Deniz Undav ist nicht Gerd Müller – warum der neue WM-Hype völlig überzogen ist

Ein Land in Aufregung. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Kaum gewinnt die deutsche Nationalmannschaft ihre ersten beiden Spiele bei der umstrittenen Weltmeisterschaft 2026, scheint in Deutschland wieder einmal jede Form der Bodenhaftung verloren zu gehen. Nach dem erwartbaren 7:1 gegen Curaçao folgte nun ein hart erkämpftes 2:1 gegen die Elfenbeinküste.

Natürlich darf man sich darüber freuen. Sechs Punkte, das vorzeitige Erreichen der K.-o.-Runde und eine deutlich bessere Stimmung als bei den vergangenen Turnieren sind positive Nachrichten. Doch wer das Spiel gegen die Elfenbeinküste nüchtern analysiert, erkennt schnell, dass

Weiterlesen

WM 2026: Warum die Aufregung um Lennart Karl alarmierend ist

Deutschland im Fußballfieber. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Je näher die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 rückt, desto größer werden die Zweifel an der Personalpolitik von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Dabei geht es längst nicht mehr nur um taktische Fragen oder die Zusammensetzung des Kaders. Vielmehr entsteht zunehmend der Eindruck, dass die deutsche Nationalmannschaft ihre Hoffnungen auf zu viele Unsicherheiten stützt.

Bereits die Diskussion um Manuel Neuer zeigt das deutlich. Der mittlerweile 40-jährige Torhüter reist mit einer Verletzungshistorie und körperlichen Fragezeichen in Richtung Nordamerika. Statt frühzeitig Klarheit auf der Torwartposition zu schaffen, scheint Nagelsmann darauf zu hoffen, dass der ehemalige Weltklassekeeper noch einmal rechtzeitig fit wird. Eine riskante Strategie für ein Turnier, bei dem Kleinigkeiten über Erfolg und Misserfolg entscheiden können.

Doch die Debatte um Neuer wird inzwischen von einer anderen Personalie überlagert: dem verletzungsbedingten WM-Aus von Lennart Karl. Und genau hier offenbart sich ein noch größeres Problem.

Weiterlesen

Ein Kanzler auf Abruf? – Eine Diskussion, die mehr verrät als jedes Dementi

Das Bundeskanzleramt in Berlin. Foto: Robin Patzwaldt

Ob an den seit Tagen kursierenden Spekulationen über eine mögliche vorzeitige Ablösung von Bundeskanzler Friedrich Merz tatsächlich etwas dran ist, ist beinahe nebensächlich geworden. Entscheidend ist längst etwas anderes: Dass diese Debatte überhaupt geführt wird – und dass sie sich trotz aller Dementis nicht mehr einfangen lässt. Genau darin offenbart sich die eigentliche Schwäche des Kanzlers.

Weiterlesen
Werbung


Wenn der Fußball endgültig zur politischen Kulisse verkommt

Bundeskanzler Friedrich Merz, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Die umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hat noch nicht einmal begonnen, da offenbart sich bereits ein Ausmaß an politischer Instrumentalisierung, das selbst für deutsche Verhältnisse bemerkenswert erscheint.

Dass nebenan bei der WAZ ernsthaft darüber diskutiert wird, ob Bundeskanzler Friedrich Merz von einem erfolgreichen Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft profitieren könnte, zeigt vor allem eines: Wie verzweifelt Politik und mediale Begleitmusik inzwischen offenbar nach symbolischen Rettungsankern suchen.

Anstatt sich mit realen politischen Problemen wie wirtschaftlicher Stagnation, sozialer Unsicherheit oder wachsender Unzufriedenheit auseinanderzusetzen

Weiterlesen

INTERIA im Interview: Aus Tel Aviv nach Berlin – für Wacken und Wembley

Metal macht Spaß! Itai Avrahamoff führt bei INTERIA den 5-String-Bass. Foto: Till Oliver Becker
Metal macht Spaß! Itai Avrahamoff führt bei INTERIA den 5-String-Bass. Foto: Till Oliver Becker

Die Band INTERIA stammt aus Israel, lebt inzwischen in Berlin und will von dort aus die europäische Alternative-Metal-Szene erobern. Im Interview mit den RUHRBARONEN spricht Sänger Argaman Ventura über den Schritt nach Deutschland, über künstlerische Verwundbarkeit, große Ziele, den Alltag zwischen Rockband und Start-up sowie über die Frage, was große Kunst heute bedroht.

Weiterlesen

Von Vorfreude keine Spur: Die Fußball-WM 2026 interessiert mich weniger als Katar

Ein Land in Aufregung. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Während die Fußball-Saison 2025/26 auf Vereinsebene in ihren letzten Zügen liegt, macht sich so langsam ein Gedanke im Hinterkopf breit: Die WM kommt. Angeblich.

Irgendwo zwischen XXL-Kommerz, politischer Dauerkrise und der schleichenden Selbstentfremdung des modernen Fußballs soll im Sommer also in den USA, Kanada und Mexiko das nächste „größte Sportereignis der Welt“ steigen. Früher hätte allein die Nachricht von einem anstehenden Fußball-Großturnier bei mir gereicht, um Vorfreude auszulösen. Heute löst der Gedanke daran bei mir bestenfalls ein müdes Schulterzucken aus. Vielleicht werde ich alt. Vielleicht hat der Fußball ein Problem. Wahrscheinlich beides.

Weiterlesen

Enteignungen vor 1949: Ein fortgeführtes Armutszeugnis für den Rechtsstaat

Darüber, dass die Enteignungen in der sowjetischen Besatzungszone wohl großteils illegal waren und keinen rechtsstaatlichen Prinzipien folgten, bsteht Einigkeit. Trotzdem erhalten die Enteigneten bis heute ihr Eigentum nicht zurück - die Bundesrepublik macht es sich einfach.
Darüber, dass die Enteignungen in der sowjetischen Besatzungszone wohl großteils illegal waren und keinen rechtsstaatlichen Prinzipien folgten, bsteht Einigkeit. Trotzdem erhalten die Enteigneten bis heute ihr Eigentum nicht zurück – die Bundesrepublik macht es sich einfach. Grafik: DALL-E

Die deutsche Einheit war ein historischer Glücksfall. Doch auch historische Glücksfälle haben Schattenseiten. Eine davon liegt bis heute auf den Enteignungen in der sowjetischen Besatzungszone zwischen 1945 und 1949. Was damals unter Begriffen wie Bodenreform, Entnazifizierung und Neuordnung der Eigentumsverhältnisse geschah, war vielfach keine rechtsstaatliche Korrektur von Schuld, sondern politische Besitznahme.

Weiterlesen
Werbung


SPD im Panikmodus: Klingbeil entdeckt den Tatendrang

SPD-Chef Lars Klingbeil. Archiv-Foto: Roland W. Waniek

Hätte man seit der Bundestagswahl 2025 einfach mal kollektiv weggeschaut, könnte man heute ernsthaft glauben, die große Reformmaschine in Berlin würde gerade erst warm laufen. Plötzlich überall Ideen, Vorschläge, Interviews – und mittendrin ein auffallend umtriebiger Lars Klingbeil, der so wirkt, als hätte er gerade erst den Schlüssel zum Kanzleramt gefunden.

Blöd nur: Das Ganze ist kein Aufbruch – es ist ein Déjà-vu. Denn schon beim Start der schwarz-roten Koalition unter Friedrich Merz wurde genau das Gleiche versprochen. Reformen hier, Modernisierung da, ein „neuer Schwung“ für Deutschland. Passiert ist seitdem… überschaubar wenig. So wenig, dass man sich fragt, ob die Regierung zwischenzeitlich in eine Art politischen Energiesparmodus gefallen ist. Und jetzt? Jetzt ist plötzlich Eile angesagt. Ein „Reformfenster“ bis zum Sommer, hektische Betriebsamkeit, fast schon Aktivismus. Klingt dynamisch – ist aber vor allem eines: verdächtig spät.

Weiterlesen

12 Thesen gegen die Irankrieg-Kritiker

USS Gerald Ford U.S. Navy photo by Erik Hildebrand Lizenz: Gemeinfrei

„Israel und die USA haben ihren völkerrechtswidrigen Krieg schon verloren“, „Die Ziele sind völlig unklar“, „Sie werden sie nie erreichen“, „Das nächste Vietnam“: Die Sessel-Strategen und Social-Media-Militärexperten überbieten sich mal wieder. Was aber, wenn sie alle komplett daneben liegen?

„Krieg ist Scheiße“, pflegte Altkanzler Helmut Schmidt zu sagen. Er wusste, wovon er sprach. Schließlich hatte er am Vernichtungskrieg von „Adolf Nazi“ mitgewirkt und war später Verteidigungsminister, als die Bundeswehr im Kalten Krieg gegen die Rote und die Volksarmee stand. Er sagte allerdings auch: „Manchmal muss man Kriege führen. Aber dann muss man wissen, was man erreichen will und ob man es erreichen kann. Und wie man aus dem Krieg wieder rauskommt.“

Weiterlesen

Triumph gegen den Islamismus

Ali Chamenei Foto: Khamenei.ir Lizenz: CC BY 4.0


Die Eliminierung des iranischen Gottesherrschers und obersten Terrorexporteurs durch Israel ist ein gewaltiger Schritt, den globalen Vormarsch des gewaltbereiten Islam zu bremsen. Auch in Deutschland, wo die linken Unterstützer jaulen.

Millionen im Iran, im Exil und in Israel jubeln: Revolutionsführer Ali Chamenei, der 37 Jahre lang Terror, Tyrannei und Krieg über sein Land und den gesamten Nahen Osten bis nach Europa brachte, der den jüdischen Staat mit Vernichtung bedrohte, die islamische Bombn bauen wollte und die Massenproteste im Januar im Blut ertränken ließ, verantwortlich für den Tod Zehntausender, ist in der Hölle. Ausgeschaltet durch einen der präzisen israelischen Luftschläge gemeinsam mit den USA, wie auch der Kommandeur der Revolutionsgarden und Dutzende weitere Führungsfiguren.

Weiterlesen
1 2 3 13