Trauriges Saisonfazit: Gut, dass in der Fußball-Bundesliga bald Sommerpause ist!

DFB-Pokal und Meisterschale. Foto: Robin Patzwaldt

Noch ist sie offiziell gar nicht zu Ende gespielt, folgt am anstehenden Pfingstwochenende doch noch der 34. und letzte Spieltag und anschließend noch die beiden Relegationsspiele, doch kann ein kurzes Fazit der Saison 2020/21 in der 1. Fußball-Bundesliga schon jetzt guten Gewissens gezogen werden. Und das fällt nicht gut aus. Von welchem Standpunkt aus man die Dinge auch betrachtet.

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Mit Sebastian Kehl als Nachfolger von Michael Zorc zementiert der BVB nur seine Verfolgerrolle!

Sebastian Kehl. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Das Fachblatt ‚Kicker‘ meldet, dass Sebastian Kehl auserkoren wurde, im Sommer 2022 der Nachfolger des dann scheidenden Managers Michael Zorc beim BVB zu werden. Bislang ist der 41-Jährige als Lizenzspielleiter für alle Belange rund um die Profi-Mannschaft zuständig.

Zwar seien die Verträge noch nicht unterzeichnet, doch sei die Entscheidung per Handschlag intern seit ein paar Tagen bereits besiegelt. Damit schaffen die Schwarzgelben Klarheit in Bezug auf diese wichtige Position im Klub.

Zuletzt war auch über die Rückkehr von Sven Mislintat nach Dortmund spekuliert worden. Der ehemalige Chefscout des BVB ist derzeit beim VfB Stuttgart tätig. Diese Diskussionen scheinen damit überraschend früh vom Tisch zu sein. Aber ist die offenbar getroffene Entscheidung für Kehl auch die Richtige? Zweifel daran bleiben.

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Nationalspieler Leon Goretzka offenbart erneut seine Naivität, wenn es um Politik geht

AfD-Politiker Alexander Gauland im März 2019 in Waltrop. Foto: Robin Patzwaldt

‚Mündige‘ Sportler sind in den vergangenen Jahren quer durch alle Sportarten, Länder und Ligen ziemlich rar geworden. Ihre Interviews werden von den Medianabteilungen der Vereine und Verbände ‚reingewaschen‘. Kontroverse Aussagen werden aus Interview immer wieder herausgestrichen, bis zur völligen Belanglosigkeit vieler Texte.

Daher freut sich die Fan- und Medienlandschaft immer, wenn einmal wieder jemand in Erscheinung tritt, der eine klare Meinung zu politischen oder gesellschaftlichen Vorgängen vertritt. Also, so ganz grundsätzlich.

Freiburgs Trainer Christian Streich ist schon seit Jahren einer der rar gewordenen Vertreter seiner Zunft, dem die große Mehrheit im Lande sehr gerne zuhört, der nie um eine fundierte Meinung verlegen ist. Dabei trifft Streich häufig den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf, gibt auf den Pressekonferenzen und Interviews im Breisgau häufig relevante Dinge zum Besten, die zumindest ein paar Minuten des Innehaltens rechtfertigen und die in sie investierte Aufmerksamkeit lohnen.

Dass das aber längst nicht immer so sein muss, das beweisen in diesen Stunden einmal mehr aktuelle Worte von Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka, der aktuell zwar auch von vielen Seiten für sein offenkundiges Engagement gegen rechte Umtriebe in Deutschland gelobt wird, dessen Aussagen aber zum zweiten Mal innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit von einer gewissen Naivität zeugen.

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Der FC Bayern München entwickelt sich gerade zum Totengräber des Fußballs

Der FC Bayern dominiert die Gegner aktuell scheinbar nach Belieben. Foto: Pixabay Alexas Fotos. Lizenz: lizenzfrei.

Es war ein unglaublicher Fußballabend! Am Freitag besiegte der FC Bayern München den FC Barcelona in Lissabon mit sage und schreibe 8:2 (4:1) und zog damit einen Tag nach RB Leipzig ebenfalls in das Halbfinale der UEFA Champions League 2020 ein.

Dass die Bayern den vermeintlich größten verbliebenen Konkurrenten um den Titel, den FC Barcelona, im Viertelfinale bezwangen, das war vielleicht in Anbetracht der jüngsten Formkurven beider Teams nicht überraschend. Die Art und Weise wie ihnen das gelang und die Höhe des Ergebnisses hingegen schon.

Schon nach gut einer halben Stunde war die Partie faktisch gelaufen, führten die Münchener mit 4:1. Barcelona wirkte regelrecht geschockt. Auch in der zweiten Halbzeit ließen die Münchener nicht nach und erhöhten das Ergebnis auf historische Dimensionen.

Die Medien schwärmen heute von der großartigen Leistung der Bayern, feiern ihre Demonstration der Stärke. Ich hingegen bin weit davon entfernt die Bayern für diese Überlegenheit zu feiern und mache mir in Anbetracht so einseitiger Spielverläufe stattdessen eher grundsätzliche Sorgen um den Fußball.

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Auch wenn es schwerfällt: Der sportliche Erfolg von RB Leipzig verdient Respekt!

Im Stadion in Leipzig. Foto: Daniel Jentsch

Wollen wir gemeinsam heute noch kurz ein paar Gedanken an RB Leipzig verschwenden? Verdient hätte es der Brauseklub aus Ostdeutschland heute ja unbestritten, hat er doch gestern erstmalig in der Geschichte das Halbfinale in der UEFA-Champions-League erreicht.

In der aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Sommer stark verkürzten Fortsetzung des Wettbewerbs in Turnierform, siegte Leipzig am Abend mit 2:1 gegen Atlético Madrid. Jetzt trifft das Team von Julian Nagelsmann im Halbfinale auf Paris SG, das von Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel trainiert wird.

Gewinnen die Ostdeutschen auch diesen Vergleich, winkt ihnen gar das Endspiel, womöglich gegen den FC Bayern München, der heute Abend gegen den FC Barcelona antritt.

Werden die Spiele der Bayern in der Champions League bundesweit auch noch immer deutlich mehr beachtet und geschätzt als die der Leipziger, ist die tolle Entwicklung, die RB in den vergangenen Jahren genommen hat, nicht länger zu bestreiten.

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Warum tritt Aki Watzke so gerne gegen ehemalige BVB-Spieler nach?

Pierre-Emerick Aubameyang. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

BVB-Boss Aki Watzke hat eigentlich allen Grund auf seine Leistungen bei Borussia Dortmund stolz zu sein. Unter seiner Regie an der Vereinsspitze berappelte sich der Mitte des vorigen Jahrzehnts noch von der Insolvenz bedrohte BVB von einem Intensiv-Pflegefall zu einem nationalen Fußball-Schwergewicht, das sogar in Europa inzwischen eine fest etablierte Größe ist.

Doch so ganz zufrieden scheint Watzke mit seiner Lebensbilanz noch immer nicht zu sein, scheint sein Selbstbewusstsein merkwürdig dünn ausgeprägt. Wie sonst ist es zu erklären, dass er in unschöner Regelmäßigkeit gegen ehemalige BVB-Kicker austeilt?

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Hoeneß geht, Kahn kommt – Gut für den FC Bayern München und die ganze Bundesliga!

Oliver Kahn bei seinem Abschiedsspiel im Jahre 2008. Quelle: Wikipedia, Foto: Tsutomu Takasu, Lizenz: CC BY 2.0

Jetzt nimmt Form an, was sich schon seit Wochen angedeutet hatte: Der frühere Torhüter Oliver Kahn wird in den Vorstand des FC Bayern München berufen. Das teilte der deutsche Fußballmeister offiziell mit.

Kahn wird einen Fünfjahresvertrag bekommen. Zunächst fungiert er ab Januar 2020 als Mitglied des Vorstandes. Nach Ablauf des Vertrages von Kalle Rummenigge Ende des Jahres 2021 übernimmt Kahn von ihm dann das Amt des Vorstandsvorsitzenden.

Erst am Donnerstagabend hatte ja Vereinslegende Uli Hoeneß seinen Rückzug aus der Führungsspitze der Bayern offiziell gemacht. Er wird zukünftig nicht mehr als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender bereitstehen.

Dass Kahn in Zukunft eine solch herausragende Rolle im Klub einnimmt, das ist für den FC Bayern und die gesamte Fußball-Bundesliga sicherlich die bestmögliche Lösung.

Wer befürchtet hatte, dass die Szene durch den Rückzug von Hoeneß nicht nur einen unbestrittenen Fachmann, sondern auch eine herausragende Galionsfigur verlieren wird, der kann nun in der Person von Kahn einen würdigen Nachfolger als ‚Lautsprecher‘ der Bayern erkennen.

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Nationalstürmer Timo Werner führt seinen Arbeitgeber RB Leipzig vor

Timo Werner (links). Quelle: Wikipedia, Foto: Эдгар Брещанов – soccer.ru, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es gibt Entwicklungen und Abläufe im Profifußball, die lassen einen als Beobachter im Nachhinein staunend zurück. Zu diesen zählt auch die gestern bekanntgewordene Vertragsverlängerung von Nationalstürmer Timo Werner bei seinem Bundesligaklub RB Leipzig.

Der 23-Jährige nervte große Teile die Szene bereits seit etlichen Monaten mit einem öffentlich vieldiskutierten und scheinbar endlosen Vertragspoker, entschied sich jetzt, gut eine Woche vor Ende der laufenden Wechselfrist in der Fußball-Bundesliga, zum Verbleib in Leipzig. Dadurch führte er seinen Arbeitgeber ganz nebenbei nach allen Regeln der Kunst vor. Werner darf sich jetzt im Rückblick als der ganz große Sieger dieses Vorgangs fühlen, auch wenn der Verein aktuell alles versucht sich in der Öffentlichkeit als Begünstigter dieser Entscheidung des Nationalspielers darzustellen.

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Hummels-Rückkehr: DFB-Supercup in Dortmund wird zur großen Reifeprüfung für BVB-Fans

Mats Hummels. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Am morgigen Samstag beginnt sie offiziell, die neue Saison des Fußballoberhauses, mit dem erste Pflichtspiel der Saison 2019/20. Der BVB empfängt dann im heimischen Westfalenstadion den Double-Sieger Bayern München. Ist der sportliche Wert dieses Duells diesmal auch noch vergleichsweise gering, die Aussagekraft des Spiels nicht überzubewerten, wird der Abend für den Anhang der Schwarzgelben doch schon zu einer echten Reifeprüfung.

Denn der Kick gegen den großen Rivalen von der Isar ist bei den Dortmundern zugleich das erste Pflichtspiel mit Rückkehrer Mats Hummels im Kader, der vor einigen Wochen, nach drei Jahren bei den Bayern, zu den Westfalen zurückkehrte, wo er schon von 2008 bis 2016 aktiv war.

Viele Fans des BVB nahmen es dem heute 30-Jährigen sehr übel, als er Dortmund vor drei Jahren den Rücken kehrte, haben ihm den Wechsel zum Erzrivalen bis heute nicht verziehen.

Wie wird der Empfang beim ersten Heimspiel an alter Wirkungsstätte für Hummels sein? So ganz sicher, ist sich der Klub da offensichtlich selber nicht.

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