Zugegeben, es ist dann in der hier vorgelegten Form letztendlich auch ‚nur ein Werbespot‘, doch der Kurzfilm den der Pay-TV Anbieter ‚Sky Deutschland‘ am Wochenende bereits im Vorprogramm zum Bundesliga-Rückrundenauftakt über den Fanclub „Wohl-Auf Blau & Weiß“ im Johanniterstift Gelsenkirchen dem Publikum im TV und auch in der Arena Gelsenkirchen präsentiert hat, der sagt doch sehr viel über die Bedeutung des Fußballs im Ruhrgebiet, speziell eben auch auf Schalke, aus.
Wie wohl in keiner anderen Region Deutschlands ist der Fußball hier für Millionen von Fans ein wichtiger, fester Bestandteil des Lebens. Und zwar tatsächlich auch über die komplette Lebensspanne. Das ist schon sehr ungewöhnlich und die Leidenschaft für diesen Sport tatsächlich auch überaus intensiv.
Kinotipp: „Red Army – Legenden auf dem Eis“
Einen spannenden Filmstart in den Kinos der Republik möchte ich hier heute nicht unerwähnt lassen:
Wer sich für die Politik während des ‚Kalten Krieges‘ und Sportdokus, insbesondere Eishockey interessiert, für den ist „Red Army – Legenden auf dem Eis“ sicherlich ein besonders interessanter Film. Eine thematisch zunächst sicherlich recht ungewöhnlich anmutende Mischung. Das räume ich hier gerne ein. Und gerade auch deshalb möchte ich auf den Film hier heute einmal kurz hinweisen!
Gabe Polskys Dokumentarfilm zeigt nämlich, wie Sport damals auch zu Propagandazwecken instrumentalisiert wurde und welchen Preis die Sportler dafür zahlen mussten.
Die Anfänge des Eishockeysports liegen zwar ursprünglich in Kanada, doch in kaum einem anderen Land der Erde war und ist dieser Sport bis heute so beliebt wie in der ehemaligen Sowjetunion. Kein Wunder also, dass auch Eishockey in den Jahren des Kalten Kriegs von Politik und dem Kampf der Systeme Ost gegen West sehr geprägt war.
Neu im Kino: „Wir sind jung. Wir sind stark.“ – Das Drama von Rostock-Lichtenhagen
An dieser Stelle sei heute auch einmal ein spannender Kino-Neustart der kommenden Woche erwähnt: Am 22. Januar 2015 kommt „Wir sind jung. Wir sind stark.“ in die Lichtspielhäuser der Nation. Ein Film, welcher die Geschehnisse rund um die ausländerfeindlichen Pogrome von Rostock-Lichtenhagen im Jahre 1992 als Drama erzählt.
Durchaus zweigeteilte Kritiken im Vorfeld versprechen ein zumindest diskutables Kinoerlebnis zu einem wirklich spannenden und bewegenden Thema.
Drei Jahre lang hat Burhan Qurbani dem Vernehmen nach an den Figuren seines nun vorgelegten Films gearbeitet, ein Jahr lang akribisch zu den leidigen Geschehnissen vor gut 22 Jahren recherchiert, um dann eine Geschichte über einen Tag zu erzählen, der in Gewalt gegen Ausländer mündete, ein Tag, der das Bild vom hässlichen Deutschen um die Welt gehen ließ und noch zahlreichen Leuten noch heute in Erinnerung ist…
„Neven – Geschichte eines Comebacks“ ist bald im Kino des ‚Dortmunder U‘ zu sehen
Über Monate war er verletzt. Seit einigen Monaten mischt er beim BVB wieder mit. Die schweren Monate zwischen Kreuzbandriss und Comeback auf dem Rasen für Neven Subotic dokumentiert ein Film, welcher den sympathischen BVB-Abwehrspieler bei seiner Rehabilitation, in Dortmund, in den Trainingslagern, in den USA und in Äthiopien begleitet hat.
Der von ‚BVBtotal‘ produzierte Streifen bekommt jetzt, wie der BVB soeben bekanntgab, drei öffentliche Zusatz-Vorstellungen: Am 10., 16. und 23. Dezember 2014 ist der Streifen jeweils um 19:09 Uhr im Kino im Dortmunder U zu sehen.
Kann man jedem Sport- und BVB-Fan in der Region nur ans Herz legen!
Der Eintritt beträgt 5 Euro und der gesamte Erlös geht an die Neven Subotic Stiftung und BVB-Stiftung „leuchte auf“.
Dokumentarfilm: Dirk Nowitzki – ‚Der perfekte Wurf‘
Wirklich gute Sportfilme sind ja doch eher rar gesät. Mitte September kommt nun aber mal wieder eine Dokumentation in die deutschen Kinos, die einen Besuch durchaus lohnen dürfte.
‚Der perfekte Wurf‘ heißt der Film. Es ist ein Portrait des aktuell einzigen Basketballsuperstars aus Deutschland, von Dirk Nowitzki.
Mit „Der perfekte Wurf“ präsentieren die beiden Filmemacher Sebastian Dehnhardt und Leopold Hoesch ein persönliches Portrait des seit Jahren in der Regel eher still und bescheiden auftretenden NBA-Stars Dirk Nowitzki.
Filmfest homochrom
Heute Abend startet das viertägige Filmfest homochrom in Dortmund mit der Deutschlandpremiere von „Kill Your Darlings„. Der unaufgeregte Film zeigt in erstklassiger Ausstattung und Besetzung die Anfänge der Beat-Literaten William S. Burroughs, Allen Ginsberg und Jack Kerouac und ist damit nicht nur für Schwule und Lesben überaus sehenswert. Zweiter Film des Abends ist „Ian Harvie Superhero“. Die Show des einzigen Transgender-Comedian ist vielleicht kein filmisches Meisterwerk, aber für Standup-Comedy-Fans mehr als empfehlenswert, zumal Ian Harvie heute Abend in Dortmund anwesend ist.
Ab 19 Uhr, Dortmund, Schauburg
Schwul, lesbisch und in Farbe

Zum dritten Mal findet das Filmfest homochrom ab Mittwoch 16.10 in Köln statt. Es ist das jüngste Schwul-Lesbisch-Transgender-Filmfestival in Deutschland, das einzige regional ausgerichtete – ab dem 24.10. ist das Programm in Dortmund zu sehen – und erstaunlicherweise auch das einzige in der Schwulen-Metropole Köln. Darüber hinaus zeichnet sich das Filmfest homochrom durch zahlreiche Deutschland- und Europa-Premieren aus. Gleich der Eröffnungsfilm „Kill Your Darlings“ setzt hier einen wichtigen Akzent. Nicht nur, weil Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe hier in der Rolle des Beat-Autoren Allen Ginsberg sein Kinderstar-Image ablegt, sondern auch, weil der Film zeigt, dass schwule Themen auch im Mainstream-Kino eine Chance haben, wenn sie in eine gute Story verpackt sind. Mit Michael C. Hall, Dane DeHaan, Jennifer Jason Leigh und Jack Huston ist der Film, der in Köln als Deutschlandpremiere läuft, insgesamt prominent besetzt.
Bei der Auswahl des Festival-Programms setzt Leiter Martin Wolkner klar auf die Qualität der Filme und stellt einen deutlichen Trend fest: „Die Themen werden allgemeingültiger, schwules, lesbisches und transidentes Leben ist im Film sehr viel mehr in der Normalität angekommen. Früher ging es vor allem um Coming-Out-Probleme und HIV, heute stehen Geschichten im Vordergrund, die auch für ein heterosexuelles Publikum funktionieren.“ So zeigt „Meth Head“, der als Europa-Premiere läuft, wie die Trenddroge Crystal Meth sich in das Leben eines Menschen und seine Umwelt hineinfrisst. Die High-School-Komödie „First Period“ setzt auf Trashhumor, der auch eines John Waters‘ würdig wäre. Und „Truth“, auch als internationale Premiere bei homochrom, ist ein schwuler Erotik-Thriller. Der Exot im Programm dürfte „Soongava“ aus Nepal sein, der als offizieller Beitrag des Landes zu den Oscars 2014 eingereicht wurde.
Das Filmfest homochrom zeichnet sich auch dadurch aus, dass nahezu alle Filme mit deutschen Untertiteln gezeigt werden, wenn sie nicht schon in Synchronisation vorliegen – ein Angebot, das auch für Gehörgeschädigte interessant ist. Unterstützt wird das Filmfest unter anderem von der Filmstiftung NRW, Schirmherrin ist Hannelore Kraft. Und natürlich gibt es auch Preise, die „Chromies“, die bei homochrom das Publikum wählt und die zum Abschluss des Filmfestes in Dortmund vergeben werden.
Das jährliche Filmfest ist jedoch nur ein Teil der Arbeit von homochrom. Den Rest des Jahres zeigt die gleichnamige Filmreihe monatlich jeweils einen schwule und lesbischen Film in Kinos in der gesamten Rhein-Ruhr-Region von Köln, über Düsseldorf, Bochum, Essen, Dortmund bis nach Oberhausen.
16.-20.10., Köln, Filmforum
24.-27.10., Dortmund, Schauburg
BVB-Dokumentarfilm: „Wir die Wand“
Es sind zwar noch ein paar Tage bis dahin, doch die Vorfreude bei vielen Borussen-Fans auf den vom WDR produzierten BVB-Film ‚Wir die Wand‘ steigt in den Fanforen bereits spürbar an.
Autor Klaus Martens beobachtete hierfür das ‚Leben‘ auf der Südtribüne des Dortmunder Westfalenstadions, Europas größter Stehplatztribüne, beim Heimspiel des BVB gegen den FSV Mainz 05 im vergangenen April.
Das Resultat kommt nun ab 5. September in die Kinos, ist aber auch bereits kurz danach, am 03. Oktober um 21.45 Uhr im WDR-Fernsehen zu sehen.
BVB-Fans sollten sich das schon einmal vormerken. Dürfte sich lohnen!
Die Wahrheit über „Sex and the City“
Am Donnerstag startet der zweite Kinofilm über vier junge Frauen in den Häuserschluchten und Herztiefen von New York. Wieder geht es um Kleidung, die kein Sterblicher mit den gezeigten Jobs bezahlen kann. Doch das wird den Ansturm an den Kassen von kreischenden deutschen Frauen nicht verhindern. Ein Insiderbericht – aus der Männerperspektive!
Ich glaube, ich werde Journalist. Eigentlich wollte ich mich ja diesem Rummel um den zweiten Kinofilm von „Sex and the City“ entziehen. Mir haben schon die Filmchen in meinem Telefunken-TV-Gerät gereicht, die ich mir fast wöchentlich mit einer eigentlich erwachsenen Frau anschauen musste, weil an diesen Tagen, an dem die TV-Serie lief, meine bessere Hälfte immer den Fernbedienungs-Joker zog. Doch ehrlich gesagt, kann man sich diesem Wahn doch gar nicht entziehen. Erst am Wochenende griff ein TV-Sender in die Klamottenkiste und lieferte den ersten Kino-Film als so genanntes „warming up“. Überall sieht man Plakate, im Fitness-Studio, zu dem man sich ja nicht ohne Grund hinschleift, grinsen einem die 50-Kilogramm-Girls von jeder Frauenzeitung in verschiedener Größe an. Und wenn man sich mal gemütlich in der Regionalbahn nach Bochum entspannen will, morgens etwa so kurz vor 9 Uhr, dann hört man ein wildes Gequietsche von Girlies, die die Altersgrenze von 30 schon deutlich überschritten haben, von der Hinterbank und stören bei der Lektüre so wichtiger Texte wie „Sorgen über Spanien und Korea lasten auf Börsen“. Es gibt, so mag es erscheinen, keinen SATC-freien Raum! Und dabei ist das doch alles großer Lug und Trug.
Fakt 1: Geld fällt vom Himmel
Ich muss für mein Geld, das mir monatlich mehr oder minder häufig überwiesen wird, kräftig anpacken. Das geht schon Jahre so – und sicherlich habe ich oft auch das Gefühl des Neides, wenn ich an einem Cafe, etwa in Essen oder Düsseldorf, vorbei gehe, und dort die zahlreichen Studenten oder jungen Mütter sehe, die werktags besseres zu tun haben als ich. Ich gebe offen zu, das ist weder politisch korrekt noch geht es konform mit meiner katholischen Erziehung der Nächstenliebe. Doch wenn ich eine besser Art und Weise hätte, Geld zu verdienen, würde ich es machen. Bei SATC geht es – offenbar. Man muss nur eine lächerliche Kolumne in einer nichtssagenden Postille schreiben und kriegt dafür einen Haufen von Geld. Anders ist es doch kaum zu erklären, warum sich die Hauptdarsteller, die sich literarisch gesehen nicht wirklich von einem Durs Grünbein-Lyrik-Versuch unterscheidet, Schuhe leisten kann, die so viel kosten wie mein letzter Ski-Urlaub. „Manolo Blahnik“, heißen die und gelten als hip. Wobei ich mir gar nicht vorstellen könnte, wie meine 60 Kilo-Freundin darauf laufen sollte – bei den Absätzen und den Riemchen.
Fakt 2: Zahnstocher-Irrglaube
Das reicht aber offenbar nicht. Die Hauptdarsteller verdient mit ihrer komischen Kolumne auch so viel Geld, dass sie sich nicht nur ständig komische Schuhe leisten kann. Sie geht auch ständig mit ihren komischen Freundinnen in ein Cafe – zum Kaffeetrinken. Und wenn sie sich nicht zum Kaffeetrinken trifft, dann geht sie Mittagessen. Schon allein das ist ein Irrsinn. Denn entweder ist die Hauptdarstellerin Dauerbesucherin der Toiletten, wo sie das teure Essen wieder sausen lässt, oder sie muss volle Teller wieder zurück gehen lassen. Anders ist es doch gar nicht zu erklären, wie eine Frau zu einem solchen Hungerhaken wird, der weder schön noch gesund ist. Hand aufs Herz: Habt Ihr Euch, bitte, diese Zahnstocher angesehen, die eigentlich Beine heißen. Ich habe in ganz New York überwiegend normale Frauen gesehen, mit normalen Figuren und tollen Kurven. Zugegeben: In einer Ausstellung im MoMo rannte einmal ein solcher Zahnstocher an mir vorbei – aber wer will schon einen solchen Zahnstocher im Haus haben. Zahnstocher sind doch in der Regel so frustriert, weil sie nicht essen dürfen, so dass das Zusammenleben eine Qual ist. Und dann wundern sich diese Zahnstocher ständig, warum es kein Mann mit ihnen aushält. Ich kann dazu nur sagen: Mehr essen! Dann klappt’s auch mit den Männern!
Fakt 3: Männer sind die besseren Frauen
SATC wurde von einem Mann erfunden und geschrieben. Da sagt bitte noch eine Frau, ein Mann kann sich nicht in die Gefühlwelt der holden Weiblichkeit einfühlen. Ihr seit ertappt!
Fakt 4: Mr. Big wartet nicht
Und dann ist da noch die Sache mit Mr. Big – und wir sind nun bei Fakt 3 angekommen. Laut Erzählungen von SATC-Insiderinnen, soll sich am Schluss der umfangreichen TV-Staffel die Hauptdarstellerin dann doch an Mr. Big wenden und ihm ihre Liebe offenbaren. Das ist romantisch. Kommt sicherlich direkt hinter Hermann Hesses „Narziß und Goldmund“. Doch welcher Mann wartet denn, bitteschön, auf einen solchen Hollywood-reifen Abschluss. Mal ehrlich, Männer, wir haben doch besseres zu tun, als uns, wenn wir es denn mal tun, so emotional an der Nase herumführen lassen, wie das diese Frau bei SATC mit ihrem Mr. Big macht, der übrigens auch so viel Geld hat wie Kohle in der Kokerei Prosper liegt. Bis sich die Prinzessin auf der Erbse aus ihrer emotionale Inbalance dazu besinnt, wer der richtige Mr. Big ist, sind wir doch längst über die Berge und fühlen uns in dem bestätigt, was wir Mr. Right doch schon immer gesagt haben, auch wenn sie es mal wieder nicht hören wollte: Wir sind die besten!
State of Play: A first Look
Für unsereins der Pflichtbesuch im Kinosommer: State of Play (Kinostart, morgen). Ein Film über investigativen Journalismus, über Zeitungskrise und das Binnenverhältnis zwischen Onlinern und Print-Leuten. Wirklich sehenswert ist die Karre von Cal McCaffrey (Russell Crowe) vom Washington Globe. Natürlich ein 1990er Saab (Koenigsegg) – offenbar das globale Lieblingsvehikel der Medienmeute. Hier schon einmal tolle Autobilder und ein schöner Dialog.
Online: Ich bin Della, Della Fry, ich schreib den Capitol Hill Blog, Online-Redaktion. Ich bin ein großer Fan von ihnen. Ich schreib gerade etwas über private Beziehungen innerhalb der Politik, alleinstehende Frauen, so was. Und wie Sie sicher wissen, gab es mit ihrem Freund heute im Capitol diesen Zwischenfall.
Print: Ist da irgendwo eine Frage in Sicht?
Online: Ja, haben Sie heute mit ihm gesprochen?
Print: Wollen Sie mich etwa in Ihren Artikel einbauen?
Online: Nein, ich will nur etwas Hintergrundmaterial.
Print: Soll heißen: schmutzige Geschichten?
Online: Meinen Sie, das er eine Affäre mit der Frau hatte?
Print: Tja. Della? Keine Ahnung. Da müsste ich wohl vorher ein paar Blogs lesen, um mir eine Meinung zu bilden.
Quelle: trailer/ state-of-play.de
