Die drei Filmemacher begrüßen BVB-Spieler Sebastian Kehl (2.v.r.) zur Premiere. Foto(s): Robin Patzwaldt
War ja eigentlich von Anfang an klar, dass die Filmpremiere von „Am Borsigplatz geboren – Franz Jacobi und die Wiege des BVB“ beim Premierenpublikum im Dortmunder Cinestar-Kino am Sonntagabend nicht durchfallen würde. Doch waren die drei verantwortlichen Filmemacher des Doku-Streifens über die Gründungsphase der Dortmunder Borussia, nach erfolgtem Abspann, und bei ‚Standing Ovations‘ der versammelten ‚BVB-Familie‘, wie der Moderator des Abends (und Ex-BVB-Pressesprecher) Josef Schneck die versammelte Zuschauergemeinde nicht ohne Stolz nannte, dann doch sichtlich erleichtert.
Zuvor hatten die rund 600 geladenen Gäste, darunter zahlreiche am Film Beteiligte, Schauspieler und Gönner des in den vergangenen rund zwei Jahren per Crowdfunding-Finanzierung entstandenen Streifens die Dokumentation aufmerksam und wohlwollend aufgenommen.
Neben Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau war u.a. auch der langjährige Mannschaftskapitän der Borussen Sebastian Kehl unter den Zuschauern. Auch BVB-Präsident Reinhard Rauball beehrte die Filmemacher am Sonntagabend mit seinem Erscheinen.
In knapp zwei Wochen startet mal wieder ein Film in den Kinos dieses Landes, wie er aktueller wohl kaum sein könnte, welcher aber sicherlich doch nicht so in den Blickpunkt einer größeren Öffentlichkeit geraten dürfte, wie es der Bedeutung des Themas wohl entspräche.
Ich möchte daher hier und heute schon einmal kurz die Gelegenheit nutzen, und auf `Willkommen auf Deutsch‘ aufmerksam machen. Ein Film, welcher am 12. März 2015 in den Kinos anlaufen wird.
Zugegeben, es ist dann in der hier vorgelegten Form letztendlich auch ‚nur ein Werbespot‘, doch der Kurzfilm den der Pay-TV Anbieter ‚Sky Deutschland‘ am Wochenende bereits im Vorprogramm zum Bundesliga-Rückrundenauftakt über den Fanclub „Wohl-Auf Blau & Weiß“ im Johanniterstift Gelsenkirchen dem Publikum im TV und auch in der Arena Gelsenkirchen präsentiert hat, der sagt doch sehr viel über die Bedeutung des Fußballs im Ruhrgebiet, speziell eben auch auf Schalke, aus.
Wie wohl in keiner anderen Region Deutschlands ist der Fußball hier für Millionen von Fans ein wichtiger, fester Bestandteil des Lebens. Und zwar tatsächlich auch über die komplette Lebensspanne. Das ist schon sehr ungewöhnlich und die Leidenschaft für diesen Sport tatsächlich auch überaus intensiv.
Einen spannenden Filmstart in den Kinos der Republik möchte ich hier heute nicht unerwähnt lassen: Wer sich für die Politik während des ‚Kalten Krieges‘ und Sportdokus, insbesondere Eishockey interessiert, für den ist „Red Army – Legenden auf dem Eis“ sicherlich ein besonders interessanter Film. Eine thematisch zunächst sicherlich recht ungewöhnlich anmutende Mischung. Das räume ich hier gerne ein. Und gerade auch deshalb möchte ich auf den Film hier heute einmal kurz hinweisen!
Gabe Polskys Dokumentarfilm zeigt nämlich, wie Sport damals auch zu Propagandazwecken instrumentalisiert wurde und welchen Preis die Sportler dafür zahlen mussten.
Die Anfänge des Eishockeysports liegen zwar ursprünglich in Kanada, doch in kaum einem anderen Land der Erde war und ist dieser Sport bis heute so beliebt wie in der ehemaligen Sowjetunion. Kein Wunder also, dass auch Eishockey in den Jahren des Kalten Kriegs von Politik und dem Kampf der Systeme Ost gegen West sehr geprägt war.
An dieser Stelle sei heute auch einmal ein spannender Kino-Neustart der kommenden Woche erwähnt: Am 22. Januar 2015 kommt „Wir sind jung. Wir sind stark.“ in die Lichtspielhäuser der Nation. Ein Film, welcher die Geschehnisse rund um die ausländerfeindlichen Pogrome von Rostock-Lichtenhagen im Jahre 1992 als Drama erzählt.
Durchaus zweigeteilte Kritiken im Vorfeld versprechen ein zumindest diskutables Kinoerlebnis zu einem wirklich spannenden und bewegenden Thema.
Drei Jahre lang hat Burhan Qurbani dem Vernehmen nach an den Figuren seines nun vorgelegten Films gearbeitet, ein Jahr lang akribisch zu den leidigen Geschehnissen vor gut 22 Jahren recherchiert, um dann eine Geschichte über einen Tag zu erzählen, der in Gewalt gegen Ausländer mündete, ein Tag, der das Bild vom hässlichen Deutschen um die Welt gehen ließ und noch zahlreichen Leuten noch heute in Erinnerung ist…
Über Monate war er verletzt. Seit einigen Monaten mischt er beim BVB wieder mit. Die schweren Monate zwischen Kreuzbandriss und Comeback auf dem Rasen für Neven Subotic dokumentiert ein Film, welcher den sympathischen BVB-Abwehrspieler bei seiner Rehabilitation, in Dortmund, in den Trainingslagern, in den USA und in Äthiopien begleitet hat.
Der von ‚BVBtotal‘ produzierte Streifen bekommt jetzt, wie der BVB soeben bekanntgab, drei öffentliche Zusatz-Vorstellungen: Am 10., 16. und 23. Dezember 2014 ist der Streifen jeweils um 19:09 Uhr im Kino im Dortmunder U zu sehen.
Kann man jedem Sport- und BVB-Fan in der Region nur ans Herz legen!
Der Eintritt beträgt 5 Euro und der gesamte Erlös geht an die Neven Subotic Stiftung und BVB-Stiftung „leuchte auf“.
Wirklich gute Sportfilme sind ja doch eher rar gesät. Mitte September kommt nun aber mal wieder eine Dokumentation in die deutschen Kinos, die einen Besuch durchaus lohnen dürfte.
‚Der perfekte Wurf‘ heißt der Film. Es ist ein Portrait des aktuell einzigen Basketballsuperstars aus Deutschland, von Dirk Nowitzki.
Mit „Der perfekte Wurf“ präsentieren die beiden Filmemacher Sebastian Dehnhardt und Leopold Hoesch ein persönliches Portrait des seit Jahren in der Regel eher still und bescheiden auftretenden NBA-Stars Dirk Nowitzki.
Heute Abend startet das viertägige Filmfest homochrom in Dortmund mit der Deutschlandpremiere von „Kill Your Darlings„. Der unaufgeregte Film zeigt in erstklassiger Ausstattung und Besetzung die Anfänge der Beat-Literaten William S. Burroughs, Allen Ginsberg und Jack Kerouac und ist damit nicht nur für Schwule und Lesben überaus sehenswert. Zweiter Film des Abends ist „Ian Harvie Superhero“. Die Show des einzigen Transgender-Comedian ist vielleicht kein filmisches Meisterwerk, aber für Standup-Comedy-Fans mehr als empfehlenswert, zumal Ian Harvie heute Abend in Dortmund anwesend ist.
Trash, wie John Waters ihn lieben würde – First Period.
Zum dritten Mal findet das Filmfest homochrom ab Mittwoch 16.10 in Köln statt. Es ist das jüngste Schwul-Lesbisch-Transgender-Filmfestival in Deutschland, das einzige regional ausgerichtete – ab dem 24.10. ist das Programm in Dortmund zu sehen – und erstaunlicherweise auch das einzige in der Schwulen-Metropole Köln. Darüber hinaus zeichnet sich das Filmfest homochrom durch zahlreiche Deutschland- und Europa-Premieren aus. Gleich der Eröffnungsfilm „Kill Your Darlings“ setzt hier einen wichtigen Akzent. Nicht nur, weil Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe hier in der Rolle des Beat-Autoren Allen Ginsberg sein Kinderstar-Image ablegt, sondern auch, weil der Film zeigt, dass schwule Themen auch im Mainstream-Kino eine Chance haben, wenn sie in eine gute Story verpackt sind. Mit Michael C. Hall, Dane DeHaan, Jennifer Jason Leigh und Jack Huston ist der Film, der in Köln als Deutschlandpremiere läuft, insgesamt prominent besetzt.
Bei der Auswahl des Festival-Programms setzt Leiter Martin Wolkner klar auf die Qualität der Filme und stellt einen deutlichen Trend fest: „Die Themen werden allgemeingültiger, schwules, lesbisches und transidentes Leben ist im Film sehr viel mehr in der Normalität angekommen. Früher ging es vor allem um Coming-Out-Probleme und HIV, heute stehen Geschichten im Vordergrund, die auch für ein heterosexuelles Publikum funktionieren.“ So zeigt „Meth Head“, der als Europa-Premiere läuft, wie die Trenddroge Crystal Meth sich in das Leben eines Menschen und seine Umwelt hineinfrisst. Die High-School-Komödie „First Period“ setzt auf Trashhumor, der auch eines John Waters‘ würdig wäre. Und „Truth“, auch als internationale Premiere bei homochrom, ist ein schwuler Erotik-Thriller. Der Exot im Programm dürfte „Soongava“ aus Nepal sein, der als offizieller Beitrag des Landes zu den Oscars 2014 eingereicht wurde.
Das Filmfest homochrom zeichnet sich auch dadurch aus, dass nahezu alle Filme mit deutschen Untertiteln gezeigt werden, wenn sie nicht schon in Synchronisation vorliegen – ein Angebot, das auch für Gehörgeschädigte interessant ist. Unterstützt wird das Filmfest unter anderem von der Filmstiftung NRW, Schirmherrin ist Hannelore Kraft. Und natürlich gibt es auch Preise, die „Chromies“, die bei homochrom das Publikum wählt und die zum Abschluss des Filmfestes in Dortmund vergeben werden.
Das jährliche Filmfest ist jedoch nur ein Teil der Arbeit von homochrom. Den Rest des Jahres zeigt die gleichnamige Filmreihe monatlich jeweils einen schwule und lesbischen Film in Kinos in der gesamten Rhein-Ruhr-Region von Köln, über Düsseldorf, Bochum, Essen, Dortmund bis nach Oberhausen.
Es sind zwar noch ein paar Tage bis dahin, doch die Vorfreude bei vielen Borussen-Fans auf den vom WDR produzierten BVB-Film ‚Wir die Wand‘ steigt in den Fanforen bereits spürbar an.
Autor Klaus Martens beobachtete hierfür das ‚Leben‘ auf der Südtribüne des Dortmunder Westfalenstadions, Europas größter Stehplatztribüne, beim Heimspiel des BVB gegen den FSV Mainz 05 im vergangenen April.
Das Resultat kommt nun ab 5. September in die Kinos, ist aber auch bereits kurz danach, am 03. Oktober um 21.45 Uhr im WDR-Fernsehen zu sehen.
BVB-Fans sollten sich das schon einmal vormerken. Dürfte sich lohnen!
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