Unser Autor im Jahre 1986 an der Berliner Mauer. Foto: privat
Der Tag der Deutschen Einheit ist für viele einfach ein freier Tag im Herbst – für mich aber ist er jedes Jahr auch eine kleine Reise in die Vergangenheit. Denn 1990 habe ich etwas erlebt, das ich bis heute nicht vergessen habe: Ich bin ins Ausland gefahren und, streng genommen, nie wieder offiziell zurückgekehrt.
Schönheit liegt auch beim neuen BVB-Trikot im Auge des Betrachters. Foto: Robin Patzwaldt
Die Fans spielen im modernen Profi-Fußball eine große und wichtige Rolle. Ohne sie macht das Ganze – wie man während der Corona-Krise gesehen hat, als die Stadien gähnend leer waren – fast keinen Sinn mehr.
Ihre Bedeutung ist also nicht zu unterschätzen, auch wenn die Hauptakteure natürlich die Spieler auf dem grünen Rasen sind und bleiben. Dass Fans sich und ihre Rolle in vielen Dingen aber auch überbewerten, lässt sich in diesen Tagen wieder beobachten.
Der Ex-Dortmunder Ousmane Dembele, hier noch im BVB-Trikot. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Der Ballon d’Or gilt als die prestigeträchtigste Einzelauszeichnung im Weltfußball. Wer ihn gewinnt, darf sich mit den ganz Großen der Fußballgeschichte messen. Es ist ein Symbol nicht nur für sportliche Klasse, sondern auch für Haltung, Verantwortung und Vorbildfunktion. Umso problematischer ist die diesjährige Entscheidung, Ousmane Dembélé diesen Preis zu verleihen. Denn so glänzend seine sportlichen Momente auch sind – charakterlich bleibt der Flügelspieler ein fragwürdiger, um nicht zu sagen ungeeigneter Preisträger.
Am Stadion des BVB in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt
Als Borussia Dortmund an diesem Wochenende offiziell bestätigte, dass Mike Tullberg sein letztes Spiel als Trainer der U23 gegen Gladbach II bestreiten würde, brach eine Welle von Enttäuschung über die Fan-Szene des BVB herein.
Für viele Anhänger war er mehr als nur ein Trainer – ein Hoffnungsträger für die Nachwuchsförderung, der Werte und Nähe zum Klub verkörperte. Umso schmerzlicher erscheint es, dass dieser Abschied nicht in Ruhe, sondern mitten im Saisonstart erfolgte.
Bei der Vorstellung von Trainer Niko Kovac in Dortmund im Februar. Foto: Robin Patzwaldt
Borussia Dortmund hat am heutigen Dienstag die vorzeitige Verlängerung des Vertrags mit Niko Kovač bis 2027 bestätigt – und sendet damit ein starkes Signal. Diese Entscheidung ist nicht nur ein Vertrauensbeweis, sondern Ausdruck einer neuen strategischen Klarheit im Verein.
Kovač, der bei seiner Vorstellung im Februar noch mit sehr viel Skepsis im Umfeld empfangen wurde, hat in den vergangenen Monaten eindrucksvoll gezeigt, dass er mehr ist als ein kurzfristiger Feuerwehrmann. Er hat eine taumelnde Mannschaft
Das kommt überraschend! Nun doch kein Wahlkampf, keine inhaltliche Kontroverse auf offener Bühne, kein Ringen um den richtigen Weg – Borussia Dortmund bekommt doch keinen offenen Wettbewerb um das Präsidentenamt.
Amtsinhaber Reinhold Lunow hat am Freitag seinen Verzicht erklärt. Damit bleibt die spannendste Frage der letzten Monate unbeantwortet: Wie viel Demokratie und innerer Streit ist beim BVB eigentlich noch gewollt?
DFB-Pokal und Meisterschale. Foto: Robin Patzwaldt
Am Freitag beginnt wieder die Fußball-Bundesliga. Jubel! Fahnen! Hymnen! Und am Ende – aller Wahrscheinlichkeit nach – wieder eine Meisterschale in München. Wer etwas anderes erwartet, glaubt vermutlich auch noch an das Christkind oder den Videobeweis.
Der FC Bayern geht mit dem Selbstverständnis in diese Saison, das Ding sowieso nach Hause zu holen. Ob der Trainer zur Mannschaft passt? Egal. Ob die Neuzugänge einschlagen? Nicht so wichtig. In dieser Liga reicht es im Normalfall ja, wenn der Rekordmeister halbwegs wach bleibt. Alle paar Wochen stolpert man zwar über ein 1:2 in Augsburg, doch spätestens im April ist der Vorsprung wieder zweistellig. Spannung sieht anders aus.
Hans-Joachim ‚Aki‘ Watzke will BVB-Präsident werden. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Seit Mittwoch ist es offiziell: Borussia Dortmund steuert auf einen Wahlkampf um das Präsidentenamt zu, der auf den ersten Blick nach Emotionen und Spannung pur klingt.
Im November entscheiden die Mitglieder neu über die Vereinsführung. Herausforderer ist niemand Geringerer als Hans-Joachim „Aki“ Watzke, langjähriger Geschäftsführer und Vereinsikone, der gegen den amtierenden Präsidenten Reinhold Lunow antreten wird. Der BVB bestätigte die Kandidatur am Mittwoch offiziell – und leitete damit den Wahlkampf ein.
Die Ausgangslage wirkt wie ein echter Zweikampf um die Macht beim BVB. Doch die erste Stimmungslage deutet auf einen deutlichen Favoriten hin.
Frank Mill. Quelle: Wikipedia, Foto: Christophe95, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Es gibt Fußballer, die durch ihre Tore unvergessen bleiben. Und dann gibt es solche, die sich durch ihre Persönlichkeit, ihre Bodenständigkeit und ihren unermüdlichen Einsatz in die Herzen der Menschen spielen – Frank Mill war beides. Am heutigen 5. August 2025 ist der frühere Nationalspieler und gebürtige Essener im Alter von 67 Jahren verstorben. Nach einem schweren Herzinfarkt Ende Mai hatte er wochenlang im künstlichen Koma gelegen. Nun ist der Kampf verloren – und mit ihm geht eine der prägenden Figuren des deutschen Fußballs der 80er- und frühen 90er-Jahre.
Geboren und aufgewachsen in Essen, war Frank Mill so etwas wie das personifizierte Ruhrgebietsgefühl auf dem Fußballplatz: schnörkellos, leidenschaftlich, nahbar. Seine Profikarriere begann bei Rot-Weiss Essen, wo er sich mit 74 Toren in 120 Spielen schnell einen Namen machte. Es folgten Stationen bei Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund, wo er mit dem Pokalsieg 1989 ein echtes Karriere-Highlight feiern konnte. Später ließ er seine Laufbahn beim damaligen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausklingen.
Borussia Dortmund hat sich in den vergangenen Jahren als Sprungbrett für einige der vielversprechendsten Talente Europas etabliert. Spieler wie Ousmane Dembélé, Jude Bellingham, Christian Pulisic, Jadon Sancho oder Erling Haaland kamen jung, entwickelten sich rasant – und verließen den Verein häufig, bevor sie zu echten Führungsspielern reifen konnten. Die Bilanz: gute Transfererlöse, aber ein Kader, dem es immer wieder an Persönlichkeit, Konstanz und echter Siegermentalität fehlte.
Das Resultat war eine Mannschaft, die in der Bundesliga häufig hinterherlief und in Europa zwar für Aufsehen sorgte, aber den ganz großen Sprung ebenfalls verpasste. Die individuelle Klasse war oft da – aber eben nicht die Reife und die Mentalität, um konstant auf höchstem Niveau zu bestehen. In Dortmund entstand so ein schleichender Umbruch ohne echte Achse, ohne Köpfe, die ein Team tragen.
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