen…klagen lassen, dann wird sie es lernen…und nix zahlen.

  • #121
    Momo

    Schonmal über das Stichwort „Negative Feststellungsklage“ nachgedacht?

    Aber da wären wir wieder an dem Punkt „Blogger finanziell austrocknen“ angekommen. Irgendwie ein tolles Land, in dem der Recht bekommt, der sich den längsten Rechtsstreit leisten kann. Bzw der sich einen Rechtsstreit überhaupt erstmal leisten kann.

  • #122
    Bab-El Ehr

    Also wenn jemand mal seinen Lebenslauf kürzt, verstehe ich nicht, warum das so eine Schreiblawine auslösen soll. ich könnte ja auch sagen: David äußert sich nicht zu seinen CDU-Verbindungen im Rahmen seiner Auslassungen zu Frau Kraft. Komisch. Warum tut er das nicht? Das macht mich doch misstrauisch. Warum hat David hier etwas zu verbergen? Hat er vielleicht zumindest Verständnis für die Skandale der CDU? Sagt er nicht. Gerdae dass er das nicht sagt, macht ihn verdächtig.
    So einer ist das also. Der sagt alles das nicht, was ihn erst recht verdächtig macht.

    Also ich denke, angesichts der Tatsache, dass die Verbindung von Hannelore Kraft und der ZENIT Gmbh z.Zt. aus 2.270 Fundstellen (google-Suche OHNE blog, skandal, fördermittel usw.) hervorgeht, ist sich Frau Kraft darüber im Klaren, dass man im Internet nichts verbergen kann. Daher halte ich die Sache für an den Haaren herbeigezogen.

    Aber David weiß das ja besser. Ich jedenfalls mache mir über ihn so meine Gedanken. Wie er über Frau Kraft. Aber dass er sich wie ein Wadenbeisser an so Mickerigkeiten festhält, zeigt wohl eher, dass hinter diesem Gedankengespinst gar nichts ist.

  • #123
    Bab-El Ehr

    So, jetzt hab ich mir auch mal angesehen, wer David Schraven eigentlich ist. Na, toll. Dass einem Mit-/Zuarbeiter der Springer-Presse mal von einem freiheitsliebenden Blog investigativer Journalismus unterstellt wird und ihm daraus solcher Jubel zuteil wird, hätte sich Rudi Dutschke wohl auch nicht gedacht. Dass wegen offensichtlicher unjournalistischer meinungsmachender Tendenzen anderweitig genen Schraven angestrengt wurden, verwundert mich jetzt gar nicht mehr.
    Wacht mal auf, hier!!!

  • #124
    David Schraven Beitragsautor

    Und Bab? Wer bin ich?

    Jedenfalls hab ich keine Verbindungen zur CDU. Was ein Mumpitz.

  • #125
    Michael Kolb

    Ähem… David kenne ich zwar nicht persönlich, aber ist er nicht „letztens“ erst „angeklagt“ worden, bezahlte Feder der Grünen zu sein? Ja wattenu? O.K. Texte in der Welt veröffentlich zu haben, das macht natürlich „verdächtig“… boarch… Ich stimme Bab ja prinzipiell zu, daß die Geschichte im Grunde Noppes ist, sie bekam halt ein wenig Fleisch auf die Rippen durch die Reaktion von Frau Kraft, ohne anwaltliche Unterlassungserklärung hätte es die Geschichte noch nicht einmal geschafft, im Sande zu verlaufen, sie wäre schon vorher verdunstet. Ich kann mich David nur anschließen: Mumpitz
    (aber ich bin wahrscheinlich auch nur ein von Springer finanzierter fake der suggeriert, dieser blog würde gelesen)

  • #126
    Bab-El Ehr

    @David: Ja, schön dumm, nicht wahr, wenn einer daherkommt und etwas behauptet, was man dann erstmal selber widerlegen muss, weil es auch gar keine Substanz hat. Jedenfalls geht das Frau Kraft so. Und wenn die antwortet: „Mumpitz“, stimmt Herr Schraven zu? Oder wie?
    Ich finde jedenfalls, dass, wenn du schon als Journalist investigativ sein willst, du erstens schauen solltest, dass deine Themen echte Substanz haben – hast du mal überprüft, wie viele Politiker wie oft ihre Online-Lebensläufe ändern? Wäre schon ein wichtiger Gegentest, oder? – und zweitens, dass Journalisten, die direkt oder indirekt einer Partei im Wahlkampf zuarbeiten, ihren Beruf irgendwie verfehlt haben. Die „Vierte Gewalt“ muss neutral bleiben. Ganz wichtig.
    Um das übrigens klar zu stellen: Ich wäre genau so gegen einen Artikel über Herrn Rüttgers oder Herrnfrau Binvonnochneranderenpartei, wenn da so ein trivialer Kram dahintersteht, der nur dazu taugt, dem politischen Gegner zuzuspielen.
    Also David, wer du sonst so bist, weiß ich nicht, aber den Schuh musst du dir anziehen. Oder stört es dich etwa, dass die CDU jetzt deine „Berichterstattung“ nutzt? Darauf kannst du ja mal ehrlich antworten.

  • #127
    Sabine Koepke

    Was ist nur aus dieser SPD geworden? Ein Willy Brandt würde sich im Grab umdrehen. Aber nicht nur durch einen lückenhaften Lebenslauf fällt Frau Kraft auf. Als die Naturfreunde am 3. Mai ihr Landestreffen in Dortmund begingen, baten wir gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di um Unterschriften, die wir für die Einleitung eines erneuten NPD-Verbotsverfahrens sammelten sowie für die Untersützung des Dortmunder Polizeipräsidten, eine Nazi-Demo am 5. September zu verbieten. Im meinem naiven Glauben bat ich auch Frau Kraft um ihre Unterschrift, was sie aber mit fadenscheinigen Begründungen ablehnte. Wohlgemerkt: federführend war Deutschlands größte Gewerkschaft und keine dubiose linke Gruppierung.
    Ich erinnere mich an Zeiten, wo Sozialdemokraten Gewerkschaftsarbeit noch was bedeutete. Einen „Arbeiterführer“ Rüttgers hat NRW nicht verdient, eine Hannelore Kraft aber erst recht nicht!

  • #128
    Andreas Süß

    Schon erstaunlich, wie die Gesetzmäßigkeiten einer Demokratie (was wir auch nicht wirklich haben) von einer politischen Vertreterin ad absurdum geführt werden.
    Politiker, die versuchen, die Demokratie auszuhebeln, sollten anfangs mit einer saftigen Geldstrafe und/oder Entzug der Diäten bestraft, beim wiederholten Falle wie bei Frau Kraft sollte eine Gefängnisstrafe ohne Bewährung, z.B. 1-2 Jahre, eine reinigende Wirkung aufs Gemüt ausüben.
    In jedem Fall sollten sämtliche Ämter schleunigst entzogen werden, ebenso sollte sie aus ihrer Partei ausgeschlossen werden.

  • #129
    politschik

    fakt ist, dass frau kraft(los) für ihre ach so intelligente begründung, ihr lebenslauf habe aus platzgründen online gestrafft werden müssen…hahahaha…vor dem lg köln einen klatsche bekommen hat…man darf weiter ihre aktenklitterung benennen…und die pharisaer von der cdu müssen ihre postkartenaktion einstellen…

    so macht man weder politik noch ministerpräsidenten…

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  • #135
    Taipan

    Oh Gott, die Kraft. Ich finde die Spd allgemein sehr unsympathisch, aber die Kraft besonders. Würde ich in NRW wohnen, würde ich ganz sicher den Rüttgers wählen.
    Wie ich diese Tränendüse hasse:“Ich komme aus einer Arbeiterfamilie und hatte es deswegen im Studium sehr schwierig.“
    Wahrscheinlich hat sie Bafög bekommen und beschwert sich trotzdem. Ich hätte gerne eine Arbeiterfamilie und Bafög gehabt. Aber ich habe gut-verdienende Eltern und hatte deswegen m.E. mehr erheblich Schwierigkeiten und musste mehr arbeiten.
    Von mir nicht geliebte Bafög-Partei=SPD.

  • #136
    Kerz

    Ein link vom Spiegelfechter hat mich hierhergleitet,
    http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1654/es-kriselt-im-gebalk#comments

    Danke für den Artikel, lesenswert, dann hoffen wir mal auf ne Wahlschlappe.

  • #137
    christian

    Und nun ist das schon eine kleine Weile her und niemanden interessiert das mehr als eindeutige Verhalten dieser Frau. Inzwischen ist sie die „Hoffnung“ der SPD in NRW (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,680450,00.html), nachdem Rüttgers mit den Sponsorengeldern um den Hals im eigenen Sumpf versinkt.

    Schöne Scheiße…

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  • #140
    Oliver

    Ich würde nicht sagen, dass sich niemand dafür interessiert. Ich wette, dass es auch daher für ROT-GRÜn in NRW nicht reichen wird, weil Frau Kraft nicht glaubwürdig ist.
    Zenit und Frau Kraft, da gab’s eine Verbindung. Nun, mag ja eventuell sein, dass sie nichts von den Mauscheleien mitbekommen hat, wer sich aber hinterher so betriebsblind anstellen will, der ist nicht für ein Regierungsamt geeignet.
    Frau Kraft – nichts gewusst, nichts gehört, nichts gesehen

  • #141
    Wiki_Nutzer

    Super Arbeit! Qie Politiker mit ihren Bios umgehen, ist echt unterirdisch! Schade nur, dass das alles wieder untergeht. Schaut euch mal Frau Krafts Wikipedia Eintrag (http://de.wikipedia.org/wiki/Hannelore_Kraft) an und dessen Versionsgeschichte (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hannelore_Kraft&action=history) !!!! Kein Zeile zum polierten Lebenslauf mehr, nix zu ihren Hartz-IV-Grausamkeiten, nur noch glatter Wahlkampfsprech. Was hilft aufdeckender Netzjournalismus, wenn die Parteisoldaten jede kritische Veränderung im Eintrag sofort wieder glattbügeln? Siehe hier: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hannelore_Kraft&offset=20090726051532&action=history

  • #142
    Preuße

    Wie ist die Sache mit der Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung eigentlicht letztendlich ausgegangen? Hat Frau Kraft geklagt? Oder hat sie ihren Anwalt zurückgepfiffen? Ich recherchiere wegen der aktuellen Ereignisse ein wenig.

  • #143
    Stefan Laurin

    @Preuße: Wir haben es gemacht wie erwachsene Menschen: Miteinander reden, ohne Anwälte und Gerichte.

  • #144
    Preuße

    @ Stefan Laurin
    Sehr gut, Respekt. Mein eigener Kritikansatz ist ein grundlegenderer, besteht in der Kritik am System selbst. Aber diese Sache mit dem Umgang mit dem Ergebnis der NRW-Wahl wird zunehmend grundsätzlich. Von daher sehe ich das auch als meine Baustelle an.

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  • #146
    ist ja allerhand

    Unglaublich, von was für Kleinst-Skandalen die CDU in NRW schon ihr Dasein zehrt … vergleich den hier mal mit dem Medienpreis der Quandt-Stiftung an die unsägliche, hetzerische BILD-Kampagne gegen die „Pleite-Griechen“ …

    Aktuelle Ereignisse aus dem Jahre 2011 zudem, keine alten Entrüstungskonserven aus von vor fünf Jahren … da sieht der Fünfjahresplan wohl sogar vor, darauf weiter herumzureiten und sogar Postkarten zu malen um sich über Wasser zu halten

    … bei zugleich unterirdischen Wahlergebnissen, die allerorten reintrudeln.
    Ein Jammertal, grade jetzt wo die Energiewende-Hälse jeden Zuspruch gebrauchen würden!

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